Volker Hillmann

Volker Hillmann

Diplom Mathematiker

Geschäftsführer, Gesellschafter

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Persönliches

Berufserfahrung

  • Beschäftigungsart
    Unternehmer

Ausbildung

  • 09/1987 - 05/1993

Über mich

Ich bin Jahrgang 1965, wurde in Güstrow, einer kleinen Stadt im Herzen von Mecklenburg geboren. Hier ging ich zur Ernst- Barlach- Oberschule und verbrachte viel Zeit mit Sport (Segeln, Volleyball). Trotzdem waren die schulischen Leistungen sehr gut, so dass ich 1982 ins Internat nach Schwerin ging und eine Berufsausbildung, gekoppelt mt einem Abitur machte (Maurer mit Abitur ;-) ). Verständlich wird dieses vor dem zwischenzeitlichen Wunsch, Architektur zu studieren und einer Abneigung gegen die Güstrower EOS John Brinkmann. Und so erklärt sich heute vielleicht auch meine Begeisterung für Softwarearchitekturen.

Nach der Berufsausbildung bin ich 1985 wie die meisten gleichalterigen 18 Monate zum Wehrdienst einberufen worden. Durch den Umweg über die Berufsausbildung blieb mir ein längerer Dienst erspart. Ich kam in den kleinen Ort Dehmen, abgelegen im Wald, in eine Raketentransporteinheit. Hier durfte ich einen Spezial- Sattelschlepper für den Transport von Raketen durch den Wald fahren (naja, nicht nur Wald). Während dieser Zeit wurde ich privat mit dem "Computervirus" infiziert, meine Leidenschaft fürs Programmieren erwachte, so dass ich kurzerhand meine bisherigen Studienziele "vergaß", und mich in Richtung Informatik orientierte. Ein Freund der Familie, selber Dozent an der Universität Rostock gab mir den Rat, besser Mathematik zu studieren, und dann zur Informatik zu wechseln.Zu diesem Zeitpunkt war die Basis im Mathematikstudium einfach besser.

Von 1987 bis 1993 habe ich dann an der Universität in Rostock Mathematik studiert. Ursprünglich schwankte das Studium zwischen Numerik und Statistik. Insbesondere die praktische Anwendung der Statistik in der Biologie (Biometrie) reizte mich. Aber durch Glück "entdeckte" mich Dr. Uwe Hartmann (er ist heute Professor an der FHS Stralsund), unser Betreuer für die Informatikvorlesungen, er ermöglichte mir einen individuellen Studiengang in der Informatik mit der Spezialisierungsrichtung Datenbanken und Datensicherheit (ohne das dabei das Studienziel Mathematiker verloren gehen durfte). So habe ich weiterhin viel Mathematik (das volle Programm) gehört, aber eben auch sehr viele Informatikvorlesungen. Wenn ich in der Mathematik Logik gehört habe, konnte ich dieses in einem KI- Kurs der Informatiker praktisch vertiefen. Natürlich habe ich in der Zeit mit Vorliebe Prolog programmiert ;-) .

Die wichtigste Bedingung für diesen individuellen Studiengang war, dass ich C lernen musste, was ich anfangs alles andere als lustig fand. Auf einer VAX in einem verlassenen, aber sehr gut gesicherten Flur (die hätte gar nicht in Rostock stehen dürfen, da gab es so ein Embargo), nur einen simplen Zeileneditor und auf der Kommandozeile übersetzen und Linken. Außerdem gab es ein einziges dünnes C- Lehrbuch in der ehemaligen DDR. Das war die Realität, während ich vorher mit Turbo Pascal 3 eben doch schon eine Aber bereits 1988 habe ich dann zum Glück mit Borland Turbo C gearbeitet, die Version kam auf unerklrlichen Wegen sehr schnell in den Osten. Da ich in einer Wette die Numerik- Doktoren beim Programmieren Pascal gegen C um Längen geschlagen hatte, durfte ich meine Studienarbeiten in der Mathematik bald auch mit C- Programmen abgeben.

Als sich 1989 plötzlich die Grenze öffnete, und jeder Bürger der DDR ein Begrüßungsgeld von 100 DM erhielt und weitere 15 Mark umtauschen konnte, nahm ich dieses Geld und ging in einen Fachbuchladen. Ich habe ihn mit zwei Büchern und ohne Geld wieder verlassen, es war eine Investition in die Zukunft.

Dann kam die C++ Ära, auch das fand ich anfangs nicht lustig. Die Funktionen hiessen plötzlich Methoden und wurden nicht mehr aufgerufen, sondern der Absender sendete eine Nachricht an einen Empfänger. Ich empfand das als totalen Quatsch, und schob C++ weit von mir. Erst über den Umweg Smalltalk habe ich dann doch zur Objektorientierung gefunden, und seit 1991 programmiere ich in C++. Durch die Erfahrungen mit Turbo C natürlich auch mit dem C++ Compiler von Borland. Aber bei aller Begeisterung für die Objektorientierung scheue ich mich nicht, einfache Probleme auch ohne diese zu lösen, und stattdessen auf die konventionelle strukturierte Methoden zurückzugreifen, und ich fühle mich auch in der generischen Programmierung zu hause. Zum Glück ist C++ eine Sprache, die verschiedene Programmierparadigmen gleichgut unterstützt, und man sie beliebig kombinieren kann.

Neben dem Studium war ich immer bemüht, die theoretischen Erfahrungen praktisch zu nutzen. Im Frühjahr 1990 lernte ich einen Westberliner Unternehmensberater kennen, und arbeitete auf Honorarbasis für ihn. Er hatte ein Anwaltsprogramm entwickelt, der Grundstock war in Cobol geschrieben, zeitkritische Bereiche aber schon in C. Hier gab es diverse Probleme, die zu lösen waren, und schnell stand mein eigener, selbstfinanzierte Rechner und Drucker im Studentenwohnheim (noch vor der Wahrungsunion). Dank einer Initiative von Borland konnte ich die von mir verwendete Entwicklungssoftware legalisierieren. Später haben wir weitere Programmteile von Cobol nach C++ migriert, so lernte ich auch diese Sprache sehr gut kennen.

Bereits während des Studiums hatte ich gemeinsam mit einem Kommilitonen und gutem Freund so die erste eigene Softwarefirma. Neben der Programmierung in C und C++ habe ich schon damals Schulungen für Standardanwendungen gegeben. Hier war es Crashprogrammierung, die uns in verschiedene Projekte führte, um kurzfristig Probleme zu analysieren und zu beheben. Ich habe mich aber damals bewußt für den Studienabschluß entschieden, und gegen diverse Angebote.

Zwischen 1993 und 1996 war ich als Mathematiker bei der Deutschen Ärzteversicherung angestellt. Dieses war zu dem Zeitpunkt eine Tochtergesellschaft der Colonia, hier wurden berufsständische Versorgungswerke verwaltet. So hatte ich plötzlich Zugriff auf echte Datenbanken (mit Millionen Datensätzen), die auf einem IBM- Großrechner verwaltet wurden, lernte DB2, QMF, TSO, IMS und andere Anwendungen kennen. Aber ich erlebte auch die Probleme einer monolitischen, stark zentralisierten EDV, wie sie bei den meisten Versicherungsunternehmen existiert. Neben meinen Aufgaben als Mathematiker nutzte ich meine IT Fähgkeiten, migrierte die relevanten Daten kurzer Hand vom Großrechner auf den PC, organisierte die Daten entsprechend neu und schrieb sehr viele Programme rund um die Themen Rentenberechnungen, Versorgungsausgleich, Jahresabschluß und Statistik / Controlling. Dabei half mir schon damals meine Fähigkeit, über Datenstrukturen datenmodellierte Architekturen zu erzeugen, und diverse, selbstentwickelte Generatoren. Meinen heutigen Geschäftspartner und engen Freund, Frank Wilken, kenne ich schon aus dieser Zeit.

1994 wurde ich von einer Lektorin des Markt&Technk- Verlages angesprochen, mit der Bitte, ein Buch zum Thema C++ zu schreiben. Nach anfänglichem Zögern stimmte ich zu, der Titel des Buches "Objektorientierte Programmierung mit C++".

In dieser Zeit wurde bei den Versorgungswerken ein EDV- System abgelöst, das war die erste Migration der Daten, an der ich beteiligt war.

Da ich ja bereits in der Deutschen Ärzteversicherung begonnen hatte, innerhalb der mathematischen Abteilung eine neue Arbeitslandschaft aufzubauen, erhielt ich 1996 ein sehr interessantes Angebot von der Feuersozietät Öffentliche Leben Berlin Brandenburg. Hier migrierte man gerade von einem alten System, auf dem die Daten auf einem Siemens BS2000- Rechner geführt wurden, auf ein altes Bestandsführungssystem auf einem IBM S/390- Rechner. Beide Systeme waren großenteils in Cobol geschrieben, Erfahrungen mit IBM- Großrechnern hatte ich bereits, und ich hatte meine Vorliebe für unkonventionelle Lösungen bereits bewiesen. Ich sollte zeitgemäße Technologien für das Aktuariat zur Verfügung stellen, Datensysteme bereitstellen und nebenbei Migrationsreste aufräumen. So sollten schwierige Probleme, die beim Bestandswechsel entstanden waren, abgefangen werden.

Bereits ein halbes Jahr später schwenkte die Abteilung aus dem Unternehmenstrott aus, während alle zu OS2 wechseln, wurden hier NT- Rechner aufgestellt. Bald kamen eigene Server, später neue Server, die wir auch selber planten, bestellten und verwalteten. So entstand ein "galisches Dorf" mit einer modernen, flexiblen und hochverfügbaren Infrastruktur. Das Netz bestand bald aus 5 modernen Servern (unter anderem einen der ersten 8- Prozessorrechner, die Dell in Deutschland aufgestellt hat und zwei weiteren 4- Prozessormaschinen) und mehr als 50 Clients, das über verschiedene Standorte verteilt war. Die Basis für die damalgen Entwicklungen war ein Informationssystem, in dem wir alle Informationen zu den verschiedenen Datenbanken sammelten, und diese mit den Informationen zu den Bildschirmmasken und vorhandenen Dokumentationsfrakmenten verbanden. Heute würde man dieses als Knowledge Management bezeichnen. Aus diesen Metainformationen erzeugten wir nicht nur Wissen, sondern auch Quellcode und Dokumentationen. Im Versicherungsbereich hatte ich schnell lernen müssen, dass die Zeit für die Dokumentation am Ende fehlt, diese also vorher erstellt werden muss. Wir waren so schnell in der Lage, nicht nur die Daten des Lebensversicherungsbereiches in ein geeignetes lokales System zu migrieren, sondern auch für diverse Spartensysteme des Kompositversicherers (und ein Versicherer hatte in den neunziger Jahren sehr viele separate Systeme) und für die Zentralsysteme (Partner, Inkasso, Rechnungswesen). So wurde das Netzwerk bald erweitert, der zentrale Controllingbereich wurde von uns versorgt, dazu Spezialabteilungen der Sparten, die einen flexiblen Zugriff auf die Informationen benötigten.

Ab 1998 bildete sich um mich herum ein Team, einige Mitarbeiter wurden abbestellt, Werkstudenten kamen dazu und mein Geschäftspartner stiess in dieser Phase auch zur Feuersozietät. Unsere Aufgabe war fast unlösbar, in wenigen Monaten mit einem unerfahrenen Team ein Bestandsführungssystem für ca. 2000 Lebensversicherungsverträge zu schreiben. Neben der Entwicklung kümmerte ich mich um die interne Schulung der Mitarbeiter, verhandelte mit externen Firmen, die uns Mitarbeiter entliehen, plante und koordinierte den Kauf notwendiger Hardware, war für den Ausbau des Serverraumes veranwortlich. Wir gingen dabei völlig neue Wege, der Name "Rekursives aktuarielles Bestandshaltungs- und Informationssystem" (RABBI) lässt dieses schon vermuten. Wichtige Werte wurden auf einer mehrdimensionalen Zeitachse kontiert, so dass dieses System vom ersten Tag in der Lage gewesen wäre, neue Aktien- oder Fondsgebundene Versicherungen zu verwalten. Wir sprachen damals von technischen Saldenkonten. Dieses Modell ist heute Grundlage für weitere Entwicklungen unserer Firma, zum Beispiel im Bereich Cashmanagement für den Funds of Funds- Bereich. Der Ausdruck erfolgte über einen eigenes geschriebenen Druckdispatcher, hier wurde das Rad aber nicht neu erfunden, sondern wir steuerten Microsoft Word so, dass alle Daten in den Dokumenten landeten, die der Fachbereich diese selber erstellt konnte. So sparten wir Endlosdiskussionen über die Druckausgabe, die sonst an der Tagesordnung sind.

Das System wurde einige Tage vor dem geplanten Starttermin in Betrieb genommen, ud noch heute werden in diesem "Exotensystem" einige Verträge verwaltet.

Der interne Name "RABBI" wurde bald zum Pseudonym für den Einsatz moderner Technolgien, so dass wir spartenübergreifend weitere Aufgaben erhielten. Deshalb wurde das Team isoliert, eine Stabsstelle mit dem Namen "Task Force RABBI und Spartensysteme" entstand. Die Bezeichnung "Task Force" verdanken wir vielen unkonventionellen Programmlösungen. So haben wir kurzerhand ein Programm geschrieben, dass sich via Emulatorprogrammierung (IBM's EHLLAPI ) die Masken des Anwendungssystem auf dem Großrechners mit einem modernen PC- Programm verband und dieses steuerte, so dass die Aktivitäten eines Sachbearbeiters simuliert wurden. Dabei wurden 12 Verarbeitungsmasken in weniger als einer Sekunde abgearbeitet, das Bild erinnerte an den Film Matrix.und eine handvoll PC's schlüsselten den kompletten Bestand eines Versicherers um. Da der Begriff "virtueller Sachbearbeiter" bald für sozialen Unfrieden sorgte, wurde dieses Programm von mit enem CORBA- Server ergänzt, so dass auch bald ein neues, zusätzliches Programm, der "virtuelle Abteilungsleiter" bei der Arbeit half. Gerade unsere Fähigkeit, veraltete Anwendungen auf dem Großrechner via IBM- Emulation mit modernen PC- Programmen zu koppeln war die Grundlage einiger ähnlich gelagerter Aktionen, so dass auf diesem Weg auch Daten migriert werden konnten.

2001 habe ich mich selbständig gemacht, gemeinsam mit meinem langjährigen Kollegen und Freund. So bin ich heute Geschäftsführer der adecc Systemhaus GmbH. Namen sind immer etwas kompliziertes, aber es steht für "application development education consulting and coaching". damit sind die Inhalte der Firma ja auch schon beschrieben. Wir entwickeln vorallem Software im Versicherungs- und Finanzbereich, machen aber auch Schulungen und Roadshows. Schulungen vor allem bezogen auf das von uns verwendete Tool, den Embarcadero Codegear C+ Builder und deren Anwendung im Zusammenhang mit Datenbanken, Internet, COM, Corba, aber auch allgemein OOA, OOD, OOP, Datenbanken, etc.So gehören zu den Kunden im Beratungs- und Schulungsbereich bekannte Firmen wie Siemens, ThyssenKrupp, Alcatel und Maximator, dazu öffentliche Auftraggeber wie die OFD Erfurt, einige Hochschulen und die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Wir sind für den Bereich C++ Partner des amerikanischen Toolhersteller Embarcadero, für diesen treten wir auch als Sprecher auf den Roadshows auf. Natürlich haben wir auch sehr schnell die leistungsstarken Datenbanktools von Embarcadero in unser Portfolio genommen, und beraten und unterstützen unsere Kunden auch in diesem Bereich. Unser Vorteil ist, dass wir kein Schulungshaus sind, sondern neben dem vorhandenen thoretischen Wissen auch viele praktische Erfahrungen, die wir in unseren eigenen Projekten sammeln mussten, weitergeben.

Neben unseren Aktivitäten im Versicherungsbereich haben wir 2003 unter der Verantwortung von Frank Wilken für einen deutschen private equity- Anbieter ein neues Verwaltungssystem entwickelt, dass über Ländergrenzen und Währungen hinweg die Aktivitäten abbildet, geschäftsprozessgesteuert die Daten verwaltet, Dokumente erstellt und die notwenige Kommunikation, sei es Email, Brief oder Fax steuert. Neben der Abbildung der Geschäftsprozesse werden so zum Beispiel auch die Daten für die Berichte an die Investoren vorgehalten und bildet das System die Grundlage von Bewertungen.

Während der IT-Krise in den Jahren 2002 - 2004 haben wir neben unsere traditionellen Kunden nach alternativen gesucht. So entschlossen wir uns neben dem Projektgeschäft ein Produkt zur Unterstützung von Direktvertrieblern zu entwickeln. Auch hier waren unsere Erfahrungen aus dem Versicherungsbereich hilfreich, da Versicherer unter der Bezeichnung "Partnerverwaltung" schon früh zu den CRM- Pionieren gehörten. Viele Technologien aus unseren Projekten wurden nahtlos in dieses Produkt übernommen, so entstand ein System, das man als flexibles CRM- Tool verstehen kann, aber auch Produkte, Bestellungen und Dokumente verwaltet. Auch hier nutzten wir die Word- Steuerung für eine flexible Briefschreibung, ergänzen personalisierte Emails und anderes- Durch die vielfältige Verknüpfung der vorhandenen Daten ist das Produkt die Basis für ein Informationsystem für beliebige Zielgruppen. Informationen hierzu sind auf der adecc StarSell- Seite.
 

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