Problems logging in
Only visible to XING members EUGH – Rechtssicherheit für gebrauchte Software
Der EUGH entscheidet in einigen Monaten über einen wesentlichen strittigen Punkt bei der Übertragung von gebrauchten Volumenlizenzen auf Basis des urheberrechtlichen Erschöpfungsgrundsatzes.
Die Entscheidung betrifft unmittelbar nur einen Anbieter von gebrauchten Volumenlizenzen, der durch Insolvenzen der Vorgängergesellschaften nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Mittelbar hat die Entscheidung jedoch wesentliche Auswirkungen auf den gesamten Markt für gebrauchte Software.
Dieses und ähnlich gelagerte Gerichtsverfahren dieses Anbieters dominieren seit Jahren die allgemeine Diskussion über gebrauchte Software. Diese Verfahren haben wesentlich zur Verunsicherung beigetragen und mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Die ausstehende EUGH Entscheidung schafft endlich Klarheit über das strittige Übertragungsmodell dieses Anbieters in Bezug auf den Erschöpfungsgrundsatz und Download von Volumenlizenzen.
Wegen mangelnder Differenzierung in der Diskussion über gebrauchte Software ist der gesamte Markt für gebrauchte Software durch diese Verfahren betroffen, obwohl z.B. die absolute Majorität der Übertragungen von gebrauchten Volumenlizenzen unbeanstandet getätigt wird. Die EUGH Entscheidung wird diese Diskussion im Wesentlichen beenden und versachlichen.
Des Weiteren würde es nicht überraschen, wenn neben den bereits laufenden Wettbewerbsverfahren gegen Softwarehersteller im Zusammenhang mit gebrauchter Software weitere hinzukommen würden. Auch in Zukunft wird es somit Diskussionen über gebrauchte Software geben, aber wahrscheinlich unter umgekehrten Vorzeichen.
You can't comment on this post any more.
Only visible to XING members Wettbewerbsrecht / gebrauchte Software / Microsoft
Die Diskussion zum Thema hat in den letzten ca. 15 Monaten einen neuen ‚Spin’ bekommen
In der Zeit sind zwei einstweilige Verfügungen gegen Microsoft wegen wettbewerbswidrigen Aussagen bzw. Verhalten im Zusammenhang mit gebrauchten Microsoft Volumenlizenzen (Open, Select, EA) ergangen. Des weiteren wurden zwei Verfahren (Microsoft Volumen- und OEM-Lizenzen) bei nationalen Wettbewerbsbehörden in Europa eingeleitet.
Dieser neue Spin trägt hoffentlich dazu bei die inzwischen überholte Diskussion über den Erschöpfungsgrundsatz des Urhebergesetztes zu beenden. Bezüglich OEM-Lizenzen gibt es dazu eindeutige höchstrichterliche Entscheidungen und die Majorität der gebrauchten Volumenlizenzen wird nicht mehr auf Basis des Erschöpfungsgrundsatzes übertragen.
Für den größten Teil der Übertragungen von gebrauchten Microsoft Lizenzen stellt sich nicht mehr die Frage ob die Übertragungen legal sind, sondern ob das Verhalten und die Aussagen von Microsoft in dem Zusammenhang rechtswidrig sind. Die bis dato ergangenen einstweiligen Verfügungen gegen Microsoft gegeben dazu eine klare Antwort.
Ein kleiner Ausflug ins Marketing. Wenn sonst nichts mehr hilft, greift man gerne zur FUD Marketingstrategie – Fear, Uncertainty, Doubt (Angst, Unsicherheit, Zweifel). Lassen Sie sich nicht davon beeindrucken. Wie die Gerichte mit den einstweiligen Verfügungen deutlich gemacht haben, ist das Recht auf Ihrer Seite.
You can't comment on this post any more.
Only visible to XING members Gebrauchte Microsoft Volumenlizenzen – ein Blick über den deutschen Tellerrand
Obwohl Großbritannien zur Europäischen Union gehört und an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals nur ca. 50 km von Kontinentaleuropa entfernt ist, könnte man bei den Veröffentlichungen zum Thema „gebrauchte Microsoft-Volumenlizenzen“ meinen, dass UK auf einem anderen Planeten ist:
„Second hand software licenses for sale (and they’re legal)“
„U.K. company resells Microsoft licenses in U.S“
„Microsoft fails to squash second hand software market“
sind nur einige von vielen Veröffentlichungen mit gleichem Tenor. Ein weiterer Unterschied sind die Webseiten von Microsoft-Deutschland und Microsoft-UK. Auf der Microsoft-UK- Webseite findet man keine Informationen oder Meinungsäußerungen von Microsoft zu gebrauchter Software. Die Veröffentlichungen in UK legen sogar nahe, dass Microsoft-UK in die Entwicklung von Übertragungsmodellen für gebrauchte Volumenlizenzen in den ersten Jahren involviert war.
Die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung in UK und Deutschland ist geprägt durch die unterschiedliche Entwicklung der Märkte für gebrauchte Software.
Wurde in Deutschland in den ersten Jahren der Markt dominiert von bis heute strittigen Übertragungen von Volumenlizenzen auf Basis des Erschöpfungsgrundsatzes (Urhebergesetz), so wurde und wird in UK der Markt und die Berichterstattung dominiert von legalen und lizenzvertragskonformen Übertragungen von Microsoft-Volumenlizenzen.
In Deutschland sind inzwischen die legalen und lizenzvertragskonformen Übertragungen ebenfalls dominant. Die deutsche öffentliche Wahrnehmung ist aber immer noch geprägt von der Vergangenheit, nicht von der Gegenwart.
Gibt es in anderen Ländern Europas vergleichbare Situationen wie in Deutschland bzw. UK?
You can't comment on this post any more.

Moderators

Moderator details

About the group: Gebrauchte Software / Software aus zweiter Hand

  • Founded: 19/10/2010
  • Members: 42
  • Visibility: open
  • Posts: 14
  • Comments: 6