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Gesellschaft für Informatik (GI)

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

Gi Gesellschaft für Informatik (GI) GI unterstützt „Charta Digitale Bildung“
Mit der „Charta Digitale Bildung“ will ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf ein gemeinsames und umfassendes Verständnis von Bildung in der digital vernetzten Welt hinwirken.
Berlin 14. August 2019 – Mit der Unterzeichnung der „Charta Digitale Bildung“ macht sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in einer gemeinsamen Erklärung mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Parteien, Verbänden, Initiativen, Bildungsinstitutionen und Unternehmen für einen umfassenden und zeitgemäßen Bildungsbegriff stark. Die Charta beinhaltet drei Grundsätze und ist Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses ihrer Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Bildung in einer durch Digitalisierung geprägten Welt („Digitale Bildung“). Nach ihr hat "Digitale Bildung" die Aufgabe Urteilsfähigkeit, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Gestaltungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Chancen der Teilhabe am Gesellschafts- und Arbeitsleben zu stärken.
Das in der Charta zum Ausdruck gebrachte Verständnis von „Digitaler Bildung" basiert auf der Dagstuhl-Erklärung, die 2016 von Bildungsexpertinnen und -experten aus der Informatik und ihrer Didaktik, der Medienpädagogik, der Wirtschaft und der Schulpraxis im Rahmen eines Seminars auf Schloss Dagstuhl entwickelt worden ist. Dabei sollen Situationen, Gegenstände und Phänomene der digital vernetzten und automatisierten Welt aus drei Perspektiven betrachtet werden:
- Aus anwendungsbezogener Perspektive: Wie nutze ich es?
- Aus technischer Perspektive: Wie funktioniert es?
- Aus sozio-kultureller Perspektive: Wie wirkt es auf mich und die Gesellschaft?
Daniel Krupka, Geschäftsführer der Gesellschaft für Informatik und Mitinitiator der Initiative: „Mit der ‚Charta Digitale Bildung‘ wollen wir gemeinsam mit zahlreichen Bildungs- und Digital-Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft darauf hinwirken, ein gemeinsames Verständnis von Bildung in der digital vernetzten Welt, kurz ‚Digitaler Bildung‘, zu etablieren. Die Unterzeichnenden sind davon überzeugt: Erst wenn klar ist worüber wir reden, ist ein konstruktiver gesellschaftspolitischer Bildungsdiskurs über Partei- und Verbandsgrenzen hinweg möglich. Daher enthält die Charta auch keine politischen Forderungen oder Positionen, sondern ist ausschließlich Ausdruck eines geteilten Begriffsverständnisses ihrer Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.“
Die „Charta Digitale Bildung“ wurde heute veröffentlicht und kann unter http://www.Charta-Digitale-Bildung.de von allen Interessierten mitgezeichnet werden
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) Konrad-Zuse-Medaille: Dorothea Wagner erhält höchste Informatik-Auszeichnung
Mit der alle zwei Jahre vergebenen Konrad-Zuse-Medaille zeichnet die Gesellschaft für Informatik seit 1987 herausragende Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die Informatik verdient gemacht haben. Mit Prof. Dr. Dorothea Wagner, Professorin in der Fakultät für Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erhält zum ersten Mal eine Frau die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Informatik-Community.
Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Wir freuen uns, mit Dorothea Wagner eine überragende Wissenschaftlerin auszuzeichnen, deren Beiträge zur Informatikforschung zur Weltspitze gehören und sich heute in zahlreichen Anwendungen wiederfinden. Hierzu zählen beispielsweise die automatisierte Routenplanung oder die Optimierung von Energiesystemen. Diese wissenschaftliche Exzellenz geht Hand in Hand mit einem beispielhaften ehrenamtlichen Engagement für die Informatik und die Wissenschaft, das in zahlreichen Gremien innerhalb und außerhalb der GI höchste Anerkennung erfährt.“
Prof. Dr. Dorothea Wagner studierte Mathematik an der RWTH Aachen, wo sie 1986 auch promovierte. Nach ihrer Habilitation an der TU Berlin folgten Professuren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Konstanz. Seit 2003 ist Dorothea Wagner Professorin für Informatik am KIT in Karlsruhe. Im Verlauf ihrer Karriere erhielt sie zahlreiche Ehrungen, darunter das GI-Fellowship (2008), den Google-Focused Research Award (2012) und die Werner Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt Stiftung (2018). Im Jahr 2016 wurde sie darüber hinaus in die acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gewählt.
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) GI ernennt vier herausragende Informatik-Talente zu Junior-Fellows
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ernennt Prof. Dr. Ziawasch Abedjan (TU Berlin), Prof. Dr. Viktor Leis (Uni Jena), Dr. Sandra Schulz (HU Berlin) und Dr. Felix Gessert (Baqend) zu Junior Fellows 2019. Mit dem Junior-Fellowship will die Gesellschaft für Informatik herausragende Informatik-Talente aus Wissenschaft und Praxis dazu ermutigen, sich für die weitere Entwicklung der Informatik zu engagieren. Die Junior-Fellows erhalten hierzu fachliche, ideelle und finanzielle Unterstützung der GI, um eigenverantwortlich Ideen zur Gestaltung der Informatik in Gesellschaft und Wissenschaft umzusetzen. Das Junior-Fellowship wird seit 2013 jedes Jahr durch eine hochkarätig besetzte Auswahl-Jury vergeben. Die offizielle Verleihung findet im Rahmen der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2019 am 24.9.2019 in Kassel statt.
Prof. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Trotz ihres jungen Alters haben sich alle vier Persönlichkeiten bereits durch ihre hervorragenden Leistungen und ihr Engagement für die Informatik einen Namen gemacht. Mit dem Junior-Fellowship wollen wir diese vorbildhaften Talente weiter fördern. Ich freue mich schon jetzt auf die gemeinsame Arbeit und die vielen neuen Impulse, die sie innerhalb und außerhalb unserer Fachgesellschaft setzen werden.“
Prof. Dr. Ziawasch Abedjan ist Juniorprofessor an der TU Berlin und leitet dort das „Fachgebiet Big Data Management“. Die Forschung seiner Gruppe befasst sich mit der Entwicklung von Methoden zur Automatisierung zeitintensiven Datenvorbereitungsschritten, wie die der Datenintegration und Datenreinigung, um Data-Science-Anwendungen zu beschleunigen. Als Junior-Fellow möchte er die GI bei der Erprobung und Dissemination der Idee von Data Literacy und der Ausarbeitung von Empfehlungen für die universitäre Ausbildung von Data Scientists unterstützen.
Prof. Dr. Viktor Leis ist Professor für Datenbanken und Informationssysteme an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sein Forschungsgebiet ist die Entwicklung von Datenbanksystemen zur effizienten Speicherung und Verarbeitung von großen Datenmengen auf moderner Hardware. Er setzt sich für die Verbesserung der Softwareentwicklungsausbildung an Universitäten und die Stärkung der Startup-Kultur in Deutschland ein
Dr. Sandra Schulz forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin zu aktuellen Themen der Didaktik der Informatik und ist darüber hinaus an einer Berliner Schule tätig. Sie untersucht Problemlöseprozesse beim Umgang mit Physical-Computing-Geräten in der Informatik sowie fächerübergreifende MINT-Problemlöseprozesse. Um die informatische Bildung an der Basis – v.a. in der Schule – zu fördern, hat sie die Schülergesellschaft Informatik an der HU Berlin ins Leben gerufen sowie weitere Kooperationen von Universitäten und Schulen initiiert.
Dr. Felix Gessert ist Gründer und CEO von Baqend, einer Ausgründung der Universität Hamburg mit mittlerweile 15 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die eine neue Technologie für Ladezeiten-Optimierung von E-Commerce Webseiten entwickelt. In seiner Promotion an der hat Felix Gessert die zugrundeliegenden Caching-Algorithmen erforscht. Für seine Vision eines Webs ohne Ladezeiten möchte er Wissenschaft und Praxis enger zusammenbringen.
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) Umfrage: Wenn KI ein Geschlecht hätte, wäre sie männlich
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat im Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in einer repräsentativen Allensbach-Umfrage gefragt, ob die deutsche Bevölkerung KI-Maschinen eher als weiblich oder männlich wahrnimmt.
Sie schlagen uns Restaurants vor, leiten uns durch den Verkehr und beantworten uns alltägliche Fragen: Digitale Sprachassistenten mit Künstlicher Intelligenz (KI) finden sich heute bereits in Autos, Handys oder Uhren. Auffallend ist: In den meisten Fällen sind die assistierenden Computer wie Siri, Alexa oder Google Assistant per Werkseinstellung mit weiblichen Stimmen ausgestattet. Um zu erfahren, ob die KI-Systeme allgemein als eher männlich oder eher weiblich wahrgenommen werden, hat die Gesellschaft für Informatik im Rahmen des Projektes „#KI50-Künstliche Intelligenz – gestern, heute, morgen“ im Wissenschaftsjahr 2019 das Allensbach-Institut mit einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage beauftragt. Mit #KI50 will die GI in Anlehnung an ihr 50-jähriges Bestehen dazu anregen, über die deutsche KI-Geschichte zu reflektieren, einen Blick nach vorne zu werfen und das Thema einer breiten Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen.
KI wird sechsmal häufiger als männlich wahrgenommen.
Zwar weist eine Mehrheit der Deutschen KI noch kein Geschlecht zu, rund ein Fünftel der Befragten nehmen KI-Maschinen aber als „eher männlich“ (19,3 %) wahr. Das sind fast sechsmal so viele Menschen, wie die, die KI als „eher weiblich“ (3,5 %) einordnen. Ein Ungleichgewicht, das sich durch die gesamte Bevölkerung zieht, egal ob alt oder jung, Mann oder Frau, Ost oder West. Lediglich eine Ausnahme zeigen die Daten: Bei Science-Fiction-Kennern (1) liegt der Wert derjenigen, die KI als „eher weiblich“ einordnen mit 7,2 % doppelt so hoch, wie in der Gesamtbevölkerung.
Die Rolle von Geschlecht in der KI reflektieren
Christine Regitz, Vizepräsidentin der Gesellschaft für Informatik: „Mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz kann zum ersten Mal einer Technologie selbst ein Geschlecht zugeordnet werden. Gerade deswegen sollten wir darauf achten, dass diese Systeme nicht nur bestehende Rollenbilder reproduzieren, sondern die Diversität der Gesellschaft reflektieren und stützen. Denn auch wenn KI das Potenzial hat Menschen zu diskriminieren, kann sie uns als neutrale Instanz ebenso dabei helfen unsere eigene Voreingenommenheit gegenüber Geschlechtern zu offenbaren, sie zu überwinden und Diskriminierung entgegenzuwirken. Dafür braucht es Entwicklerinnen und Entwickler, die sich dieser Verantwortung bewusst sind.“
Erste Convention „KI und Wir*“ zu Künstlicher Intelligenz und Gender
Das Thema Geschlecht in der KI ist auch Gegenstand der erstmalig stattfindenden Convention „KI und Wir*“ zu Künstlicher Intelligenz und Gender. Vom 22. bis 24. November diskutieren und experimentieren Forschende unterschiedlicher Disziplinen der KI und der Genderforschung gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit in der Festung Mark Magdeburg. Die Convention ist eine Kooperation der Otto-von-Guericke-Universität, des FEM POWER-Netzwerks und science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation. Auch die Gesellschaft für Informatik ist Partnerin des Events. Fachleute, Ausstellende oder Initiativen sind aufgerufen, sich noch bis zum 31. August mit ihren Ideen in die Veranstaltung einzubringen. Weitere Informationen unter: http://www.ki-convention.com
(1) Als Science Fiction-Kennerinnen und -Kenner wurden Befragte klassifiziert, die mindestens 10 der 15 zur Auswahl gestellten Science-Fiction-Maschinen dem Namen nach kannten.
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) is organising the following event: Neuer Beitrag im Informatik-Lexikon: DevOps
Für Standardsoftware gilt das Versprechen: Einmal eine Software einkaufen und anschließend von regelmäßigen Verbesserungen profitieren. Der Kunde profitiert von regelmäßigen Softwareupdates, neuen Funktionen und Sicherheitsupdates. Die Standardsoftware hat Standardfunktionen und Schnittstellen, für die fertige Integrationen zu anderen Softwarepaketen existieren oder mit denen Daten mit Anwendern derselben Software ausgetauscht werden können. Die Kosten stehen im Vordergrund, die sich auf den eigenen Betrieb und die Wartungskosten und Lizenzkosten des Herstellers aufteilen. Die eigenen IT-Kosten kann der Kunde weiter minimieren, wenn er die Software „as a service“ aus der Cloud bezieht. Meist kann er damit durch flexiblere Lizensierung Kosten senken.
Kurz nach dem Jahrtausendwechsel – die Dot-com-Blase war geplatzt – fasst dies Nicolas Carr unter „IT doesn’t matter“ zusammen. Ein Vorsprung durch Individualentwicklung wird dabei von den Mitbewerbern schnell eingeholt und ist nur mit großen Kosten zu halten. Es wäre das Ende jeder Individualentwicklung gewesen [1].
Was aber, wenn Software nun das Einzige ist, das die eigene Firma vom Wettbewerber differenzieren kann? Wenn jede neue Idee zu einer Verbesserung eine Änderung an der Software nach sich zieht?
In diesem Fall werden nicht die Kosten minimiert, sondern z. B. die Zeitspanne von der Produktidee bis zu ihrer Verprobung in Produktion. Je nachdem, wie dieser Prozess optimiert und automatisiert ist, kann dies mehrmals täglich erfolgen.
DevOps beschreibt eine Organisationsform, die ihren Prozess auf schnelle Lieferung von Softwareänderungen optimiert.
Den vollständigen Beitrag finden Sie auf https://gi.de/informatiklexikon/devops/