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Robert Vizjak Riskante Wetten mit Derivaten "Wie vor der Finanzkrise"
Von Alexander Demling
Die Massenvernichtungswaffen der Finanzindustrie werden wieder scharf gestellt. Mehrere große Banken planen Geschäfte, mit denen die neuen europäischen Regeln für Derivate umgangen werden können. Experten sehen die nächste Krise heraufziehen.
Hamburg - Ab 2013 will die EU die Banken abrüsten. Die EU-Richtlinie "Emir" soll den Handel mit Derivaten wie zum Beispiel Kreditausfallversicherungen (CDS) sicherer machen. Also jenen Finanzprodukten, die der legendäre Investor Warren Buffett einst als "Massenvernichtungswaffen" bezeichnete. 2008 rissen schlecht abgesicherte CDS-Geschäfte den amerikanischen Versicherungsriesen AIG - und die gesamte Weltwirtschaft - fast in den Abgrund. Das soll nicht noch einmal passieren: Deshalb sollen Derivatehändler in der EU ihre Deals künftig stärker mit Sicherheiten unterlegen. Auch die USA führen ab 2013 ähnliche Regeln ein.
Doch mehrere Großbanken wollen nun Geschäfte anbieten, mit denen die Regulierung effektiv ausgehebelt wird: Händlern, die sich den Derivatehandel wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen nicht mehr leisten können, wollen die Banken eigene Sicherheiten zum Tausch anbieten. "Collateral Transformation" heißt diese Umgehung der höher gelegten Hürden im Bankensprech.
Verhängnisvolle Versicherungen
Dabei sind CDS und andere Finanzderivate im Grunde genommen eine gute Sache. Sie funktionieren meist ähnlich wie Versicherungen: Deutsche Exporteure können sich mit ihnen gegen Wertschwankungen des Dollars absichern. Besitzer spanischer Staatsanleihen schlafen ruhiger, wenn sie gleichzeitig Ausfallversicherungen auf Schuldscheine dieses Landes halten.
Das Problem ist nur: Wenn die Finanzpolicen fällig werden, können die Versicherer womöglich nicht mehr zahlen. So war es in der Finanzkrise 2008. Damals wurde vielen Unternehmen ihr Engagement im Derivatemarkt zum Verhängnis. AIG zum Beispiel hatte für ein Kreditvolumen von 440 Milliarden Dollar Ausfallversicherungen verkauft. Als die Investmentbank Lehman Brothers Pleite ging, wurden viele der Versicherungen fällig. Doch AIG konnte die geforderten Summen nicht ohne weiteres auszahlen, weil sich die von dem Konzern bereit gehaltenen Sicherheiten nicht ausreichend schnell zu Geld machen ließen. An den Finanzmärkten brach Chaos aus, weil sich viele Banken auf die Zusagen von AIG verlassen hatten. Am Ende mussten die US-Zentralbank und der Staat den Versicherungsriesen mit mehr als 180 Milliarden Dollar in Kapital und Garantien retten.
Um einen zweiten Fall AIG zu verhindern, vereinbarten die Regierungschefs der G-20-Staaten 2009, den Derivatehandel sicherer zu machen. Ab 2013 gelten in der EU und den USA neue Regeln: Die meisten Derivategeschäfte sollen dann über zentrale Marktplätze, so genannte Clearinghäuser, abgewickelt werden. Clearinghäuser garantieren, dass alle Zahlungen geleistet werden. Eine Art PayPal für den Finanzmarkt.
Als Sicherheiten akzeptieren die Mittelsmänner nur Geld oder Anleihen mit sehr guten Ratings. Das Problem: Viele Derivatehändler besitzen von beidem nur sehr wenig. Überhaupt würden die weltweit vorhandenen Anleihen längst nicht ausreichen, um den Ende 2011 nominell rund 500 Billionen Euro schweren Derivatemarkt abzusichern. Von den Regulierern ist das durchaus gewollt: Reine Zockergeschäfte, die wenig Nutzen und viel Risiko bringen, sollen sich nicht mehr lohnen.
Mindestens sieben internationale Großbanken, laut "Bloomberg Businessweek" auch die Deutsche Bank, wollen nun Abhilfe schaffen - und kräftig daran verdienen: Gegen Gebühren leihen sie Derivatehändlern ihre hochliquiden Sicherheiten. Dafür erhalten sie lange laufende, schwer verkäufliche Kredite wie zum Beispiel strukturierte Wertpapiere oder Schiffsfinanzierungen. Die Deutsche Bank wollte ihr Engagement auf Nachfrage nicht kommentieren. Ein Derivateexperte einer großen amerikanischen Bank nennt diese "Collateral Transformation", also den Tausch von Sicherheiten, ein "Standardinstrument".
"Das Geschäft ist zu risikolos geworden"
Für die eigene Bank sieht der Derivateexperte keine Gefahr, schließlich nehme man die schlechteren Sicherheiten nur mit einem Abschlag in die eigenen Bücher. Selbst für einen extremen Krisenfall sei dieser Puffer groß genug. "Ich fürchte eher, dass das Geschäft zu risikolos und damit unprofitabel geworden ist", sagt er.
Das muss nicht so bleiben: Denn wie groß der Abschlag ist, den die Bank bei dem Sicherheitentausch verlangt, entscheidet sich laut dem Derivateexperten in einem "konkurrierenden Bieterverfahren". Sprich: Wer das größte Risiko mit dem geringsten Abschlag in seine Bücher nimmt, macht das Geschäft.
Viele Experten sehen das kritisch. Die Rating-Agentur Fitch äußert in einer Expertise die Befürchtung, dass das Geschäft "die Systemrelevanz großer Banken im Derivatehandel weiter vergrößern" und "die Transparenz der Geschäfte verwischen könnte". Manmohan Singh, leitender Ökonom beim IWF, wird noch deutlicher: "Wenn in der Krise Sicherheiten knapp werden und die Banken ihre erstklassigen Sicherheiten gegen BBB-geratete Kredite getauscht haben, stehen die Banken plötzlich voll im Risiko. Dann bekommen wir eine Situation ähnlich wie vor der Finanzkrise."
In normalen Zeiten ist der Sicherheitentausch ein unproblematisches Geschäft, in der Krise aber höchst riskant: Geht ein Derivatehändler pleite, behält das Clearinghaus die geliehene Sicherheit. Die Großbanken bleiben auf den illiquiden Krediten sitzen, die sie in einer Krise weder verkaufen noch bei der Zentralbank hinterlegen können, um frisches Geld zu erhalten. Im schlimmsten Fall droht die Zahlungsunfähigkeit der Bank.
Als letzte Rettung bliebe nur noch die Zentralbank, die bei den üblichen Leihgeschäften mit Geschäftsbanken ihre Anforderungen an Sicherheiten herunterschrauben und unter Zeitdruck womöglich zweifelhafte Kredite in ihre Bücher nehmen müsste. Oder der Staat: Wieder müssten die systemrelevanten Großbanken mit Steuergeld gerettet werden.
Robert Vizjak Deutsche Bank hat aus der Krise nichts gelernt
Die Deutsche Bank plant, mit Gewerbe-Hypotheken besicherte und vergleichsweise niedrig bewertete Anleihen in Papiere mit einer besseren Bewertung neu zu verpacken.
Dabei nutzt die Deutsche Bank ein Verfahren, das jenen ähnelt, welche die Verkäufe risikoreicherer Anlagen antrieben, bevor der Hypotheken-Markt vor fünf Jahren kollabierte und eine Finanzkrise einsetzte.
Die Bank könnte Investoren Renditen von rund vier Prozent bei Anleihen im Volumen von bis zu 300 Mill. Dollar bieten, die auf Papieren basieren, die innerhalb der vergangenen 12 Monate aus Hypothekenkrediten geschaffen wurden. Das sagten drei Personen, die Kenntnis von dem Angebot haben. Sie baten darum, nicht beim Namen genannt zu werden, weil die Gespräche noch in einem frühen Stadium seien.
Amanda Williams, eine Sprecherin der Deutschen Bank, wollte auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar zu den Angaben aus den informierten Kreisen abgeben.
Der angedachte Deal würde Gewerbe-Hypotheken-Bonds mit einer Note von derzeit “BBB-” - also dem niedrigsten Rating innerhalb der Qualitätsstufe “Investment-Grade” - in neue Papiere wandeln, die mit “A” und damit vier Stufen besser bewertet wären. Ganz ähnlich verfuhren Marktteilnehmer bei einigen Collateralized-Debt-Obligations (CDOs), die während der Boom-Phase geschaffen wurden.
Bei CDOs werden Anleihen oder Kredite in neue Wertpapiere mit unterschiedlichen Risiken und Renditen verpackt. Diese strukturierten Wertpapiere trugen dazu bei, die Kreditvergabe an Kunden mit geringer Bonität anzutreiben - bis die Immobilienpreise ab 2006 kollabierten. Dieses Fazit zog ein Ausschuss des US-Senats in einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Untersuchung.
Steigendes Anleger-Interesse
Das Interesse von Investoren an Verbindlichkeiten aus dem Gewerbeimmobilienmarkt nimmt derzeit erneut stark zu. Die jüngsten Maßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve zur Stärkung der US-Konjunktur ermutigen viele Marktteilnehmer, wieder in etwas risikoreicheren Bereichen zu investieren. Auf diese Weise wollen sie sich höhere Renditen sichern.
Die Platzierungen entsprechender Papiere waren zuletzt auf das höchste Niveau in nahezu fünf Jahren nach oben geschnellt. Im September kamen Anleihen im Volumen von 7,9 Mrd. Dollar auf den Markt, die beispielsweise an Einkaufszentren, Hochhäuser oder auch Hotels gekoppelt sind. Das zeigen Daten, die von Bloomberg News zusammengetragen wurden.
“Die Möglichkeit, erst vor kurzem mit “BBB-” bewertete Bonds in “A“-Bonds zu verwandeln, legt letztlich den Schluss nahe, dass die Ratingagenturen weiterhin signifikanten Wert in der Vielfältigkeit sehen, welche durch die Bündelung mehrerer Bonds geschaffen wird”, sagte Richard Hill, Anleihen-Stratege bei Royal Bank of Scotland Group Plc. “Die Methode war nicht besonders erfolgreich bei älteren CDOs.”
Die US-Notenbank hatte Mitte September - wie zuvor erwartet - angekündigt, Hypotheken-Anleihen am Markt erwerben zu wollen. Monatlich will die Fed 40 Mrd. Dollar in solche Käufe stecken, wie aus einer Stellungnahme des Offenmarktausschusses hervorging. Zudem sicherte die Fed zu, dass die gegenwärtigen Leitzinsen in der Nähe der Null-Marke bis mindestens Mitte 2015 beibehalten werden sollen.
“Sollte sich der Ausblick für den Arbeitsmarkt nicht substanziell verbessern, wird der Ausschuss weiterhin Zukäufe von mit Hypotheken besicherten Wertpapieren tätigen”, die von den staatlichen Hypothekeninstituten garantiert würden, heißt es damals in der Stellungnahme der Fed. Zudem sollen “weitere Käufe von Vermögenswerten getätigt und - soweit angemessen - andere Mittel eingesetzt werden”.
Robert Vizjak Angst vor Mega-Crash: Mysteriöse Vorgänge bei Morgan Stanley
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Wird Morgan Stanley das nächste Lehman? 40 Top-Manager wollen die Bank verlassen, offiziell wegen Problemen mit der „Technik“. Spekulationen verweisen dagegen auf eine möglicherweise fatale falsche Wette, die die Bank zu Fall bringen könnte.
Die US-Investment Bank Morgan Stanley gibt Beobachtern Rätsel auf. Einem Reuters-Bericht zufolge wollen mindestens 40 Top-Banker (“advisers”) die Bank verlassen. Allein vier von ihnen verwalten Assets im Wert von 47 Milliarden Dollar. Die Banker haben einen Brief an CEO James Gorman entworfen, in dem sie scharfe Kritik an den Zuständen bei der Bank äußern. Die neue Technologie mache das Arbeiten unmöglich, auch von Buchhaltungs-Tricks soll in dem Brief die Rede sein. Reuters hat den Brief nicht im Original gesehen, beruft sich jedoch auf Quellen, die den Brief gelesen haben.
Die Begründung, dass die „Technik“ der Auslöser für solch einen gravierenden Schritt sein soll, mutet seltsam an. In diesem Zusammenhang sind Informationen von Interesse, die von einigen unabhängigen, auf Edelmetalle spezialisierten Analysten lanciert wurden. So soll es nach Informationen von Jim Willie und Rick Wiles ein viel ernsteres Problem bei Morgan Stanley geben. Angeblich, so schreiben die Analysten in ihren Newslettern, habe Morgan Stanley ein gefährliches Zins Swap Geschäft laufen – welches die Bank in Existenzgefahr bringen könnte. Morgan Stanley soll im Frühjahr 2011 auf sinkende Zinssätze für US-Treasuries gewettet haben. Die Summe könnte sich auf etwa 7 Billionen US-Dollar belaufen. Dank dieser Derivate sei der im Januar 2011 ansteigende Zinssatz für US-Staatsanleihen innerhalb weniger Monate gedrückt worden, allerdings ohne, dass es tatsächlich reale Kapitalzuflüsse gegeben habe. Nun, da die US vor der Refinanzierung von Billionen an Schulden stehen, könnte die Blase platzen und Morgan Stanley in den Abgrund reißen. Betroffen wären etwa 300.000 private Depots.
Die Analysten glauben, dass eine Implosion von Morgan Stanley auch die Deutsche Bank und die französische Credit Agricole gefährden könnte, weil diese drei Banken besonders vernetzt sind (mehr zu der gefährlichen Vernetzung der Banken – hier).
Den Berichten zufolge hätten zahlreiche altgediente Morgan Stanley Mitarbeiter ihre Aktien an der Bank verkauft und bereiten sich auf ein Leben nach MS vor.
Vor diesem Hintergrund erhält der geplante Abgang der Top-Manager eine besondere Brisanz. Sprecher von Morgan Stanley äußerten sich zum möglichen Exodus hinhaltend: Man arbeite stets an der Verbesserung der Technik, viele Manager kämen mit den neuen elektronischen Systemen gut zurecht. Zu den Swaps liegen keine Stellungnahmen der Bank vor. Diese Derivate sind nicht reguliert. Außer beim Office of the Comptroller werden sie nirgends registriert, eine genaue Aufstellung oder gar Risiko-Bewertung existieren nicht. Zuletzt hatte der „Wal von London“ mit riskanten Derivaten-Geschäften der Investment Bank JP Morgan Verluste in Milliardenhöhe beschert (mehr dazu – hier).
Ungeachtet der offenbar kritischen Lage schmückt sich Morgan Stanley immer noch gerne mit großen Namen: Die Bank war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil sie dem ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine Gage von 250.000 Euro für einen Vortrag und ein Fotoshooting bezahlt.
Robert Vizjak US-Banken halten Finanz-Derivate im Wert von 231 Billionen Dollar
US-Banken halten Finanz-Derivate im Wert von 231 Billionen Dollar
Der Nominalwert aller von US-Geschäftsbanken am Ende 2010 gehaltenen Derivate betrug 231 Billionen US-Dollar. Die Zahl liegt damit nur leicht hinter dem Rekordhoch vom 3. Quartal 2010 zurück.
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Mit besten Grüßen
Robert Vizjak
Robert Vizjak Nach Griechenland kommt Portugal - Hedgefonds wetten auf Schulden
Nach Griechenland kommt Portugal
Hedgefonds wetten auf Schulden
Noch ist der Schuldenschnitt Griechenlands nicht da. Aber Hedgefonds rüsten sich bereits für den Fall der Fälle, denn nach Griechenland wartet Portugal bereits als "zweitschwächstes Glied" der Eurozonen-Schuldenkette. Profite winken - so oder so.
Während alle Welt nach Griechenland schaut, haben einige hochspekulative Hedgefonds mit Portugal bereits das nächste Euro-Land im Visier. Ihr Ziel ist es, Staatsanleihen aus Lissabon zum Tiefstpreis zu kaufen. Das Kalkül: Selbst wenn es auch in Portugal zu einem Schuldenschnitt kommt, könnten sie profitieren.
Noch ist es aus Sicht der Hedgefonds zu früh, um loszuschlagen. Sie wollen warten, bis ein griechischer Schuldenschnitt in trockenen Tüchern ist. "Wenn der griechische Deal vorankommt, werden sich Investoren sicherlich auf einige andere Länder fokussieren, und Portugal gilt schon lange als nächster Kandidat", sagt Chefvolkswirt Stuart Culverhouse von Exotix, eine Investmentbank mit Fokus auf illiquide und notleidende Anlagen.
Solange Griechenland verhandle, rückten die Schuldenprobleme Portugals in den Hintergrund. Entsprechend gebe es noch keinen allzu großen Verkaufsdruck für Besitzer portugiesischer Anleihen. Sei der griechische Schuldenschnitt aber erst einmal durch, dann dürften sich Investoren auf Portugal als zweitschwächstes Glied der Kette stürzen, so die Rechnung der Hedgefonds. Sie gehen davon aus, dass viele Anleger dann aus portugiesischen Anleihen aussteigen und die Kurse in Folge massiv sinken. Für die Fonds wäre das der perfekte Zeitpunkt zum Einstieg.
Spekulieren auf eine Umschuldung
Selbst wenn es Griechenland nicht gelingen sollte, sich rechtzeitig mit seinen Gläubigern zu einigen, sehen die Hedgefonds ihre Chancen. Denn dann werde auch ein Zusammenbruch der Eurozone wahrscheinlicher, was wiederum portugiesische Anleihen auf neue Tiefs drücken könnte. "Wenn Griechenland keine vernünftige Einigung erreicht, dann sieht es schlecht aus für Portugal", sagt ein Hedgefonds-Manager.
Schon jetzt werden zehnjährige portugiesische Anleihen zu weniger als der Hälfte ihres Nennwerts gehandelt. Bei den griechischen Pendants sieht es noch schlimmer aus, sie notieren gerade noch zu einem Fünftel des Nennwerts.
Serge Umanski, Mitbegründer des Dach-Hedgefonds Signet, geht davon aus, dass Portugal im Spätsommer seine Schulden neu strukturiert. Er schätzt, dass Investoren nur 50 bis 60 Prozent des Nennwertes zurückbekommen werden. Ein gutes Geschäft für Hedgefonds, die zu deutlich niedrigeren Kursen eingestiegen sind. Sollte Portugal sein Schuldenproblem sogar aus eigener Kraft in den Griff bekommen, würden die Hedgefonds noch größere Gewinne einfahren.
Wer zu spät kommt ...
Die Strategie des Abwartens hat natürlich auch ihre Risiken. So könnte sich die Europäische Zentralbank an Hilfen für Griechenland beteiligen. Solch ein Schritt dürfte von Investoren mit großer Erleichterung aufgenommen werden und könnte nach Einschätzung von Experten eine Rally am Anleihemarkt auslösen. Die auf niedrigere Kurse wartenden Hedgefonds hätten dann das Nachsehen.
Etliche Experten bezweifeln, dass sich die EZB zu Hilfen durchringt, ganz unrealistisch ist das Szenario aber nicht. Immerhin hat sie für ihre Hellas-Anleihen mit einem Nennwert von etwa 50 Mrd. Euro dem Vernehmen nach nur 38 Mrd. Euro bezahlt. Sie könnte also Athen 12 Mrd. Euro überweisen - ohne eigene Verluste.
Kirsti Knolle, rts

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