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Only visible to XING members Was Sie jetzt (wie jedes Jahr) als Einnahmenüberschussrechner wieder beachten müssen!
Es ist wieder mal so weit ...
Alle Jahre wieder: Ende August laufen die inoffiziellen Duldungsfristen der Finanzämter für Ihre Einkommensteuererklärung 2010 ab! Im August und
September versenden die Finanzämter dann die Erinnerungen an die Abgabe der Steuererklärung. Daher die Steuererklärung jetzt vorbereiten und absenden – oder Fristverlängerung beantragen!
Und wozu überhaupt die „Anlage EÜR 2010“?
Nach § 60 Abs. 4 EStDV müssen Sie Ihrer Steuererklärung eine Gewinnermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beifügen, wenn Sie Ihren Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 EStG durch Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermitteln.
Wichtiger Hinweis
Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen, ist die Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln (Änderungen durch das Steuerbürokratieabbaugesetz, § 84 Abs. 3d EStDV) – grob gesprochen gilt dies also erstmals für die EÜR 2011! Die Finanzverwaltung hat zugesagt, dafür alle kostenlosen Programmteile im Rahmen von ELSTER rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
Aufbau der „Anlage EÜR 2010“
Die Anlage EÜR gliedert sich in „1. Gewinnermittlung“ und „2. Ergänzende Angaben“. Im Abschnitt zur Gewinnermittlung bestimmen Sie zunächst die Summe der Betriebseinnahmen und die Summe der Betriebsausgaben. In früheren „SteuerSPARbriefen“ hatten wir das Ausfüllen der Umsatzsteuerfelder erklärt.
In einem weiteren Schritt ermitteln Sie den Gewinn als Differenz der beiden Summenbeträge. Dieser Gewinn erhöht sich ggf. um Investitionsabzugsbeträge (§ 7g Abs. 2 EStG), einen Gewinnzuschlag nach § 6b Abs. 7, 10 EStG sowie nicht abziehbare Schuldzinsen (§ 4 Abs. 4a EStG) und vermindert sich um Investitionsabzugsbeträge (§ 7g Abs. 1 EStG) sowie ggf. erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten (§ 9c EStG).
Dieser SteuerSPARtipp ist ein Auszug aus einem Artikel des SteuerSPARbriefs (http://www.steuersparbrief.com/)
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Only visible to XING members Mit Leasing-Gestaltungen beim Dienstwagen gezielt Steuern SPARen
Der Dienstwagen ist nach wie vor eine der besten SteuerSPAR-Stellschrauben. Oft empfiehlt es sich, ihn gar nicht zu kaufen, sondern nur zu leasen. Und wie Sie dann richtig clever vorgehen, verraten wir Ihnen heute.
Leasing wird Ihnen heute leicht gemacht und ans Herz gelegt
Das Dienstwagen-Leasing ist heutzutage vollständig standardisiert. Da es den Automobilherstellern darum geht,
möglichst viele Neuzulassungen nachzuweisen, wird das Leasing dort – oft von eigenen Finanzdienstleistern,
sprich: Leasinggesellschaften – stark gefördert. Großformatige Anzeigen in den Tageszeitungen mit besonders
günstigen Leasing-Konditionen sind an der Tagesordnung.
Beim Leasing zahlen Sie im Wesentlichen (neben den Gewinnanteilen für die Autobranche) den Wertverzehr des
für Sie persönlich hergestellten Neuwagens. Freilich ist dieser Wertverzehr in den ersten Jahren eines Kraftwagens sehr hoch. Und wie dieser Wertverzehr berechnet wird, darüber haben Fachleute natürlich die verschiedensten Ansichten. Für Sie jedoch gilt: Sie fahren stets einen Neuwagen, den Sie nach drei oder vier Jahren zurückgeben können. Ärger mit Verschleißteilen oder Ähnlichem geht Sie meist nichts an!
Diese Begrifflichkeiten sind für Sie wichtig
Um den Wertverzehr zu bezahlen, gibt es verschiedene planerische Möglichkeiten. Wir erklären Ihnen zunächst
die wichtigen Begrifflichkeiten.
Mietsonderzahlung oder Leasingsonderzahlung:
Gleich zu Beginn der Leasing-Laufzeit zahlen Sie einen vereinbarten Betrag auf den Wertverzehr. Dieser Betrag stellt eine einmalig zu stemmende Belastung dar, freilich sinken dann die monatlichen Leasingraten
entsprechend.
Sog. „Null-Leasing“:
Bei dieser Form des Leasings entfällt die anfängliche Mietsonderzahlung. Logischerweise ergeben sich dadurch aber höhere monatliche Raten auf die Laufzeit.
Leasingschlusszahlung: Heute immer weniger gebräuchlich ist die Leasingschlusszahlung. Dabei wird am Ende des Leasingvertrages noch einmal ein vorher festgelegter Betrag fällig.
Leasingschadenszahlung 1: Hierbei wird zum einen ein vorher festgelegter Betrag für die mehr als vereinbart
gefahrenen Kilometer fällig.
Ein Rechenbeispiel:
Sie haben einen Leasingvertrag über drei Jahre geschlossen und eine Kilometerleistung von 10.000 km pro Jahr
vereinbart. Mehrkilometer werden wie folgt berechnet:
30.000 bis 37.501 km mit 7,59 Cent
ab 37.501 km mit 10,63 Cent
Angenommen, Sie sind in den drei Jahren 40.000 km gefahren. Ihre Leasingschadenszahlung beträgt dann:
7.501 km X 0,0759 € = 569, 33 €
plus
2.499 km X 0,1063 € = 265, 64 €
insgesamt: 834, 97 €
Wichtiger Hinweis
Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Sind Sie weniger Kilometer gefahren als vereinbart, erhalten Sie
eine Erstattung. Zum Anderen wird bei der Leasingschadenszahlung (2) berücksichtigt, ob sich das Fahrzeug stärker als gewöhnlich abgenutzt hat. Auch Beulen, Kratzer und andere Schäden spielen hierbei natürlich eine Rolle. Für gewöhnlich bemisst ein Gutachter diese Schadenssumme, die sodann bei Abgabe des Fahrzeugs fällig wird.
Dieser SteuerSPARtipp ist ein Auszug aus einem Artikel des SteuerSPARbriefs (http://www.steuersparbrief.com)
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Mathias Frenzel Ihre Betriebsräume vom Ehegatten anmieten - so sichern Sie sich die steuerliche Anerkennung
Ihre Betriebsräume vom Ehegatten anmieten - so sichern Sie sich die steuerliche Anerkennung
Den meisten von uns spukt die „56%-Regel“ im Kopf herum, wenn wir an einen Immobilien-Mietvertrag zwischen Ehegatten (oder anderen Angehörigen) denken. Doch Vorsicht: das gilt nicht für die Betriebsräume eines Selbständigen
Grundsätzlich: Ehegatten - Gestaltung ist möglich
Grundsätzlich gilt, dass das Finanzamt zivilrechtlich wirksame Verträge zwischen Ehegatten anerkennen muss. Dazu müssen diese Verträge so gelebt werden wie unter fremden Dritten – es darf nicht zu Verrechnungen, Stundungen oder ungewöhnlichem Vertragsgebahren kommen, das würden Fremde nämlich auch nicht machen. Nur weil es Ehegatten sind, darf das Finanzamt allerdings dahinter auch nicht gleich Gestaltungsmiss-brauch vermuten. Das wäre schlicht und einfach gegen den Grundgedanken von Art. 6 des Grundgesetzes.
Beispiel: Ehefrau kauft und vermietet an Ehemann
So kommt es in der Praxis häufig vor, dass eine (nichtselbständige) Ehefrau eine Immobilie kauft und diese an ihren selbständigen Ehemann vermietet. Jener betreibt in dieser Immobilie dann seinen Betrieb, sein Büro oder seine Praxis. Das hat gleich zwei gute Gründe.
• Wenn man in die Mieten niedrig genug hält, können Vermietungsver-luste entstehen, die mit den anderen Einkünften des Ehepaares verrechnet werden können.
• Zum anderen - und das ist insbesondere bei haftungsträchtigen selbständigen Berufen (z.B. Rechtsanwalt oder Steuerberater) meist noch viel wichtiger: wenn es zu einem Haftungsfall kommt oder aber der Betrieb insolvent wird, bleibt die Immobilie von den Gläubigern unangetastet.
Aber: 56-%-Regel gilt hier nicht!
Nun sind wir alle jahrelang davon ausgegangen, dass auch für solche Mietverträge, bei denen die Immobilie sodann betrieblich genutzt wird, die 56% Regel gilt. Diese Regel hat sich in der Praxis herausgebildet und besagt schlicht und einfach, dass der vereinbarte Mietzins mindestens 56% der ortsüblichen Vergleichsmiete erreichen muss, damit das Finanzamt den Mietvertrag auch steuerlich anerkennt.
OFD: 100% Anerkennung nur bei 100% ortsüblicher Miete
Bedauerlicherweise sieht das die OFD Rheinland (Quelle: Kurzinformation Ertragsteuer Nr. 63/2009 vom 18. 12. 2009) plötzlich nicht mehr so. In der oben genannten Konstellation müsse die Ehefrau 100% der ortsüblichen Miete vereinbaren, damit auch 100% der Aus-gaben steuerlich anerkannt werden. Vermiete sie dagegen nur zu 60% der ortsüblichen Miete, würden auch nur 60% der Werbungskosten bei der Einkünfteermittlung aus Vermietung und Verpachtung zum Abzug gebracht werden. Die restlichen 40% der Ausgaben wären steuerlich irrelevant.
 Experten-Rat
Mit der Auffassung steht die OFD Rheinland relativ allein da. Seit Jahren werden in der Praxis die Gestaltungen anhand der 56%-Regel vorgenommen. Das hat bisher auch noch niemand beanstandet. Sollte Ihr Finanzamt das jetzt beanstanden, so legen Sie Einspruch ein und erwägen Sie sogar eine Klage, falls der Einspruch abgelehnt wird. Es wird dem Finanzgericht nämlich nicht ersichtlich sein, warum eine jahrelang gelebte Rechtspraxis plötzlich nicht mehr gültig sein soll. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen ortsüblicher Miete und dem Prozentsatz des Kostenabzugs nicht deutlich. Das dürfte gegen das steuerliche Leistungsfähigkeitsprinzip verstoßen!
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Only visible to XING members Pfandgut betrieblich rein und bei Privateinkauf raus – warum die „kleine steuerfreie Einnahme“ jetzt auffällt
Nicht immer nur auf die Gastronomie zeigen – Getränkebehälter mit Pfand gibt es in größeren Mengen auch in
Freiberuflerkanzleien, Büroservices und der Zwanzig-Mann-Schreinerei von nebenan. Das verlockt – aber das sollte es spätestens jetzt nicht mehr tun.
Der Fall aus der Praxis:
Frau Schrader betreibt einen erfolgreichen Büroservice an einem attraktiven Standort in Frankfurt am Main. Sie hat dort eine gesamte Büroetage gemietet und vermietet einzelne Büroräume mit Komplettservice (komplette Infrastruktur, 24-Stunden–Telefon-Annahmeservice, Sekretariatsservice usw.) an Unternehmer oder Firmenrepräsentanten, die weder eine repräsentative eigene Immobilie noch einen eigenen Mitarbeiterapparat benötigen. Dabei ist es auch selbstverständlich, dass in der von allen gemeinsam benutzten Küche stets Mineralwasser, Cola und Apfelschorle bereitstehen. Da die Kunden dies ausgiebig nutzen, hat Frau Schrader einen extrem hohen Durchsatz an Pfandgut. Gelegentlich hat sie sich dazu hinreißen lassen, abends einmal eben zehn bis zwanzig Kisten in ihren Privatwagen einzuladen und beim nächsten Privateinkauf für sich selbst einzulösen. Sie geht davon aus, dass dies in der Masse der durchgehenden Getränkekisten pro Jahr nicht auffällt.
Auch Pfand ist steuerlich verstrickt.
Was Frau Schrader sicherlich auch schon ahnt, ist rechtliche Realität. Es handelt sich zumindest um eine Steuerverkürzung, wenn sie das zunächst betrieblich bezahlte Pfandgut für ihren privaten Lebensbereich einlöst und dies nicht ausdrücklich als Privatentnahme deklariert. Das Pfandgut ist „steuerlich verstrickt“, wie Experten das nennen. Da sie keine Privatentnahme erklärt hat, klammert sie sich an den Rettungsanker, dass das dem Finanzamt schon nicht auffallen würde.
Unrecht war es immer – aber früher kaum aufzudecken
In früheren Jahren hatte sie damit durchaus recht. Wenn der Pfandbetrug in einem verhältnismäßigen Rahmen gehalten wurde und nicht übertrieben wurde, so hatte ein Betriebsprüfer bei seinen Berechnungen von Hand oft weder die Möglichkeiten noch die Lust, dies nachzuverfolgen.
Besonders schwierig: Pfandabgleich über mehrere Jahre
Das liegt insbesondere auch daran, dass kein Unternehmer gezwungen ist, das gesammelte Leergut sofort wieder abzugeben und phasengleich im selben Jahr zu verbuchen. Oft werden die Leerkästen (oder ggf. Fässer) erst einmal in einem Keller oder einer Garage gesammelt und dann in einer größeren Aktion zurückgegeben. Da kann durchaus einmal ein Jahreswechsel und damit der Beginn eines neuen Veranlagungszeitraums zwischen dem Einkauf der Getränke und der Rückgabe des Pfandguts stattfinden. Und das machte es dem Betriebsprüfer früher faktisch schwer, ja manchmal fast unmöglich, aus der Vogelschau über die verschiedenen Jahre Differenzen aufzudecken.
IDEA: Kollege Computer kann das allerdings
Seit einigen Jahren gibt es allerdings die Möglichkeit, dass die Betriebsprüfung auf ihre Zahlen elektronisch
zugreift und Kontrollprogramme laufen lässt. Die dazu entwickelte Software heißt IDEA – wir haben verschiedentlich in anderen Zusammenhängen darüber berichtet. Und diese Software hat auch einige Verprobungsprogramme, deren Existenz sich viele Steuerpflichtige leider nicht bewusst sind. Dazu gehört es auch, dass Pfandzahlungen und die verbuchten Pfandeingänge (Rückfluss) über verschiedene Veranlagungszeiträume hinaus aus der Vogelschau verprobt und kontrolliert werden. Ergibt sich bei dieser Berechnung ein dauerhafter Schwund, so kommt der Steuerpflichtige in schwere Erklärungsnöte!
Experten-Rat
Natürlich kann es immer sein, dass Sie tatsächlich Schwund haben, den Sie nicht zu vertreten haben. Im Fall des
Büroservices ist es z. B. möglich, dass ein Kunde die Kisten eingeladen und damit dem Betrieb von Frau Schrader gestohlen hat. Oder Pfandgut wurde zerstört, weil viele Kunden unachtsam sind.
Doch das müsste Frau Schrader nachweisen können! Da muss es eine Aktennotiz geben, eine Abmahnung an den Kunden, eine Rückforderung oder eine Anzeige bei der Polizei. Gibt es all dies nicht, wird der Betriebsprüfer nicht glauben, dass Sie an dem Pfandbetrug nicht beteiligt waren und nicht davon profitiert haben. Die gesamten Betriebsausgaben in dieser Höhe werden Ihnen gestrichen und stattdessen als Privatentnahmen verbucht. Und dann macht der Betriebsprüfer das, was er immer gerne tut: Er erhöht nachträglich Ihre Steuerlast!
Unsere Empfehlung
Besonders schwierig ist der „kleine, schleichende Schwund“. Denn das wird es immer geben, dass irgendjemand die angefangene Flasche Wasser mit nach Hause nimmt, dort austrinkt – und „vergisst“,
sie wieder mitzubringen. In vielen Unternehmen kommen so regelmäßig zwei von zehn Getränkekisten weg –
das ist ein Betriebsausgabenverlust von 20 % im Pfandsektor! Das wissen die Finanzämter auch und sind nicht zu päpstlich. Doch immer gilt: Schauen Sie nicht weg! Sie müssen das schon bemerken und dieses Bemerken auch dokumentieren – durch einen Aktenvermerk oder ähnliches. Und Sie sollten ruhig gelegentlich alle in Ihrem Betrieb Befindlichen (Mitarbeiter und auch Kunden wie bei Frau Schrader) per Rundbrief oder Rundmail bitten, keine Pfandflaschen aus dem Geschäftsbereich zu entfernen.
Und auch diese Rundmails drucken Sie – mit Lesebestätigungsliste – aus und nehmen sie zu den Steuerakten.
Dann haben Sie getan, was zu tun übrig blieb – den Staatsanwalt müssen Sie nämlich keinem auf den Hals hetzen, nur um Ihren Betriebsausgabenabzug im Pfandbereich zu sichern …
Dieser SteuerSPARtipp stammt aus dem SteuerSPARbrief (http://www.steuersparbrief.com)
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