Elisabeth Thesing-Bleck

Elisabeth Thesing-Bleck

Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie

Geriatrische Pharmazie

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Personal information

Professional experience

  • Apr 2007 - Feb 2008

    (11 months)

  • 2009 - present
  • Jul 1970 - present

    (41 years, 11 months)

  • Aug 2001 - Jan 2007

    (5 years, 6 months)

  • 1970 - 2007
  • Apr 2000 - Nov 2000

    (8 months)

  •  
  • Employment status
    Freelancer

Educational background

  •  

About me

Zur Person:
Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie
Geriatrische Pharmazie
Gesundheitsberatung und Prävention


Neu: Podcasts für Apotheker zur Seniorengerechten Apotheke

Die Drei-Minuten Fortbildung zum kostenlosen Down load – das ist das neuste Angebot der Apothekerinnen Dr. Iris Hinneburg und Elisabeth Thesing-Bleck
http://www.elisabeth-thesing-bleck.de/podcast.htm

 

Elisabeth Thesing-Bleck war fünf Jahre lang Vizepräsidentin der Apothekerkammer Nordrhein. Verbesserungspotentiale in der Arzneimitteltherapiesicherheit zu heben, war ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Dazu kümmerte sich vorrangig um Patientengruppen, bei denen ein überdurchschnittlich hohes Risiko für unerwünschte Arzneimittelereignisse zu vermuten war. Aufgrund ihrer Mitarbeit in der Enquêtekommission „Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW“ [ 3 ] thematisierte sie zunächst ein erhöhtes Arzneimittelrisiko für Frauen. Im zweiten Schritt ihrer Kammertätigkeit dehnte sie diese Fragestellung auf die Pharmazeutische Betreuung multlmorbider älterer Menschen aus. In den Mitteilungen der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) „Kammer im Gespräch“ Heft 6, 2004 veröffentlichte sie einen Beitrag unter den Titel: „Ambulante Pflege älterer Menschen - Die Apotheken müssen sich den Herausforderungen der Zukunft stellen“[ 4 ]

Elisabeth Thesing-Bleck griff in diesem Beitrag erstmalig in der Berufsöffentlichkeit das Thema „alte Menschen“ in Sinne der Enquêtekommission auf und forderte in ihrer Hauszeitschrift auch die Standesorganisationen auf, die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft anzunehmen und Lösungen für die Arzneimittelversorgung zu erarbeiten. Sie eröffnete so eine Debatte zunächst unter den Apothekern von Nordrhein, ab Ende 2006 dann auch in der Bundesapothekerkammer, an deren Ende in Nordrhein im November 2006 die Einrichtung einer neuen Weiterbildungsmöglichkeit für Apothekerinnen und Apotheker beschlossen wurde.
 
Konsequenter Weise nahm sie selber am ersten Weiterbildungszyklus „Geriatrische Pharmazie“ teil. Zum in Deutschland frühest möglichen Zeitpunkt hat sie ihre Abschlussprüfung im Bereich Geriatrische Pharmazie erfolgreich bestanden. Folglich trägt ihre Urkunde die Lfd.-Nr. 1 A. Sie dürfte damit Deutschlands erste examinierte Geriatrische Pharmazeutin sein!


Die Fachapothekerin für Gesundheitsberatung und Prävention wurde für den 1. Präventionspreis: „hauptsache prävention!“ in zwei Kategorien nominiert. Der Preis wurde vom
 Bayerischen Gesundheitsminister 2009 in München erstmalig verliehen.

Nominiert in der Kategorie Ideen: „Prävention vermeidbarer unerwünschter Arzneimittel-Ereignisse bei multimorbiden geriatrischen Patienten, die in einer eigenen Wohnung leben.“

 Nominiert zusammen mit Dr. Klar Korst in der Kategorie Projekte: „Kampf dem Herzinfarkt!“

Projektbeschreibungen in Schlager, Helmut (Hrsg.) / Ditzel, Peter (Hrsg.) / Schlenk, Margit (Hrsg.)Hauptsache Prävention! Die Arbeiten für den WIPEG-DAZ-Präventionspreis 2010: 28-29; 136


Die geriatrische Pharmazie
 
Was will die „Geriatrische Pharmazie“?
 
Ziel der Geriatrischen Pharmazie ist die Optimierung des Medikationsprozesses für alte bis hochalte Patientinnen und Patienten, die an mehreren behandlungsbedürftigen Krankheiten gleichzeitig leiden (Multimorbidität) und im Altenheim oder in ihrer eigenen Wohnung leben.
Die Geriatrische Pharmazie bedient sich der Methoden der Klinischen Pharmazie und des Qualitätsmanagements (QMS). Sie erzielt optimale Ergebnisse in interdisziplinären Teams, in denen geriatrisch geschulte Apotheker mit Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen fachübergreifend zusammenarbeiten. Aufbauend auf geriatrisch-pharmazeutischen Kenntnissen erhält die Geriatrische Pharmazie die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) älterer Menschen als einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt.
 
Aufgaben und Ziele der Geriatrischen Pharmazie
 
Der Alterungsprozess eines Menschen ist gekennzeichnet, durch sukzessive nachlassende und später auch ganz ausfallende Organfunktionen. In der Berliner Altenstudie beschrieb Borchelt bereits 1995, dass ein Drittel der Menschen, die älter als 70 Jahre sind, an mindestens fünf chronischen Erkrankungen leiden. [ 1 ] Um die Zunahme altersbedingter Erkrankungen zu verzögern und um ausgefallene Funktionen teilweise oder ganz zu ersetzen, dazu werden häufig Medikamente eingesetzt. Das führt dazu, dass geriatrische Patientinnen und Patienten im Verlauf ihres Alterungsprozesses zunehmend mehr Medikamente regelmäßig einnehmen. Für die Arzneimittelversorgung stellt das eine große Herausforderung dar. Das Risiko für Arzneimittelwechsel- und Nebenwirkungen steigt stark an, je mehr Medikamente der einzelne Mensch täglich einnehmen muss. Die Geriatrische Pharmazie versucht die unerwünschten Arzneimittelereignisse (UAE) für die geriatrischen Patientinnen und Patienten selbst zu minimieren und die Folgekosten für das Gesundheitssystem zu reduzieren.
 
Die Schwerpunkte der Geriatrischen Pharmazie
 
sind somit:
• die Erstellung und Optimierung von Medikationsprofilen für multimorbide geriatrische Patientinnen und Patienten,
• die Dokumentation und Optimierung einrichtungsbezogener Probleme in der Arzneimittelversorgung in Alten- und Pflegeeinrichtungen,
• die Erstellung evidenzbasierter pharmakologischer Empfehlungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit geriatrischer multimorbider Patientinnen und Patienten. [ 2 ]
 

Viele Aufgaben warten
 
Eine wesentliche Herausforderung der Zukunft besteht in der Vermeidung und Bewältigung von Krankheiten und Behinderungen, die einen hohen Hilfe- und Pflegebedarf zur Folge haben. Die Verbesserungspotentiale für die Lebenssituation älterer Menschen und ihrer Angehörigen, die Geriatrischen Pharmazie bereit stellen kann, wird derzeit vielfach noch unterschätzt, insbesondere aber noch zu wenig genutzt.
 

 

Quellenangabe
 
[ 1 ] Medikationsprobleme beim alten Menschen Petra A. Thürmann Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie HELIOS Klinikum Wuppertal Universität Witten/Herdecke http://www.versorgungsforschung.nrw.de/content/e67/e106/e925...
 
[ 2 ] Weiterbildungsordnung für Apothekerinnen und Apotheker der Apothekerkammer Nordrhein vom 23. Juni 2004, zuletzt geändert durch Beschluss vom 29. November 2006.
 
[ 3 ] Enquetekommission "Zukunft einer frauengerechtenGesundheitsversorgung in NRW" (EKII) http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/EKALT/13_EK...
 
[ 4 ] Kammer im Gespräch (KIG), http://www.aknr.de/infoservice/kig/index.php | KIG 2004/06 | PDF-Download: kig0604.pdf





 

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