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MaterialOberflächen - NanoFunktionalitäten MONaF

Aktuelle Ergebnisse auf dem Gebiet funktionalisierter Oberflächen und neuer Materialien, Neuigkeiten rund um Materialoberflächen!

Bernd Grünler Falle unter dem Typenschild
In einem Forschungsprojekt wurde eine verdeckte Kennzeichnung entwickelt, die in übliche Maschinenbauelemente wie etwa Typenschilder integriert werden kann. Das soll der Marken-Piraterie vorbeugen.
Ein mehrfarbiger Codeaufdruck, der unter dem Typenschild angebracht wird und bei Reklamationen oder Serviceleistungen ausgelesen werden kann, soll dem Hersteller eines Produktes zu seinem Recht verhelfen, auch wenn Produktpiraten in seinem Markt unterwegs sind. Bei der Entwicklung des neuen Plagiatschutzes haben Mitarbeiter der Susis A.Schröder & Söhne GmbH u. Co. KG in Sundern und des Instituts für Technologie und Wissenstransfer im Kreis Soest (TWS) zusammengearbeitet.
„Ohne großen technischen Aufwand lassen sich damit auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen eindeutige Identifikationen durchführen", erläutert Projektleiter Dr. Hubert Paulus die Vorteile des Verfahrens. Hier zeigt sich eine wichtige Zielgruppe der Neuentwicklung: Auch der Anlagen- und Maschinenbau kämpft zunehmend mit gefälschten Produkten. Dies führt zu Rufschädigung und kann möglicherweise bei Regressforderungen beträchtliche Folgenkosten mit sich bringen.
Der unsichtbare, im Typenschild integrierte, mehrfarbige Codeaufdruck lässt sich nicht unbemerkt auslesen. Hierdurch werden auch Fälschungen des Schutzsystems selbst verhindert. Bei dem einfachen Verfahren fallen keine zusätzlichen Anbringungskosten an. Bestehende Anlagen können sehr einfach nachgerüstet werden, heißt es.
„Dieses Produkt ist ein typisches Beispiel für gelungenen Wissenstransfer", betont der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr. Karl-Heinz Müller. Die Projektidee war von vorne herein die Integration des Schutzcodes. Dies erfordert eine Menge Knowhow im Bereich der Oberflächenanalytik, einem Spezialgebiet des Soester Physikers. Zahlreiche Versuche waren erforderlich, um zu einem Verschlüsselungsverfahren zu kommen, das sich ohne Beschädigung nicht auslesen lässt.
Auch waren eine Fülle von Anforderungen zu berücksichtigen. Diese betrafen insbesondere die Themenfelder Einschränkungen im Anwendungsbereich, Haltbarkeit, Ablösbarkeit der Deckschicht oder Resistenz der Kennzeichnung, sichere „lichtdichte" Verdeckung der Kennzeichnung, geeignete Beschichtungsverfahren und Qualitätssicherung.
Plagiate sind ein großes Problem für die Deutsche Industrie. Neben Sportartikeln und Uhren ist zunehmend auch der klassische Maschinenbau von Nachbauten betroffen: So ergab eine Befragung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dass viele Firmen mit komplett nachgebauten Maschinen (52 %), Komponenten (41 %) oder auch Ersatzteilen (32 %) Probleme haben.
Allein der direkte Umsatzverlust beträgt laut VDMA fast 8 Mrd. Euro. Hinzu kommen Folgeschäden etwa durch unberechtigte Serviceeinsätze oder auch Regressforderungen durch Fehler der Nachahmerprodukte – beispielsweise, wenn technische Komponenten wie Pumpen in komplexe Anlagen eingebaut sind und bei Versagen die gesamte Anlage zum Stillstand bringen oder zerstören. Handelt es sich hierbei um eine äußerlich nicht unterscheidbare Kopie, wird unter Umständen der nicht verantwortliche Originalhersteller zur Verantwortung gezogen.
Eine fälschungssichere Kenntlichmachung wird zwar die Nachahmungen selbst nicht verhindern. Aber durch die Identifikation des Originals sollen Attraktivität und Marktfähigkeit der Kopie vermindert werden. Bisher auf dem Markt befindliche Schutzmechanismen sind meist aufwendig, teuer, wenig flexibel oder unzureichend. Hier setzt das an der Fachhochschule Südwestfalen mitentwickelte Verfahren an.
Bernd Grünler Kennzeichnungslösung mit abnehmbaren Teiletiketten und Sicherheitsmerkmalen
Die Hürde für Fälscher erhöhen: Maßgeschneiderter Originalitätsschutz mit dem Pharma-Comb Label von Schreiner MediPharm
Um den Schutz gegen Produktpiraterie und Manipulation zu erhöhen, entwickelt Schreiner MediPharm individuelle und zuverlässige Kennzeichnungsmöglichkeiten für Medikamente. Das Pharma-Comb Label bietet vielfältige Sicherheitsfeatures, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Pharmahersteller eingehen und den Anforderungen der EU-Richtlinie 2011/62/EU für verschreibungspflichtige Arzneimittel entsprechen.
Das Pharma-Comb Label ist eine vielseitig einsetzbare Etikettenlösung mit abnehmbaren Teiletiketten. Durch die Integration von Sicherheitsmerkmalen wird die Kennzeichnung zum effektiven und individuellen Originalitätsschutz von Medikamenten. Je nach Anforderung werden offene Merkmale wie Hologramme oder Sicherheitskippfarben mit verborgenen Merkmalen, wie dem Void-Effekt oder dem Spezialpigment LaserSecure, zu mehrstufigen Sicherheitssystemen kombiniert.
Hologramme
Komplexe Hologramme stellen potenzielle Fälscher vor kaum überwindbare Hürden. Sie sind individuell gestaltbar und sorgen mit ihrem markanten Design für einen hohen Wiedererkennungseffekt. Dank ihrer hochwertigen Anmutung werten Hologramme zudem das Kennzeichnungsetikett auf.
Sicherheitskippfarben
Kippfarben erzeugen je nach Blickwinkel oder Beleuchtung einen spezifischen Farbeindruck. Durch die weltweit kontrollierte Abgabe der Druckfarben sind sie nur limitiert verfügbar und stellen damit einen hohen Fälschungsschutz dar. Sichtbar wird der Effekt mit dem bloßen Auge oder mithilfe spezieller Filter.
Void-Effekt
Mit einem integrierten Void-Effekt wird ein Abziehen des Labels zuverlässig angezeigt. Dafür löst sich aus einer einheitlichen Farbfläche eine sichtbare Botschaft oder ein Bildmotiv irreversibel heraus. Selbst bei exaktem Wiederaufbringen des Siegels bleibt die ausgelöste "Warnbotschaft" erhalten.
LaserSecure
Aufgrund ihrer kundenindividuellen Rezeptur stellen LaserSecure-Farbpigmente einen optischen Fingerabdruck dar und bieten einen eindeutigen Originalitätsnachweis. Die Nanopigmente werden in das Etikett integriert und ermöglichen die Echtheitskontrolle mithilfe eines speziellen Lesegerätes.
Auch die abnehmbaren Teiletiketten übernehmen zusätzliche Sicherheitsfunktionen: Beim Abziehen wird auf dem Unteretikett der Text „peel-off part has been removed“ sichtbar. Weitere Sicherheitsmerkmale im Teiletikett ermöglichen eine Echtheitskontrolle auch nach dem Einkleben in die Patientenakte. Damit erhalten Behörden, Apotheker und medizinisches Personal mit dem Pharma-Comb Label die Möglichkeit, die Originalität von Medikamenten einfach zu prüfen. Die Patienten sind vor gefälschten und minderwertigen Produkten geschützt. Zugleich gewinnt der Pharmahersteller eine maßgeschneiderte Lösung, die in den bestehenden Markenauftritt integriert werden kann und sich an den hohen Zulassungsanforderungen der „Falsified Medicines Directive“ orientiert.
Bernd Grünler 1. Fälschungsschutz Kongress - 30.01.2012 - München
1. Fälschungsschutz Kongress - Sport, Luxus, Konsum & Design
Die starke Zunahme der Produktpiraterie stellt alle Industriebranchen und Designentwicklungen vor große Herausforderungen. Nach aktuellen Untersuchungen verursachen Produktfälschungen und Plagiate jährlich Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe – Tendenz steigend. Insbesondere die breite Warenpalette der Sportartikelhersteller ist von diesem Missstand stark betroffen. Der „1. Fälschungsschutz Kongress – Sport, Luxus, Konsum & Design“ greift dieses aktuelle Thema auf und kommuniziert Lösungsansätze und Strategien von international führenden Kompetenzträgern, wie beispielsweise tesa scribos, Tailorlux, Rolic Technologies und Schreiner Group, um der Produkt- und Markenfälschung erfolgreich zu begegnen. Ergänzt wird der von bayern design geförderte Kongress durch strategisch ausgerichtete Vorträge von Referenten des Verfassungsschutzes und von führenden Universitäten und Forschungszentren.
Datum: 30. Januar 2012 – parallel zu der Messe Ispo Munich
Ort: Novotel München Messe
Quelle: http://www.materialsgate.com - Dr. Konetschny

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