Problems logging in

Kronberg im Taunus

Die XING Kronberg-Gruppe ist Heimat, Forum und Treffpunkt für alle Menschen, die in Kronberg im Taunus leben, arbeiten und wirken.

Sylvia Puck 1.300 Besucher tauchten ein in die faszinierende Genuss-Welt
Kronberg (pu) – Genuss wird in Kronberg im Taunus groß geschrieben! Diese lediglich auf den ersten Blick kühne Aussage wurde am letzten Sonntag durch eindrucksvolle Zahlen gestützt. Am Ende des Tages waren 1.300 Feinschmecker dem Ruf der organisierenden Taste-ination Lars Bender & Michael Radtke GbR gefolgt. Damit setzte die dritte Auflage der Kronberger Genuss-Messe nach dem Ausstellerrekord mit 47 nationalen und internationalen Teilnehmern auch in Sachen Besucherstrom neue Maßstäbe und das an einem Wochenende, das nicht wenige für einen Kurzurlaub außerhalb des Taunus nutzten und trotz starker Konkurrenzveranstaltungen in der näheren Umgebung.
„Es war eine schöne Messe mit einer sehr schönen Stimmung, wir sind voll und ganz zufrieden“, gab Volker Ketter (TDVK Kaffeesysteme) seine persönlichen Eindrücke der Veranstaltung wieder, nachdem die zum eintägigen Genuss-Zentrum umfunktionierte Stadthalle ihre Pforten geschlossen hatte. Nach acht Stunden, die der strahlende Wehrheimer Einzelhändler damit verbrachte, gemeinsam mit seiner Familie Rastsuchende im auf der Bühne betriebenen Café Lounge mit Kaffeespezialitäten und selbst gebackenem Kuchen zu verwöhnen, wagte er angesichts einer offenbar gut gefüllten Sammelbüchse für die Bärenherz-Stiftung für schwerstkranke Kinder die Prognose: „Ich glaube, so viel haben wir noch nie zusammenbekommen.“
Mit diesem positiven Feedback blieb er mitnichten allein. Standbetreiber, darunter etliche mit Erfahrung regelmäßiger Messe-Teilnahmen im gesamten Bundesgebiet sowie aus nah und fern angereiste Besucher stellten dem federführenden fünfköpfigen Ausrichterteam zum wiederholten Mal ein sehr gutes Zeugnis aus. Herausgehoben wurde vor allem die bisher vielfältigste Mischung der angebotenen Produkte, die gewissenhafte Organisation und die familiäre Atmosphäre, die Michael Radtke, Lars Bender, Andreas Berchem, Holger Friedrichs und dem städtischen Wirtschaftsförderer Andreas Bloching am Herzen liegt.
Grie Soß‘ und Apfelvariationen
Wie ein roter Faden zogen sich die unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten von Grie Soß‘ und Äppelscher durch die jüngste Auflage der Gewerbeschau. Am Stand von Bembel-Gin eröffnete sich die Chance „den ersten Gin kennenzulernen, der wirklich nach Apfel schmeckt“. Die erstmals in der Burgstadt weilenden begeisterten Apfelwein- und Gin-Liebhaber Andy Sanders und Teilhaber Jorin Karner überraschten mit dieser stark nachgefragten Mischung erfrischender Apfel- und Zitrusnoten und den für Gin obligatorischen Wacholderbeeren, die durch Koriander, Lavendel, Limetten und weitere Botanicals abgerundet werden. Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei Andrea Vogels Franken- Sider. Basierend auf der Leidenschaft für ursprüngliche Cidres aus der Bretagne und der Normandie reifte zunächst die Idee, etwas Vergleichbares in Franken herzustellen. Seit der 2008 erfolgten Firmengründung knüpfen die Jungunternehmer die Herstellung von Sider, Secco, Brannt is‘ und der Süßen 17 voller Überzeugung an strenge Kriterien. Zum einen findet der Anbau nach den Richtlinien von Naturland statt, zum anderen entstand zusätzlich ein naturnahes Refugium für Blütenpflanzen, Kräuter, Insekten, Vögel und Kleintiere vor dem Hintergrund, sowohl einen Beitrag zum Erhalt der Bioversität leisten zu wollen, als auch die Bestäubung der Apfelbüten durch Wildbienen zu sichern. Ein exzellentes Beispiel für die Prämisse aller Aussteller der Kronberger Genuss-Messe, sich von üblicher Massenproduktion abzusetzen. Hinter jedem einzelnen Erzeugnis steht die Intension der Schaffung eines Mehrwerts, der Genuss so einzigartig macht.
Überraschende Erkenntnisse
Das aus dem Hessen-Fernsehen bekannte „Aromakünstler-Team“ aus Obertshausen zählt mit seiner kleinen Manufaktur für handgemachtes Fudge (Weichkaramell mit englisch-amerikanischen Wurzeln) zu den Fudge-Pionieren in Deutschland. Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau und fairen Handel, aus kleinen Manufakturen und von regionalen Erzeugern sind oberstes Gebot. Tatjana Niedermayer, die Ehefrau des Firmenchefs, schilderte schmunzelnd von ihrer geleisteten Überzeugungsarbeit, bis bei dem einen oder anderen die Neugier die Oberhand über die Vorbehalte gegenüber der neuen Kreation „Grie Se7ven Fudge mit weißer Schokolade, Cashewkernen, verfeinert mit den sieben Kräutern der Grünen Soße gewann. „Der kritische Blick beim Reinbeißen wich meist rasch einem ziemlich überraschten ‚hm, wie lecker‘“, freute sie sich. Für Herbst kündigte sie die Premiere einer Thymian-Orangen-Kombination an. Die Grie Soß‘ Kräuteroriginale Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle, Schnittlauch, Borretsch und Kresse trafen unter anderem in KORNMAYERs Manufaktur ebenso auf Senf wie bei der für ihre Kreativität bekannten Dr. Armgard Müller-Kicherer von „Zitronen Traum“.
Ein Jahr nach dem durch die erstmalige Präsenz bei der Genuss-Messe ins Rollen gekommenen Senkrechtstart des Start-up-Teams „Loch im Brett“ aus dem benachbarten Königstein, vertieften die Geschäftsgründer Johannes Pfaff und Kai Sommer ihre per Bambus-Brettchen geknüpften Kontakte ebenso wie Anna Reckmann, die vor rund zwölf Monaten den Schritt aus der Chemie in die Welt der Pâtisserie wagte und seitdem mit neuen und ungewöhnlichen Geschmacksvariationen besondere Akzente setzt.
Liebe zum Produkt
Altes Handwerk ist unübersehbar ebenfalls noch hoch im Kurs. Um „immer am Ball“ der Zeit zu sein, nahm das seit 1881 existierende Kronberger Unternehmen „Getränke Schleiffer“ im Dezember das bisher drei Sorten umfassende Kronberger Burgbräu neu ins Programm auf. Aus Liebe und Leidenschaft zum Produkt unter der Überschrift „Vom Feinsten das Beste“ veredelt die Lachsräucherei Rinner edelsten Fisch aus den Tiefen des Atlantischen Ozeans mit traditionellen Handwerkstechniken. „Im Gegensatz zu den meisten unserer Zunft machen wir uns die Inhaltsstoffe der Kräten zunutze“, gab Uwe Rinner eines der Erfolgsgeheimnisse preis. Der Erfahrung aus dem letzten Jahr Rechnung tragend hatte die Landfleischerei Opfer dieses Mal eine größere Menge ihrer „Ahle Worscht und mehr“ aus Nordhessen in den Taunus mitgebracht. Am Ende des Tages war dieser Stand dennoch wiederum ausverkauft, gleiches Bild bei „Alles Käs‘“ aus Bad Vilbel, bei Neu-Kronberger und Inhaber von „La Tarte Caree“ Dan Schweizer oder dem Flammkuchen-Bäcker Hans Zapfl. Der 13-jährige Max Gräff aus Wiesbaden, der weiterhin gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Anna und unterstützt von Mama Sabine unter dem Label „Max & Anna“ farbenfrohes Nützliches für den Alltag näht, um in Not geratenen Kindern ein wenig Freude ins Herz zu zaubern durch seine Spenden an Bärenherz, freut sich weiterhin über Stoffspenden oder reduzierte Stoffpreise. Weitere Informationen unter http://www.maxundanna.com „Von Kindern für Kinder gemacht“ und auf Facebook. Nicht zu vergessen die Musiker-Gruppe „Greenheart“ (Martin Westenberger, Angela Desch, Manfred Kohn), die mit Celtic-Folk für den passenden musikalischen Rahmen sorgte.
Probieren leicht gemacht
Die Mischung von Kronbergerisch bis International und das letztendlich doch noch trockene Wetter verführte geradezu zum mehrstündigen Flanieren, Pendeln zwischen Halle und Berliner Platz und damit verbundenem Wunsch, möglichst viel auszuprobieren. Die Gaumen wurden geschult bei Tastings von Wasser über Steak, Schokolade, Wein, Champagner bis Whisky, durch das Citynfo-Gewinnspiel war gewährleistet, dass die Besucher tatsächlich auch keinen der Aussteller übersehen konnten und die mittels Premium Partnerschaften gelungene Erweiterung durch Avalon Premium Cars Kronberg und deren neuen Jaguar E-Pace oder die von Auto Nauheim mitgebrachten Ford-Modelle und dem damit verknüpften Probefahr- und Kennenlerngenuss setzte dem Erlebtem das abrundende Sahnehäubchen auf.
Der für den verhinderten Schirmherren Landrat Ulrich Krebs eingesprungene Erste Kreisbeigeordnete Uwe Kraft lobte Charme und Bedeutung der Kronberger Genuss-Messe ebenso wie Bürgermeister Klaus Temmen. Der besondere Dank der Veranstalter ging am Abend an alle Aussteller, Helfer, den Medienpartnern Kronberger Bote, Druckhaus Taunus und Kronberger Kino Lichtspiele und den Besuchern – „sie alle zusammen machen diese Genuss-Messe so erfolgreich“, setzte Michael Radtke im Namen der Veranstalter den Schlusspunkt.
Sylvia Puck Projekt „Kronberg Fit“ zieht in der Burgstadt weitere Kreise
Kronberg (pu) – Das im letzten Jahr gestartete Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderung der Stadt Kronberg im Taunus, der Perspektiven gGmbH, der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET), der Healture Concepts und Pro-Med-Consult mit dem Namen „Kronberg-Fit“ nimmt an Fahrt auf.
Jüngst fand eine weitere Veranstaltung der zum Projekt zählenden Reihe „Dinner & Experts“ im Gasthaus „Zum Neuen Bau“ statt, in deren Verlauf rund 20 Interessierte unter der Überschrift „Energie gehört ins Gehirn und nicht auf die Hüften“ tiefer in das Thema „bewusste Ernährung“ einstiegen.
Erkenntnisse
Kein Tag ohne auf gesunde Ernährung bezogene Ratschläge in den Medien, deren Bandbreite bis zur Steinzeit-Diät reicht. Während sich beim Patentrezept für ein langes und gesundes Leben noch die Geister scheiden, sind die Erkenntnisse der Hirnforscher unbestritten, wonach das Gehirn beim Erwachsenen allein etwa 20 Prozent des Grundumsatzes an Energie verbraucht (bei Kindern 50 Prozent) sowie unser Verhalten maßgeblich durch Stoffe bestimmt wird, die das Gehirn über die Nahrung aufnimmt. Alles andere als neu ist auch das Verständnis, dass Nahrungsmangel beziehungsweise zu wenig Energie für das Gehirn bei intensiver Kopfarbeit die Ausschüttung von Stresshormonen nebst beharrlicher Forderung nach zusätzlicher Energie nach sich zieht, auf die viele Menschen zwangsläufig mit dem Griff zu Traubenzucker oder Schokolade reagieren. Das wiederum hat zwar einen kurzzeitigen Anstieg des Insulinausstoßes zur Folge, der allerdings nur wenig später wiederum in der Unterzuckerung endend, das ganze Prozedere von vorne starten lässt.
Know-how
Das „Know-how“, diesen Teufelskreis mit dem sogenannten „Brainfood“ durchbrechen zu können, vermittelte Diplom-Betriebswirt und Lifestyle-Coach Andreas Rauth im Laufe des „Dinner & Experts“-Abends. „Wir aktivieren den Hybrid-Stoffwechsel für unser Gehirn“, gewährte er einen Einblick in den Denkansatz. Die größten Stellhebel auf dem Weg zu Leistungsfähigkeit, Widerstandsfägigkeit und Wohlbefinden seien neben dem großen Potenzial Ernährung ausreichend tiefer Schlaf und Bewegung (Kraft, Ausdauer). Die konstante Entlastung des Stress-Systems bewirke unter anderem hohe Leistungsfähigkeit und bessere Versorgung des Hirnstoffwechsels (Mitochondrien-Tuning). „Es ist uns wichtig, Menschen von der Idee zu begeistern, ihnen die Wirkungsweisen und Alltagstauglichkeit dieser Ernährungsform zeigen zu können und die kulinarische Umsetzung gemeinsam zu erproben“, machte er deutlich. Für eine erfolgreiche Durchführung der Ernährungsform gaben er und Kora Anker, Diätassistentin und klinische Diätologin, zahlreiche Tipps mit auf den Weg.
Nach einem rund einstündigen theoretischen Teil folgte der kulinarische. Das „Zum Neuen Bau“-Pächter-Ehepaar Domic verwöhnte die Gäste mit einem exquisiten Drei-Gänge-Menü bestehend aus einem Maronen-Cappuccino mit Brunnenkresse und Hirschschinken-Marone als Vorspeise, Ofenkürbis mit Feta und Lamm als Hauptgang und Holunder-Parfait mit Zwetschgen-Sauce zum krönenden Abschluss. Der aufmerksame Service tat ein Übriges zum Gelingen des kombinierten Bildungs- und Genuss-Erlebnisses dazu. Die nächste Runde der Reihe „Dinner & Experts“ ist für Anfang des nächsten Jahres geplant.
Maßgeblich in das Gemeinschafts-Projekt eingebunden ist das von der Perspektiven gGmbH betriebene „Lädchen für alles“ (Mainblick 65) in Schönberg, das alle Produkte, die dem „Brainfood“-Gedanken von „Kronberg-Fit“ entsprechen, gesondert kennzeichnen wird, um Neu-Einsteigern die Orientierung und Produktauswahl zu erleichtern. Langfristig erhoffen sich die Initiatoren des Projekts, dass diese Inizialzündung das Überdenken des Nahrungsangebots für Kinder und Erwachsene ebenso nach sich zieht wie, dass der Stadt und Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal verschafft wird und ein permanentes Angebot für Bürger und Touristen in der Gastronomie realisiert werden kann. Das Restaurant „Zum neuen Bau“ will in Kürze ebenfalls Brainfood-Gerichte dauerhaft in sein Speisenangebot integrieren.
Sylvia Puck 1.200 Besucher folgten Ruf zur 2. Kronberger Genuss-Messe
Kronberg (pu) – „Ausverkauft! – Danke! – Geil!“ Diese auf dem Hinweiszettel seines Stands hinterlassene Kurznachricht einer der insgesamt 46 deutschen und internationalen Aussteller der zweiten Auflage der Kronberger Genuss-Messe, im historischen Ambiente der Stadthalle, brachte die Bilanz auf den Punkt.
Am Ende des Tages hatten 1.180 Besucher, unter Federführung der Taste-ination Lars Bender & Michael Radtke GbR mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung, die Gelegenheit ergriffen, sich in die faszinierende Welt der Genüsse entführen zu lassen: Eine Steigerung zum Vorjahr von 240 Besuchern, das Ausstellerfeld war um sieben Teilnehmer gewachsen. Wohlwissend, dass jeder Meter in der „Gudd Stubb“ der Burgstadt gänzlich ausgereizt sein würde, hatten die Veranstalter den Platz vor der Halle verstärkt eingebunden durch die Präsenz von drei opulenten bedienenden Essens-Spezialisten: Die Bandbreite reichte von traditionell russisch über Flammkuchen bis zum Grillerlebnis. Bedauerlicherweise durchkreuzte Dauerregen diese Planspiele, die bereitgestellten Biertischgarnituren blieben ungenutzt, die Nachfrage bei den drei Anbietern war dennoch rege, weil die Mühe nicht gescheut wurde, mit Regenschirm bewaffnet kurzerhand zwischen Halle und Vorplatz zu pendeln.
Erfolgsgeheimnis
Die richtige Mischung macht‘s eben! Ein Erfolgsrezept, das sowohl die Veranstalter als auch die Aussteller par excellence beherzigten. Ganz gleich, ob „Wiederholungstäter“ oder erstmals zu Gast bei dieser aufstrebenden Messe, die Prämisse, das Thema „Genuss“ breit und durch neue Impulse belebt aufzustellen statt alleinige Fokussierung auf Whisky, wird vom Publikum angenommen.
Bad Homburger Gin nach alter Apothekerrezeptur mit Wacholderholz für den Geschmack, als diesjährige Neuheit, hatte die vor neun Jahren von Stefan Alles ins Leben gerufene Manufaktur ReichsPost-Bitter im Tagesgepäck. An die Historie der 1843 gegründeten Firma Fritz Scheller&Söhne anknüpfend, die unter anderem den berühmt-berüchtigten Kräuterlikör „Taunusbenzin“ in der Aluminiumflasche zum Gordon-Bennett-Cup lieferte, ergänzt man heute das Klassiker-Sortiment durch Editionsfassabfüllungen aus Destillatfässern, Delikatess-Saucen, Senf und mit schwarzem Knoblauch versetztes Meersalz. Durch historisches Mobiliar wurden die Produkte perfekt in Szene gesetzt. Zum zweiten Mal dabei ebenfalls Ioannis Dakos von der Hofheimer Manufaktur Avlona mit seinem in griechischer Familientradition hergestellten Olivenöl, Bergkräuter-Sträußen (Thymian, Salbei und mehr) sowie griechischem Bergtee.
Eine „Wohltat für Leib und Seele“ und Energiecocktail ist laut Gaby Wehle Dr. Höhls Bioess Rezeptur 1779, eine Spezialmischung von 60-prozentigem feinsten Apfelessig aus Früchten von regionalen Streuobstwiesen und 40 Prozent deutschem Bio-Honig. „Super Resonanz – Teilnahme ist ein Genuss!“, so verlieh der inzwischen weit über die Stadt hinaus bekannte Dieter Krieger vom gleichnamigen Obsthof seiner Freude über das Interesse an seinen Apfelsäften, Schaumweinen oder Obstbränden Ausdruck. Nicht minder begeistert wiederum Florian Henrich von „Zeit und Genuss“ mit seiner Maxime „Hessisch ess isch“. Er kitzelte die Gaumen unter anderem mit Apfelweinkuchen, -gelee und „Äppler to go“.
Mit der Faszination von Salz und Gewürzen spielten bei der jüngsten Auflage der Kronberger Genuss-Messe gleich mehrere Anbieter. Beispielsweise Salzgärtnerin Inke Werner vom Salzgarten Eppstein mit ihrer Produktauswahl von scharf bis süß oder Sabrin Khalfallah und Tobias Neubauer, ein kleines, junges Team unter der Firmierung „Gewürz-Glück“ aus Franken. Nachdem ihre von Urlaubsreisen in Khalfallahs Heimat Tunesien regelmäßig mitgebrachten Gewürze als „kleine Geschenke aus der Küche“ sich wachsender Beliebtheit unter Freunden und Bekannten erfreuten, ließen sie ihren kreativen Ideen für Eigen-Kompositionen freien Lauf. Schlicht und dennoch originell heißt das Fischgewürz „Petri Heil“, der „heiße Italiener“ mit dem Geschmack Italiens, zu Steaks gibt es den „Echten Kerl“.
Das „Aromakünstler-Team“ aus Obertshausen zählt mit seiner kleinen Manufaktur für handgemachtes „Fudge“ (englisch-amerikanisches Weichkaramel) zu den Fudge-Pionieren in Deutschland. Konservierungs- und Zusatzstoffe sowie künstliche Aromen sind tabu. Das ist auch das Credo von Walter und Kerstin Battaglia, in der Region bekannt durch ihre Pizzeria in Bad Homburg, die seit November letzten Jahres in ihrer kleinen Bad Sodener Pasta-Manufaktur „Batta‘s Nudelbar“ die Herzen der Pasta-Fans reihenweise erobern und nun auch in der Burgstadt ein kulinarisches Ausrufezeichen setzten.
Pulsierende Herzen
„Man sagt, die Aussteller sind das Herz einer Messe und dieses Herz hat heute ausgesprochen lebendig geschlagen“, bilanzierte müde, aber selig Michael Radtke im Namen seiner Taste-ination-Kollegen am Abend, als feststand, die Messe-Besucher waren diesem pulsierenden Pulsschlag in Scharen gefolgt, hatten sich eingelassen auf gaumenkitzelnde Kombinationen und begeistern lassen von Raritäten, Nischenprodukten und neuen Trends. Wohin man auch blickte, an den Ständen wurde probiert und geplaudert. Auf diese Weise kam man hinter das Geheimnis der drei „Francois“, die Kronberger stellten beim Wasser-Tasting der Mainova eindrucksvoll unter Beweis, dass sie ihr Leitungswasser unter insgesamt drei verschiedenen Wassersorten locker herausschmeckten. „70 bis 80 Prozent der Kronberger haben es erkannt“, so die Rückmeldung des Mainova-Teams.
Am Stand der Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß GmbH füllte Gebietsverkaufsleiter Markus Seitz ununterbrochen die Gläser mit dem stark nachgefragten Allgäuer Sonntagsbier, gleiches Bild bei „Anja‘s Käseecke“, wo unter anderem die Rarität Bernstein-Käse, von dem es lediglich vier Laib im Jahr gab, reißenden Absatz fand.
Qualität statt Quantität
Die Prämisse Qualität ist ebenso bei der Landfleischerei Opfer oberstes Gebot. Bei Max Beck gingen Ahle Worscht, Presskopf, Hirschsalami und Co so rasend schnell über die Theke, dass sogar ein kleiner Einsatz der ebenfalls an diesem Tag bereit stehenden Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes notwendig wurde, weil in der Eile das Messer den Finger erwischte.
Dazu Südafrikas „kleine Wein-Juwelen“, frischestes Flugobst aus Peru, handgerüttelte Champagner, von kleinen, in Deutschland zunehmend bekannt werdenden, weil prämierten Winzer-Talenten: Tobias Beckers Rheinhessischer grüner Veltliner, Früh-Burgunder vom Weingut Wolfgang Schneider aus Guldental – Kostbarkeiten aus der Weinwelt. Das Weingut Prinz von Hessen ließ sich trotz parallelem „Tag der offenen Tür“ nicht von einer Teilnahme bei der Kronberger Genuss-Messe abhalten. Die Liebhaber österreichischer Spezialitäten von Whisky bis Marillenprodukte waren bei Martina G. Landertshammer von der Wachauer Firma Wieser auch auf der Suche nach Muttertagsgeschenken in besten Händen. Gleiches gilt für die Pralinen-Anbieter, die ein Päckchen nach dem anderen packten.
Strahlende Gesichter ob des großen Interesses auch bei Ueno Gourmet, die mit Sake und Sojasaucen japanische Genusskultur näherbrachten. Der zwölfjährige Max Gräff aus Wiesbaden, der weiterhin gemeinsam mit seiner kleinen Schwester Anna und unterstützt von Mama Sabine Nützliches für den Alltag näht, um in Not geratenen Kindern ein wenig Freude ins Herz zu zaubern durch seine Spenden an Bärenherz strahlte. Ganz frisch ein Dankesschreiben, weil schon in den ersten vier Monaten dieses Jahres 1.900 Euro aus dem Verkaufserlös gespendet wurden. Eine große Unterstützung und mehr als willkommen sind Stoffspenden. Weitere Informationen unter http://www.maxundanna.com „Von Kindern für Kinder gemacht“ und auf Facebook.
Die von Familie Ketter mit viel Liebe auf der Bühne betriebene Café Lounge bot willkommene Gelegenheit bei selbst gebackenem Kuchen und einem Tässchen Kaffee ein wenig zu rasten und den lebendigen Trubel in der Halle einfach mal auf sich wirken zu lassen. Nebenbei tat man auch dabei etwas Gutes für die Bärenherz-Stiftung für schwerstkranke Kinder.
Erfolgsgeschichten
Sichtlich beeindruckt vom mitreißenden Flair dieser kleinen, aber feinen Messe war das junge Start-up-Team „Loch mit Brett“ aus dem benachbarten Königstein. Beeindruckend, was die Geschäftsgründer Johannes Pfaff und Kai Sommer, unterstützt von Julien Lux, innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Vor ziemlich genau einem Jahr anlässlich eines Geburtstags fiel ihnen auf, dass ein Glas in der einen Hand und ein Teller mit Speisen in der anderen, äußerst hinderlich seien, vor allem, wenn die Begrüßung neuer Gäste ansteht. „Wir haben eine Herausforderung darin gesehen, es besser zu machen, alle in der Nähe erhältlichen Bambus-Brettchen aufgekauft, getüftelt, gesägt und gebohrt, bis ein in unseren Augen brauchbarer Prototyp herauskam“, skizzierte Johannes Pfaff die Entwicklungsgeschichte. Mittlerweile werden die Brettchen bereits von den Praunheimer Behinderten-Werkstätten produziert.
In der gegenüberliegenden „Hall of Spirits“ im Raum Feldberg entführte die für diesen Tag eigens zusammengestellte Musiker-Gruppe „Greenheart“ (Martin Westenberger, Angela Desch, Manfred Kohn) mit Celtic-Folk in die schottischen und irischen Highlands, sodass der Whisky noch ein wenig schwungvoller die Kehlen befeuchtete.
Nicht zu vergessen „A Taste of FrankfurtRheinMain“, eine von der Künstlerin Petra Fritsche erfundene und von Heller in Oberursel hergestellte Praline, die den berühmten Malerblick zeigte, die von allen gelobten unterschiedlichen Tastings als Sahnehäubchen und die Single Cask (Einzelfass)-Abfüllung aus einem edlen Sherryfass der finch Whisky Destillerie aus den „schwäbischen Highlands“. Restflaschen der von Kennern geschätzten Messeabfüllung können per E-Mail info@taste-ination.de bestellt werden.
Landrat und Schirmherr Ulrich Krebs hatte schon mittags angesichts des großen Besucherandrangs konstatiert: „Die Genuss-Messe passt wunderbar zu Kronberg.!"
Eva Tiedke-Trimborn Freikarten für monte mare! – Mehr Sorglosigkeit für Familien
taunus4family.de verlost zum Projektstart 'Mehr Sorglosigkeit für Familien' je zwei Freikarten für das monte mare Freizeitbad in Obertshausen. Die Freikarten sind gültig bis 31. Januar 2017!
Teilnahmebedingung: Empfehlen Sie taunus4family Ihren Freunden und Bekannten und unterstützen Sie damit das Projekt 'Mehr Sorglosigkeit für Familien'.
Wie machen Sie das? Teilen Sie diesen Beitrag und senden Sie Ihre Kontaktdaten mit vollständigem Namen und Adresse an info@taunus4family.de unter dem Stichwort “Mehr Sorglosigkeit für Familien“. Pro Teilnehmer bitte nur eine E-Mail. Weitere Mails erhöhen nicht die Gewinnchancen, sondern werden gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner erhalten Ihre Freikarten via Postversand.
Sie möchten Sponsor werden für das Projekt? Wenden Sie sich vertrauensvoll an mich.
Ihre
Eva Tiedke-Trimborn
Herausgeberin | Chefredakteurin
info@taunus4family.de | www. taunus4family.de
Sylvia Puck Stadtwerke-Betriebsleiter Thomas Schäfer baut auf sein Team
Kronberg (pu) – Relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Thomas Schäfer am 1. Juni die Betriebsleitung der im Wesentlichen für Bauhof, Pflege und Unterhaltung öffentlicher Grünflächen, Stadtbus, Winterdienst und Trinkwasserversorgung verantwortlichen Stadtwerke Kronberg übernommen. Anlass genug, den „Neuen“ an der Spitze vorzustellen.
Der Eigenbetrieb hat in den letzten Jahren Politik und Bevölkerung durch ein beispielhaftes zukunftssicherndes Konzept zur optimierten Wirtschaftlichkeit aufhorchen lassen, das noch von dem Mitte Oktober letzten Jahres verstorbenen langjährigen Betriebsleiter Uwe Müller realisiert worden war. Diesen, von seinem Vorgänger stark geprägten Weg, mit Maßnahmen wie unter anderem Übernahme neuer Aufgabenfelder und Forcierung von Fortbildungsmaßnahmen, beabsichtigt Schäfer weiterzuführen und „mit eigenen Gedanken auf die Politik zu reagieren“.
Bereits seit 18 Jahren in städtischen Diensten verfügt der 48-Jährige über hinlänglich Erfahrung und Einblick in die Entwicklung der Stadtwerke. In der Mitarbeiterqualifikation – neben ihm zählen weitere fünf Meister zum zurzeit 47-köpfigen Team – sieht er eine der größten Stärken. „Auf diese Kompetenz kann die Stadt zurückgreifen!“
Service und Nahwärme
Als zwei der nächsten anstehenden Projekte nennt der Betriebsleiter neben der wiederholt im Zusammenhang mit der Bebauung im Bahnhofsquartier erwähnten Klärung der künftigen Nahwärmeversorgung den Bau einer dynamischen Fahrgastinformation am Knotenpunkt Bahnhof mit daraus resultierender Serviceoptimierung im ÖPNV-Bereich. „Die Verträge dazu wollen wir wegen der höheren RMV-Zuschüsse möglichst noch 2016 abschließen, dann könnten im Laufe des nächsten Jahres die dafür notwendigen Kabel verlegt werden und die Stadtbusse mit neuen, Echtzeitdaten-liefernden, Druckern ausgerüstet werden“, so Schäfer, der in diesem Zusammenhang unterstreicht: „Der Bahnhof wird neben der S-Bahn und unseren drei Stadtbuslinien auch von drei Regionalbussen angefahren. An einem solchen ÖPNV-Knotenpunkt macht ein dynamisches Fahrgast-Informationssystem Sinn.“ Im Unterschied zu den herkömmlichen statischen Informationen liefert die Umrüstung auf die dynamische Variante ergänzend dazu fortlaufend aktualisierte Fahrplanabweichungen.
Das Projekt „Nahwärmeversorgung am Bahnhofsquartier“ steckt Schäfer zufolge mitten in der Planungsphase. Nach Überprüfung unterschiedlicher Varianten auf Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit, habe sich das Modell der Kraft-Wärmekopplung durch ein Blockheizkraftwerk mit Spitzenlastkesseln als wirtschaftlichste Variante erwiesen. Umso dankbarer ist er über die seit Anfang November zur Verfügung stehende Verstärkung durch einen Umweltschutztechniker für nachhaltige Energietechnik mit „enormer Erfahrung“, der das Projekt federführend begleiten soll.
Zu weiteren demnächst anstehenden Vorhaben hält er sich wegen Gesprächs- und Klärungsbedarf noch weitestgehend bedeckt, schon spruchreif ist dagegen nach vorliegender Baugenehmigung die Installierung einer Photovoltaikanlage für die Pump- und Wasseraufbereitungsanlage der Kläranlage im Tries.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt der Betriebsleiter die „unglaublichen Entwicklungen“ in Bezug auf Speicherung selbst erzeugter Energie für Geräte und Fahrzeuge, die aus seiner Sicht einen Umstieg auf Elektromobilität auch bei der Grünpflege in den Bereich des Möglichen rücken. Unter anderem ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges geplant, das mit selbst erzeugtem Solarstrom „betankt“ werden soll.
Die interessanten Aufgabengebiete und die im Gegensatz zu seiner damaligen Beschäftigung familienkompatibleren geregelten Arbeitszeiten hatten den in Oberursel wohnenden dreifachen Vater 1998 zu seiner Bewerbung bei der Stadt Kronberg bewogen. Seinen beruflichen Werdegang bezeichnet er als eher „untypisch“.
Die nach dem Fachabitur begonnene Ausbildung als Landschaftsgärtner habe ursprünglich lediglich als zeitüberbrückende Maßnahme auf dem Weg zum Studium der Forstwirtschaft oder Landschaftspflege dienen sollen. „Die Ausbildung war dann jedoch so spannend, dass ich daran festgehalten habe“, blickt er zurück. Nach dem Zivildienst folgten Meisterschule und Ausbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter sowie zum Meister im Garten- und Landschaftsbau. Bis seine Entscheidung reifte, in der Burgstadt seine beruflichen Fähigkeiten einzubringen, arbeitete er sechs Jahre als Betriebsleiter und Geschäftsführer in einem angesehenen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Bad Homburg.
Als Bauleiter gestartet
1998 als Meister der Grünbauabteilung im damaligen Umweltamt gestartet, bildete und spezialisierte er sich Schritt für Schritt weiter, wurde 2012 zum stellvertretenden Betriebsleiter des 2005 gegründeten städtischen Eigenbetriebes und rückte nunmehr im Sommer an die Spitze eines Teams, auf das er große Stücke hält. „Erfolgreiche Arbeit wird nie nur von einem geleistet, sondern vom ganzen Team!“
Generell sieht Thomas Schäfer, der in seiner Freizeit als ehrenamtlicher, lizenzierter A-Jugendtrainer tätig ist und ansonsten auch viel Zeit mit seiner Familie im Garten verbringt, die städtische Verwaltung und die Stadtwerke, auch im Vergleich zu anderen Gemeinden dieser Größenordnung, für die Zukunft „stark aufgestellt.“