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Knowledge Management

Bei DACH KM wird das komplexe Thema Wissensmanagement (en. Knowledge Management) in all seinen Facetten diskutiert.

Christian Keller Wissenstransfer online – Geht das überhaupt?
Schon lange haben wir uns gefragt, wie wir Mitarbeiter, die ausscheiden oder die ihr Wissen an Kollegen und Vorgesetzte transferieren möchten, mit einem Tool unterstützen können.
Plattformen zur Dokumentation von Wissen gibt es viele: Wikis, Content-Management-Systeme, E-Learning-Plattformen usw. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass der Knackpunkt oftmals darin besteht, das relevante Wissen eines Mitarbeiters überhaupt erst einmal zu identifizieren. Und dann gezielt zu transferieren bzw. zu dokumentieren. Deshalb haben wir es nun selbst in die Hand genommen und eine Software entwickelt, die den Wissensgeber in diesem wichtigen Prozess unterstützt.
Entstanden ist WitronIQ: Die Software unterstützt den Mitarbeiter in der Produktion seiner persönlichen Wissenslandkarte. Anhand von Leit- und Vertiefungsfragen, die sich aus unserer jahrelangen Begleitung von Transferfällen entwickelt haben, wird er dabei gesteuert und unterstützt. Anschließend werden die Wissensaspekte, die sich für den Transfer als relevant herausstellen, in einen Transferplan übertragen. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit, aus einem großen Pool an unterschiedlichen Transfermethoden genau die richtige für den jeweiligen Aspekt auszuwählen. Methodensteckbriefe, Tutorials und Arbeitshilfen helfen ihm bei der konkreten Umsetzung.
Überzeugen Sie sich selbst! Die Software ist ab Februar 2019 erhältlich. Für alle, die Ihre Neugier bis dahin schon stillen möchten, bieten wir ab dem 24. Januar kostenfreie Online-Demos an: https://www.xing.com/events/witroniq-software-wissenstransfer-kostenfreie-demo-2028250.
Pavel Kraus GfWM und SKMF gemeinsam am BarCamp in München gestern - heute WOL in Zürich
Neue Arbeitswelten: Das Thema der letzten beiden Tage in München. Das neue 3 Sphären-Modell schafft Klarheit über den richtigen Mix von analoger und digitaler Zusammenarbeit.
https://aht.ch/181025_SKMF_3-Sphere-Model_v1.pdf
Heute Working out Loud Seminar mit John Stepper - eine schöne Fortsetzung vom GfWM BarCamp in München gestern und vorgestern.
Pavel Kraus
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Wolfgang Scharf Jeder kennt den Kantinenplan – wenige den neuen Vorstand
Sie versenden wichtige Vorstandsmitteilungen, doch weniger als die Hälfte der Mitarbeiter lesen die Info? Oder Sie möchten feststellen, wie viele Profile im neuen Social Intranet begonnen oder nicht vollständig ausgefüllt wurden und welche Mitarbeiter wirklich die neue Applikation nutzen? Als Intranet-Profi kennen Sie solche Fragestellungen. Die Her-ausforderung von Social-Intranet-Analytics ist es, nicht nur das Problem zu benennen, sondern auch die Ursache aufzuspüren. Viele Intranet-Tools haben ein eigenes, rudimentäres Tracking eingebaut.
Renee Ossowski Reziprokes Lernen und Lehren: „Was man lernen will, soll man lehren.“
Schon einer meiner Professoren hat vor Jahrzehnten den Satz geprägt, „was man lernen will soll man lehren!“. Den Satz habe ich mir sehr zu Herzen genommen, ich habe darauf aufbauend meine berufliche Laufbahn entwickelt. Tatsache ist, dass man anders lernt wenn man den Stoff an andere Menschen weitergeben will, als wenn man nur für sich selbst lernt. Lernen bedeutet ja nicht nur etwas zu lesen und auswendig zu lernen. Lernen sollte einen Prozess explorativen Verhaltens durchlaufen. Forschergeist, Assoziationen und laterale Ansätze sollten den Lernprozess bestimmen.
Nichtwissen sollte in unbewusstes und bewusstes Wissen transformiert werden. Ihre Muttersprache entspricht bspw. unbewusstem Wissen oder das Treppensteigen entspricht unbewusstem Wissen. Beides erlernt der Mensch unbewusst. Reziprokes Lernen ist ein starker Treiber für unbewusstes Lernen. Viele Dinge werden so nebenbei gelernt, ohne sich bewusst dafür zu entscheiden.
-Reziprok lernen bedeutet effektvoll lernen-
Man kennt dies zur Genüge: Sie setzen einen Termin für eine interne Weiterbildung an, Sie geben sich auch die beste Mühe Ihren Mitarbeitern den abstrakten Stoff zu vermitteln, drei Tage später wissen alle noch: „Da war doch was!“
Erschlagen Sie nicht sieben Fliegen mit einem Schlag, aber mit einem Schlag zwei Fliegen: Reziprokes Lernen und Lehren!
Ein inzwischen anerkannter Ansatz wird durch reziprokes Lernen von Palincsar & Brown beschrieben.
Sie gehen folgendermaßen vor:
Verfassen Sie ein Handout, dass in Text Form den Inhalt Ihres Trainings wieder gibt. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter dieses Handout im Vorfeld des Weiterbildungstermins mindestens einmal durchzulesen. Während der Weiterbildung stehen Sie jetzt nicht die gesamte Zeit in der Bütt, nein, Sie dienen nur im ersten Durchgang als Modell der heutigen Weiterbildung. Diese Information geben Sie Ihren Mitarbeitern bekannt, das fördert die Konzentration. Der erste Durchgang:
1. Sie lesen den 1. Abschnitt Ihres Handouts gemeinsam durch.
2. Der Trainer (also Sie) stellt Fragen über die Hauptpunkte des gerade gelesenen 1. Abschnitts Ihres Handouts.
• Der Trainer stellt Fragen, die über den Text hinausgehen und somit Assoziationen und laterales Denken fördern. Dabei geben Sie selbst Ihre gedankliche Metaebene (Metakognition) in Worten wieder.
• Die Fragen sollten einen metakognitiven Anspruch erfüllen: „Warum glaubt ihr, hat Simone gerade genau diesen Aspekt genannt?“ „Simone kannst Du uns erklären, wie Du gedanklich auf diesen Aspekt gekommen bist?“
o Metakognition beschreibt das Denken über das Denken. Beispiel:
„Sie möchten zum TÜV um Ihr Fahrzeug prüfen zu lassen. Wenn Sie wissen, wie Sie da hinkommen, dann werden Sie sich ins Auto setzen und dort hinfahren. Wenn Sie nicht wissen wie Sie zum TÜV kommen, werden Sie die Adresse in Ihr Navi eingeben oder einen Stadtplan studieren.“
Dieses beschriebene Beispiel lässt uns Metakognition verstehen. Sie sind in der Lage, über eine übergeordnete Bewusstseinsebene zu entscheiden, „weiß ich wie ich zum TÜV komme oder weiß ich das nicht?“ Das Ergebnis wird eine der im Beispiel beschriebenen Handlungsweisen sein.
Eine Analogie wäre die Metakommunikationsebene. Sie durchdenken ein Verkaufsgespräch in einem inneren Dialog. Dabei begeben Sie sich auf die Metakommunikationsebene. Sie durchdenken alle potenziellen Reaktionen, Fragen und Argumente Ihres Kunden und trainieren Ihrerseits Strategien, Ihren Kunden zu überzeugen.
Eine weitere Analogie: Im Project Management Body of Knowledge (PmBok Guide) existiert für jedes Wissensgebiet (Personalmanagement, Terminmanagement…etc.) mindestens ein Managementprozess. Dieser Managementprozess wird auch als „Plan the Plan Prozess“ (Metaebene der Planung) bezeichnet. Es geht also nicht darum bspw. Termine zu planen sondern bspw. das Werkzeug zu eruieren, anhand dessen wir die Termine planen werden, bspw. MS Project.
Bezogen auf Ihre Weiterbildung, der Besprechung des 1. Abschnitts, fördern metakognitive Fragestellungen exploratives Vorgehen Ihrer Mitarbeiter. Exploratives Lernen erzeugt weitaus mehr Wissen, als reines Zuhören im Unterricht.

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Über die Gruppe "Knowledge Management"

  • Gegründet: 16.02.2004
  • Mitglieder: 6.038
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