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Gesellschaft für Informatik (GI)

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

Nane Kratzke Smart like a Fox: How clever students trick dumb programming assignment assessment systems
Diese Fallstudie untersucht am Beispiel zweier Programmierkurse der Technischen Hochschule Lübeck wie erstaunlich einfach sich manchmal Lösungen zur automatisierten Bewertung von Programmieraufgaben (hier Virtual Programming Lab und Moodle) austricksen lassen.
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) Bewerbungsstart "MINT-freundliche Schule" und "Digitale Schule" 2019
Ab sofort ist es für alle Schulen wieder möglich, sich als “MINT-freundliche Schule” zu bewerben. Gleichzeitig öffnen startet auch die Bewerbungsphase für das neues Signet "Digitale Schule", für alle Schulformen.
Das Signet "MINT-freundlichen Schule" - Bewerbungsschluss 31. Mai 2019
Die nachhaltige Verbesserung des MINT-Unterrichts an Schulen ist ein wichtiges Anliegen. Dazu ehren Partnerorganisationen der Initiative "MINT Zukunft schaffen!", Stiftungen, Unternehmen, Vereine und Verbände gemeinsam Schulen, die einen Schwerpunkt auf die MINT-Bildung legen. Dabei ist die Ehrung und Hervorhebung von Schulen in der Breite mit einem bereits erkennbaren, grundlegenden MINT-Schwerpunkt notwendig und zielführend, um in Deutschland die MINT-Bildung quantitativ und qualitativ auszubauen. Es können sich alle Schularten bewerben. Die Ehrung steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Infos und die Bewerbungsunterlagen "MINT-freundliche Schule" finden Sie hier.
Schulen in Deutschland stehen vor der Herausforderung der Digitalisierung. Unter der Leitung der Initiative “MINT Zukunft schaffen!” haben Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft als Partner des Projekts "Digitale Schule" einen Kriterienkatalog als Leitfaden für digitale Schulen entwickelt. Neben einen umfassenden Nachweis der Profilbildung im Bereich Digitalisierung unterstützt die das Signet die Vernetzung mit Partnerunternehmen und MINT-Botschaftern und ist eine Anerkennung für geleistete Arbeit im Bereich der digitalen Bildung. Es können sich alle Schularten bewerben. Die Ehrung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Digitalisierung bei der Bundeskanzlerin Dorothee Bär.
Infos und die Bewerbungsunterlagen “Digitale Schule” finden Sie hier.
Den ganzen Artikel finden Sie hier: https://mintzukunftschaffen.de/2019/03/13/start-der-bewerbungsphase-jetzt-als-mint-freundliche-schule-und-digitale-schule-bewerben/
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) Stellungnahme der FG IB NRW: Einführung des Faches Informatik in die Stundentafeln an weiterführenden Schulen
Stellungnahme im Rahmen der Verbändebeteiligung zur Neuordnung der APO SI an Gymnasien, vorgelegt von der Fachgruppe Informatische Bildung in Nordrhein-Westfalen (FG IBN)
Die Informationsgesellschaft ist Realität und die digitale Transformation schreitet weiter voran. Dies betrifft schon heute alle Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger und wird sich in den folgenden Jahren weiter beschleunigen. Doch wie können wir die Herausforderungen, die auf unsere Gesellschaft zukommen, bestmöglich bewältigen?
Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt und zeigt sich auch in der Gegenwart, dass die zielgerichtete Nutzung und erst Recht die Beherrschung digitaler Werkzeuge, Infrastrukturen und Handlungen in erster Linie von dem Verständnis der diesen Systemen zugrunde liegenden Ideen abhängig ist. Ohne die Kenntnis und Verinnerlichung dieser Ideen ist der Einzelne im Wesentlichen eine fremdgesteuerte Person, die weitgehend den intensiven Werbeversuchen großer Konzerne schutzlos ausgeliefert ist. Daher ist es im Sinne einer aufklärerischen Erziehung zwingend, diese grundegenden Ideen in der Schule zu vermitteln. Das Fach, in dem diese Grundlagen gelegt werden, ist die Informatik. Sie ist die Leitwissenschaft der digitalen Gesellschaft.
Die Entwicklung informatischer Bildung kann nur in dem für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Schulfach Informatik erfolgen, wie es in Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern etabliert ist. Nordrhein-Westfalen muss diesen Wettbewerbsnachteil, auch im Vergleich zu vielen europäischen Nachbarländern, schnellstmöglich abbauen. Durch die Rückkehr zum Abitur nach 9 Jahren an den Gymnasien und die dadurch entstandene curriculare Diskussion ist es sinnvoll, jetzt in allen Schulformen die seit Jahrzehnten überfällige Strukturreform durchzuführen und Informatik verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I einzuführen.
Die verlängerte Lernzeit ermöglicht die Einführung des Schulfaches Informatik ohne Einschnitte in andere Schulfächer.
Bildungsstandards für das Pflichtfach Informatik in der Sekundarstufe I wurden durch die Gesellschaft für Informatik bereits im Jahr 2008 formuliert (vgl. [2]) und können die Basis für die Lehrpläne für alle Schulformen sein.
In den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln findet an 80 Gymnasien aktuell ein Modellvorhaben mit verpflichtendem Informatikunterricht in der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) statt, auf dessen Erfahrungen zurückgegriffen werden kann.
Das Pilotprojekt »Informatik an Grundschulen« des Bildungsministeriums in Kooperation mit den Universitäten Wuppertal, Aachen und Paderborn (vgl. [3]) liefert wertvolle Hinweise zur altersgerechten Vermittlung von Informatikkompetenzen in der Grundschule.
Erfahrene Lehrkräfte, die Informatik seit Jahren erfolgreich in der Oberstufe und im Differenzierungsbereich unterrichten, sind an den Gymnasien präsent (vgl. [4]).
Das Land Nordrhein-Westfalen verfügt über acht Universitäten, an denen Informatik-Fachdidaktik etabliert ist. Diese universitären Standorte verfügen über Ressourcen, um eine deutlich größere Zahl an Informatiklehrkräften auszubilden. Darüber hinaus können jederzeit die in der Vergangenheit erfolgreiche Maßnahmen zur Weiterqualifizierung von Lehrkräften mit anderen Lehrbefähigungen (sogenannte Sprinterstudiengänge) von den Universitäten schnell wieder aufgenommen werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass interessierte Studienanfänger nicht durch den Numerus Clausus beispielsweise in den Bildungswissenschaften an der Aufnahme des Studiums des Lehramtes im Fach Informatik gehindert werden können.
Wir begrüßen, dass Frau Ministerin Gebauer die Bedeutung von Informatik in der Schule erkennt und Informatik fördern möchte (vgl. [5]). Gleichzeitig ist im aktuell vorliegenden Entwurf für die G9-Stundentafel (vgl. [6]) das Schulfach Informatik nicht berücksichtigt. Es ist dringend vonnöten, durch die vom Landtag Nordrhein-Westfalen am 6. April 2017 einstimmig beschlossene »Stärkung des Schulfachs Informatik«, bereits in der Grundschule mit verpflichtendem Informatikunterricht zu beginnen und diesen in der weiterführenden Schule in einem Pflichtfach fortzusetzen, um damit dem Gendergap in Informatik ernsthaft begegnen zu können.
Vom Pflichtfach Informatik über das Leitfach Informatik zum Hauptfach Informatik: In Mecklenburg-Vorpommern hat das Pflichtfach Informatik schon seit vielen Jahren seinen Platz in allen Schulen – zunächst als Bestandteil der Arbeitslehre, jetzt als eigenständiges Fach und zukünftig als Leitfach, um den 2 Anforderungen aus der Vereinbarung der Bund-Länder-Kommission gerecht werden zu können. Wir erleben also eine schrittweise Erweiterung der Notwendigkeit des Schulfachs Informatik. Dies wurde auch in anderen Bundesländern zum Anlass genommen, den Stellenwert des Schulfachs Informatik durch Einträge in den Stundentafeln zu erhöhen. Aktueller Stand: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg haben Informatik als Schulfach in den Stundentafeln verankert. In Bayern gibt es Bemühungen, Informatik auch für die Grundschulen verfügbar zu machen.
Hier muss eine Überarbeitung zugunsten eines für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Informatikunterrichts erfolgen. Es ist zweifelsohne sinnvoll, das verpflichtende Angebot in allen Schulformen durch weitergehenden Unterricht im Wahlpflichtbereich zu verstärken. Wenn Informatik aber nur als eine von mehreren Wahl-Alternativen im Differenzierungsbereich angeboten wird, wird dem überwiegenden Anteil aller Schülerinnen und Schüler unseres Landes die Chance verwehrt, eine fundierte informatische Bildung zu erhalten und auf die Anforderungen einer zunehmend von Informatiksystemen geprägten Welt vorbereitet zu werden. Informatik muss Teil der persönlichen Bildungsbiografie (vgl. [7 und \8]) aller Schülerinnen und Schüler werden.
Literatur:
[1] Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (2018) - t1p.de/cxw4
[2] Gesellschaft für Informatik (2008): Grundsätze und Standards für die Informatik
in der Schule - t1p.de/xb2w
[3] Informatik an Grundschulen - IaG.nrw.de
[4] Antwort auf die Kleine Anfrage zur Unterrichtsversorgung Informatik (2016)
- t1p.de/g4p8
[5] WDR aktuell - Beitrag zur Rückkehr zu G9 - t1p.de/4crq
[6] Entwurf einer G9-Stundentafel vom 05.09.2018 - t1p.de/zcb4
[7] Deutsche UNESCO-Kommission: Bildungsbiografie - Schulbildung -
t1p.de/pyv6
[8] Müller, Dorothee: Der Berufswahlprozess von Informatiklehrkräften. Nummer
11 in Commentarii informaticae didacticae (CID), Potsdam, 2017. Universiätsverlag
Potsdam. Überarbeitete Fassung der Dissertation, Universität Wuppertal,
2016.
Autoren:
Fachgruppe Informatische Bildung in Nordrhein-Westfalen - FG IBN
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Der Grundaussage der Stellungnahme stimme ich zu, aber die Aussage, dass durch die verlängerte Lernzeit die anderen Fächer nicht betroffen seien, ist falsch.
Das Grundproblem bei der Einführung von G8 war, dass die Anzahl der Schulstunden eben nicht verringert wurde. Es wurde nur die zur Verfügung stehende Zeit verringert.
Im Grunde bedeutete dies, dass die Schüler schneller denken sollten, da der gleiche Stoff in kürzerer Zeit gelernt werden musste.
Das gleiche würde nun passieren, wenn Informatik zusätzlich hinzugenommen wird.
Mehr Stoff in gleicher Zeit = schneller Denken.
Geht das ?
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) is organising the following event: Digitale Schulen - ein Jahresrückblick
Wie können Schulen das Thema Digitalisierung adäquat adressieren? Wie können Schulen ihr passgenaues Digitalprofil entwickeln? Dazu haben Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft einen Kriterienkatalog und einen Leitfaden für digitale Schulen entwickelt. Dieser wurde unter der Mitwirkung des Fachbereichs „Informatik und Ausbildung / Didaktik der Informatik“ entwickelt. Mehr dazu auf https://bit.ly/2USK4Bc
Gi Gesellschaft für Informatik (GI) "Nicht jedes Internet-Buzzword muss Unterrichtsgegenstand werden"
Trotz der andauernden Diskussion um digitale Bildung und dem im Koalitionsvertrag nun festgeschriebenen Digitalpakt: Der Einsatz für mehr verpflichtende informatische Bildung bleibt ein Kernanliegen der Gesellschaft für Informatik. Zu Recht, findet Prof. Ira Diethelm von der Universität Oldenburg, stellvertretende Sprecherin der Fachgruppe “Didaktik der Informatik”, hier im Interview:
Deep Fakes, Dark Data oder Quantum Computing: In den Medien prasseln ständig neue Buzzwords auf uns herab. Wie kann man Schülerinnen und Schüler in einem so behäbigen System wie dem der Bildung eigentlich auf eine schnelllebige Zeit wie diese vorbereiten?
Natürlich sollten in der Schule immer auch aktuelle Phänomene unserer digitalen und vernetzen Welt eine Rolle spielen. Trotzdem kann und muss nicht jedes Internet-Buzzword zum Unterrichtsgegenstand werden. Wichtiger ist es, Schülerinnen und Schülern das Rüstzeug an die Hand zu geben, sich selbst neue Inhalte zu erschließen. Neben der Förderung von Persönlichkeitseigenschaften wie Neugierde oder Kreativität sind informatische Grundkenntnisse dafür entscheidend. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns als zuständige Fachgesellschaft mit der Frage auseinandersetzen, welche informatischen Inhalte verpflichtend in den Unterricht gehören. Gerade sind wir als GI dabei Kompetenzen für die informatische Bildung im Primarbereich zu erarbeiten, vor 10 Jahren haben wir bereits Empfehlungen für die Sekundarstufe I veröffentlicht.
Warum sind Grundkenntnisse der Informatik in der heutigen Zeit so entscheidend?
Wenn heute ein Auto an Ihnen vorbeifährt, dann können Sie anhand grundlegender Prinzipien der Physik und Chemie, die Sie in der Schule gelernt haben, nachvollziehen, warum es das tut. Sie könnten sehr wahrscheinlich selbst keines bauen, aber die in der Schule vermittelten Grundlagen ermöglichen Ihnen ein Verständnis dafür, wie in einem Motor die chemische Energie eines Kraftstoffs durch Verbrennung in mechanische Arbeit umgewandelt wird und was das mit CO2 zu tun hat. Sie verstehen also das Funktionsprinzip und die Auswirkungen des Autos. In ein paar Jahren wird in dem Auto vielleicht kein Fahrer mehr sitzen, weil es dann autonom fährt. Ohne informatische Grundlagen werden Sie einen wesentlichen Aspekt dieses dann alltäglichen Phänomens nicht nachvollziehen können. Deswegen befinden wir uns gesellschaftlich an einem kritischen Punkt. Wenn Menschen die zunehmende Vernetzung, Automatisierung und Digitalisierung der Welt nicht mehr in ihren Grundzügen nachvollziehen können, entstehen Missverständnisse, Aberglaube und Ängste. Aber gerade in einer Zeit enormer technologiegetriebener Transformationen, die ganze Industrien und Arbeitsmärkte umwälzen und gleichzeitig auch einen kulturellen Wandel befördern, brauchen wir mündige Bürgerinnen und Bürger, die verstehen, was um sie herum passiert.
Sie sprechen sich, wie viele in der GI, für ein Pflichtfach Informatik aus. Warum können die notwendigen informatischen Grundkenntnisse nicht in andere Fächer integriert werden?
Das ist seit 30 Jahren ein weit verbreiteter, weil kostengünstiger Wunsch, die praktische Umsetzung gelingt aber nirgends. Großbritannien beispielsweise hat deshalb das Pflichtfach Computing ab der Grundschule eingeführt, das informatische Kompetenzen in den Mittelpunkt stellt. Auch die Schweiz, Estland, Finnland und viele andere Länder haben in den letzten Jahren verpflichtenden Informatikunterricht eingeführt. Und es gibt gute Gründe dafür. Denn wie das Internet der Dinge funktioniert, was Big Data bedeutet oder welche Implikationen beides etwa für den Datenschutz hat, vermittelt man Schülerinnen und Schülern nicht nebenbei. Informatik ist die Bezugswissenschaft der Digitalisierung. Zu ihrem Verständnis braucht es somit tiefergehende informatische Kompetenzen, die etwa den Vorgaben der Kultusministerkonferenz zur Lehrerbildung im Fach Informatik entsprechen. Bei einem fächerintegrierten Ansatz müssten also alle Lehrkräfte den Informatikteil eines Lehramtsstudiums nachholen, zumal diese ja selbst in der Schule höchstwahrscheinlich nie eine Stunde Informatik hatten. Stellen Sie sich einen Spanisch-Lehrer vor, der selbst nur ein paar Brocken Urlaubs-Spanisch spricht. Wie soll man da ohne entsprechende Ausbildung in der Sache und deren Didaktik Qualität erzielen? Dass nur wenige Lehrkräfte willens oder in der Lage sind, diese Ausbildung nachzuholen, hat die Vergangenheit gezeigt. Auch organisatorisch und finanziell wäre eine so tiefgehende Weiterbildung in der Breite wohl kaum zu leisten. Hinzu kommt: Wer andere Fächer darum bittet, neue Lerninhalte aufzunehmen, muss auch eine Antwort auf die Frage geben können, welche alten dafür wegfallen sollen. Dieser Diskurs über die Fächergrenzen hinweg ist, gelinde gesagt,
nicht unproblematisch.
Und wo kommen die notwendigen Informatik-Lehrerinnen und -Lehrer her, die es für ein Pflichtfach braucht?
Natürlich wird es vorübergehend ohne die Nachqualifizierung von Lehrkräften nicht gehen. Denn auch in den Lehrberufen sind Informatikerinnen und Informatiker Mangelware. Deswegen kann die Übergangsphase zum Pflichtfach auch mal holprig verlaufen. Weil es zunächst an Lehrkräften mangelte, musste man in Baden-Württemberg beispielsweise die Umsetzung eines Pflichtfaches zunächst auf die Gymnasien begrenzen. Entscheidend wird sein, welche Rahmenbedingungen die Politik schafft und welche Aufwertung das Fach darüber erfährt. Denn warum sollte jemand Informatik auf Lehramt studieren, wenn sie in so vielen Bundesländern in der Schule kaum eine Rolle spielt? Wenn aber wie in Bayern gleichzeitig mit dem Beschluss zur Einführung des Faches ein umfangreiches Konzept zur Weiterqualifizierung der Lehrkräfte auf den Weg gebracht wird, kann es klappen.
Wie kann die GI dazu beitragen, dass sich das ändert?
Als größte Interessenvertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum müssen wir uns in gesellschaftlich relevante Diskurse einbringen – egal ob Datenschutz, IT Sicherheit oder eben informatische Bildung. Es ist zwar manchmal müßig, in der Politik Gehör zu finden. Trotzdem ist es durchaus möglich, Erfolge zu erzielen. In Schleswig-Holstein haben die Regierungsparteien im Landtag beispielsweise jüngst einen Antrag eingebracht, der Informatik wie in vielen anderen Bundesländern auch offiziell als Mangelfach anerkennt. Dadurch wird es für Informatik-Lehrerinnen und -Lehrer zukünftig leichter, einen Platz an einer Schule zu bekommen. Darüber hinaus soll Informatik dort zukünftig wieder in der Profiloberstufe und als Abiturfach angeboten werden können. Dieser Antrag geht maßgeblich auf die engagierte Überzeugungsarbeit von GI-Mitgliedern vor Ort zurück und wäre ohne sie nicht auf die politische Agenda gekommen. Natürlich ist es in Schleswig-Holstein und vielen anderen Bundesländern noch ein langer Weg – die ersten Schritte weisen aber bereits in die richtige Richtung. Auch bei der Vernetzung von engagierten Lehrerinnen und Lehrern kann die GI unterstützen. In fast allen Bundesländern gibt es eigene GI-Fachgruppen für Informatik-Lehrkräfte. Dort treffen sich jedes Jahr die Mitglieder und andere Interessierte zu Fachtagungen, bilden sich fort und vernetzen sich vor Ort und über Mailinglisten. Gerade die Vernetzung und der Austausch mit anderen ist eine wichtige Unterstützung der Informatik-Lehrkräfte.