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Oliver Sefrin Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Leipziger Bücherfrühling
Schriftsteller, Verlage und Literaturfreunde: Die Leipziger Buchmesse (17. bis 20.03.) ist der erste große Branchentreff des Jahres und ein Forum für die Neuerscheinungen des Frühjahrs. Auf der Messe, die als Ort der Begegnung zwischen Schriftstellern und Lesern bekannt ist, präsentieren sich in diesem Jahr mehr als 2000 Aussteller aus 36 Ländern. Gastland 2011 ist Serbien, dessen Messeauftritt von einem Kulturprogramm zu Südosteuropa begleitet wird. Halle 2 stellt den großen Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse zu Comics und Mangas vor.
Mit der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse am 17.03. werden in den drei Kategorien „Belletristik“, „Sachbuch/Essayistik“ und „Übersetzung“ die besten Neuerscheinungen mit jeweils 15.000 Euro ausgezeichnet. In diesem Jahr reichten 131 Verlage insgesamt 480 Titel ein. Als Publikumsfavoriten in der Kategorie „Belletristik“ ermittelte die Leipziger Buchmesse in einer Online-Umfrage den Schriftsteller Wolfgang Herrndorf mit seinem Roman „Tschick“. Ein weiterer Messehöhepunkt ist Europas größtes Lesefestival „Leipzig liest“. Auf 2000 Veranstaltungen an über 300 Plätzen – vom Café über Galerien bis hin zum Zoo und Friedhof – begegnet das Buchmessepublikum mehr als 1500 Autoren.
War das Buchjahr 2010 in Deutschland geprägt von technischen Innovationen, herausragenden Bestsellern und der steigenden Bedeutung des Internets als Absatzweg, erwartet die Branche 2011 einen weiteren digitalen Schub. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sagt in einer neuen Studie dem E-Book in diesem Jahr den endgültigen Durchbruch voraus. Gottfried Honnefelder, der Vorsteher des Börsenvereins, erwartet von der Digitalisierung eine neue Dynamik: „Inhalte werden neu inszeniert – und das erfreulicherweise nicht auf Kosten des gedruckten Buches.“ Eine erstaunlich unaufgeregte Stimmung in der Branche belege die Koexistenz von gedrucktem und digitalem Buch.
Derzeit kaufen 82 Prozent der Deutschen Bücher ausschließlich oder weitgehend in gedruckter Form. 2010 machten E-Books nur 0,5 Prozent (rund 21 Millionen Euro) des Gesamtumsatzes der Branche aus. Dennoch geht man beim Börsenverein davon aus, dass sich ein neuer Markt formiert. Verlage und Buchhandel rechneten in den kommenden Jahren mit erheblichen Umsatzsteigerungen und investierten deshalb weiter in die Digitalisierung.
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- 16 Mar 2011, 2:59 pm
