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Ernst Holzmann 200 Milliardäre und 1.500 Tote im Mittelmeer...
Manche Menschen ertrinken im Überfluss - Andere bei ihrer Flucht im Mittelmeer...
Gestern bei der Veranstaltung #unteilbar mit über 200.000 Teilnehmer/innen in Berlin sah ich ein Plakat mit dieser Aufschrift, die mich zutiefst berührte.
Nach aktuellen Statistiken gibt es in Deutschland ca. 200 MILLIARDÄRE. Und nur im Jahr 2018 sind bisher über 1.500 Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. Genau diese Zahlen machen Millionen von Menschen so wütend und treiben sie auf die Strasse um gegen dieses System und dessen Auswüchse zu protestieren.
Apropos Auswüchse, Strassen und Protest: Wenn Sie in Bayern leben, waren Sie heute schon wählen?
Ernst Holzmann "Du sollst keinen Fremden ausnützen oder ausbeuten"
Wie alle fünf Jahre war ich gestern zu dem Klassentreffen mit meinen ehemaligen Mitschüler/innen im tiefkatholischen Unterallgäu in Bayern. Wie fast zu erwarten, entzündete sich im Lauf des Abends eine hitzige Diskussion über die flüchtenden Menschen, die bei uns die letzten Jahre Schutz gesucht haben. Und deren Aufnahme und deren Schutz von nicht wenigen meiner Klassenkameraden kategorisch abgelehnt wurde. Und diese Ablehnung auch mit als Grund für das Wahlergebnis von deutlich über 20% einer sogenannten "Alternativen" Partei in dieser Region angegeben wurde.
Auf der stürmischen Rückfahrt nach Potsdam ging mir die Diskussion und die Einstellung meiner ehemaligen Freunde nicht mehr aus dem Kopf. Gerade, weil es so gut wie allen wirtschaftlich blendend ging, aber keiner meiner ehemaligen Mitschüler bisher direkten Kontakt mit den Schutz suchenden Menschen hatte und diesen Kontakt kategorisch ablehnte.
Als ich dann am Autoradio eine "aufhellende" Musik zu dem Wetter und zu meinen Gedanken suchte, blieb ich an Bayern 1 und an der "Katholischen Morgenfeier" hängen. Deren Inhalt und die entsprechende Kommentierung mich sehr nachdenklich machte. Auch weil wir in der hitzigen Diskussion am Abend zuvor auch kurz das Thema Christ sein und das entsprechende Gebot der Nächstenliebe streiften.
Ein Auszug aus dem entsprechenden Text der "Morgenfeier" und der Kommentierung durch Prof. Franz Sedlmeier, Augsburg:
"....Das zeigt ein weiterer Text aus dem Alten Testament. Der heutige Sonntag hat ihn als alttestamentliche Lesung vorgesehen. Er stammt aus dem 2. Buch Mose, dem Buch Exodus, aus einer Gesetzessammlung, in der das gesellschaftliche Leben im alten Israel geregelt wird. Dabei gilt die ganze Aufmerksamkeit den Verlierern in der Gesellschaft, den Benachteiligten. Am Verhalten ihnen gegenüber wird aufgezeigt, was Nächstenliebe ganz konkret bedeuten kann.
„So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. Mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwerte schlagen, so dass eure Frauen Witwen und eure Söhne Waisen werden“ (Ex 22,20-23).
Diese Aussage ist heftig. Sie ist schockierend. Sie will auch schockieren. Vom Zorn Gottes ist die Rede. Gott erscheint als Krieger, als Kämpfer, der Menschen mit dem Schwert ans Leben geht. Auch wenn es eine bildhafte Sprache ist, es fällt schwer sie zu verstehen. Was ist damit gemeint?
Angesichts von Unrecht, das zum Himmel schreit, spricht der eben gehörte Abschnitt vom Schutz der Fremden, der Witwen und Waisen, von jenen Gruppen also, die in der Gesellschaft unter erschwerten Bedingungen leben müssen. Weil die Gefahr besteht, dass die Stärkeren in der Gesellschaft aus der Not Armen noch zusätzlichen Profit schlagen, ergreift der Gott Partei für die Schwachen. Er stellt sich entschieden auf die Seite der Armen und Bedrängten und ist deren Anwalt.
Zunächst werden die Fremden erwähnt. Angesichts der Gefahr, sie als billige Lohnarbeiter auszubeuten und zu versklaven, wird Israel an seine eigene Geschichte erinnert: Ihr seid doch in Ägypten Fremde gewesen und wurdet
ausgebeutet und versklavt. Ihr wisst, wie es dem Fremden zumute ist. Respektiert sie in ihrer Würde. Die Erinnerung an die eigene Geschichte soll dazu helfen, ein Gespür, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zu entwickeln und den Fremden beizustehen. So kann Nächstenliebe aussehen, die aus der Gottesliebe kommt."
Je länger ich der "Katholischen Morgenfeier" beiwohnte, umso mehr geriet ich ins Grübeln. Auch, warum anscheinend immer mehr Christen das Gebot der Nächstenliebe "fallweise" auslegen möchten. Oder warum Solidarität mit Schwachen nur dann gut zu sein scheint, wenn man diese selber braucht. Oder auch über Parteien, die "Christlich" sogar im Namen führen. Von den sogenannten "Patrioten" ganz zu schweigen, die angeblich zwar das "Christliche Abendland" verteidigen wollen, aber offensichtlich mit diesem "Abendland" und dem Kern und der Wurzel von "Christlich" so gut wie gar nichts anfangen können...
Ernst Holzmann
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Ernst Holzmann
Der Einsatz für eine offene und freie Gesellschaft ist wichtiger denn je. Alle demokratischen und weltoffenen Kräfte müssen zusammenstehen, um weiteren Schaden für unser Land abzuwenden.
Während der Staat sogenannte Sicherheitsgesetze verschärft, die Überwachung ausbaut und so Stärke markiert, ist das Sozialsystem von Schwäche gekennzeichnet: Millionen leiden darunter, dass viel zu wenig investiert wird, etwa in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung.
Unzählige Menschen werden jährlich aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Umverteilung von unten nach oben wurde massiv vorangetrieben. Steuerlich begünstigte Milliardengewinne der Wirtschaft stehen einem der größten Niedriglohnsektoren Europas und der Verarmung benachteiligter Menschen gegenüber.
Ernst Holzmann Was der heutige Tag (20.12.) mit Heilig Abend zu tun hat
Heute (20.12.) ist der internationale Tag der menschlichen Solidarität.
Und man bekommt den Eindruck, dass diesen Tag nur wenige Menschen kennen und als ob es niemanden großartig interessiert.
Vielleicht ähnlich, wie der Hintergrund, warum wir den 24.12. besonders feiern. Nämlich nicht deswegen, weil an diesem Tag ein verkleideter Mann mit einem rot weissen Truck eine süße Brauselimonade durch die Gegend kutschiert.
Sondern deswegen, weil an diesem Tag ein Mensch geboren wurde, der sich schon vor gut 2.000 Jahren für menschliche Solidarität mit Schwachen und Aussenseitern der Gesellschaft, für Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit eingesetzt hat. Der schon knapp nach seiner Geburt vor seinen Verfolgern fliehen musste. Und dessen Einstellung schon damals den Machthabern so suspekt war, dass er nach nicht einmal einem halben Menschenleben aus dem Weg geschafft wurde...
Ernst Holzmann Aus Neid kann Wut entstehen, aus Wut dann oft leider auch Hass
Von Hass ist der Weg dann nicht mehr weit zu Gewalt.
Warum existiert aber gerade in einem Land wie Deutschland so viel Neid auf andere? Wird das Leben von vielen Menschen tatsächlich hauptsächlich von der Gier nach materiellen Dingen bestimmt?
Warum sind gerade viele Menschen so neidisch auf andere Menschen, die gar nichts haben, ausser ihrem Wunsch nach einem "normalen" Leben?
Und warum findet man diesen Neid, diese Wut, oft auch den damit verbundenen Hass und die Gewalt, sogar unter Christen? Oder bezeichnen sich manche Menschen zwar als Vertreter (oder Verteidiger) unseres Glaubens, haben aber die Wurzel und die Botschaft von Jesus Christus überhaupt nicht verstanden?
Nur für XING Mitglieder sichtbar Roland Werner: Fremde, Flüchtlinge und wir - Lernen aus der Bibel für den Umgang miteinander
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Gerhard Tummuseit
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Gerhard Tummuseit
Haben wir als "Christen in der Wirtschaft" das Ziel Menschen zu Jesus zu führen?
Wie machen Sie das persönlich?
Mir ist es eine große Hilfe das mit der GideonBibel
-dem wertvollsten Geschenk das ich machen kann-
und den beiden letzten Seiten umzusetzen,
wenn sich ein Gespräch in dieser Hinsicht ermöglichen lässt.
Diese Seiten stellen einen Leitfaden dar
anhand dessen ich auf ein „Gespräch mit Gott“ aufmerksam machen kann
und im Bedarfsfall das „mit dem Menschen bete“.
Schaun Sie mal rein in die Bildanlage
(durch einen Klick darauf wird es besser lesbar).
Wie denken Sie darüber?

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