Michaela Mielke

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Kontemplative Kunst
für das private Refugium, den Hausaltar und sakrale Räume

   
Weihetafeln                          Projekt Lebensbaum                        Raumtafeln


Ich bin ein Nordlicht - und das von Herzen gerne!
Wohnhaft an der Waterkant lernt man den Sturm lieben.

Die steife Brise des Lebens brachte mich in die Beschäftigung mit dem Tod und den Sinnfragen, die damit einhergehen. Die Natur nimmt und schenkt Leben. Diese beiden Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden. Wir lernen, dass es einen Tod gibt und unser Leben endlich ist. Aber wir lernen nicht, dieses Wissen willkommen zu heißen.

An dem Tag, wenn der Tod an deine Tür klopfen wird, was wirst du ihm anbieten?
Ich werde meinem Gast das volle Gefäß meines Lebens vorsetzen.
Ich werde ihn nicht mit leeren Händen gehen lassen. (Tagore)

Die Sinnfragen zu Tod und Sterben berühren unser Leben. Sie werfen uns auf uns selbst zurück. Und sie überprüfen den Umgang mit der eigenen Lebenszeit. Wenn der Tod nun an unsere Tür klopft ... haben wir in der Rückschau unser Leben gelebt oder eines nach den Vorstellungen anderer? Wie viel Zeit haben wir mit den Menschen und den Dingen verbracht, die uns wirklich am Herzen lagen?

In der Bewegung zwischen Geburt und Tod werden wir unser Aufgaben gewahr.

Es ist uns ein Anliegen, unser Leben mit Sinn zu füllen. Damit geht auch einher, Verantwortung für unsere (Auf)Gaben zu übernehmen, unserer Hingabe nachzuspüren und uns dem zu verschreiben, was unserer wahren Natur entspricht. Womit also möchten wir das Gefäß unseres Lebens füllen?

Wir suchen die Welt und unsere Erfüllung darin. Wir ersuchen Mensch zu sein.

Meine Tafelbilder und kontemplative Projekte wie den Lebensbaum verstehe ich als eine Einladung zur Betrachtung, um mit diesem Kern, dieser Quelle, in Berührung zu kommen.

Vieles mag hinter dem Schleier von Legenden, Allegorien, Gleichnissen und Mythen verborgen sein. Und doch inspirieren sie auf vielfältige Art und Weise, denn auf der Ebene dahinter erzählen sie uns eine Geschichte mit tieferer Bedeutung. Sie beschäftigen sich mit unserem Wirken auf Erden und dem, was hinter der physischen Existenz steckt. Der Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen. Der stete Austausch zwischen Oben und Unten, zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Der Abschluss eines Zyklus und der Aufbruch eines Neubeginns.

Aus welchen Händen wird uns gegeben und liegt doch alles in unserer Hand?

Kontemplative Kunst entsteht um ihrer selbst willen, erklärt sich aus sich selbst heraus und macht das Dargestellte erfahrbar. Und was du darin für dich entdeckst, ist ganz das deine - und geht zugleich in etwas Größerem auf. Und wenn ich selbst damit in die Betrachtung gehe, wie verstehe ich dann meine Arbeit der kontemplativen Kunst?

Da erkenne ich: sie ist Allgemeingut mit persönlichen Weihestunden.

Herzlichst,
Michaela Mielke

www.das-metier.de
 

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