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Robert Vizjak BIZ: Die mächtigste Bank der Welt kündigt den Crash an
Ist das der Grund für die jüngste Fed-Entscheidung? Das überschuldete Zinsenszinssystem lässt grüßen!
Robert Vizjak Mario Draghis riskantes Euro-Versprechen
EZB-Chef Draghi will den Fortbestand des Euros auch durch den unlimitierten Ankauf von Staatsanleihen sichern. Die Nebenwirkungen dieses Versprechens sind fatal – in vielerlei Hinsicht, wie Ökonom Polleit untersucht hat.
Mit besten Grüßen
Robert Vizjak
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Alles richtig. Aber zu kurz gegriffen aus meiner Sicht, weil wir davon ausgehen können, dass jene nicht weniger klug sind als wir.
Draghi sichert nicht die Zukunft des Euro, sondern die zukünftige Nachfrage für die Staatsschulden, die ehrlicherweise niemand mehr will und nur noch jene abnehmen, die dazu gezwungen sind. Schlechtes Geld für schlechte Schulden. Nur anders formuliert und glaubwürdig in einen Rettungsmantel gehegt. Aber ansonsten weder neu noch unkonventionell.
Andere Meinungen?
Robert Vizjak 2013 wird das Jahr der Duelle - Mario Draghi und Jens Weidmann
In den kommenden zwölf Monaten gehen viele Auseinandersetzungen in eine entscheidende Runde. Allen voran der Clinch zwischen Mario Draghi und Jens Weidmann.
Von Anja Ettel und Sebastian Jost
Im Streit um die richtige Strategie bei der Euro-Rettung ist der Bundesbank-Chef gegen den EZB-Präsidenten ins Hintertreffen geraten.
Am Anfang bemühte sich Mario Draghi noch, den Konflikt herunterzuspielen. Nein, versicherte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) mit frostigem Lächeln, "niemand ist isoliert im Rat der EZB. Insbesondere die Bundesbank nicht." Das war Anfang März. Kurz zuvor hatte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann in einem Brief an Draghi vor wachsenden Risiken der europäischen Geldpolitik gewarnt. Ausgerechnet dieser Tadel fand seinen Weg in die Öffentlichkeit. Ein Affront in der sonst so verschwiegenen Welt der Notenbanker. Dennoch wiegelte Draghi ab. Und er beteuerte, wie schon so oft seit seinem Amtsantritt: "Ich schätze die Kultur und die Tradition der Bundesbank wirklich."
Es ist ein Satz, der am Ende des Jahres 2012 wie blanker Hohn klingt. Denn die Geldpolitik der EZB hat sich dramatisch gewandelt. Und damit auch das Verhältnis der beiden wohl wichtigsten Notenbanker des Kontinents. Anfang des Jahres war die EZB noch Euro-Retterin wider Willen, die einsprang, wenn es nicht mehr anders ging. Zwölf Monate später ist sie die zentrale Schaltstelle zur Sicherung des Euro geworden, die demnächst auch noch die Banken überwachen soll. Von ihrem Kerngeschäft, der Geldpolitik, hat sich die EZB immer mehr entfernt. Je mehr sie das tat, desto offener wurde der Konflikt zwischen Mario Draghi und Jens Weidmann ausgetragen. Ein Duell mit einem klaren Sieger: Weidmann ist heute zweifellos isoliert. Und Draghi mächtiger als irgendein europäischer Zentralbanker vor ihm. Doch das letzte Wort in der Dauerfehde ist noch nicht gesprochen. Mit der geplanten Bankenaufsicht steht das nächste Konfliktfeld längst fest. Und auch diesmal wird Weidmann wohl die undankbare Rolle des ewigen Neinsagers einnehmen – zum Verdruss des umtriebigen EZB-Präsidenten.
Schon seinen Amtsantritt im November 2011 startete Draghi mit einem Paukenschlag. Damals war der EZB-Rat hoffnungslos zerstritten in der Frage, ob er weiteren Staatsanleihenkäufe zustimmen und sich damit dem Verdacht der Staatsfinanzierung aussetzen sollte. Draghi beendete die verfahrene Debatte kurzerhand, indem er ein neues Instrument ins Spiel brachte: billige Kredite für die klammen Banken mit der nie da gewesenen Laufzeit von drei Jahren. Insgesamt eine Milliarde Euro gab die EZB auf diesem Wege aus und beruhigte damit die nervösen Finanzmärkte. Und weil Bankenfinanzierung anders als Staatsfinanzierung zum normalen Geschäft einer Notenbank gehört, stimmten alle Ratsmitglieder zu, auch Weidmann.
Doch im Februar folgte der erste Querschuss. Die EZB-Kredite an die Banken seien zu schlecht besichert, warnte der Bundesbankpräsident in seinem Brief. Dadurch wachse das Risiko in den Notenbankbilanzen. Doch an einem offenen Konflikt war auch der Deutsche damals nicht interessiert. Dass der Brief öffentlich wurde, habe weder in Draghis noch in seinem Interesse gelegen, sagte Weidmann der "Welt am Sonntag". Der anschließende Burgfrieden hielt bis zum 26. Juli. An diesem Tag sollte Draghi eine Rede vor Investoren in London halten. Ein Routinetermin, eigentlich. Stattdessen wurde es eine der vermutlich wichtigsten Reden in der gesamten Amtszeit des obersten Euro-Hüters. Spanien und Italien standen damals an den Finanzmärkten unter Druck, es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis ihnen die Luft ausgehen würde. Da formulierte Draghi die beiden entscheidenden Sätze, die er sich angeblich handschriftlich auf sein Redemanuskript notiert hatte: "Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, das wird ausreichen."
Für die Investoren war sofort klar, was das hieß: Draghi hatte soeben neue Anleihenkäufe durch die EZB in Aussicht gestellt. Es war ein Zeichen, das den Lauf der Eurokrise dramatisch verändern sollte. Während die Märkte jubelten, zeigte sich Jens Weidmann geschockt. Der Vorstoß war mit dem EZB-Rat nicht abgesprochen. Nur einen Tag später schoss die Bundesbank zurück: Sie bekräftigte öffentlich, dass sie Staatsanleihenkäufe, die Draghi noch gar nicht ausdrücklich angekündigt hatte, für "problematisch" halte. Die Retourkutsche ließ nicht lange auf sich warten. Der EZB-Rat gab Draghi Rückendeckung, ein Anleiheprogramm vorzubereiten, das unter bestimmten Bedingungen sogar unlimitiert erfolgen soll. Nur einer habe dagegen gestimmt, sagte Draghi anschließend. Jedem war klar, dass damit nur Weidmann gemeint sein konnte. Es war ein klarer Bruch mit der EZB-Tradition, alle Beratungen vertraulich zu behandeln. Aus dem verdeckten Konflikt war spätestens jetzt ein offener Streit geworden.
Allerdings stand der Bundesbanker dabei schnell auf verlorenem Posten. Draghi erkannte durchaus, dass er die Hoheit über die öffentliche Meinung in Deutschland nicht seinem einzigen Widersacher im Rat überlassen durfte. Der Italiener wusste dabei einen mächtigen Verbündeten an seiner Seite: die Bundesregierung. So kam es, dass die Bundesbank die Beschlüsse der EZB scharf kritisierte – und diese wenig später ausgerechnet vom deutschen Bundesfinanzminister in Schutz genommen wurde. In den Anfangsjahren der EZB wäre eine solche Konstellation undenkbar gewesen. Kurz danach machten Gerüchte die Runde, wonach Weidmann über seinen Rücktritt nachdenke. Dieser dementierte umgehend. Doch der Verdacht, die Bundesbank selbst könnte das Gerücht lanciert haben, um Druck auszuüben, hielt sich danach hartnäckig.
Wie geschickt es auf der anderen Seite dem einstigen Goldman-Sachs-Banker Draghi gelingt, das Publikum für sich einzunehmen, wurde einen Monat später bei einem Auftritt vor dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) deutlich. "Sie sind hier in einer Umgebung, die mit der Bundesbank aufgewachsen ist", begrüßte ihn BDI-Präsident Hans-Peter Keitel, und es klang beinahe drohend. Doch Draghi brillierte als Redner – und machte sich über seinen Widersacher Weidmann lustig: Nein zu allem zu sagen, das funktioniere nicht, dozierte der Italiener auf deutsch. Und erntete dafür Lacher und Beifall.
Weidmann hingegen musste sich zuletzt immer häufiger vorwerfen lassen, keine Allianzen geschmiedet zu haben. Selbst jene Notenbanker, die man ihrer Tradition gemäß eher an der Seite der Bundesbank vermutet hätte, stellten sich hinter das neue Anleihenprogramm und gegen Weidmann. "Wenn ich Mitglied eines Gremiums bin, dann muss ich mich den Regeln dieses Gremiums beugen", sagte etwa Finnlands Notenbankchef Erkki Liikanen unlängst im "Welt am Sonntag"-Interview.
Doch der nächste Streit ist längst entbrannt, diesmal geht es um die europäische Bankenaufsicht, die bei der EZB angesiedelt werden soll. Draghi ist für das Projekt, das der EZB noch mehr Einfluss sichert, Weidmann mit Blick auf das bereits überstrapazierte Mandat der Notenbank dagegen. Den Bundesbanker treibt die Sorge um, dass Geldpolitik und Bankenaufsicht nicht deutlich genug voneinander abgegrenzt werden. Hingegen ließ Draghi wissen, er habe "keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Aufsicht". Wieder ein Politikfeld also, auf dem sich die beiden Euro-Hüter unversöhnlich gegenüberstehen.
Robert Vizjak Crash-Gefahr: Zentralbanken fluten Märkte weltweit mit Geld
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Die nationalen Zentralbanken wollen ihre Swap-Vereinbarungen verlängern. Dadurch können Länder ein weiteres Jahr lang Währungen in beliebiger Höhe ausgetauscht werden. Offenbar rechnen die Zentralbanken damit, dass sich die Banken schon bald wieder wegen neuer Liquiditäts-Engpässe melden werden.
Die Frist für bilaterale Swap-Vereinbarungen wurde von der Bank of Canada, der Bank of England, der Europäischen Zentralbank, der Fed und der Schweizerischen Nationalbank um ein Jahr verlängert.
Die Notenbanken teilten mit, dass die ursprünglich bis zum 1. Februar 2013 befristeten Swaps nun bis zum 1. Februar 2014 verlängert wurden. Die Liquidität der Banken soll somit weiterhin sichergestellt werden. Dies ist insofern bemerkenswert, als die EZB in diesem Jahr mit den LTROs die Banken ohnehin mit Liquidität im Übermaß versorgt hatte. Die Briten haben parallel zu der neuen Geldschwemme bekanntgegeben, dass sie das bisherige Inflationsziel von 2 Prozent aufgeben werden (mehr hier).
Währungs-Swaps sind Bankgeschäfte, in denen Kreditinstitute Landeswährungen zum jeweiligen Wechselkurs untereinander austauschen können.
Die Swap-Vereinbarungen wurden 2011 von den Zentralbanken infolge der Liquiditätsengpässe durch die Finanz- und Schuldenkrise geschlossen. Dabei wurden Dollarbestände in den Euroraum gepumpt, um den Interbankensektor zu stützen und einen Crash zu vermeiden (hier). Die Fristverlängerung für diese Maßnahme deutet daraufhin, dass sich die Zentralbanken auch im Jahr 2013 einen Crash für jederzeit möglich halten.
Robert Vizjak EZB akzeptiert Griechenland-Bonds wieder als Sicherheiten
Die EZB teilte am Mittwoch in Frankfurt mit, dass sie ab dem 21. Dezember wieder griechische Staatsanleihen als Sicherheiten bei geldpolitischen Operationen mit Geschäftsbanken akzeptieren will.
Grund sei die positive Bewertung der Reformen in Griechenland durch die Troika von EZB, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF). Die Regeländerung gelte für alle schon ausgegebene und künftige Anleihen des griechischen Staates.
Wie alle Sicherheiten, die die EZB von den Banken annimmt, werden auch die Griechenland-Bonds nur mit Abschlägen akzeptiert. Die Details dieser sogenannten Haircuts sollen am Freitag bekanntgegeben werden. Die EZB hatte seit Juli keine griechischen Bonds mehr als Sicherheiten angenommen. Die Banken des Landes hatten sich seitdem nur noch über eine Sonderkreditlinie ihrer nationale Notenbank refinanzieren können.
Am Dienstagabend hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ihre Bewertung Griechenlands um sechs Stufen auf "B-minus" angehoben und mit einem stabilen Ausblick versehen.

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