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Personalmanagement in der Bahnbranche

Zukunftsbranche Bahn: Nachwuchskräfte finden und qualifizierte Fachkräfte binden

Evelyne Hett Qualitätsmanagement: Selbstzufriedenheit ist kein Erfolgsrezept
Sie sind der Meinung, Ihr Produkt ist das beste, was ein Kunde überhaupt bekommen kann? Das ist schön für Sie, aber wissen Sie auch, ob Ihre Kunden das genauso sehen? Darauf kommt es nämlich an. Ein Produkt mag noch so phänomenal sein, wenn der Käufer aus irgendwelchen Gründen nicht damit zufrieden ist, wird es trotzdem zum unattraktiven Produkt. Denn nicht der Verkäufer, sondern der Kunde entscheidet über den Wert eines Produkts. Er ist es nämlich, der es weitersagt, wenn sein Kauf nicht zufriedenstellend war.
Die Sache mit dem ‚Warum?‘
Wenn der Verkäufer total von seinem Produkt überzeugt ist, dann geht er im schlechtesten Fall automatisch davon aus, dass auch der Käufer damit zufrieden sein muss. Wenn er Glück hat, trifft diese Annahme zu – das Produkt wird zum Erfolg. Ist sein Kunde aber gar nicht so begeistert von der erstandenen Ware, dann wird er das überhaupt nicht bemerken. Das Produkt wird zum Misserfolg und die Frage ‚Warum?‘ steht unbeantwortet im Raum. Jetzt wird der Verkäufer sie wohl auch nicht mehr beantworten können.
Also zurück auf Anfang. Vor dem Kaufabschluss kann der Verkäufer vom Kunden viel über seine Sicht der Dinge erfahren. Und viel daraus lernen. Er sollte also lieber vorher mit dem potenziellen Kunden kommunizieren, anstatt hinterher ratlos mit dem Ergebnis des unzufriedenen Käufers dazustehen.
Ein vergleichendes Beispiel
Ein Student ist auf der Suche nach einem Regal für sein frisch bezogenes WG-Zimmer. Er geht zu einem Möbelhändler vor Ort, wo drei Häuser zur Auswahl stehen – eins für junges Wohnen, eins für Küchen und Schlaflösungen und eins mit exklusiven Möbeln. Er wählt diesen Anbieter aus, weil er hofft, hier hochwertigere Qualität vorzufinden als bei einer Billigmarke. In der Abteilung ‚Junges Wohnen‘ findet der Student etwas Passendes. Er möchte das Regal zuhause umgehend aufbauen und fragt deshalb bei einem Verkäufer nach, ob das Mitnahmepaket auch wirklich alles enthält, was er dafür benötigt. Dieser bejaht im Vorbeigehen. Ein einfaches Regal zum Mitnehmen erfordert seiner Meinung nach keine Beratung. Der Student verspürt auch keinen weiteren Beratungsbedarf und kauft das Regal. Der sofortige Aufbau scheitert jedoch daran, dass zwar alle Schrauben im Paket enthalten sind, dem Studenten aber das notwendige Werkzeug fehlt. In diesem Fall ein Schraubenzieher. Da in der WG sonst niemand zugegen ist, und der neue Bewohner sich im Inventar noch nicht auskennt, kehrt er unverrichteterdinge ins Möbelhaus zurück. Er findet den Verkäufer, der ihm versichert hatte, dass alles im Paket enthalten sei, und beschwert sich bei ihm. Dieser teilt seinem Kunden jedoch nur lapidar mit, dass man keinesfalls erwarten könne, neben den Schrauben auch noch Werkzeug mitgeliefert zu bekommen. Die Frage, ob er das Werkzeug denn wenigstens hier im Möbelhaus erhalten könne, muss der Verkäufer verneinen. „Mein letztes Regal hab ich in einem gewissen schwedischen Möbelhaus gekauft, da war wirklich alles im Paket, was ich zum Aufbau brauchte“ sagt der Student und geht. Er nimmt sich vor, keines der drei Möbelhäuser dieses Händlers je wieder zu betreten.
Die Geschichte hätte aber auch anders laufen können: Auf die Frage des Studenten nimmt der Verkäufer ein extra dafür bereit gestelltes Paket zur Hand und öffnet dies, um seinem Kunden zu zeigen, was genau alles enthalten ist. Dieser wird dann sofort feststellen, dass kein Werkzeug vorhanden ist. Im besten Fall kann der Verkäufer dem Studenten die benötigten Utensilien zum günstigen Preis anbieten. So könnte ein rundum zufriedener Kunde das Geschäft verlassen haben, der bestimmt bald wieder gekommen wäre. Und der auch später im exklusiven Haus einkaufen wird, wenn aus dem Studenten ein gut verdienender Ingenieur geworden ist.
The Story goes on
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Denn selbst wenn ein Verkäufer seinen Kunden nach allen Regeln der Kommunikationskunst berät, befragt und aufklärt, kann er den Kauf im Nachhinein immer noch verderben. Und jetzt geht es nicht mehr nur um ein einzelnes verkauftes Produkt, es geht um langfristige Kundenbindung. Denn nach dem ersten Kauf ist im besten Fall vor dem nächsten Kauf. Leider nehmen die Kundenerwartungen nach der Bezahlung ja kein Ende. Und immer noch sollte der Verkäufer diese kennen und berücksichtigen, sonst kann die erhofft positive Mundpropaganda trotz anfänglicher Zufriedenheit auch jetzt noch in die Hose gehen. Zum Beispiel, wenn der bisher noch zufriedene Kunde anruft und eine Frage zum Produkt hat.
Bleiben wir bei dem Studenten. Nehmen wir an, er hat sein Regal erfolgreich aufgebaut und es gefällt ihm gut. Beim Anblick seines noch spärlich eingerichteten Zimmers kommt ihm der Gedanke, dass weitere Möbel im gleichen Design eine gute Wahl wären. Bei seinem Besuch im Möbelhaus hatte er aber nur auf das von ihm gesuchte Produkt geachtet und nicht gesehen, ob zum Regal noch weitere Möbelstücke gleicher Machart im Angebot waren. Um sich einen Weg zu sparen, ruft er beim Möbelhändler an. Nun ist ein Student in der Regel jung und deshalb nicht mit allzu viel Geduld ausgestattet. Spätestens nach dem fünften Klingeln wird er sein Vorhaben wohl aufgeben und den Möbelkauf erstmal verschieben. Wenn er aber Glück hat, nimmt schon nach drei Mal ein freundlicher Mitarbeiter ab.
Die Frage, ob es zum Regal XY noch weitere passende Möbelstücke gleichen Designs gibt, kann der Mitarbeiter am Telefon natürlich mit einem Satz wie „Wir haben eine große Auswahl, da finden Sie bestimmt etwas Passendes“ abtun. Der Student wollte aber nicht irgendetwas Passendes, sondern aufeinander abgestimmte Stücke einer Serie. Mit dieser Antwort wird er sich also als Kunde nicht ernst genommen fühlen. Außerdem ist damit seine Frage nicht beantwortet. Die er am Telefon gestellt hat, um sich einen Weg zu sparen. Irgendetwas Passendes findet er auch im Billigmarkt um die Ecke.
Für den Mitarbeiter am Telefon bedeutet es natürlich keinen großen Aufwand, nachzusehen, ob es zum besagten Regal noch weitere passende Möbelstücke gibt. Im Höchstfall sind es hier ein paar Minuten, die über langfristige Kundenbindung oder sofortigen Kundenverlust entscheiden.
Ein phänomenales Regal
So kann auch ein phänomenales Regal zu einem unzufriedenen Kunden führen. Oder zu einem Erstkunden, der dem Händler ein Leben lang treu bleibt. Wenn Sie also immer noch davon überzeugt sind, dass Ihre Produkte die besten sind, dann sollten Sie Ihren Kunden die Gelegenheit geben, sich dieser Meinung anzuschließen. Denn an Ihrem phänomenalen Produkt kann es schließlich nicht liegen, wenn Ihre Kunden nicht zufrieden sind.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett
Evelyne Hett Horse Assissted Coaching - Führen lernen mit Instinkt
Als Kursteilnehmer sollten Sie im Horse Assisted Coaching von den Gemeinsamkeiten zwischen dem Herdentier Pferd und dem Gruppenwesen Mensch profitieren. Bei dieser fruchtbaren Zusammenarbeit erlebt der widerspruchsungewohnte Chef mitunter zum ersten Mal eine ganz unmittelbare Antwort auf seinen Führungsstil. Denn das Pferd zeigt ihm schonungslos und unverblümt, wer hier tatsächlich die sprichwörtlichen Zügel in der Hand hat. Und das ist nicht immer derjenige, der sie auch in der Hand hält. Der Mensch mit Führungsanspruch merkt sofort und unmissverständlich, ob sich das Pferd von ihm führen lässt, oder eben auch nicht. Wenn nicht, dann weiß er instinktiv, an wem das liegt. Am Pferd jedenfalls nicht.
Die Ausbildung
Wer sich in die Hände eines Horse Assisted Coaches begeben möchte, sollte sicher sein können, dass dieser die rund 600 Kilogramm schweren Tiere auch tatsächlich beherrscht. Immerhin kann ein Pferd in unerfahrenen Händen auch mal unberechenbar reagieren und mit seiner unbändigen Kraft dann unter Umständen großen Schaden anrichten. Ganz abgesehen davon, dass ein schlechter Trainer niemals in der Lage sein wird, die immensen Möglichkeiten des Horse Assisted Coaching ausschöpfen zu können. Das kann, wer die Reaktionen des Pferdes auf den Menschen versiert zu deuten weiß. Die Methode ist also nur dann erfolgversprechend, wenn die Ausbildung des Trainers über einen Wochenendkurs in Pferde-NLP hinausgeht. Leider ist das angesichts der Modeerscheinung HAC heute nicht immer der Fall. Wie überall auf dem Coachingmarkt gibt es selbstverständlich auch für das Horse Assisted Coaching Zertifikate. Eine verbindliche Norm, die der ISO 9001 vergleichbar wäre, existiert jedoch nicht. Die fantasievollen Qualitätslabels, auf die sich mancher Coach beruft, sind also nicht besonders viel wert.
Bloße Träumerei oder echte Chance?
Weil die Methode so effektiv ist, hat sie sich in letzter Zeit zu einer wahren Modeerscheinung entwickelt. Mit allen negativen Begleiterscheinungen einer solchen Entwicklung. HAC kann aber weder als NLP zu Pferde noch als mentales Voltigieren wirken. Die Methode ist fundiert und geht auf die Richtlinie Reiten und Fahren zurück, die durchaus mit den Vorgaben der Qualitätsnorm ISO 9001 zu vergleichen ist. Der Qualitätsanspruch wird aber, wie im richtigen Unternehmerleben, auch auf der Pferdekoppel leider nicht immer durchgesetzt. Anbieter, bei deren Coachings eher Pferdeträumereien mit viel Spaß auf der Weide praktiziert werden, als dass Führungskräfte tatsächlich von der instinktiven Kommunikationsfähigkeit der Tiere lernen können, machen sich auf dem Markt breit. Schauen Sie sich ruhig mal die Werbevideos der einschlägigen Unternehmen an, die sich mitunter sogar als Erfinder der Methode bezeichnen. Da geht es recht harmonisch zu und es ist angenehm, den Kursteilnehmern dabei zuzuschauen, wie sie die Pferde bei der Interaktion untereinander beobachten. Die Tiere haben viel Spaß dabei und auch die Menschen genießen das. Aber was es bringen soll, bleibt im Nebel der unübersichtlichen HAC-Landschaft verborgen. Blumige Umschreibungen wie ‚Das Dreieck des Wissens‘ oder ‚Der Trichter der Erkenntnis‘ können den kritischen Betrachter darüber keineswegs hinweg täuschen. Der Erfolg solcher Praktiken bleibt dann auch tatsächlich ein Traum. Denn das Pferd ist nicht in der Lage, dem Menschen als spiritueller Begleiter auf irgendwelchen dunklen esoterischen Pfaden eine Botschaft zu übermitteln, die sein Leben auf einen Schlag besser macht. Wer das glaubt, soll den Anbietern solcher Kurse ruhig sein Geld in den Rachen schmeißen und weiter von magischen Erfolgen träumen. Aber Horse Assisted Coaching soll er das, was da getrieben wird, bitte nicht nennen. Denn dafür ist die effektive Methode wirklich viel zu schade. Die Pferde spiegeln unser Verhalten nämlich mit Hilfe ihrer dezidierten Wahrnehmungsfähigkeit klarer und rücksichtsloser wider, als das ein anderer Mensch je könnte. Vom Feedback des Tieres lernt man zeitlich pointiert und ganz unmittelbar, was das eigene Verhalten beim Gegenüber auslöst. Direkter geht Kommunikation nicht, die Interaktion zwischen Mensch und Pferd ist vielleicht die einzig wahrhaftige Teamarbeit. Tiere, deren Leben ausschließlich aus HAC-Kursen besteht, werden aber natürlich jedem Kursteilnehmer unproblematisch folgen. Die immer gleichen Pferde in den immer gleichen Kursen wissen immer genau, was in welcher Situation zu tun ist. Erfolgsgarantie für die Teilnehmer. Träumen Sie weiter, wenn Sie meinen, dass Ihre Mitarbeiter ebenso reagieren werden. Es sei denn, diese sind genauso coachingkursprogrammiert.
Der realistische Anspruch
Wer sich Horse Assisted Coaching für sein Unternehmen zunutze machen will, sollte also auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Diese bieten ihm genügend Chancen für seine Weiterentwicklung. Bei der Buchung eines anderen Kurses würde sich ein Unternehmer ja auch nicht auf abgehobene Techniken wie Channeling oder Klangschalen einlassen. Anstatt in spiritistische Sphären abzudriften und sich im Schwebezustand das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen, sollte man sich lieber darüber bewusst werden, was für tolle Möglichkeiten das Horse Assisted Coaching tatsächlich eröffnet. Denn in der nonverbalen Kommunikation mit dem Pferd kommen Führungsqualitäten wie Haltung, Selbstbewusstsein und Überzeugungskraft an die Oberfläche, oder eben auch nicht. Durch die instinktive Reaktion des Tieres lernt man mehr über die eigene Außenwirkung als man vom kontrollierten Gegenüber Mensch je erfahren könnte. Zum allerersten Mal erfährt so manche Führungskraft in der Interaktion mit einem Mitarbeiter, der in diesem Fall vom Pferd repräsentiert wird, offen und ehrlich, wie er auf seine Umwelt wirkt. Kann er überzeugen, seinen Führungsanspruch durchsetzen? Hier bekommt er im unmittelbaren, eigenen Erleben klare Antworten auf diese Fragen. Und lernt, wie er bisher weitgehend ungenutzte Führungsinstrumente wie Körpersprache und Stimme gezielt in der Kommunikation einsetzen kann. Ganz ohne spirituelle Magie. Denn im Geiste würden die gewonnenen Erkenntnisse schließlich wenig nützen, Erfolg bringen sie nämlich erst in der bewussten Umsetzung.
Was passiert beim Horse Assisted Coaching?
Beim Horse Assisted Coaching lernt man sich selbst und die eigenen Verhaltensweisen besser zu verstehen. Denn man sieht die eigenen Aktionen plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive widergespiegelt. Unter Anleitung des Coaches erfährt man durch die Reaktion des Pferdes, wie Verhaltensänderungen sich auf das Gegenüber auswirken. Einfach am Halfter zu ziehen genügt meist nicht, um das große Tier zum Mitkommen zu animieren. Manch ein Kursteilnehmer schlägt daraufhin die einfachste Lösung vor: Ein Stück Zucker. Würde er seinen Mitarbeiter in der entsprechenden Unternehmenssituation wohl mit einem 50-Euroschein zu überzeugen suchen? Selbst wenn, solche Lösungsstrategen greifen nur sehr kurz. Irgendwann wäre das Pferd satt und man käme mit dem Zucker auch nicht mehr weiter. Stattdessen eröffnet der Coach andere Möglichkeiten. Schon eine veränderte Körperhaltung kann beispielsweise wahre Wunder bewirken und das Pferd ganz automatisch zum Folgen bringen. Unbewusst ausgesandte Zeichen der Körpersprache werden offenbar und können dann ganz gezielt zum Einsatz kommen. Das empathische Tier merkt, ob der Körper tatsächlich ausdrückt, was der Mensch mit Worten sagt. Ein Pferd versteht natürlich das Wort ‚Komm‘ oder den Zug am Halfter, folgen wird es dem Menschen aber nur, wenn die Aufforderung ganzheitlich ausgedrückt wird. Die Erfahrung, dass die ausgesprochenen Worte mit der Körpersprache nicht immer im harmonischen Einklang stehen, kann äußerst lehrreich sein. Mitten im Hier und Jetzt erlebt man life die unmittelbaren Auswirkungen der Disharmonie, die den Menschen nicht authentisch erscheinen lässt. Mit einer solchen Außenwirkung kann keine Führungskraft fest im Sattel sitzen. Das Pferd ist als Fluchttier, das in der Herde lebt, darauf angewiesen, auch kleinste Signale schnell zu erkennen und direkt umzusetzen. Und auf das Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft. Genau dieses unbedingte Vertrauen lernt der Mensch in der Zusammenarbeit mit dem Pferd kennen.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett
Evelyne Hett Wege in die Königsklasse der Kommunikation
Immer, wenn große Sportereignisse wie beispielsweise die Fußball-Weltmeisterschaft anstehen, gewinnen Worte wie Ambush Marketing wieder an Bedeutung, Aufmerksamkeit und Gewicht: Das Trittbrettfahrer-Syndrom, bei dem auch kleinere Unternehmen einfach auf den WM-Zug aufspringen, Ihre Schaufenster mit entsprechender Deko versehen und aus der Versenkung ehemalige Fußballer auftauchen, die "zufällig" dieselbe Nationalität des WM-Gastgeberlandes besitzen.
Wer ebenso auftritt, sind natürlich die großen Stars - auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand. Und dann kommen die Vorberichte und die O-Töne - und mitunter bleibt das Wort auch aus. Schließlich hört man nie, was die Trainer ihrer Mannschaft zurufen, wenn diese gerade auf dem Spielfeld kämpft. Und wie das Team an sich aufgestellt wird, wer die Leaderrollen bekommt und damit der verlängerte Arm des Trainers auf dem Rasen sein wird und was eigentlich vor dem Spiel und in der Pause besprochen wird - auch das hüllt sich in schier undurchsichtige Trikots und verbirgt sich hinter verschlossenen Kabinentüren.
Kurzum: Kommunikation in der Königsklasse des Fußballs ist und bleibt auf weiten Strecken ein weißer Fleck auf der linguistischen Landkarte. Da wäre man als Kommunikationstrainer gerne mal ein Trittbrettfahrer, um von den großen Motivatoren zu lernen.
Auf Rasennarbe und Augenhöhe
Fest steht, dass die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern auf Augenhöhe passiert, liegt die Trainerbank zwar in gebührlichem Abstand zum Spielfeld, dafür aber auf einer Ebene. Neben dem lauten Rufen sind es Gesten, die als Mittler wichtige Strategien transportieren. Die Leader auf dem Platz letztlich sorgen für die im Sinne des Trainers korrekte Umsetzung, sind also so etwas wie Übersetzer. Und nicht zu vergessen: Die Codes. Wenn der Freistoß ansteht und alleine die Aufstellung der womöglich ausführenden Spieler den anderen verrät, wohin der jetzt noch ruhende Ball fliegen wird. Auch das ist Kommunikation und in ihrer wortlosen Variante eine Königin der Verständigung.
Wie aber lassen sich jetzt die Fußball-Fisimatenten in eine Firmen-Fibel übersetzen? Reicht es demnach, wenn das Management aus dem offenen Büro brüllt: "Herr Meinert, Kunde Müller steht frei! Pressing betreiben, tief stehen, früh stören!" Womöglich nicht. Was aber sicher hilfreich in diesem Kontext ist: Die Kommunikation muss auf Augenhöhe und mit Distanz geführt werden. Und es muss darum gehen, Ihre Leader zu benennen und mit verantwortungsvollen Aufgaben zu betreuen. Wichtig ist es im Sinne der internen Unternehmenskommunikation, in konstruktivem und regelmäßigen Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stehen - also quasi Trainingseinheiten als Vorbereitung auf das nächste oder als Nachbereitung des letzten Spiels.
In sechs Trainingseinheiten zum Titel:
Sprechen Sie also mit Ihrem Team, indem Sie zuhören, gezielt auf gute und schlechte Leistungen hinweisen und auch zeigen, wie und wo Sie sich eine Steigerung wünschen. Zeigen Sie ihnen, dass Sie am Spielfeldrand stehen und nicht im Regentenzimmer sitzen. Damit signalisieren Sie Kontakt und dass Sie trotz allem immer involviert und informiert sind.
Sprechen Sie zudem am besten täglich kurz darüber, was heute an Aufgaben anliegt, was schwierig werden könnte und wo Sie Erfolge sehen und erwarten. Stimmen Sie jede/n auf seine Rolle im Team ein, auch indem Sie Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit erfragen und benennen.
Feiern Sie Erfolge - im und als Teammitglied, welches der Trainer nun einmal darstellt, wenn auch mit Aufgaben, die nicht unbedingt im operativen (Spiel)-Betrieb auf dem Platz liegen. Besprechen Sie das nächste Spiel und den Weg zum Sieg - gerne auch zwischen den eigentlichen Trainingseinheiten, also beispielsweise vor oder nach Meetings oder vielleicht auch bei einem Mittagessen.
Lassen Sie rotieren und damit den Erfolg revolvieren! Stellen Sie Ihr Team gerne um (aber nicht einfach bestehende und bewährte Ordnungen und Strukturen umwerfen!), wenn Sie merken, dass die Stamm-Stars und Stammelf mal aufgerüttelt werden müssten oder auch, dass Ihr Stürmer eigentlich ein guter Torwart wäre. Lassen Sie Experimente zumindest im Kopf zu und setzen Sie diese anhand konkreter Beurteilungen, Selbsteinschätzungen und Beobachtungen konsequent um! Mit dieser Flexibilität ausgestattet, können Sie sich besser auf unterschiedliche Spielweisen und Spielwiesen einlassen.
Vergessen Sie bei Teambesprechungen nicht, Ihre Leader an deren Rolle und Verantwortung zu erinnern, d.h. auch daran, dass sie verantwortlich sind, was bestimmte Abläufe und Einteilungen des Teams auf dem Platz angeht.
Und schließlich: Belohnen Sie Ihr Team bei großen Erfolgen - mit trainingsfreien Zeiten, angemessenen Prämien, mit mehr Verantwortung und anspruchsvolleren Aufgabe und mit der Teilhabe am Unternehmensaufstieg und Titelgewinn. Wenn also Auszeichnungen an Ihr Unternehmen vergeben werden, zeigen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass dies auch durch Ihren Einsatz möglich wurde. Eine Hand am Pokal kann schließlich ungemein motivieren.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett
Matthias Niessner Weiterbildungszertifikat "Bahntechnik - Antrieb, Bremse, Fahrdynamik" 2018
Das Weiterbildungszertifikat "Bahntechnik - Antrieb, Bremse, Fahrdynamik" an der Hochschule München geht im Wintersemester 2018 in die zweite Runde! Die Einschreibungsfrist für den neuen Kurs beginnt am 2. Mai und endet am 1. August 2018.
Das berufsbegleitend studierbare Zertifikat läuft über 2 Semester und besteht aus den Modulen Antriebstechnik, Bremstechnik & Crashsysteme, Fahrdynamik mit Simulationspraktikum Matlab und einem Projektmodul. Das Programm richtet sich sowohl an Berufsanfänger in der Bahnbranche als auch an erfahrene Ingenieure, die sich in den genannten Themen weiterbilden wollen.
Es gibt einige inhaltliche Neuigkeiten. Wir haben den Teil Alternative Antriebe in der Antriebstechnik erweitert um Laborversuche mit Brennstoffzellen. Wasserstoff und Brennstoffzellen werden in neuen, innovativen Fahrzeugen wie dem ALSTOM iLint zur Energiespeicherung und -wandlung eingesetzt und ersetzen die Diesel-Powerpacks. In unserem Labor können die Teilnehmer selbst mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen arbeiten und praktische Erfahrungen sammeln.
Im Modul Bremstechnik & Crashsyteme haben wir von Oleo Ltd. freundlicherweise Lizenzen zur Nutzung eines Online-Programms zur Simulation von Crashvorgängen erhalten. Damit können die Teilnehmer Fahrzeugzusammenstöße unter Verwendung von Kennlinien realer Crashsysteme virtuell berechnen.
Weitere Informationen zum Zertifikat und einen Link zur Einschreibung finden Sie auf der Homepage der Fachgruppe Bahntechnik unter https://www.hm.edu/rail.
Prof. Dr.-Ing. Matthias Niessner
Fachgruppe Bahntechnik, Hochschule München
matthias.niessner@hm.edu
Evelyne Hett Podcast - Qualitätsmanagement
Wenn das Qualitätsmanagement qualitativ schlecht eingeführt wird...
...müssen die Revisionen der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 in ihrer Wirksamkeit angezweifelt werden. Dabei sollen diese doch eigentlich einer Vereinfachung, Verbesserung und Modernisierung der bislang geltenden Norm bedeuten. Aus Kostengründen jedoch, entscheiden sich viele Unternehmen für die Umstellung der internen Strukturen und Prozesse gemäß der revidierten 9001-ISO-Norm ohne einen ausgebildeten Experten

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Über die Gruppe "Personalmanagement in der Bahnbranche"

  • Gegründet: 05.12.2012
  • Mitglieder: 517
  • Sichtbarkeit: offen
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