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Logistik & Mobilität

Die Gruppe "Logistik & Mobilität" vernetzt Branchenexperten virtuell & organisiert Fach-Veranstaltungen. Details www.logistik-mobilitaet.de

René Kiem In der Automobilindustrie wird es Zeit für mehr Qualität
Seit dem vergangenen Oktober ist der Qualitätsstandard in der Automobilindustrie auf ein neues Niveau gestiegen. Audits sind schon jetzt nur noch auf der Basis des neuen Standards möglich, alte Zertifikate verlieren ihre Gültigkeit im September des laufenden Jahres. Die Qualität tritt in der Branche also in ein neues Zeitalter ein. Wer da nicht mitgeht, hat den Anschluss schon jetzt verpasst. Die Chance der neuen Ära des Erfolgs heißt IATF 16949. Denn nur mit höchsten Qualitätsansprüchen kann man in dieser Branche heute noch erfolgreich sein.
Der frühe Vogel
Dass der frühe Vogel den Wurm fängt, ist eine ziemlich banale Weisheit, die aber nun mal nicht zu widerlegen ist. Dieses Sprichwort lässt sich auf so manchen Vorgang übertragen. Und auch im Qualitätsmanagement hat es seine Berechtigung. Denn immer, wenn es um eine notwendige Umstellung geht, die eine ganze Branche betrifft, sind die am besten vorbereiteten Unternehmen ganz vorne mit dabei. Mit anderen Worten: die frühen Vögel. Automobilhersteller und Zulieferer sind also gut beraten, sich frühzeitig mit der Umstellung zu beschäftigen und ausreichende Ressourcen dafür bereitzustellen. Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, ein entsprechendes Rezertifizierungsaudit durchführen zu lassen.
Die Ziele des Normwechsels
Was bringt der Normwechsel in Sachen Qualität den Unternehmen konkret? Oberstes Ziel ist eine generelle Optimierung der System- und Prozessqualität. Dieses Vorhaben soll in erster Linie durch das Vermeiden von Fehlern und Risiken im Produktionsprozess und der Lieferkette erreicht werden. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Risiken in Ihrer Produktion völlig ausschließen und es gäbe keine Fehler mehr. Eine bessere Erfolgsgarantie mit unerschöpflichen Einsparquellen ist wohl nicht denkbar. Warum also sollte man nicht genau dieses Ziel anstreben? Mit der IATF 16949 sollen Unternehmen diesem Ideal ein Stück näherkommen. Mit dem Ergebnis der höchstmöglich erreichbaren Kundenzufriedenheit. Dafür müssen Sie im Umstellungsjahr mit einer höheren Auditzeit für die Rezertifizierung rechnen. Eine lohnende Investition, die sich zeitnah durch höhere Qualitätsstandards bezahlt macht.
Was ändert sich?
Die internationale Norm für Qualitätsmanagement ISO 9001 hat im Laufe des letzten Jahres eine umfassende Revision erfahren. Daran soll nun auch die neue IATF 16949 angepasst werden. Oberste Priorität bei den Neuerungen hatte die Kundenzufriedenheit, welche im Qualitätsmanagement fortan stärker in den Fokus rücken soll. Um das Ziel einer höheren Kundenzufriedenheit erreichen zu können, müssen Unternehmen Fehler und Risiken effektiver, und vor allem früher identifizieren. Vorbeugende Maßnahmen sollen deshalb nach dem neuen Standard noch stärker als bisher üblich auf ihre Effizienz hin überprüft werden.
Sicherheitsrelevante Bereiche und Prozesse rücken noch akzentuierter ins Visier der Qualitätsmanager, genauso wie die Rückverfolgbarkeit von Produkten. Lieferanten sollen schließlich stärker in den gesamten Prozess eingebunden werden. Änderungen gibt es aber auch im organisatorischen Ablauf des Prüfverfahrens. So dürfen daran künftig keine internen Berater des Unternehmens mehr beteiligt sein, weder aktiv noch passiv. Die Anforderungen an die Prozessdokumentation sind höher geworden, so dass hier mit einem größeren Zeitaufwand zu rechnen ist. Die Umstellung ist also eine anspruchsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Sachkompetenz erfordert. Mit fachlicher Unterstützung von außen kein Problem.
Wer ist betroffen?
Der Normwechsel betrifft die gesamte Lieferkette der Automobilindustrie. Zertifiziert werden neben Automobilherstellern beispielsweise auch die Serien- und Ersatzteilproduktion gemäß automobilem Kundenauftrag oder wertschöpfende Prozesse in der automobilen Zulieferindustrie. Sämtliche Unternehmen, die momentan nach der IATF 16949:2009 zertifiziert sind, müssen bis zum 14.09.2018 auf den neuen Standard umstellen. Dabei können erweiterte Standorte aktuell wieder gemeinsam mit dem Produktionsstandort zertifiziert werden. Experten empfehlen, die Umstellung bis Mitte April über die Bühne zu bringen. Wer bisher noch keine Vorbereitungen getroffen hat, ist gut beraten, sich externe Unterstützung zu holen. Denn je früher der Vogel, desto sicherer ist ihm der Erfolg. Aufgrund der ablaufenden Timeline wird die Aufgabe der Normumstellung ohne Expertenrat allmählich zur zeitlichen Herausforderung. Mit einem erfahrenen Coach an der Seite nehmen Unternehmen diese Challenge früher oder später erfolgreich an. Aber lieber so früh wie möglich.
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Herzlichen Gruß
René Kiem
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Hilfestellung bei externen Audits von Ihren Kunden in Ihrem Hause
Mitarbeit bei der Einführung von Fertigungsinseln, Lean Management und anderen Restrukturierungsmaßnahmen unter QM-Gesichtspunkten
Durchführung von Schwachstellenanalysen unter QM-Gesichtspunkten
Einführung einer Qualitätsberichterstattung
Aufbau eines Systems zur Erfassung der qualitätsbezogenen Kosten
Prozeßfähigkeitsuntersuchungen, Q-Regelkartentechnik, Statistische Prozeßregelung (SPC)
Konzeptentwicklung Qualitätssicherung Beschaffung
Einführung eines Systems zur Lieferantenbewertung
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Qualitätsmanagement auf Zeit und Externes Qualitätsmanagement (Outsourcing)
Only visible to XING members Europaweite Logistik
Europa ist nicht nur als wichtiger Binnenmarkt ohne Zollgrenzen zusammengewachsen – die arbeitsteilige Wirtschaft hat längst auch Auswirkungen auf die internationale Logistik.
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Mit der Durchführung zahlreicher branchenübergreifender Projekte in West- und Osteuropa sowie Umsetzung bemerkenswerter operativer und monetärer Verbesserungen wächst unsere Expertise auf diesem Gebiet ständig.
Gern beantworten wir Ihre Fragen zu diesen Themen.
Only visible to XING members ++ Brancheninsights Logistik 2018 ++
Unsere Brancheninsights informieren über ein breites Spektrum verschiedener Wirtschaftszweige und sind eine wichtige Lektüre für jede leitende Führungskraft, um eine Unternehmenstransaktion durchzuführen. Sie bieten eine Analyse des Transaktionsmarktes, einschließlich der Entwicklung der Multiplikatoren, und wichtige Kennzahlen für die Unternehmensbewertung. Sie beurteilen ebenso die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage, die Trends und zeigen ausgewählte Transaktionen aus dem vergangenen Jahr.
Roland Strätling Optimierung Palettenmanagement
Sie fragen sich wie man Palettenverluste minimieren kann, oder den Palettentausch an der Rampe reibungsloser gestalten kann?
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Weitere Informationen finden Sie auf dem beigelegten Flyer, oder besuchen Sie uns auf http://www.palettensheriff.de.
Only visible to XING members Schifffahrts-Krise und kein Ende in Sicht
Die Schifffahrtskrise hält weiter an, und inzwischen sind auch Großreedereien betroffen. Nach der Insolvenz der südkoreanischen Reederei Hanjin im Herbst 2016 hat nun in diesem Jahr auch die Reederei Rickmers die Insolvenz angemeldet. Immer noch existiert ein nicht unerhebliches Überangebot an Schiffstonnage, was zur Folge hat, dass die Reedereien nicht in der Lage sind, Raten am Markt unterzubringen, wo eine Wirtschaftlichkeit gegeben wäre.
Immer mehr Carrier geraten in ungemütliches Fahrwasser. Diese ganze Entwicklung führt zu immer mehr Übernahmen in der Branche. So hat beispielsweise im März d.J. die Oetker-Gruppe die ebenfalls Verluste einfahrende Reederei Hamburg-Süd an den dänischen Carrier Maersk verkauft. Somit verfügt der Weltmarktführer Maersk aktuell über eine Ladekapazität von 2,5 Mio. Standardcontainern, was 17% Marktanteil entspricht.
Auf den Plätzen 2 + 3 folgen die Reedereien Mediterranean Shipping Company (MSC) mit 13% sowie das französische Unternehmen CMA CGM mit rund 8%.
Die weitere Konsolidierung am Markt nimmt ihren Lauf. Die Probleme der Carrier sind allerdings hausgemacht. Jeder befürchtet, ins Hintertreffen zu geraten. Obwohl man gleich zu Beginn der Krise in 2008 diverse Schiffe stillgelegt hat, fuhren die Reedereien jahrelang weiterhin Verluste ein. Die Reederei Maersk gab dann in 2011 den Startschuss für eine weitere Eskalationsstufe zur Steigerung des Verdrängungswettbewerbs im Seetransport. Trotz eines deutlichen Überangebotes an Tonnage orderte Maersk bei koreanischen und chinesischen Werften 20 sogenannte Mega-Liner. Diese „Riesenpötte“ mit 400 m Länge und 60 m Breite und Stellplätzen für 18.000 20‘ Container können mit deutlich weniger Treibstoff und Personal betrieben werden.
Andere Carrier zogen nach und haben ebenfalls diesen Schiffstyp in Fahrt gebracht, was den Druck auf die Fracht- und Charterraten nochmals deutlich erhöht hat.
Bis zum Jahr 2016 wurden immerhin 150 dieser Schiffe ausgeliefert und sind heute noch auf den Hauptrouten von Asien nach Europa und USA unterwegs. Viele Reeder mit deutlich kleineren Containerschiffen konnten diesem Verdrängungswettbewerb keine Paroli mehr bieten und mussten ihre Schiffe teilweise deutlich unter Marktwert verkaufen.
Dieser gnadenlose Verdrängungswettbewerb hat zwischenzeitlich dazu geführt, dass von 20 der weltgrößten Container-Reedereien 8 bereits vom Markt verschwunden sind. Kenner der Branche sind davon überzeugt, dass es in Zukunft nur noch 5 bis max. 7 global tätige Linien-Reedereien geben wird.
Die Carrier versuchen, durch Allianzen Synergien zu heben, zwischenzeitlich gibt es die folgenden Reederei-Zusammenschlüsse:
The Alliance
Hanjin, Hapag Lloyd, Keyline, Mitsui-Lines, Nippon Yusen und Yang Ming, UASC.
Ocean Alliance
CMA CGM, Cosco Container Lines, Evergreen, OOCL.
2M Bündnis
Maersk und MSC.
Auch in 2018 laufen zahlreiche neue Container-Schiffe mit Kapazitäten von mehr als 21.000 Stellplätzen für Standardcontainer vom Stapel, die das Überangebot noch deutlich verschärfen werden.
Ein Ende der Schifffahrts-Krise ist nicht in Sicht.
Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, lassen Sie uns in den Dialog treten.

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