Frank E. Sommerer

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Als Rentner nochmal durchstarten?

Zur Jahreswende 2000/2001 verkaufte ich meinen 120-Mann-Betrieb Slift-Hebezeug GmbH - und wollte nun eigentlich kürzer treten. Doch als Oldtimer-Fan und mit ‚Benzin im Blut‘ war an Ruhestand nicht zu denken – dabei half der Zufall durch das Kennenlernen eines Oldtimer-Experten ganz erheblich nach.

Rückblick in die 50er Jahre:
Statt Hausaufgaben zu machen, werkelte ich schon mit 11 Jahren viel lieber in Vaters Autowerkstatt und Tankstelle in Stuttgart-Vaihingen. Nebenbei skizzierte ich abenteuerliche Autos und war davon besessen aus verfügbaren Altteilen etwas Fahrbares zu basteln. Was lag da näher, als dass der Sohn Automechaniker (und Rennfahrer) würde?

Doch der Vater entschied anders (damals war das noch so!). Der Junge sollte was „Anständiges“ lernen – vor allem in einem anderen Betrieb. Also musste ich erst mal auf die Handelsschule und dann bei Mahle-Kolben in Cannstatt und Fellbach eine Werkzeugmacherlehre machen. Die durfte ich wegen guter Leistung sogar 1/2 Jahr früher beenden - wie ich auch den Führerschein schon mit 17 1/2 Jahren (endlich) machen durfte. .

Nach Tätigkeiten in mehreren „passenden“ Betrieben, (Zindel- Straßenmarkierungsmaschinen, Nagel-Honmaschinen, 2 Jahre Kanada bei K.R.Ranking in Toronto (hydr.Hebebühnen), Dunkes-Pressen) und folgender Meisterprüfung, gründete ich 1976, fast 40-jährig, die Slift-Hebezeug GmbH in Tiefenbronn. (Ein Schwabe wird ja mit 40 g´scheid!)

Mit "jugendlichem" Elan startete ich also 1976 als 1-Mann Unternehmen zuerst in der heimischen Garage, ab 1977 in gemieteten Räumen in Heimsheim und schon 1980 in der ersten 1.000m2 Neubauhalle in Tiefenbronn.

Geschäftsidee waren Fertigung und Vertrieb selbst entwickelter Grubenheber + Abstützsysteme für PKW, LKW und Bus. Ab 1986 folgten hydraulische Unterflurbühnen für die KFZ-Wirtschaft.

Anfangs hatte ich natürlich mehr Zeit als Aufträge. Das ermöglichte mir, Kundenwünsche in Ruhe anzuhören und nach Lösungen zu suchen. Bis zur Betriebsübergabe war dieses "Ohr am Kunden" Garant dafür, dass ich mit einem Team besonders engagierter Mietarbeiter und innovativer Produkten schnell zu einem der führenden Unternehmen der Branche mit zuletzt 120 Mitarbeitern und rund 10.000 m2 Nutzfläche wachsen konnte.

Besonderen Anteil daran hatte von Anfang an eine Versuchs- und Ausstellungshalle, das "Slift Heberparadies". Ich wollte Kunden nie „überreden“ – vielmehr durch Praxis überzeugen.

Bei allem Erfolg gab ich meinem Sohn und den beiden Töchtern kein gutes Beispiel. Fast 25 Jahre ohne Urlaub und 6-Tagewoche schien den Kindern nicht erstrebenswert. Sie orientierten sich anders.

Mangels Nachfolge verkaufte ich daher mein Unternehmen zur Jahreswende 2000/2001. Die eigentlich folgen sollende Beratertätigkeit bei Slift gab ich schon im Februar 2001 auf .Nun war ich endgültig Rentner! Eigentlich.

Doch wie der Zufall so spielt, traf ich im Frühjahr 2001 einen Oldtimer-Fan, der sich neu orientieren wollte. Da ich neben einigen zu pflegenden Oldtimer noch eine vom Betriebsverkauf übrige Halle hatte, startete ich mein neues Unternehmer: Auto-Nostalgie, das etwas andere Autohaus. Wir bieten hier allen Service "rund um den Oldtimer". http://www.auto-nostalgie.de/

Aus der mehr oder weniger heruntergekommenen Industriehalle schuf man in kurzer Zeit und mit viel Ideen und Geld einen recht ordentlichen Betrieb – wie fast alle Besucher sagen. Auch Sie können sich davon werktäglich von 8 bis 18h überzeugen (Nov-März 9-17h)

Mit einem kleinen engagierten Team biete ich neben Service und Restauration auch Reparatur von Motoren, Getrieben, Autoelektrik und allen begleitenden Arbeiten. Besonders fühlen wir uns um Oldtimer ab etwa 25-30 Jahren verpflichtet. Neben allen europäischen Fabrikaten kümmern wir uns auch um US-Cars – und rüsten diese nach Import entsprechend um und besorgen TÜV- oder DEKRA-Abnahme.

Neben der Kompetenz des kleinen Teams empfinden alle Besucher auch das nostalgische Ambiente bei Auto-Nostalgie als angenehm – das übrigens Ehefrau Eva-Maria liebevoll arrangiert. Wartezeiten können im „Cafe- Nostalgie“ verkürzt werden. Unter http://www.auto-nostalgie.de erfahren Sie mehr über uns.

Alle Geschäftsbereiche haben sich inzwischen erfreulich entwickelt. Inzwischen stehen bis zu 30 Oldtimer mit Chauffeur - oder zum Selbstfahren zur Verfügung: für Hochzeit, Jubiläen und andere Feiern, - oder für Wochenendausflüge und Urlaub Unsere aktuelle Oldtimer: http://www.auto-nostalgie.de/1347.html

Erfreulich zugenommen hat auch die Vermietung von mehreren Oldtimern - in Gruppen bis 30 Autos – für Oldtimer-Ausfahrten, Betriebsausflüge, Foto-, Film- und Werbemaßnahmen sowie für Incentives. Start ist entweder ab unserm Betrieb (mit Besichtigung) oder europaweit an jedem Ort. Die Autos werden dazu von Autotransportern überstellt und Servicepersonal betreut die Fahr-Gäste.

Aus dem Bereich Oldtimer-Service haben sich – wie schon bei Slift, mit dem Ohr am Kunden - eine Reihe erstaunlicher Innovationen entwickelt. Neben sicherheitsrelevanten -Verbesserungen können wir fast alle aus modernen Wagen bekannten "Helferchen" auch in Oldtimer einbauen - meist ganz unauffällig. Die Optik soll ja nicht leiden.

Bei nachträglich eingebautem Automatikgetriebe bleibt z.B. die manuelle Schaltkulisse, bei elektrischen Fensterhebern die Kurbel (als Schalter) erhalten, die elektrische Lenkhilfe wird unauffällig hinter der Armaturentafel „versteckt“, der iPod-Anschluss im Aschenbecher, das versteckt eingebaute moderne Radio wird über das (umgebaute) Original-Radio ein- und ausgeschaltet, die Hochtöner verschwanden z.B. in Lüftungskanälen – usw. usw. (Fast) nichts ist unmöglich!.

Eine elektrische Lenkhilfe, die ursprünglich nur für besonders schwer zu lenkende Vorkriegs-Oldtimer und für Fahrzeuge wie den Mercedes-Benz ‚Adenauer‘ gedacht war, fand inzwischen auch Einzug in leichtere und modernere Fahrzeuge. Neben verschiedenen Vorkriegs-Mercedes und Lagondas wurde die Lenkhilfe inzwischen auch für Mercedes 190 SL, Porsche 911, BMW 2800 realisiert – und zuletzt sogar für einen Ferrari Testarossa von 1993! Der kann jetzt auch von der Frau des Besitzers „mit dem kleinen Finger“ gefahren werden – wobei der Straßenkontakt voll erhalten bleibt, weil die Unterstützung geschwindigkeitsabhängig zurückgenommen wird. .

Das Erstaunliche: mit jeder realisierten Idee finde ich mit meinem kleinen Team immer neue Möglichkeiten. Welches sind Ihre Wünsche? Kommen Sie doch einfach mal vorbei!

Viele erfolgversprechende Ideen warten noch auf Weiterentwicklung bzw. Serienreife. Leider lassen sich diese in unserem (noch) kleinen Betrieb mangels Kapazität nicht alle wie erwünscht realisieren. Dies wäre z.B. Gelegenheit für einen Oldtimer-Begeisterten, sich bei uns aktiv (oder passiv?) zu beteiligen – und den Betrieb im Zuge einer Unternehmens-Nachfolge früher oder später, ganz oder teilweise, zu übernehmen.

Mein Motto: was denkbar ist, ist auch machbar!

Frank E. Sommerer

Auto-Nostalgie
Daimlerstr. 9
D 75233 Tiefenbronn bei Pforzheim (Großraum Stuttgart / Karlsruhe)
Tel.: 07234 - 948 500
Fax: 07234 - 948 520
http://www.auto-nostalgie.de
oldtimer@auto-nostalgie.de
So finden Sie uns: http://www.auto-nostalgie.de/1485.html
 

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