Uta Zapf

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Kurzbiographie
 
Uta Zapf
geboren am 14. August 1941
verheiratet, ein Kind
 
Schulbildung:
Abitur 1961
Studium in München: Anglistik, Germanistik und Literaturwissenschaft.
 
Beruf:
Berufstätigkeit als freie Mitarbeiterin bei Verlagen (Lektorat, Übersetzungen)
Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung (VHS, Abendgymnasium, Fachschule der Bundeswehr)
 
Politik:
1972 Eintritt in die SPD mit der "Willy-Welle". Die Ostpolitik Willy Brandts war das überzeugende Motiv zum Beitritt.
 
1981 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Dreieich
 
1982 - 1988 Ortsvereins -Vorsitzende Sprendlingen
 
1988 - 1992 Stadtverbandsvorsitzende Dreieich
 
1985 - 1992 Stadtverordnete in Dreieich
 
1989 - 1992 Stadtverordnetenvorsteherin Dreieich
 
1985 - 1990 Mitglied des Kreistages, stellvertretende Fraktionsvorsitzende
 
1985 - 1990 Vorsitzende des Frauenausschusses
 
seit 1990 Vorsitzende der Kommission Internationale Politik und Frieden beim Bezirksvorstand Hessen Süd
 
1995 - 2001 Mitglied im SPD - Landesvorstand Hessen
 
1999 - 2000 Mitglied im SPD - Parteirat
 
Seit 1983 Mitglied im Bezirksvorstand der SPD Hessen-Süd
 
Seit 1990 stellvertretende Vorsitzende des SPD Bezirks Hessen-Süd
 
Seit 2003 Mitbegründerin des Forums Eine Welt der SPD Hessen-Süd
 
Seit 2005 Sprecherin des AK Migration der SPD Hessen-Süd
 
Im Deutschen Bundestag
Mitglied des Deutschen Bundestages seit 1990
 
Mitgliedschaft in folgenden Ausschüssen und Gremien des Deutschen Bundestages:
 
* Vorsitzende des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung seit 1999 (Mitglied seit 1990)
* Mitglied im Auswärtigen Ausschuss seit 1998 (Stellv. Mitglied 1990 bis 1998)
* Stellv. Mitglied im Verteidigungsausschuss seit 1998 (Mitglied 1990 bis 1998)
* Vorsitzende der Deutsch-Belarussischen Parlamentariergruppe seit 1999
* Mitglied der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe
* Mitglied der OSZE-Parlamentarierversammlung seit 1998 (stellv. Mitglied 1990 bis 1998)
* Vorsitzende der Ad hoc Working Group o­n Belarus der OSZE PV
* Stellvertretende außenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
* Vorsitzende des Gesprächskreises Südosteuropa/Stabilitätspakt der SPD-Fraktion
* Mitglied der Koordinierungsgruppe Türkei der SPD
* Mitglied der Kommission Internationale Politik der SPD
 
Arbeitsschwerpunkte:
Abrüstung und Rüstungskontrolle, Sicherheitspolitik, Krisenprävention, Südosteuropa (inkl. Türkei), Stabilitätspakt Südosteuropa, Belarus
 
Weitere Mitgliedschaften und Funktionen:
Seit März 1999 stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Kreis Offenbach
Seit Febr. 2000 Vizepräsidentin der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG)
Seit 2002 Mitglied der International Crisis Group (ICG), seit 2006 Senior Advisor
Seit 2004 Mitglied des Beirats der deutschen TÜSIAD (Vereinigung türkischer Industrieller und Geschäftsleute)
Seit 2004 Mitglied des Beirates Zivile Krisenprävention der Bundesregierung
Seit 2004 Aufsichtsratsmitglied des Zentrum für Internationale Friedenseinsätze ZIF gGmbH
Seit 2006 Kuratoriumsmitglied des Deutsch-Türkischen Forums Stadt und Kreis Offenbach
Seit 2007 Ko-Präsidentin des Parliamentary Network for Nuclear Disarmament (PNND)
 
Politische Vita von Uta Zapf
 
Im Bundestag ist Uta Zapf Fachfrau für Sicherheitspolitik im weitesten Sinne. Sie ist stellvertretende außenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Außerdem leitet sie den Unterausschuss für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung des Bundestages. Sie leitet den Gesprächskreis "Südosteuropa" der SPD-Fraktion und ist Mitglied in der Task-Force "Afghanistan".
 
Als sie 1990 in den Bundestag gewählt wurde begann sie auf ihren eigenen Wunsch als Mitglied im Verteidigungsausschuss. Heute gehört sie dem Auswärtigen Ausschuss an. Seit 1980 hatte sie sich intensiv an den Diskussionen der Friedensbewegung um die NATO-Strategie und den NATO-Doppelbeschluss beteiligt.
 
Weil sie aber nicht nur protestieren und "nein" sagen wollte, begann sie sich an der Diskussion um Alternativen zu beteiligen. Sie trat der "Studiengruppe alternative Sicherheitspolitik" bei, der Friedensforscher, Wissenschaftler und Militärs angehörten. 1983 wurde sie Vorsitzende des "Friedens- und Sicherheitspolitischen Ausschusses beim SPD-Bezirk Hessen-Süd und 1984 in die Kommission Sicherheitspolitik beim Parteivorstand der SPD unter Leitung von Egon Bahr berufen. Dieser Kommission, heute heißt sie Kommission Internationale Politik (KIP), gehört sie bis heute an (Leitung Frank-Walter Steinmeier). Bis 1989 entwickelte diese Kommission ein neues sicherheitspolitisches Konzept ausgehend vom Gedanken der "Gemeinsamen Sicherheit" (Egon Bahr) und der "Strukturellen Nichtangriffsfähigkeit".
 
Als 1989 der Ost-West-Konflikt zu Ende war, musste Sicherheitspolitik neu bestimmt werden. Seither befasst sich Uta Zapf mit "Krisenprävention" und "nicht-militärischer Konfliktbearbeitung". Als frischgebackene Abgeordnete initiierte sie zahlreiche Konferenzen und Symposien (z.B. mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Ev. Akademie Loccum) und baute Kontakte zur gesamten Friedensforschung in Deutschland auf. Ein Hearing im Deutschen Bundestag zu diesem Thema wurde von ihr federführend vorbereitet und anschließend ausgewertet. Für die Fraktion der SPD schrieb sie ein umfangreiches Konzept, das in den Bundestag eingebracht wurde. Gleichzeitig warb sie für den Aufbau eines zivilen Friedensdienstes. Die rot-grüne Regierung hat beide Konzepte in Politik umgesetzt, 2003 wurde das Internationale Zentrum für Friedenseinsätze ZIF gGmbH gegründet; Uta Zapf gehört dem Aufsichtsrat an.
 
Der zweite wichtige Arbeitsbereich im Bundestag ist die Rüstungskontrolle und die Abrüstung. Ebenfalls seit 1990 gehört sie dem Unterausschuss Abrüstung und Rüstungskontrolle an, dessen Vorsitzende sie seit 1998 ist. Sie gilt als kenntnisreiche Expertin, die viele Einladungen zu internationalen Konferenzen erhält.
 
Ein besonderer aktueller Arbeitsschwerpunkt der Außenpolitik ist der Balkan. Uta Zapf begleitet den Aufbauprozess im Stabilitätspakt für Südosteuropa. Seit 1999 ist sie Vizepräsidentin der "Südosteuropa-Gesellschaft". Hier hat sie u.a. viele Fachkonferenzen initiiert, z.B. zur Frage der EU-Reife der Türkei oder zur Zukunft des Kosovo und weitere.
 
Als Anerkennung ihrer jahrelangen Arbeit betrachtet Uta Zapf ihre Wahl in den Vorstand der "International Crisis Group" (ICG), einer angesehenen internationalen Organisation unter Vorsitz des ehemaligen finnischen Staatspräsidenten Marti Ahtisaari. Heute gehört sie diesem Gremium als "Senior Advisor" an.
 
Als Mitglied der OSZE-Parlamentarierversammlung ist sie Vorsitzende der "Working Group o­n Belarus", mit der Aufgabe, den Demokratisierungsprozess in Belarus (Weißrussland) zu unterstützen.
 
Die Arbeit in der "großen Welt" macht ihr viel Spaß, aber nicht minder die Arbeit in der "kleinen Welt" des Wahlkreises. Sie hat sich in den Jahren ihres Wirkens enge Beziehungen zu allen gesellschaftlichen Organisationen aufgebaut. Dazu gehören die Wohlfahrtsverbände (Uta Zapf ist stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt im Kreis Offenbach), die Gewerkschaften, die IHK und die Kreishandwerkerschaft ebenso wie die Ausländerbeiräte.
 
Mit allen Gruppen führt sie einen kontinuierlichen Dialog. Ob Pflegeversicherung oder Schwerbehindertengesetz - Uta Zapf spricht mit den Betroffenen über die Verbesserungsmöglichkeiten ihrer Situation.
 
Ein besonderes Anliegen ist ihr die Ausbildung von jungen Menschen. In zahlreichen Gesprächen und von ihr organisierten "Round-table-Runden" versucht sie Projekte besonders für benachteiligte Jugendliche zu unterstützen. Da holt sie Gewerkschaften, Trägervereine (wie IB), Jugendamt, Wirtschaftsförderung von Stadt und Kreis Offenbach und Agentur für Arbeit sowie Vertreter der Ausländerbeiräte an einen Tisch, um Verbesserungen zu erreichen. So manches Projekt konnte mit ihrer Hilfe Unterstützung aus Berlin bekommen.
 
Mit auf ihre Initiative wurde schon vor Jahren ein Projekt zur Ausbildung von Migranten entwickelt. Es wird inzwischen bei der IHK Offenbach umgesetzt.
 
Integration wird auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Wahlkreisarbeit sein. Deshalb hat sich Uta Zapf auch trotz der bestehenden Arbeitsbelastung zur Leiterin der AG Migration der SPD Hessen-Süd ernennen lassen.
 
Bei der Politik vor Ort geht es aber nicht nur um Migranten in einem Wahlkreis mit hohem Ausländeranteil. Die Zukunft der Kinder insgesamt ist seit der PISA-Studie scharf ins politische Rampenlicht gerückt. Hier verbinden sich drei wichtige politische Felder für Uta Zapf: Bessere Erziehung und Bildung für unsere Kinder, die aber auch zur sozialen Integration benachteiligter Kinder beitragen muss. Dabei wird neben der sprachlichen und sozialen Integration von Migrantenkindern besonders die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Bedeutung sein. Uta Zapf setzt sich deshalb auch intensiv für die Einrichtung von Ganztagsschulen ein und wirbt für das Ganztagsschulprogramm. Als engagierte Frauenpolitikerin hatte sie das schon seit mehr als 20 Jahren gefordert. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann nur mit besserer Kinderbetreuung gelingen.
 
Es ist kein Zufall, dass sie Initiatorin und Mitbegründerin des Vereins "Dreieichhörnchen - Kinder- und Jugendfarm e.V." ist. Sie freut sich, dass die Idee jetzt auch in anderen Kommunen aufgegriffen wird.
 
Eine Chance zur Verbesserung des Lebensumfeldes der Menschen in ihrem Wahlkreis sieht Uta Zapf auch in dem Projekt "Soziale Stadt". Dietzenbach, Langen, Neu-Isenburg, Offenbach und auch Dreieich nehmen mittlerweile an dem Programm teil.
 
Uta Zapf hat ein offenes Ohr für alle Probleme in ihrem Wahlkreis. Über ihre Büros in Offenbach, Dietzenbach und Berlin kann sich jeder Bürger mit seinen Fragen oder Problemen an sie wenden.
 

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