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ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Petra Eickhoff Kommen und Bleiben - Ideen aus der Zukunftswerkstatt sollen Akteure vor Ort inspirieren
Auf dem Weg in die Lausitz - vom 20. bis 22.09. werde ich meine Zelte im IBA-Studierhaus aufschlagen, um teilnehmende Geflüchtete aus der Zukunftswerkstatt im Mai zu besuchen und Akteure zu treffen, die den Ideen der Zukunftswerkstatt aufgeschlossen sind oder auf der Suche nach geeigneten Vorgehensweisen, wie es gelingen kann, den Dialog zu befördern und Teilhabe zu ermöglichen. Es ist sicher keine leichte Aufgabe...
Am Donnerstag, 22.09.2016 13.00 Uhr findet der feierliche Abschluss des Projektes "Lausitz an einen Tisch" im IBA-Studierhaus statt. Ich habe die Dokumentation im Gepäck, um die Idee der Zukunftswerkstätten als wirksames Instrument des gegenseitigen Lernens zu transportieren...
Stephan G. Geffers
Seit Montag 10.10.16 sind Petra Eickhoff und ich wieder am Großräschener See (in Flutung), um das Projekt "Kommen und Bleiben in der Lausitz - Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen" fortzuführen. Das untenstehende Bild zeigt den Großräschener See, eine großartige Naturkulisse, die für den tiefgreifenden Wandel dieses brandenburgischen Landstrichs steht. Diesmal habe ich ihn mit dem Fahrrad ganz umrunden können.
Wir haben mehrere Teilnehmende unseres Zukunftswerkstätten-Jahrestreffens (Mai 2016) wiedergetroffen, neue Kontakte in soziale Verbände und engagierte Stadtverwaltung http://www.grossraeschen.de/stadtentwicklung_bauen_wohnen/stadtumbau/ geknüpft, bei einem Deutschkurs ehrenamtlich mitgeholfen und für unsere kommende Fortbildung im IBA-Studierhaus http://www.iba-see2010.de/de/studierhaus.html eingeladen. Und wir treffen heute Abend neue und bekannte Bewohner des Übergangsheims Sedlitz-Ost und laden sie zu Chilli-con-Carne ein.

>>Wie können Integrationsprozesse von Menschen mit Fluchterfahrung gelingen?

ist die Fragestellung in der kommenden Fortbildung. Wir wollen Menschen aus der Lausitz zusammenbringen: Politisch Verantwortliche, Menschen aus Flüchtlingsinitiativen/Vereinen vor Ort und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Geflüchteten in ihrer Nähe. Für Teilnehmende aus der Lausitz ist die Teilnahme kostenfrei/gedeckt durch eine Projektförderung der Stiftung Demokratie von unten bauen http://www.demokratie-von-unten-bauen.de
Dienstag 15. November 2016 ab 14:30 Uhr ERZÄHLSALON, abends FILME mit Liedern in vielen Sprachen
Mittwoch 16.November 2016 ab 9:30 Uhr ZUKUNFTSWERKSTATT
Donnerstag 17. November 2016 bis 14:30 Uhr REFLEXIONEN und PLÄNE
Mehr Information gerne bei parto - gemeinnützige Unternehmergesellschaft für Partizipation und Organisationsentwicklung http://www.part-o.de
Stephan G. Geffers 08.10.16 (Berlin) Zukunftswerkstatt im Chor: Entwicklung statt Konflikt
Im Reuterhaus der Humbold-Universität zu Berlin http://www.hu-berlin.de/de/ueberblick/campus/mitte/standorte/dorotheenstrasse-24/standardseite präsentiere ich am kommenden Samstag, 8. Oktober 2016 ab 14:30 einen Workshop auf dem 4. Chorleitertag Berlin http://www.chorverband-berlin.de/veranstaltungen/workshops-seminare/#c315 zum Thema: "Zukunftswerkstatt im Chor: Entwicklung statt Konflikt".
Argumente für eine Zukunftswerkstatt im Chor:
- Druck ablassen + Konflikte abbauen + Identifikation stärken
- Ängste überwinden: Unangenehmes ansprechen + Gesicht behalten + Zusammenhalt stärken
- Wirksamkeit erhöhen: Alle im Chor sind aktiv + entscheiden gemeinsam
- Pläne gemeinsam fassen: Vorhandene Potenziale einbinden + stärken
Ausgangspunkt ist die erfolgreiche Zukunftswerkstatt-Zusammenarbeit mit dem jungen Chor Berlin Cantus Domus http://www.cantusdomus.de/
Petra Eickhoff An unseren Erfahrungen lernen! Dokumentation Kommen und Bleiben wird veröffentlicht
Wie können Geflüchtete erflolgreich und folgenreich beteiligt werden? Wie können wir sichern, dass schon frühzeitig demokratische Teilhabe ermöglicht und vorgelebt werden kann? Die Dokumentation Kommen und Bleiben - Ende der Flucht? zeigt, wie Bemühungen um Integration / Inklusion wirksam unterstützt werden können.
Die vier Tage im Mai 2016 im Studierhaus der Internationalen Bauaustellung in Großräschen/Lausitz sehe ich als Schritte in die Verwirklichung von Ideen mit großen Zukunftschancen...
Hier nochmal die wichtigsten Links zum Projekt:
Auf der Website des Zukunftswerkstätten-Verein zum Crowdfundig
http://www.zukunftswerkstaetten-verein.de/themen-und-aktivitaeten/aktuelle-projekte/
Das wird auch der Ort zur Veröffentlichung von Teilen der Dokumentation und Bestellung der Dokumentationsbroschüre
http://www.zukunftswerkstaetten-verein.de/themen-und-aktivitaeten/
Beste Grüße
Katrin Rohnstock
Auch wir fanden das Wochenende ganz besonders anregend! Die Zukunftswerkstätten sind eine tolle Erfahrung für uns gewesen, die bereichert. Danke, dass wir den Erzählsalon mit Euch und den Geflüchteten erleben dürften. Unseren Erfahrungsbericht darüber gibt es auf der Seite unseres Projektes: http://www.lausitz-an-einen-tisch.de/allgemein/30-jahrestreffen-zukunftswerkstaetten-lausitz
Stephan G. Geffers Augsburg (Juli 2016): Zukunftswerkstatt-Moderation beim Bistum Augsburg lernen
In einer Pfarreiengemeinschaft zu gemeinsamen Entscheidungen kommen: Vom Wollen zum Handeln mit der Methode der „Zukunftswerkstatt“.
Oft stellt sich im pastoralen Team, im Seelsorgeteam oder anderen Teams mit Haupt- und Ehrenamtlichen die Frage, wie man mit vielen in der Gemeinde zu Visionen und Zielen kommt. Für sich allein Ideen entwickeln und die passenden Leute dazu zu suchen, scheint überholt zu sein. Gemeindemitglieder wollen in Entscheidungen mit eingebunden werden, wollen ihren Teil dazu beitragen. Es kann sein, dass es Ihnen um Visionen für die ganze Pfarreiengemeinschaft geht; es kann aber auch sein, dass es Ihnen um die Familien- , Jugend-, oder Seniorenarbeit oder ein bestimmtes Projekt geht.
http://www.data.part-o.de/Zukunftswerkstatt-Moderation-2016-Augsburg.pdf http://www.bistum-augsburg.de/index.php/bistum/content/download/139236/1644966/file/Zukunftswerkstatt.pdf
Die dreitägige, praxisbezogene Fortbildung ist offen für Pfarrer, pastorale Mitarbeiter, pastorale Teams aus allen Kirchengemeinden und Bistümern, ebenso für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sozialorganisationen wie z.B. Caritas. Die Teilnahme kostet 150,00 € (Kursgebühr, entfällt bei Zugehörigkeit zum Bistum Augsburg) + 140,00 (Unterkunft/Verpflegung). Anmeldung ist bis 29. April 2016 möglich.
Stephan G. Geffers
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Stephan G. Geffers
Heute am Mittwoch 13. Juli 2016 hat um 9 Uhr der dritte Tag der Moderationsfortbildung "Zukunftswerkstätten moderieren" im Exerzitienhaus des Klosters der Missionsbenediktiner St. Ottilien (bei Augsburg) begonnen. Achtzehn Teilnehmende aus verschiedenen Pfarreien im Bistum Augsburg sind gekommen, um mit Hilfe der Zukunftswerkstatt Menschen einzubeziehen in die Gestaltung einer einladenden, lebensnahen und modernen Kirche. Bisher haben wir zwei Zukunftswerkstätten moderiert: Eine Zukunftswerkstatt wurde durch das Fortbildungsteam von parto - Partizipation und Organisationsentwicklung - aus Köln moderiert. Eine zweite Zukunftswerkstatt moderierten die Teilnehmenden selbst - mit verteilten Rollen in drei Trainingsteams. Die von den Bedürfnissen der Teilnehmenden selbst bestimmten Themen waren:
Mahlgemeinschaft - mal Gemeinschaft?! Wie fühlen sich alle - von 1 bis 111 Jahren - wohl, Gemeinschaft, Kirche und Eucharistie zu feieren? Was können wir zum Gelingen beitragen? (Zukunftswerkstatt am 11. Juli 2016)
Lieber gemeinsam statt einsam - Wie gelingt es uns, in unserem Wohnviertel miteinander zu leben, voneinander zu lernen und füreinander da zu sein? (Zukunftswerkstatt am 12. Juli 2016)
Heute rundet sich die Moderations-Fortbildung durch Fragen nach dem Transfer in die Kirchengemeinden. Fragen können sein: Wie können Hindernisse überwunden, Traditionen verändert und mehr Kreativität in der katholischen Kirche verbreitet werden? Wie kann durch vernetztes Handeln unter den hierher gekommenen Pfarrer und Diakonen, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, Pfarrhelferinnen und Pastoralreferenten etwas Neues bewegt werden? Welche Variationen der Methodenanwendung habe ich, um Hemmschwellen niedrig zu halten? Wie gehe ich damit um, wenn ein Zukunftswerkstattprozess ein Ergebnis zutage fördert, das ich als Moderation gar nicht fördern will?
Was denken Sie, was Zukunftswerkstatt in der katholischen Kirche bewegen kann? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welche positive Vision zu Christentum und Kirche im 21. Jahrhundert tragen Sie in sich? Ich lade herzlich ein, sich in die Diskussion einzubringen.
Stephan G. Geffers Soziale Ausgrenzung ist Aggression - Partizipationsmöglichkeiten sind zu erweitern
13. Juni 2016 - ich sitze in der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg. Noch zwei Stunden bis zum offiziellen Fest „30 Jahre Bibliothek für Zukunftsfragen“. Zeit, um noch einmal den Zufall entscheiden zu lassen beim Flanieren entlang der vielen Bücherregale. Mit den Worten NEU - ZU REZENSIEREN ist eines von ihnen beschriftet. Es ist ein kleines Bändchen, das meine Neugier weckt, den Einband in hell- und himmelblau gestaltet, vom Mandelbaum Verlag 2015 herausgegeben: „Lesebuch soziale Ausgrenzung II“.
Ich denke an das Projekt in Luxemburg, bei dem ich (gemeinsam mit Wiebke Claussen, Petra Eickhoff und Fred Gimpel) viele wunderbare Begegnungen hatte mit sozial ausgegrenzten Menschen: Mit Menschen in einer sozialtherapeutisch begleiteten Wäscherei in Ehlerange, mit Menschen in einem Obdachlosen-Heim in Luxembourg (ville), mit Menschen aus allen Landesteilen auf einer „Armutskonferenz“ in Hesperange. Wir haben gemeinsam Zukunftswerkstätten mit den Menschen durchgeführt, denen andere zumeist nicht zutrauen, sich konstruktiv Gedanken über ihre Zukunft und die Gesellschaft zu machen. Wir sind reich beschenkt worden damals mit wunderbaren Ideen und Begegnungen mit sozial ausgegrenzten Menschen.
Und ich denke an ein anderes Projekt, in dem junge Männer in Krefeld - um die 25 Jahre alt, frisch entlassen aus dem Knast und bisher ohne irgendeinen Schulabschluss – sich in einer Zukunftswerkstatt Gedanken zu ihrer beruflichen Zukunft machten. Anfangs wollten Sie nur Splatter-Videos mit mir gucken und später am liebsten Zuhälter werden. Am Ende unserer Zusammenarbeit waren sie über sich selbst erstaunt, als die von Ihnen beschriebenen Wandzeitungen voll Ideen für ihre eigene Zukunft den Raum ausfüllten und sie mir baten: „Das müssen Sie mal den Leuten vom Arbeitsamt zeigen, was wir alles können.“
Nun zurück zum „Lesebuch soziale Ausgrenzung“. Ich möchte als Gedankenanstoß aus dem Beitrag von Mar Cabezas zitieren. Im Autor*innen-Verzeichnis erfahre ich, dass Frau Cabezas am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg arbeitet und Studienjahre in Salamanca (Spanien) und Köln verbracht hat. Sie schreibt (Seite 141):

>>„Armut und soziale Ausgrenzung ist keine Realität, die vom Himmel fällt und außerhalb jedes gesellschaftlichen Einflusses steht, sondern ist - zumal in wohlhabenden Ländern - durch soziale Handlungen und Strukturen bedingt und somit gesellschaftlich geduldet. Soziale Ausgrenzung ist also kein unglücklicher Zufall und somit auch nicht unbeabsichtigte Konsequenz gegebener sozialer Strukturen. Soziale Ausgrenzung aufgrund von Armut ist wahrscheinlich eine der letzten Formen von Diskriminierung und Stigmatisierung, die heute in modernen, reichen Gesellschaften aktiv oder passiv akzeptiert sind - ähnlich wie es etwa Rassismus und Xenophobie http://de.wiktionary.org/wiki/Xenophobie in unseren Breiten lange waren.
>>
>>Soziale Ausgrenzung kann treffend als Verweigerung beschrieben werden: als Verweigerung von sozialen Rechten, von Partizipationsmöglichkeiten und grundlegenden Chancen der Lebensentwicklung. In diesem Sinne ist soziale Ausgrenzung eine passive, direkte Form der Aggression, da sie Prozesse der Segregation http://de.wiktionary.org/wiki/Segregation (etwa durch Stigmatisierung oder Marinalisierung) beinhaltet. In anderen Worten: Armut stellt eine Form struktureller Ausgrenzung dar, und da diese durch Menschen ausgeführt wird, handelt es sich um eine Form von Aggression.“

(Eingestreute Links auf Wiktionary zu ausgewählten Fachworten habe ich hinzugefügt.)
Ich frage, wie Partizipationsprozesse mit Zukunftswerkstätten und anderen Herangehensweisen noch wirkungsvoller dazu beitragen können, soziale Ausgrenzung zu überwinden? Welche Erfahrungen gibt es noch?
Mehr zum Buch auf der Website des Mandelbaum-Verlags (Wien): http://mandelbaum.at/books/764/7654 Nachfolgendes Bild zeigt das genannte Buch im Regal der Salzburger Zukunftsbibliothek. Für das ein Jahr zuvor veröffentlichte erste „Lesebuch soziale Ausgrenzung“ hatte Stefan Wally von der Bibliothek auch einen Beitrag geschrieben: http://jungkbibliothek.wordpress.com/2014/12/11/lesebuch-soziale-ausgrenzung/
Stefan Wally
Immer wieder inspirierend, mit Stephan Geffers ins Gespräch zu kommen. Danke für deinen Besuch in Salzburg!

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