Frank Arndt

Frank Arndt

Dipl. Ing.

Geschäftsführender Gesellschafter

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Nach einigen Jahren des Lernens, des Lehrens und tiefer Erfahrungen aus verschiedenen Führungstätigkeiten in Industrie, Wirtschaft, Verwaltung und im militärischen Bereich bin ich fest davon überzeugt, Gary Hamel hat Recht, wenn er fragt:
 
„Wer leitet Ihr Unternehmen?“
 
Möglicherweise sind Sie versucht zu antworten: „Der Geschäftsführer“ oder „Das Führungsteam“ oder „Wir alle im mittleren Management“. Obwohl Sie damit natürlich Recht hätten, wäre das nicht die ganze Wahrheit.
 
Die Führung Ihres Unternehmens liegt weitgehend in den Händen einer kleinen Gruppe lange verstorbener Theoretiker und Praktiker, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Regeln und Konventionen des 'modernen' Managements erfanden.
 
Die von diesen Männern herausgegeben Edikte prägen noch Jahrzehnte später die Art und Weise, in der Ihr Unternehmen Ressourcen zuteilt, Budgets festlegt, Macht verleiht, die Mitarbeiter belohnt und Entscheidungen fällt.
 
Doch anders als die Gesetze der Physik sind die Gesetze des Managements nicht vorherbestimmt und auch nicht ewig gültig - was ein Glück ist, denn das Managementgerüst knirscht mittlerweile unter einer Last, dies es nie hätte tragen sollen. Rasante Veränderungen, flüchtige Vorteile, technologische Brüche, aufrührerische Konkurrenten, zersplitterte Märkte, allmächtige Kunden, rebellische Aktionäre - die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen in aller Welt auf eine harte Probe. Dabei zeigen sie die Grenzen eines Managementmodells auf, das nicht mit dem Lauf der Zeit Schritt gehalten hat. ... Unser Management ist veraltet.
 
Wie der Verbrennungsmotor entwickelt es sich praktisch nicht weiter, und das ist schlecht. Warum? Weil das Management - die Fähigkeit, die Ressourcen richtig einzusetzen, Pläne zu entwerfen, die Arbeitsabläufe zu programmieren und die Belegschaft zu motivieren - unerlässlich ist, um die Ziele der Menschheit zu erreichen. Wenn es weniger effektiv ist, als es sein könnte oder sollte, zahlen wir alle einen hohen Preis. " siehe Gary Hamel in "das ende des managements - unternehmensführung im 21. jahrhundert" ISBN 978-3-430-20046-2
 
Woher kommt jetzt also die Lösung? OK. Sie brauchen also tatsächlich erst einen praktischen Beweis, dass wir eine neue Lösung benötigen?
Hier ist er:
Man hat errechnet, dass die Stadt New York theoretisch über einen Lebensmittelvorrat von ca. drei Tagen verfügt, praktisch also ununterbrochen drei Tage vor einer katastrophalen Hungersnot steht. Trotzdem hat der Bürgermeister von New York bisher nicht den Posten einen "Ernährungskommissars" oder etwas Ähnliches eingerichtet, denn irgendwie schafft es die dezentrale Organisationsstruktur New Yorks dieses Problem so umfassend und elegant zu lösen, dass alle Menschen in New York fest davon überzeugt sind, hier existiert auf jede Nachfrage ein überwältigendes Angebot...
Wie? Und da gibt es niemanden, der dieses zentral plant, organisiert, logistisch verwaltet etc.? Ja, gibt es nicht! Nur in unseren Unternehmen leben wir die verkehrte Welt und sind fest davon überzeugt, das Spiel funktioniere nur anders herum. Übrigens auch die Natur plant nicht und auch die Entwicklungsprozesse in sehr großen Open Source Projekten (a la Linux etc.) und auch das Internet funktionieren irgendwie anders... Was können wir daraus lernen?
 
Als erstes sollten wir akzeptieren, dass die Zeit des Fortschritts (wie wir ihn bisher kennen), die Zeit der Optimierung (der bestehenden Prozesse) und die Zeit der herkömmlichen Paradigmen (Ford, Taylor und Weber) vorbei ist. Was wir benötigen, sind echte Innovationen, die kreative Hingabe und das kreative Engagement aller Menschen, die für uns arbeiten bzw. welche wir insgesamt zu erreichen in der Lage sind. Und wir brauchen ein Management, welches sich dabei als zentrale Aufgabe vornimmt, Umgebungen zu gestalten, die dies nachhaltig ermöglichen, anstatt wie bisher zu versuchen, Menschen vorzuschreiben. was diese acht Stunden am Tag zu denken und zu tun haben. Wobei solche Manager am Ende noch fest davon überzeugt sind, dies tatsächlich unter Kontrolle zu haben. Sorry! Das Einzige, was Sie da verwalten, ist der Fehler, damit schaffen Sie es nicht!
 
Um so denken, handeln und tatsächlich etwas umgestalten zu können, bedarf es einiger Voraussetzungen:
erstens sollten wir anerkennen, dass jeder Mensch über kreative und schöpferische Fähigkeiten verfügt,
zweitens sollten wir uns als Management fanatisch in die Aufgabe verbeißen, herauszufinden, welches diese bei jedem unserer Menschen sind
drittens sollten wir zeitgleich Systeme fördern, welche in der Lage sind, diese Fähigkeiten und Fertigkeiten (manchmal auch Talente) unserer Menschen, Teams, Communities auf unsere Ziele hin zu bündeln.
Zum Beispiel hat Toyota in dieser Hinsicht in den vergangenen Jahren einiges richtig gemacht. Im berühmten Toyota-Production-System macht ein durchschnittlicher japanischer Arbeiter im Jahr 62 Verbesserungsvorschläge; in der deutschen Industrie liefern ca. 100 Mitarbeiter im Jahr gerade einmal 60 Verbesserungsvorschläge! (Focus Money Archiv 2006/41) Hier kommt es zunächst auf die Masse an; die Kunst des Managers besteht dann darin, den kollektiven Intellekt wirtschaftlich zu nutzen.
 
Die Innovation beruht also in neuartigen Managementprinzipien, die den seit langem etablierten Orthodoxien deutlich widersprechen und systemumspannend radikal alle Bereiche unseres Lebens verändern. Nichts weniger als dies ist die Aufgabe, der ich mich tagtäglich stelle. Selbstverständlich bin ich dabei weder allein noch gibt es nicht schon imposante Beispiele, die weltweit als lebendige Beweise dafür stehen, dass dies der richtige Weg ist. Sehen Sie sich bitte die Geschäftsmodelle von Firmen wie Google, Gore Tex, Pixar, Whole Foods, Grameen Bank in Bangladesch oder das brasilianische Unternehmen Semco von Ricardo Semler an. Versuchen Sie einmal herauszubekommen, was sich hinter den Ereignissen/Erfolgen wie der im Juli 2006 bei IBM durchgeführten "Online-Innovationsfete", dem seit 1999 bei Whirlpool laufenden unternehmensweiten Innovationsprozess oder hinter dem Erfolg des Dreamliners bei der Firma Boeing steckt.
 
Es gibt keine Ausreden mehr, die Zeit ist jetzt. Ich gebe zu, es gehört eine Portion Mut dazu, es jetzt zu tun, aber es gibt auch sehr viel zu gewinnen. Falls Sie es ernst meinen, lassen Sie uns Kontakt aufnehmen. Ich bin sicher, danach wird sich einiges verändern. Ich kann Ihnen von vornherein nicht sagen was, aber gemeinsam mit Ihnen würde ich dies gerne herausfinden. Glauben Sie mir: es ist nötig und Sie, ihre Kollegen und Ihre Firma haben das verdient.
 
Braunschweig im Juli 2008, Frank Arndt, Managementinnovator
 
P.S. "... Seit den 1970er Jahren werden auch zunehmend nicht nur die natürlichen und ökonomischen Ursachen der Hungersnöte betrachtet, sondern auch die sozialen und politischen Gründe analysiert. Der Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen hat festgestellt, dass es in keiner funktionierenden Demokratie jemals zu einer Hungersnot gekommen sei. Wie Amartya Sen ferner beobachtet, ist Hunger normalerweise ein Problem der Nahrungsmittelverteilung und der Armut betroffener Bevölkerungsschich­ten, nicht unbedingt ein absoluter Mangel an Nahrung. ...
" siehe: de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot
 
Anm.: Damit ist das Prinzip unseres Verständnisses von Demokratie eines der besten Beispiele für funktionierendes Management für das 21. Jahrhundert !
 

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