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Deutsch für Profis

Unser Thema ist die deutsche Sprache in all ihren Erscheinungsformen, in Literatur, Werbung, Medien und täglichem Gebrauch.

Sabine Manning Beipackzettel - klare Sprache erwünscht!
Wer kennt nicht diese nervigen Beilagen für Arzneimittel: verwirrend gefaltet, unleserlich klein gedruckt, gespickt mit Medizinerlatein, und was man erfährt sind vor allem die schrecklichen Nebenwirkungen. Es ist also höchste Zeit, für verständliche Patienteninformationen zu sorgen.
Hierzu kann klare Sprache viel beitragen. Was zeichnet sie aus? Welche Hürden sind zu überwinden? Wie soll ein leserlicher Beipackzettel aussehen? Um diese Fragen geht es in meinem neuen Multisprech-Beitrag:
Für Anregungen und Hinweise wäre ich dankbar!
Sabine Manning Alexander Hoffmann
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Jörg Lenau Sprachtechnische Täuschung
Ich setze mich gegenwärtig mit einem Sachstand auseinander, welcher sich mir über die Auseinandersetzung ergeben hat, Erkenntnisse zu denen ich gelangt bin, sprachtechnisch zu vermitteln. Hierin ergaben sich eine Reihe von Handikaps, dies bewältigt zu bekommen, jedoch wurde mir darüber letztendlich auch ein grundsätzliches Mißverhältnis deutlich, welches sich mir gleich dem einer optischen Täuschung stellt.
Die Gegebenheit ist die, daß man eine Vorstellung über ein bezeichnendes Wort einem anderen mitteilt und dieser dann das Wort entfaltet mit seinem inhaltlichen Bezug zu diesem Wort.
Ich habe diese Aussage so gebildet, wie es in Anwendung ist. Hierin ist nämlich die Vorstellung gängige Praxis, daß mit dem Wort auch der Inhalt vermittelt wird. Beispiel: Apfel. Jeder kennt Wort und Sachbezug und geht davon aus, daß wir alle die gleiche Vorstellung darüber haben.
Tatsächlich ist es jedoch so, daß dem nicht so ist. Das Wort selbst ist inhaltsleer und vermittelt wird einzig 'seine Funktion' als kennzeichnendes Wort. Dieses Verhältnis erkennt man jedoch einzig (auch aus obiger Aussage!), wenn man sich des tatsächlichen Sachverhaltes bewußt ist. Und die besteht darin, daß die Vorstellung aus dem Erleben des Einen unabhängig gebildet ist von der eines Anderen. Damit verbunden gehen auch die Mißverständnisse und Mißverhältnisse im Miteinander einher.
Darüber hinaus zeigte sich mir, daß es Menschen gibt, welche grundsätzlich nicht in der Lage sind, sich in andere hineinzuversetzen. Gerade über diese trat mir dieses Verhältnis überhaupt zutage. Sich in ein Gegenüber hineinzuversetzen ist nämlich die Voraussetzung, um ein Gegenüber tatsächlich (in seiner Aussage) nachvollziehen zu können. Das findet jedoch nicht grundsätzlich statt und wie ich erlebe, findet es auch weitläufig keine Achtung.
Christoph Sträßner Jörg Lenau
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Jörg Lenau
Hierin bedingt es (mir) jedoch einer wesentlichen Unterscheidung, denn es ist etwas anderes, wenn es darum geht, seine eigene spezielle Vorstellung 'als soches' anderen zu vermitteln oder die Vorstellung eines anderen 'zu beflügeln'. Die große Kunst bei Romanen, Gedichten, Lyrik, etc. ist, beides miteinander zu kombinieren, jedoch ist es doch relativ frei in der Interpretation, denn das Resultat ist nicht bedingend, da es auch als Unterhaltung seinen Wert hat.
Der Punkt ist (wie ich die leidige Erfahrung machen muß), daß es generell gar nicht möglich ist, jemandem etwas zu vermitteln, was er nicht kennt, sodaß es zur reinen Vermittlung dessen der Beflügelung bedingt. Der gravierende Unterschied besteht somit darin, daß man in der klaren Vermittlung einer Sache gleichzeitig einen Leitweg und gleichzeitig eine Eingrenzung erwirken muß, damit es sich nicht in der Verillusionierung verliert. Letztendlich bedingt es grundsätzlich des verfügens über einen eigenen Lebensinhalt/Lebenserfahrung dazu, um überhaupt ein Bezugsverhältnis herzustellen (wie sie ja auch ausführten). Nur dann kann sich auch ein Aha-Effekt ergeben (was man nicht kennt, kann man [geistig!] nicht nachvollziehen.
Umberto Eco's 'der Name der Rose' ist ein vorzügliches Beispiel dafür. Das Verhältnis des Jungen zu dem Mädchen zum Beispiel habe ich in meinem Leben regelrecht reihenweise erlebt. Und so habe ich im Laufe des Erlebens mir ein Verständnis dafür bilden können, für das, was im Film auch entsprechend 'mir' ersichtlich wird. Es ist nämlich keineswegs mittelalterlich, daß es Frauen gibt, welche (vor allem in Verbindung mit teils mittellosen Lebensverhältnissen heraus!) über kein sexuell sinnliches Empfinden verfügen - der Umgang des Miteinander ein rein Sachliches ist. Hierin erfahre ich ein Verhältnis von 'ist mental sexuell vorpubertär', worin das körperlich Sexuelle sich zwar regulär entwickelt, jedoch nicht die mentale Einstellung dazu.
Wer nimmt dies überhaupt derart wahr, wie ich? Auch in der Darstellung von Eco wird ja nur vermittelt, daß es die Armut des Mädchens sei, welche es nicht zuließe, daß sich das Eine mit dem Anderen verbinden 'kann'. Und vor allem: wer will das Meinige überhaupt erfahren, denn auch hierin besteht ein elementarer Unterschied, nämlich der Vorstellung über eine Sache und der Wahrheit (über sich selbst)!
Jörg Lenau Deutschschreiben trainieren
Ich bin gerade dabei, einer Immigrantin behilflich zu sein beim 'Trainieren' des Deutschschreibens. Hierbei wende ich eine Technik an, welche ich in unserem Lehrsystem vermisse. Anstatt die Fehler zu markieren und darüber 'nur' auf die 'Fehlerhaftigkeit' aufmerksam zu machen, schreibe ich den von ihr verfaßten Text in korrigierter Fassung neu.
Der Punkt ist, daß wir im Wesentlichen auf der Basis von Nachahmung funktionieren. Fehlermarkierungen weisen einzig darauf hin, daß etwas falsch ist, zeigt jedoch nicht die richtige Anwendung.
Die Effizienz dieser Verfahrensweise dürfte allgemein wohl nachvollziehbar sein.
Antoinette Luijkx Volkmar Schmid Jörg Lenau
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>Aber ich stehe zu meinen Schwächen und Fehlern.

Ich auch - und Sie waren nicht gemeint :-)
Aber: Ich habe ein Problem damit, wenn militante Verweigerer der Anwendung aktueller Regelwerke (über deren Einzelinhalte zweifellos trefflich zu streiten wäre) die mangelnde Anführung der korrekten Form bzw. des korrekten Idioms kritisieren, während sie selbst ja genau diese Form eben nicht anwenden wollen (und in den beiden ersten Beiträgen fand sich so einiges davon :-) ).
Und weil Sie es konkret angesprochen haben: Ja, auch ich vergesse inzwischen ab und zu (in nördlicheren Sprachgefilden eher: ab und an) die N-Endung in der Deklination. Warum? Weil es abgeschafft erscheint, wenn ich so in die Zeitungen schaue oder den Leuten beim Reden zuhöre: "Pensionist um ... betrogen" - Sie "rettete Bub" - "Retter pflegen verstoßenen Lemur". Und das manchmal sogar in Qualitätszeitungen!
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