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ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Stephan G. Geffers Das Tor zum "wir" - Ein Beitrag zum Change Handbook (3. Auflage)
Das Tor zum "wir" (von Petra Eickhoff und Stephan G. Geffers)
An Tischen, auf dem Fußboden, drinnen und draußen sind kleine Gruppen dabei mit Pinsel, Farben, Zeitschriftenausrissen und anderen Materialien Collagen, Bilder, Tabellen entstehen zu lassen. Geht man näher heran, kann man beobachten, dass in vielen Sprachen miteinander gearbeitet wird. In Zeiten, in denen Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind, entstehen hier - in einem Landstrich, den die Braunkohle quasi umgepflügt hat, Visionen vom Miteinander Leben und Arbeiten. Ortsansässige, Professionelle und Geflüchtete teilen Zeit und ihre Sicht auf Zukunft miteinander - jenseits "großer Politik" und "Großindustrie-Interessen".
Alle kommen zusammen in den Kreis. Die erste Gruppe präsentiert ihr Poster: Eine Landkarte, auf der die hiesigen Landmarken mit jenen aus Syrien verschmelzen. Danach stecken sie ihre Köpfe zusammen. Was passiert nun? Sie gehen wie zum Tanz einladend auf die anderen Teilnehmer zu. In wenigen Minuten entsteht eine lebendige Skulptur, in die das gesamte Plenum involviert sein wird. Ohne Ankündigung und festen Plan wächst das im Krieg zerstörte Tor von Palmyra aus dem Boden. Manche bilden mit ihren Körpern einen Teil des Tores, andere schreiten hindurch. Rollen verschwimmen und über den Händen schwebend wird einer aus der Gruppe getragen. Später klingt die Skulptur im Feedback nach: "In den Gesprächen haben wir viele Tore kühn durchlaufen, die wir öffnen können."
Wird es der Moderation dieser Zukunftswerkstatt gelingen, nach dieser Spielfreude die analytische Arbeit fortzusetzen, wie konkretes Handeln zukunftsweisend gestaltet werden könnte in einer von Strukturwandel und Migration gezeichneten Region? Durch beharrliches Nachfragen nach den tiefer liegenden Bedeutungen der in Poster und Skulptur verwendeten Metaphern werden neue Zusammenhänge sichtbar zwischen Landschaft und Industriedenk­mälern hier und zerstörter Landschaft und Flucht im Kriegsland. Neue Pläne werden konkreter:
Teilnehmende werden sich auf die Suche begeben nach herausragenden Persönlichkeiten in muslimischen und in christlichen Gemeinden, die sich als "Türöffer" einsetzen für Verständigung über religiöse Herkünfte hinweg. Neben den riesigen, in der Landschaft zurückgebliebenen Kohlebaggern (heute Industiedenkmale) werden Modelle von zerstörten Kulturdenkmalen wie das Tor von Palmyra aufgebaut werden, um damit einen Raum für Dialog zwischen den Kulturen zu eröffnen. Auch ein Fußballplatz eignet sich, um über den Sinn und Fluch von Kriegen nachzudenken: Auf dem Fußballrasen entstehen verkleinerte Landkarten von im Krieg zerstörten Ländern. Geflüchtete wollen sich vielfältig ins Geschehen vor Ort einbringen: in Sportvereinen, Schulen, sozialen Einrichtungen - als Tore zu Vertrauen und Spracherwerb. Dazu entsteht eine virtuelle Freiwilligenagentur und Schaukästen für Dorfbewohner, um Angebote auszutauschen. Erstmals entsteht auf dem Land ein Spezialitätenladen "Orient", um Geschmack an kulinarischer und kultureller Vielfalt zu finden.
Neben ganz konkreten Ideen und Projekten, ist die Zukunftswerkstatt eine unmittelbare Gegen-Antwort auf Populismus und Fremdenfeindlichkeit. Für viele Deutsche war es die erste intensive Erfahrung mit Muslimen. Ein wunderbares Fazit: »Ich habe gespürt und gewünscht, dass wir nun nicht mehr von "ihr" und "wir" sprechen müssen, sondern nur noch von "wir".«

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>>Copyright:

Petra Eickhoff, Stephan G. Geffers (parto gUG http://www.part-o.de ), Köln 2017. Vorangegangener Text steht unter der Creative Commons Lizenz CC by-nc-sa 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen), im vollständigen Wortlaut: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode.de . Eine Haftung, soweit vereinbar mit dem Recht, wird ausgeschlossen.

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>>The Change Handbook - mitgestalten:

Nach Übersetzung wird dieser Text demnächst als Einleitung zum Beitrag über die Zukunftswerkstätten im "The Change Handbook" (3rd edition) erscheinen
http://www.thechangehandbook.com . Wer uns in Kommentaren rückkoppelt, was noch besser werden kann, kann gerne namentlich im Buch erwähnt werden und eine gedruckte Ausgabe vom Autoren-Team geschenkt bekommen.

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>>Hintergrund:

Eine umfangreiche Dokumentation zur zugrundeliegenden Zukunftswerkstatt, die der Text beschreibt und die 2016 in Großräschen/Lausitzer Seenland (30. Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten) stattfand, ist greifbar: http://www.data.part-o.de/Dokumentation-Kommen-und-Bleiben.pdf
Dieses Vorhaben im Lausitzer Seenland wurde von vielen Seiten finanziell und tatkräftig unterstützt, herzlichen Dank an:
»gemeinschaftscrowd« der GLS Treuhand http://www.gemeinschaftscrowd.de/kommen-bleiben
Stiftung »Demokratie von unten bauen« http://www.demokratie-von-unten-bauen.de
Projekt für nachhaltigen Wandel »Lausitz an einen Tisch« der Rohnstock Biografien in Berlin http://www.lausitz-an-einen-tisch.de/
Gestalt-Coaching und Supervision Fritz Letsch in München http://www.fritz-letsch.de/
Weinmann Moderation Prozessbegleitung Beratung http://www.christophweinmann.de/
Zukunftswerkstätten Verein in Köln http://www.zukunftswerkstaetten-verein.de/themen-und-aktivitaeten/aktuelle-projekte/
Fritz Letsch
Für mich war die schöne Zusammenarbeit eine Ermutigung, ein Projekt in der Sexualpädagogik mit Geflüchteten an Berufsschulen anzubieten, das sehr große Dankbarkeit findet: Allein die Vorstellung der hiesigen Üblichkeiten und die kulturellen Gegenüberstellungen lösen intensive Gespräche aus, die von den Lehrkräften gerne aufgenommen werden. Ein paar Berichts-Elemente landeten schon auf http://sexualpaedagogik.wikispaces.com und auf https://sexualpaedagogik.wordpress.com/
Stephan G. Geffers Von "Barrierefreier Stadt" zum "Politiker-Wachrüttel-Verein": Lesenswerte Dokumentation einer Zukunftswerkstatt
Das Zustandekommen der Zukunftswerkstatt (Ende September 2017 in Goslar, Niedersachsen) ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Netzwerk von Zukunftswerkstätten. Über langjährige Zusammenarbeit mit einer Kollegin aus Hamburg und einem Kollegen aus Krefeld landete die Aufgabe, diese im Rahmen der Interkulturellen Woche zu moderieren, schließlich bei Petra Eickhoff und mir aus Köln. Aus der vorbildlich gestalteten 20-seitigen Dokumentation der Akademie St. Jakobushaus in Goslar will ich einige Passagen zitieren und damit anregen, Zukunftswerkstätten auch im eigenen Umfeld politischer Bildung und sozialer Entwicklungen zu nutzen.
Vorwort (Auszug)

>>Wir leben in bewegten Zeiten. Die Einwanderung von Geflüchteten gepaart mit dem Anstieg rechtspopulistischer Stimmen in der Öffentlichkeit führt zu Veränderungen in der Gesellschaft. Diese sind auch in Goslar zu spüren. Wie wollen wir in Goslar leben? Was läuft gut, was nicht so gut? Was wünschen wir uns jetzt und für die Zukunft? Was sind unsere Vorstellungen von einem friedlichen und vielfältigen Miteinander in der Stadt?
>>Um diese Fragen drehte sich die Zukunftswerkstatt, die während der Interkulturellen Wochen am Samstag, 30. September 2017 auf Einladung von Dr. Theresa Beilschmidt, Referentin der Akademie St. Jakobushaus, dem Stadtjugendpfleger Martin Sänger und der Integrationsbeauftragten der Stadt Goslar, Galina Gerhart, stattfand.
>>Das Zusammenleben in Goslar betrifft jede_n Einwohner_in. Es sollten Strategien und Projekte entwickelt werden und den Bürger_innen von Goslar ein Forum zum Gedanken- und Ideenaustausch geboten werden. Mit dieser Veranstaltung ist der Anfang für die Verbesserung des Zusammenlebens in Goslar gemacht. Nun muss weiter gemeinsam an den Projekten und Ideen gearbeitet werden. Denn, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, „da, wo sich Menschen begegnen, ist die Stadt am Leben“.
>>Realisiert wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ http://www.demokratie-leben.de
Was ist eine Zukunftswerkstatt? (Auszug)

>>Das Modell Zukunftswerkstatt [...] ist ein gruppenorientiertes Problemlösungsverfahren, bei dem alle Teilnehmenden gleichermaßen an einer nachhaltigen, friedlichen und gerechten Zukunft arbeiten. In der Zukunftswerkstatt soll auf innovative Weise ein zukunftsorientiertes Lernen praktiziert werden. Durch das utopische Überschreiten der Gegenwart werden Wege in eine alternative Zukunft aufgezeigt. Dadurch finden Prozesse der Bürger_innenbeteiligung und Demokratisierung statt. Politik wird als gestaltbar erlebt, Partizipation wird durch Antizipation ermöglicht. Dies führt zur (Wieder-) Erlangung von Handlungskompetenz, das selbstbestimmte Lernen eröffnet Perspektiven der Zukunft, die zuvor als unmöglich oder zu weit weg empfunden wurden. Somit sind Zukunftswerkstätten ein wichtiger Teil der politischen Bildung, da sie zur politischen Aktion befähigen und motivieren. In den verschiedenen Phasen der Zukunftswerkstatt werden sachliche, soziale sowie pädagogische Kompetenz, Reflexivität, Wahrnehmungsfähigkeit und Kreativität vermittelt und eingeübt.
Drei Projektgruppen entstanden: (Überblick)

>>Die Projektgruppe „Goslar Barrierefrei“ setzt sich für eine barrierefreie Stadt ein, damit Goslar sowohl für Menschen mit Behinderung, als auch für Familien mit Kinderwagen attraktiv wird.
>>Die Projektgruppe „Jam Session International“ möchte den Austausch von Menschen verschiedenster Nationen fördern. Dazu soll einmal pro Monat eine Jam Session, ein Zusammentreffen von Menschen, die gemeinsam Musik machen, im Café International veranstaltet werden.
>>Die Projektgruppe „Informationssystem für Goslar“ setzt sich vor dem Hintergrund „1000 gute Angebote und keiner weiß Bescheid“ für eine zentrale Informationsstelle für kleine und große Veranstaltungen im Raum Goslar ein. Die Informationen sollen in Form von Infobildschirmen oder Apps verbreitet werden.
>>Die Projektgruppe „Stadtentwicklung von unten - Begegnungen ermöglichen“ setzt sich für eine besser vernetzte „Soziale Stadt“ ein.
Austausch und Feedback: (Auszug)

>>Die Teilnehmer_innen resümierten einen durchweg zufriedenen, zuversichtlichen und harmonischen Ausgang der Veranstaltung. Die Tagung wurde den am Morgen geäußerten Wünschen gerecht, da sie nicht aus klassischen Vorträgen bestand, sondern durch viel interaktive Teamarbeit, Kreativität und freien Entfaltungsmöglichkeiten eine neue Art zu arbeiten und des Austausches bot.
>>Damit die Projektideen [...] in die Goslarsche Welt getragen werden, gab es am Abend ein Pressegespräch, zu dem auch Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk eingeladen war. [... Er] zeigte sich positiv überrascht von der großen Anzahl an engagierten Teilnehmer_innen und stellte vor allem die konkrete Planung der Ideen heraus.
Und wie geht es weiter? (Auszug)

>>Erfahrungsgemäß hat die Durchführung einer Zukunftswerkstatt mehrere Effekte zur Folge: Durch die gleichberechtigte und konstruktive Zusammenarbeit entsteht ein Demokratisierungseffekt, durch das spielerische Erarbeiten der Thematik ein Lerneffekt; im Zusammenspiel verschiedener Erfahrungshintergründe entstehen Synergien. Nicht zuletzt führt das kreative, partizipative Zusammenarbeiten zu einem neuen Motivationsschub.
>>Leider konnten an diesem Tag nicht alle aufgekommenen Ideen aufgenommen und umgesetzt werden. Eine Idee war das generationsübergreifende Wohnen, bei dem Jung und Alt sich gegenseitig unterstützen und in Kontakt kommen oder die Aktion „Freundliches Grüßen“, die auf mehr Freundlichkeit im Umgang untereinander abzielt. Andere Ideen waren „Brillenräume“, in denen man andere Kulturen und Milieus kennen lernen kann und durch eine „fremde Brille“ schaut. Oder das Projekt „Bunte Kochtöpfe“, bei dem Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern oder Regionen durch gemeinsames Kochen und Essen vereint werden und in Kontakt kommen. Einige Teilnehmer_innen äußerten den Wunsch nach kreativen und sportlichen Aktivitäten für Kinder, regionalen Wirtschaftskreisläufen mit eigener Regionalwährung oder einem „Politiker-Wachrüttel-Verein“.
Sprechen Sie die Referentinnen des St. Jakobushaus in Goslar oder das Moderations-Team von parto gUG an, wenn Sie einen Blick in die ganze Dokumentation werfen wollen. Ihre Kontaktadressen: "Ort der Bildung und der lebendigen Diskussion" http://www.jakobushaus.de/content/referentinnen-und-referenten , "Partizipation und Organisationentwicklung" http://www.part-o.de/profil-und-team
Zur Vertiefung empfehle ich diese drei Links:
* Zukunftswerkstatt in der Bürgerbeteiligung http://buergerbeteiligung.lpb-bw.de/zukunftswerkstatt.html
* Zukunftswerkstatt in der politischen Frauenbildung http://www.lpb-bw.de/publikationen/did_reihe/band18/frauen.htm
* Zukunftswerkstatt als Grundlagen-Methode der Politischen Bildung http://alt.politischebildung.ch/grundlagen/methoden/zukunftswerkstatt
Nur für XING Mitglieder sichtbar Inklusive Stadt-/Quartiersentwicklung: Städtetags-Publikation veröffentlicht!
Stephan G. Geffers Fritz Letsch
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Fritz Letsch
In der Landjugend hatte Regionalentwicklung schon vor Jahrzehnten tolle Ideen, vor allem über aktivierende Befragung, aber heute ist die Situation schon sehr oft verschärft, weil die Abwanderung schon Lücken hinterlässt, die nicht leicht zu füllen sind, und es braucht langfristige Moderationen für neue Möglichkeiten.
Stephan G. Geffers Krefeld (17. Oktober 2017) Ideenabend "Null Müll"
Heute Abend (Dienstag 17.10.17 ab 19:00 Uhr) im Café Lentz http://www.lentz-krefeld.de können Anwohner des Samtweberviertels (Südweststadt Krefeld) http://www.vimeo.com/103693467 eigene Ideen zur Müllvermeidung entwickeln und selbst oder gemeinsam umsetzen. Selber machen, Mitstreiter finden, Arbeiten auf mehrere Schultern verteilen, das macht nebenbei auch noch Spaß und man lernt neue Leute und Nachbarn kennen. http://www.samtweberviertel.de/dich-nervt-der-muell-auf-der-strasse-dann-komm-am-17-10-ins-cafe-lentz/
Teilnehmende am Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten ZW2017 (April 2017 in Walberberg) haben Robert Ambrée und sein Engagement für ein starkes Gemeinwesen im Samtweberviertel schon kennen gelernt, siehe http://www.xing.com/communities/posts/29-punkt-04-punkt-17-walberberg-auf-quartiersebene-fuer-inklusion-und-integration-weltweit-fuer-kollektive-1013030777
Die Moderation des heutigen Ideenabends "Null Müll" und der sich daran anschließenden Begleitung werden Lars Meyer und Sarah Büchter vom "Forum Eltern und Schule" Dortmund (FESCH) http://www.w-f-sch.de sowie Petra Eickhoff und Stephan G. Geffers von "Partizipation und Organisationsentwicklung" Köln (parto gUG) http://www.part-o.de im Team gestalten. Mich interessiert, welche Erfahrungen mit Teilhabeaktionen zur Müllvermeidung andere XING-Forenmitglieder schon gemacht haben.
Stephan G. Geffers
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Heute Abend, 22.11.2017 sind Sarah Büchter (FESCH Dortmund), Petra Eickhoff (parto gUG Köln) und ich wieder in Krefelds Samtweberviertel im Café Lentz. Auf Initiative des Viertelrats http://www.samtweberviertel.de/samtweberviertel/plattform-samtweberviertel/ werden wir Lernmöglichkeiten von „Handwerkszeug“ fürs Engagement im Stadtviertel erkunden: Wie stärke ich Dialogfähigkeiten? Welche Methoden eignen sich für eine Stadtentwicklung aus der Mitte der Bewohnerinnen und Bewohner? Welchen Roten Faden braucht das Lernen im Rahmen Urbaner Nachbarschaft? Ab 18:30 Uhr sind wir in der Lewerentzstraße 106, Krefeld zu finden.
Stephan G. Geffers Zukunftskonferenz oder Zukunftswerkstatt? Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Bisweilen werden die Begriffe Zukunftskonferenz und Zukunftswerkstatt synonym verwendet, obwohl es sich um ganz unterschiedliche Konzepte der Partizipation handelt. Zwar kann auch eine zielführende Mischung beider Methodenkonzepte hilfreich sein. Dennoch möchte ich mich für eine klare und fachgerechte Verwendung der Begriffe aussprechen und dazu einladen, in diesem Forum konkrete Erfahrungen mitzuteilen.
Zukunftskonferenz
Anstatt sich mit Problemen und Konflikten herumzuplagen, fordert der US-amerikanische Organisationsberater Marvin R. Weisbord (geboren 1931) dazu auf, sich mit gemeinsamen Ausgangspunkten und Zukunftsperspektiven zu befassen.
Das Vorgehen umfasst sechs Phasen: 1. Rückblick und Vergegenwärtigung, 2. Umfeldprüfung und Trendanlalyse, 3. Bewertung und Anerkennung, 4. Visionen und Idealszenarien, 5. Gemeinsamkeiten, 6. Aktionspläne.
In der Anwendungspraxis bedeutet das für die Moderation einer Zukunftskonferenz, Erfahrungen innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation oder der eigenen Kommune zu erschließen und zu vernetzen.
Im Wechsel zwischen homogenen und heterogenen Gruppenzusammensetzungen werden so die Möglichkeiten gemeinsamen Handelns mit den Teilnehmenden strukturiert. Die Moderation sorgt für Offenheit der Ergebnisse und versteht es, immer die richtigen Menschen an den Tischen zusammenzuführen.
Ziel ist es, dass sich selbst steuernde Gruppen bilden, die die Umsetzung auch nach der Zukunftskonferenz vorantreiben.
Das ganze System in einen Raum zu holen, ist eines der Grundprinzipien der Zukunftskonferenz, um wirklich Gemeinsamkeiten herausarbeiten und konkrete Maßnahmen planen zu können. Die Konzentration liegt dabei nicht auf das, was trennt, sondern auf das, was verbindet.
Einer Zukunftskonferenz geht eine gründliche Analyse voraus, wer ins kommunikative System gehört und welche Wechselwirkungen zwischen den Gruppen auf das Thema wirken.

>>Video (3 Minuten) "Zukunftskonferenz": http://www.youtube.com/watch?v=3KGmD-W2-Ic
>>"Wegweiser Bürgergesellschaft" der Stiftung Mitarbeit zur Zukunftskonferenz: http://www.buergergesellschaft.de/mitentscheiden/methoden-verfahren/visionen-entwickeln-zukunft-gestalten/zukunftskonferenz/
>>"Zukunftskonferenz / Energien für Wandel (Basis-Training)" beim Team Zukunftswerkstatt Köln (heute: parto gUG Köln): http://www.zwteam.de/training-zukunftskonferenz.html
>>Methodenerfinder Marvin R. Weisbord auf eigener Homepage (in Englisch): http://www.marvinweisbord.com/

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013"

  • Gegründet: 29.11.2012
  • Mitglieder: 197
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 263
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