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Barbara Weißbach Fortbildung für JobPromotoren / GCDF in Berlin: Triadische Beratung
Die triadische Beratung betrachtet die Beziehungen und möglichen Konflikte zwischen
1. Karriere- / Entwicklungschancen in der Organisation: Erwartungen des Arbeitgebers, Aufstiegsmöglichkeiten und Jobsicherung im Betrieb, Beurteilung durch Vorgesetzte
2. Profession: beruflich-fachspezifische Aus-, Weiterbildung und Entwicklung als „dokumentierte“ berufliche / professionelle Identität, Reputation in der fachlichen Außenwelt
3. Person / „Ich“: Wünsche und Bedürfnisse persönlicher Art, Freizeit, Familie, Hobbies, Selbstverwirklichung außerhalb der Arbeit
Auf dem berufsfachlichen Arbeitsmarkt geht es sehr stark um den 2. Punkt (Zeugnisse und Zertifikate, lebenslanges Lernen usw.), auf dem betriebsspezifischen Markt meist um Thema 1, auf dem unspezifischen („Jedermann“-)Arbeitsmarkt hingegen oft um Thema 3., weil die Realisierungsmöglichkeiten von 1 und 2 beschränkt sind. Die Triade hilft, Strategien zu entwerfen, um Menschen im aktuell bestmöglichen Job zu platzieren. Auch die Kompetenzanalyse kann mit diesen drei Dimensionen durchgeführt werden. Wie können wir die drei Dimensionen für die Analyse von Erwerbsbiographien unserer Klientinnen und Klienten nutzen? Indem wir alle Angaben im Lebenslauf den drei Dimensionen zuordnen. Das hilft uns zu erkennen, auf welchem der drei Arbeitsmarkttypen sich die Klientin / der Klient bewerben kann bzw. erfolgreich sein könnte. Und es hilft Stärken und Defizite bzw. vernachlässigte Dimensionen zu erkennen.
Termin: 7. + 8. Dezember 2016, Ort: Berlin, Preis: 180 €
Programm und Anmeldeformular finden Sie unter http://www.job-promotor.de unter "Fortbildung" und "Termine in Berlin"
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Barbara Weißbach Newsletter 2016
Rundbrief Mai 2016
JobPromotor und GCDF in Deutschland – aktuelle Veränderungen
Wir haben unsere Ankündigung von 2015 wahr gemacht und das Arbeitsleben (weitgehend) hinter uns gelassen. Einmal im Monat sind wir jeweils für einige Tage unterwegs, um unser neues Seminar „Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren“ oder interkulturelle Workshops durchzuführen. Ansonsten kümmern wir uns mit viel Freude um die kleinen Familienmitglie-der zwischen einem und sieben Jahren und auch um die Generation, die uns großgezogen hat. Wir reisen in Länder, in die wir schon seit Jahrzehnten reisen wollten, für die man aber mehr Zeit braucht, als das Arbeitsleben in der Regel erlaubt.
In Deutschland gibt es nach 10 Jahren JobPromotor / GCDF (Global Career Development Facilitators) fast 800 Absolventinnen und Absolventen, die das internationale Zertifikat er-worben haben. Was wird jetzt anders? Den Vertrag mit CCE (Center for Credentialing and Education) in Greensboro, NC, U.S.A. haben wir beendet, da eine Verlängerung längere Fest-legungen über mindestens drei Jahr erfordert hätte. Auch große Institutionen sahen sich „wegen Trainermangel“ nicht in der Lage, den GCDF zu übernehmen. Den Kurs zum JobPro-motor bieten wir in verkürzter 12tägiger Form aber weiter an (http://www.job-promotor.de), da ohne die internationale Zertifizierung verschiedene Module entbehrlich geworden sind. Das internationale Zertifikat wird jedoch nicht mehr verliehen, sondern eine Teilnahmebeschei-nigung des Trägers. Auch das E-Learning-Angebot bleibt bestehen.
Für alle, die weiter an der Verlängerung ihres drei Jahre gültigen internationalen GCDF-Zertifikats interessiert sind, haben wir eine gute Nachricht: Sie werden auch weiterhin etwa sechs Wochen vor Ablauf des Zertifikats von uns angeschrieben und können die Verlänge-rung wie bisher auch über uns beantragen.
Auch auf Facebook und XING sind wir weiter mit den Gruppen „JobPromotor“ bzw. „GCDF Deutschland“ vertreten. Hier können JobPromotoren aus unterschiedlichsten Tätigkeitsbe-reichen Kontakt miteinander aufnehmen, sich vernetzen, nach neuen Jobs suchen oder sich finden lassen, ohne dass die Kommunikation über uns laufen muss. Den Mental Health Facilitator finden Sie auf Facebook unter „mhf-de.de“. Natürlich bleiben die bekannten Web-adressen http://www.job-promotor, http://www.mhf-de.de und http://www.iuk.com bestehen, denn das IUK-Institut existiert auch weiterhin.
Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren – ein neues Angebot
Bei den Vorbereitungen zu unserem Beitrag „Beratungskompetenz für die Arbeitsmarktin-tegration von Flüchtlingen“ auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) am 19. November 2015 in Köln entstand eine neue Idee. Der Beitrag stieß bei den Teilneh-menden auf sehr positive Resonanz und veranlasste uns, daraus ein Seminarangebot zu ma-chen, das in diesem Jahr bereits mehrfach von Jobcentern in Berlin eingekauft wurde. Es vermittelt in drei Tagen Wissen zu folgenden Themen:
• Fluchthintergründe und Ankommen im Zielland: Mythen, Hoffnungen, Enttäuschun-gen
• Kulturelle Muster: kollektivistische und Beziehungsorientierung – was bedeuten sie für die Beratungssituation? Die häufigsten Quellen von Fehlkommunikation und Missverständnissen
• Beratung und Vermittlung: unbekannt, von Erwartungen überfrachtet – aber mit Chancen für Lernen und Entwicklung auf beiden Seiten!
• Landeskundliche Inputs über Arbeit, Religion, soziales und Familienleben in Syrien, Irak, Afghanistan, Somalia und Eritrea – und auch über die jüngere Geschichte und aktuelle Situation in diesen Regionen
• Einfache Hilfsmittel zur Sprachstandsfeststellung und Regeln für einfaches Sprechen
• Arbeitsbezogene biographische Analysen mit Menschen mit Fluchthintergrund: Das Damals – das Heute – das Morgen
• Methoden, Instrumente, Tools zur Identifizierung von Fähigkeiten bei Menschen ohne anerkannte Papiere
• Inwertsetzung von Erfahrungen und Kompetenzen: der funktionale Lebenslauf mit praktischen Übungen, Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen
• Verständliche Vermittlung von Informationen über Tätigkeiten, Berufe, Arbeitserpro-bungen, Arbeitsmarkt und Arbeitswelt in Deutschland
• Aktionspaket konzipieren und auf den Weg bringen: Leistungen, die Berater_innen / Vermittler_innen erbringen sollten – Aufgaben für die / den Arbeitsuchenden
Das Seminar wurde jeweils außerordentlich positiv evaluiert. Insbesondere die Landeskunde über die häufigsten Herkunftsländer geflüchteter Menschen bewerteten fast alle Teilnehmenden als neu und sehr hilfreich.
Der Mental Health Facilitator (MHF)
Die 7-tägige Fortbildung Mental Health Facilitator (MHF) wird seit Jahren gut nachgefragt. In Deutschland haben wir bereits 17 Kurse überwiegend in Berlin, aber auch in Bayern, NRW und Rheinland-Pfalz durchgeführt. Auch kommunale und private Unternehmen sind darunter.
Die Fortbildung zum MHF ist ein sog. Laienhelferkonzept. Sie hilft Menschen in sozialen, pä-dagogischen und beratenden Berufen oder Funktionen, anhand griffiger praktikabler Model-le Notsituationen rasch zu analysieren und Hilfen anzubieten oder zu vermitteln. Die Teil-nehmenden lernen, Niedergeschlagenheit, langdauernde Phasen von Verstimmungen oder eine vermutete Sucht- oder Suizidgefährdung ihrer Klientinnen und Klienten offen anzuspre-chen. Entscheidend dafür ist der Aufbau einer vertrauensvollen Helferbeziehung. Die Teil-nehmenden werden nicht zu „Mini-Therapeuten“ ausgebildet, sondern sollen kompetente Ansprechpartner sein, die problematische Entwicklungen erkennen, ansprechen und einer Lösung zuführen, was auch heißen kann, an geeignete Experten zu verweisen.
Die Teilnehmenden kamen bisher aus Jobcentern, Reha-Einrichtungen, Schule, Polizei, Ge-richten, Verkehrs- und kommunalen Betrieben, Kinder- und Wohnheimen sowie Banken. Etli-che sind in ihren Unternehmen Kontakt- und Vertrauenspersonen für Kolleginnen und Kollegen, die eine persönliche Krise erleiden oder durch riskanten Suchtmittelkonsum auffal-len. Die Fortbildung umfasst drei Blöcke mit 18 Modulen. Die Teilnehmenden erhalten nach Abschluss die international anerkannte Registrierung Mental Health Facilitator (MHF), die von NBCC International durch NBCC Deutschland ausgestellt wird.
Wie man Menschen in Krisen wirklich erreichen kann, muss gut geübt werden! Dazu arbei-ten wir mit Judith Evers, Schauspielerin in Berlin (http://www.eversschauspiel.com), die auch als Simulationspatientin in der Ausbildung von Studierenden der Medizin tätig ist.
Ehrenamtliche Beratung für Arbeit suchende Menschen aus Südeuropa
Im letzten Rundbrief haben wir über Menschen in oder aus Südeuropa berichtet, für die es seit Jahren jahrelang extrem schwer ist, in ihrer Heimat Arbeit zu finden. Wir haben einige dieser Menschen aus Spanien und Italien mit Beratung und Bewerbungshilfe unterstützt.
Vielleicht erinnern sich einige unserer Leserinnen und Leser noch an Daniel R. H., der auf einer kleinen kanarischen Insel lebt und dessen größter Wunsch es war, Polizist zu werden. Zu Beginn der Krise hatten die Polizeiakademien des ganzen Landes ebenso wie die Armee für fünf Jahre ihre Türen für Neubewerber geschlossen, weil sie dem Ansturm nicht gewachsen waren. Wir hatten anhand eines Berufsinteressenstests und mit Hilfe der JobPromotor-Methodik Daniels Helfer-Orientierung und die Bereitschaft, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, bestätigt. Damit wäre er als Polizist in einer kleinen bis mittleren Gemeinde gut aufgestellt gewesen. Nachdem er immer wieder in der Bananenernte arbeitete und für 40 Stunden Arbeit pro Woche 500 € im Monat verdiente, suchte seine Familie mit ihm nach Alternativen. Sie hätte ihn gern in einer Ausbildung zum Koch gesehen – daran hatte Daniel überhaupt kein Interesse. In diesem Beruf fehlte ihm eine soziale Komponente. In eine Ausbildung bei einer Versicherung auf Teneriffa konnte er einwilligen. Nach deren Abschluss erfuhr er, dass er nun die Aufnahmeprüfung der Polizeiakademie machen darf und bereitet sich mit großer Energie darauf vor.
Was zeigt das Fallbeispiel? Mindestens zwei Dinge: Auch ein schwieriger Ausbildungs- und Arbeitsmarkt führt nicht dazu, dass junge Menschen sich von ihren Interessen ganz verabschieden und notgedrungen jeder Art von Tätigkeit zustimmen. Es lohnt immer, nach Alternativen zu suchen, in denen sie einige ihrer Motive für den einstigen Traumberuf verwirklichen können. Und Eltern sind wichtig, die auf Ausbildung und Arbeit hin orientieren und nicht zu schnell aufgeben. Denn junge Menschen, die von Sozialleistungen leben und sich und ihre Wünsche an ein Berufsleben längst aufgegeben haben, gibt es auf den Kanaren genug – und anderswo auch.
Fortbildungen für GCDF / JobPromotoren und MHF-Absolventen im 2. Halbjahr 2016
Folgende Fortbildungen bieten wir im 2. Halbjahr 2016 für GCDF / JobPromotoren und für Absolvent/innen des MHF an:
• Praxistage für Absolventinnen und Absolventen des MHF-Kurses mit Fallbesprechungen und methodischer Vertiefung der im Kurs erlernten Modelle
• Triadische Beratung – eine komprimierte Auffrischung der JobPromotor Methodik
• Mit Flüchtlingen arbeiten – wie kann ich Menschen mit belastenden Erlebnissen besser unterstützen?
Sie erhalten vor den Sommerferien konkrete Beschreibungen und Terminvorschläge.
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