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Oliver Sefrin Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Synagoge und Satire: Jüdisches Leben in Berlin
Berlins Synagogen, das Jüdischen Museum und das Centrum Judaicum sind die Bühnen für das Programm der 24. Jüdischen Kulturtage in Berlin. Von Klassik bis Klezmer, von Literatur bis Satire: Die 16 Veranstaltungen vom 26. August bis 5. September 2010 zeigen, wie facettenreich die jüdische Kultur ist. Jahrtausendealte Musik erhält durch junge Kantoren eine neue Dimension. Eine junge Jazzsängerin erweckt jüdische Folksongs zu neuem Leben. Eine Fotoausstellung portraitiert Überlebende der Shoah und ihre Nachkommen. Das sind nur einige Veranstaltungen des Festivals, das seinen Höhepunkt mit einer Premiere feiert: der „Langen Nacht der Synagogen“ am 28. August.
Veranstaltet von der jüdischen Gemeinde Berlin sind die Kulturtage zugleich ein Spiegel des vielfältigen jüdischen Lebens in der deutschen Hauptstadt. Mit rund 11.000 Mitgliedern ist die jüdische Gemeinde Berlin die größte in Deutschland – und die am schnellsten wachsende. In den vergangenen 15 Jahren sind vor allem aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion viele neue Mitglieder eingewandert. Von orthodox bis liberal sind in den sechs Gemeindesynagogen alle Strömungen des Judentums vertreten. Vorsitzende der Gemeinde ist Lala Süsskind. Als erste Frau wurde sie 2008 an die Spitze der Gemeinde gewählt. Die zierliche und unprätentiöse Süsskind, 1946 in Polen geboren, versteht es auch Konflikte in ihrer Gemeinde leise und pragmatisch zu lösen. Über das jüdische Leben in Berlin sagt sie: „Es hat sich etabliert. Jeder kann sich hier entfalten.“
Generationenwechsel: Der derzeit vermutlich auffälligste Kopf unter den jungen Berlinern jüdischer Herkunft heißt Oliver Polak. Gerade erst Anfang 30 parodiert der ehemalige TV-Moderator den jüdischen Alltag – als Deutschlands bekanntester jüdischer Stand-up-Comedian und Autor des 2008 veröffentlichten Buches „Ich darf das, ich bin Jude“. Auf Polaks erfolgreichen Humor setzen in diesem Jahr auch die jüdischen Kulturtage in Berlin. In einer Gesprächsrunde beantwortet er zusammen mit dem jüdischen Kabarettisten Georg Kreisler (Jahrgang 1922) die Frage: Wie lebt es sich als Jude? Tiefsinnige und tabulose Antworten sind garantiert.
http://www.juedische-kulturtage.org
http://www.oliverpolak.com
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- 18 Aug 2010, 2:14 pm
