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Weinforum Nord nach Süd

Diese Gruppe ist ein offener Treffpunkt für nette Leute, die sich für das Thema "Wein" interessieren und sich austauschen wollen.

Eckhard Supp ENO WorldWine mit komplettem Relaunch
Liebe Weinfreunde,
Nach mehr als einem Jahr Arbeit - mit einigen schiefgelaufenen Versuchen - haben wir es jetzt geschafft! ENO WorldWine, Deutschlands älteste Weinpublikation im Internet, hat ein gänzlich neues Gesicht: Neues Outfit, neue Funktionen, Kommentierbarkeit aller Artikel, bessere Suchfunktionen, der integrierte WorldWine Blog etc. etc.
Kurzum: ENO WorldWine goes Web 2.0.
Das alles unter der gewohnten Adresse http://www.enobooks.de.
Den Anfang haben wir mit einer großen Verkostung österreichischer Weißweine, vor allem solcher des Jahrgangs 2009 gemacht: Ein Superjahrgang, der in seiner Ausgeglicheneit seinesgleichen sucht: http://www.enobooks.de/degustation/verkostungsreport. In einem kleineren Bericht beschäftigen wir uns mit den Weinen von Italiens bekanntester Weingruppe: Marchesi Antinori.
In den News berichten wir u. a. über Italiens Starkoch Gualtiero Marchesi, der statt einer Speisekarte jetzt iPads auf die Tische seines Restaurants Teatro alla Scala Il Marchesino stellt: http://www.enobooks.de/aktuelles/news
Außerdem gibt es ein neues, leckes Rezept aus der Zeitschrift "apéro", neue Leserfragen und ein neues Kapitel aus der Serie "Der Wein - Basiswissen".
Important: Readers outside Germany, Austria or Switzerland can find our most important articles in an English (short) version: http://www.enobooks.de/english_pages
Viel Spaß bei der Lektüre
Ihr Eckhard Supp
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Peter Lehnen Online-Protestaktion gegen den Hochmoselübergang
Das Land Rheinland-Pfalz hat trotz jahrelanger Proteste im April 2009 mit dem Bau des sogenannten "Hochmoselübergangs" begonnen: Die Schnellstraße "B50 neu" soll sich in Zukunft als 1792 Meter lange vierspurige Brücke über die Mosel spannen - beginnend im Ürziger Würzgarten. "Es gibt auf der Welt nichts, was sich mit Moselriesling vergleichen ließe", empört sich der bekannte britische Weinautor Hugh Johnson gegen das gigantische Bauprojekt. DER FEINSCHMECKER protestiert gegen den Bau des Hochmoselübergangs!
Hier kann man sich an der Protestaktion beteiligen:
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Peter Lehnen Marchese de' Frescobaldi: "Ich hatte immer eine Schwäche für deutsche Weine"
Leonardo Frescobaldi und seine vier Geschwister betreiben Weingüter in der Toskana in der 30. Generation - ihre Vorfahren kamen schon mit Otto II. im 10. Jahrhundert nach Italien. Mit manager magazin sprach der Marchese über die Marktentwicklung in Deutschland und darüber, wie teuer ein guter Wein sein muss.
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Peter Lehnen Sekt in Zahlen: So prickelnd kann Chemie sein
Für etliche Menschen gehört ein Glas Sekt oder Champagner zu den kommenden Feiertagen dazu. Wer Weihnachten oder Silvester mit spritzigen Details zum edlen Getränk brillieren möchte, sollte sich dem aktuellen Fachblatt «Chemie in unserer Zeit» widmen.
Der Radius einer aufsteigenden Sektblase nimmt etwa 350 bis 400 Mikrometer pro Sekunde zu, ist dort in einem Übersichtsartikel zu lesen. Die an der Oberfläche platzenden Bläschen sprühen Aromen und andere Verbindungen in die Nase des Trinkers - was einen großen Teil des sinnlichen Genusses ausmacht.
Außerdem wird aus dem Kohlendioxid der Bläschen auf der Zunge Kohlensäure gebildet - das Kribbeln im Mund geht also auf winzige Verätzungen zurück. Die Gasperlen sind auch die Ursache dafür, dass Sekt und Champagner rasch zu Kopf steigen, schreibt Professor Klaus Roth von der Freien Universität Berlin. Die platzenden Bläschen reizen die Magenwände, die dadurch stärker durchblutet werden - und in der Folge den Alkohol schneller aufnehmen.
Umstritten sei, wer die Flaschengärung der schäumenden Weine ersann. Die Engländer verweisen darauf, dass Christopher Merret 1662 vor der königlichen Gelehrtengesellschaft Royal Society über das Verfahren berichtet habe. Für die Franzosen ist der Benediktinermönch Dom Pierre Pérignon (1638-1715) der Erfinder. Der Kellermeister verfeinerte den in der Champagne-Region produzierten Schaumwein zu einem Spitzenprodukt - und ist verantwortlich für die Flaschengröße von 0,75 Litern. Nach Ansicht des Mönches war dies genau die Menge, die ein «Mann von Welt» zum Abendessen trinkt, schreibt Roth.
Mittlerweile sei der Champagner «das wohl am strengsten kontrollierte Getränk überhaupt». Das Anbaugebiet umfasse nur 36 000 Hektar, jedes Jahr werde eine maximale Traubenmenge je Hektar festgelegt. Nur mit Hand geerntete Trauben bestimmter Sorten dürfen verwendet werden, nach dreiwöchiger Vergärung muss der Champagner mindestens 15 Monate stehen. Maximal 350 Millionen Flaschen jährlich werden so hergestellt - und für viel Geld verkauft. Als Bester unter den Besten gelte bei vielen Experten der 1928er Krug Collection Champagner. Am 28. März diesen Jahres habe eine Flasche davon den Rekordpreis von 15 900 Euro erzielt.
Anders als bei Wein steige der Wert schäumender Getränke nicht mit dem Alter. «Sekte verlassen die Kellerei ausgereift, ihre Qualität verbessert sich also nicht mit der Lagerzeit, da der CO2-Druck unweigerlich abnehmen muss.» Zudem sei die Mischung verschiedener Tropfen beim Sekt keine Schande. Meist werde aus bis zu 80 Weinen unterschiedlicher Sorten, Jahrgänge und Lagen ein sogenannter Cuvée komponiert.
Ein wundervolles Schauspiel sei - jedenfalls bei ganz naher Betrachtung - das Öffnen einer Sektflasche. Dabei dehnt sich das gasförmige Kohlendioxid im Flaschenhals schlagartig, der Druck sackt von fünf Atmosphären auf eine ab. Dies führt zur Abkühlung des ausströmenden Gases, die Feuchtigkeit in der Umgebungsluft gefriert zu einem weißen Rauch aus Eiskristallen.
Zum Schluss ein Tipp für alle, die angebrochene Sektflaschen lagern wollen: die Flaschen offen in den Kühlschrank stellen - ohne Silberlöffel im Hals. Der bringe Tests zufolge überhaupt nichts, schreibt Roth. Die «sicherste Methode, um den Sekt schal und weniger schmackhaft zu machen», sei das Wiederverkorken. Dabei fielen kleine Korkteilchen in den Sekt, an denen sich kontinuierlich Bläschen bildeten - alles Prickelnde geht verloren.
Boris Maskow
chemie in unserer zeit ist ein populärwissenschaftliches magazin, aber gewiss kein fachblatt. deshalb erstaunt es nicht, dass die recherchearbeiten zum champagner sich dort scheinbar auf die einführungszeilen zu tom stevensons champagnerbuch beschränkt haben, garniert mit ein bisschen gerard liger belairs arbeiten über das prickeln im champagner (auf deutsch zb in "entkorkt!") und allgemeinem durchstöbern der weiten internetwelt auf unterhaltsame dönekes. dass die 0,75l-flasche eher auf die europäische union, als auf dom pérignon zurückgeht, ist aber durchaus augenfällig. wenn überhaupt, so könnte man höchstens das alte französische litron als hohlmass aus der zeit dom pérignons für die weitere legendenbildung um den mönch heranziehen; das litron hat aber ca. 0,81l. was prof. roth dazu getrieben hat, seinen guten namen unter einen so hanbüchenen und unnötigen artikel wie den in chiuz zu setzen, weiss vielleicht nur er allein. sein geheimnis wird auch bleiben, warum er mit dem schon in allen möglichen foren zu tode zitierten 28er krug auf die pauke haut, um kurz darauf glattweg abzustreiten, dass der wert schäumender getränke mit dem alter steige. weshalb also mancher volldepperte sich die mühe macht, zb seinen 88er salon im keller zu hegen und nach möglichkeit auch bei höheren anlässen noch ein weilchen unangetastet zu lassen, wird man nach der lektüre des rothschen artikelchens ganz und gar nicht mehr verstehen können.
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