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Deutsch für Profis

Unser Thema ist die deutsche Sprache in all ihren Erscheinungsformen, in Literatur, Werbung, Medien und täglichem Gebrauch.

Nur für XING Mitglieder sichtbar Authentisch – Ein Adjektiv macht Karriere
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Volkmar Schmid Ronald M. Filkas Jörg Lenau Alexander Hoffmann
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Ronald M. Filkas

>Die Blähsprache hat auch die Therapeutenszene und den Tourismus erreicht. Man geht heute nicht mehr in den Wald, sondern sucht den "Kraftort Wald" auf. Im Urlaub wandert man nicht einfach, sondern genießt einen "zertifizierten Premiumwanderweg". Und schlichte Ballungsgebiete wie z.B. Mannheim/ Heidelberg sind heute eine "Metropolregion".
Wenn Sie dann noch denglische Wörter hinzunehmen, schafft sich die deutsche Sprache ab. Wenn heute nur noch von „Events“ statt von Ereignissen o. Ä., von „Highlights“ statt von Höhepunkten o. Ä. gesprochen wird, verschwinden dadurch deutsche Wörter. Modevokabeln bilden so mitnichten eine Bereicherung der Sprache, sondern das Gegenteil ist der Fall!
Aber zurück zum Thema „authentisch“. Ähnlich wie die heute oft propagierte Selbstverwirklichung halte ich Authentizität per se nicht für etwas Negatives. Allerdings können sich dahinter Formen von Egoismus verstecken und sich im Zusammenleben mit anderen negativ auswirken. Ob sich Authentizität und Selbstverwirklichung im Beziehungsleben verwirklichen lassen oder einem erfüllten solchen gar im Wege stehen, ist sehr fraglich.
Moritz Hahn Die Varietät der Linguistik im Zeichentrick
Guten Tag,
erstmal vielen Dank für die Aufnahme in dieser Gruppe und natürlich auch ein schönes neues Jahr 2017!
Einige von euch werden sicher den Film „Werner – Beinhart" kennen. Er wird oft als Schund oder Fäkal-Humor abgetan, aber ich bin der Meinung das der Film einen tieferen Hintergrund hat als die meisten Personen denken.
Ich habe deshalb meine Lieblingsszene in diesem Film unter kommunikationswissenschaftlichen Gesichtspunkten untersucht und einige Parallelen zu der Theorie der Varietät von Coseriu ausgemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich auf eure Rückmeldungen,
Christine Praetorius
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Ronald M. Filkas
„[...] ein Bier – das sollte doch überall richtig verstanden werden“: Nun ja, in Deutschland vielleicht, in Großbritannien oder Belgien stehen Sie damit ziemlich dumm (Pardon!) da!
Ronald M. Filkas Mein Name ist Hase: geflügeltes Wort, Redewendung oder Sprichwort?
Anlässlich der noch bis zum 19. November 2017 im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main stattfindenden Ausstellung „Mein Name ist Hase! Redewendungen auf der Spur“ wollen wir uns im unten verlinkten Beitrag mit den Unterschieden zwischen geflügelten Worten, Redewendungen und Sprichwörtern und deren Herkunft beschäftigen.
https://ronaldfilkas.de/mein-name-ist-hase-gefluegeltes-wort-redewendung-oder-sprichwort/
Jörg Lenau Wörter mit Sinn gebildet
Es gibt Worte, welche aus sich selbst heraus ihren Sinn vermitteln.
Mein zwei Lieblingsworte darin sind:
vERStEHEN - ersehen & verstehen
Leidenschaft - leiden schafft Leidenschaft
Wer kennt noch weitere?
Hans Martin Bartsch
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Jörg Lenau
Sehr geehrter Herr Bartsch,
ich möchte Sie gerne von Ihrem Hirnwalking befreien. Haben Sie schon einmal den Spruch 'aus einer Not eine Tugend machen' gehört?
Das ist synonym zu dem Verhältnis.
Das was meine spätere große Leidenschaft (& Berufung) wurde, wurde aktiviert dadurch, daß ich mich viele Jahre nicht mehr in meinen persönlichen Fähigkeiten umsetzen konnte. Als Jugendlicher waren es meine handwerklichen Fähigkeiten und durch das Ableben meines Vaters, welcher dies gefördert hatte, konnte ich dies lange Jahre nicht mehr zur Geltung bringen. Mit 26 Jahren habe ich dann alles (daraus entstandene) hingeschmissen und habe mich fortan damit beschäftigt, wie ich und die Dinge funktionieren, um daraus mein Selbst hervortreten zu lassen und mich selbst dann auch ideal umzusetzen.
Dieses Leiden zwischen diesen beiden Phasen hatte überhaupt erst mir bewußt gemacht, daß es sich da um eine Leidenschaft handelt - und später habe ich konkretisierend auch ersehen, daß es auf Basis meiner ausgeprägten veranlagten Begabungen stattfindet.
Dieses Leiden ist somit ein 'Entzug'.
Natürlich gibt es auch die 'ohne Not' und 'Leiden' stattfindende Leidenschaft.
Jörg Lenau Das Bewußtsein und sein Ursprung
Liebe Moderatoren und Mitglieder,
ich komme einmal zu euch in eure Gruppe, da ich euch um Rat fragen möchte bezüglich eines Sachverhaltes, welcher mich substanziell beschäftigt. Somit zunächst aber einmal ein Hallo an alle.
Seit fast 30 Jahre beschäftige ich mich (autodidakt) mit dem Sein und spezifisch mit der substanziellen Beschaffenheit des Bewußtseins. Mittlerweile bin ich dabei, mit meinen Erfahrungen und Resultaten öffentlich zu werden.
Der zentrale Punkt darin ist, daß 'mir' das Bewußtsein eine eigenständige, von dem Körper und der Physiologie differenzierte Substanz ist. Das bestätigt mir auch die Sprachsubstanz, welche zwischen Bewußtsein und bewußt sein unterscheidet. Da ich geschichtlich über die Sprachentwicklung auf der Suche bin nach Parallelen, bin ich dabei auf eine misere Situation gestoßen, nämlich daß die Etymologie besagt, daß Bewußtsein im 18. Jahrhundert von dem lateinischen conscientia abgeleitet worden wäre. Dies wiederlegte sich mir alleine aufgrund der Tatsache, daß in allen anderen europäischen Sprachen (außer den Niederlanden) 'conscientia' Basis des jeweiligen Begriffes ist, das deutsche Bewußtsein hingegen völlig differenziert davon ist.
Dem gegenüber steht ebenfalls, daß ich zwei Varianten der Entwicklung ersehe, nämlich die eine, welche sich noch heute über Decartes' ''ich denke, also bin ich'' darlegt (worauf sich wohl auch die fälschliche behauptete Abstammung von 'Bewissens' stützt), wie auch mein Gegenstück dazu, welches ich auch viel früher ersehen kann und lautet: ''ich bin mir bewußt, daß ich denke, ...'', wie z.B. enthalten in ''Geschichte der Philosophie von Wilhelm Gottlieb Tennemann'' - hier einmal ein Link dazu, wo Arnold Geulinx (geboren 1625 in Antwerpen) wiedergegeben wird:
https://books.google.de/books?id=NiQOAAAAYAAJ&pg=PA305&lpg=PA305&dq=%22ich+bin+mir+bewu%C3%9Ft,+da%C3%9F+ich+denke%22&source=bl&ots=jGcKJS_qPI&sig=g3drmWdIyBooxF0GK-r9wgAx77Y&hl=de&sa=X&ved=0CCIQ6AEwAGoVChMItZ7dlf61xwIVQjsaCh2GVwxW#v=onepage&q=%22ich%20bin%20mir%20bewu%C3%9Ft%2C%20da%C3%9F%20ich%20denke%22&f=false
Wie ich aus dem Verlauf ersehe, ist hier wohl die deutschsprachige Entwicklung der 'ideologischen' Internationalisierung zum Opfer gefallen und ich möchte einmal anfragen, ob hier jemand ist, wer mir da etwas unter die Arme greifen könnte.
Info's zu meiner Person und Aktivitäten gibt's über mein Portfolio, sowie über meine Internetseite (http://www.sya.de/).
Danke für die Aufmerksamkeit.
Jörg Lenau
Vielleicht sollte ich erst einmal eine einfachere Fragestellung einbringen, von wegen: kennt hier jemand den 'sachlichen' Unterschied zwischen des synonymen Verhältnisses von Wählen und Entscheiden. Ist gerade durch mich Thema eines anderen Dialoges geworden, bzw. hat das zum Schweigen der Lämmer geführt. Es wäre schon einmal relevant, in Erfahrung zu bringen, inwiefern diese Differenzierung überhaupt geläufig ist (das Thema dort bezieht auf politische Wahlen).

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Über die Gruppe "Deutsch für Profis"

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