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Michael Ilgner VW-Entscheidung: Positive Effekte für Werk in Emden
Michael Ilgner „energiewirtschaftlichen Teezeit“ für Kommunen
Michael Ilgner Hannover oder Groningen ? Lohnt sich der Blick nach Holland ?
Bei der Schaffung von sogn. „Metropolregionen“ in Niedersachsen wurden die Landkreise Leer, Wittmund, Aurich, Grafschaft Bentheim, Emsland und die Stadt Emden keiner Metropolregion zugeteilt.
Für Hannover waren seinerzeit folgende vier Funktionen für die Anerkennung bzw. die Zuordnung zu einer Metropolregion entscheidend:
• Entscheidungs- und Kontrollfunktion, mit Sitz der wichtigen politischen und ökonomischen Entscheidungsorgane, wie z. B. Landesregierungen und große Unternehmenszentralen,
• Innovations- und Wettbewerbsfunktion als Motor gesellschaftlicher, kultureller und technologischer Entwicklung, z. B. Sitz wichtiger Forschungsinstitute und Hochschulen, Theater und Opernhäuser, große Veranstaltungsorte und Stadien,
• „Gatewayfunktion" als Drehscheibe für Wissens- und Informationsaustausch sowie überregional bedeutender Verkehrsknotenpunkt, z. B. Messestandorte und Standorte von Internetservern oder internationale Flughäfen,
• „Symbolfunktion"; Bündelung vieler historischer, politischer, kultureller und städtebaulicher Attraktionen mit internationaler Strahlkraft, z. B. Schlösser und Parks, Gärten, Rathäuser, Kirchen und Welterbestätten.
Durch die Nichteinbindung der o.a. Kreise und der Stadt Emden in die Metropolregion Bremen-Oldenburg („Metropolregion Nordwest“) wurde von unserer Landesregierung in Hannover deutlich dokumentiert, das man kaum Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung der „Wirtschaftsregion Ostfriesland“ hat.
Ostfriesland ist aber nicht nur ein Teil Niedersachsens sondern hat auch über Jahrhunderte eine sehr enge Bindung in den Raum der niederländischen Provinzen Groningen, Drenthe und Friesland.
Nun sind bekanntermaßen die Bundesrepublik Deutschland und die Niederlande zwei verschiedene Staaten und wir Ostfriesen haben den Vorteil unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze zu wohnen.
Was spricht also dagegen, einmal zu überlegen, ob eine engere Bindung an die Niederlande Vorteile für ostfriesische Unternehmen bringen könnte ?
Für mittelständische deutsche Betriebe mit internationaler Ausrichtung, könnte ein (Holding-) Standort in den Niederlanden durchaus interessant sein:
* EU-Vollmitgliedschaft und damit Zugang zu allen EU-Märkten
* ein hochentwickeltes Umfeld mit langer Tradition
* stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
* die zentrale geographische Lage in Europa
* ausgezeichnete Verkehrsverbindungen und Infrastruktur
* gute steuerliche Rahmenbedingungen vor allem für Holding-Gesellschaften
* unternehmerfreundliche Steuergesetzgebung
* attraktive Gesellschaftsformen, insbesondere durch die neue BV
* ein hoch entwickelter Dienstleistungs- und Finanzsektor
* gut ausgebildete, produktive und überdurchschnittlich sprachkundige Fachkräfte
* interessante Rahmenbedingungen für Holdingstrukturen
* eines der attraktivsten Investitionsförderungspakete Europas
* staatliche Zuschüssen zu Investitionen in bestimmte Anlagen, Forschungs- und Ausbildungsprogrammen
* überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum
* intensive Wirtschaftsverbindungen mit den USA
* Verfügbarkeit von Hochschulabsolventen und jungen Fachkräften auch mit englischer Muttersprache
Warum also in Deutschland eine GmbH mit einem Stammkapital von € 25.000 gründen und dafür 3 bis 6 Monate Wartezeit einplanen, während man in den Niederlanden dafür ca. 1 Woche braucht und lediglich ca. € 500,00 für die Gründungskosten veranschlagen muss? Als Stammkapital reicht in den Niederlanden theoretisch sogar nur € 1,00.
Nur ein kleines Beispiel von vielen, warum sich eine niederländische Holding auch für ostfriesische Unternehmen lohnen könnte:
Innerhalb Europas läuft noch ein anderes Spiel; der einschlägige Begriff dafür:
"Patent-Box".
Überträgt ein Unternehmen sein intellektuelles Eigentum an eine Firma mit Sitz in Holland, bleiben deren Einnahmen daraus vom Finanzamt so gut wie unbehelligt.
Die Mutter in Deutschland zahlt sogar für die Nutzung der Rechte, das wiederum mindert in der Zentrale den Gewinn, die entsprechenden Erträge in Holland fallen durch den Rost, womit sich die Steuern oft nur im einstelligen Prozentbereich bewegen.
Dutch Intraco Holding B.V. wird zeitnah eine komplette Holdingverwaltung in Kooperation mit einer niederländischen Steuerberatung und einer niederländischen Anwalts- und Notarkanzlei anbieten.
Sitz der Holding - Verwaltung und damit auch der jeweilige Firmensitz der Holding - Gesellschaft der Mandanten wird in der Provinz Groningen sein.
Die Anzahl der von uns betreuten Mandate (niederländische Holding in der Rechtsform BV) wird auf 30 Gesellschaften begrenzt sein. Bisher habe wir mit 7 neugegründeten Holding – Gesellschaften eine vertragliche Vorvereinbarung getroffen.
Gerne sende ich Ihnen auf Anfrage eine 2-seitige Kurzinformation zu.
Anfragen bitte unter m.ilgner@dutch-intraco.eu. In Deutschland erreichen Sie mich telefonisch unter 0176 – 1990 3011.
Michael Ilgner
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Michael Ilgner
Wir hatten gestern auf Einladung des niederländischen Finanzamtes (Belastingsdienst) ein Informationsgespräch mit anschließendem Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Es ging im wesentlichen um drei Punkte:
a) drohende Schließung der Möglichkeit für nicht gebietsansässige natürliche und juristische Personen, in den Niederlanden eine Holding-Gesellschaft zu gründen, die international aktiv werden kann,
b) Probleme der zunehmend zu geringen Stammkapitaleinlagen und/oder
c) Nichtnutzung der niederländischen Holdingstruktur durch scheinbar fehlende Kenntnisse der Möglichkeiten
zu a) Ich hatte schon mehrfach zu dem Druck geschrieben, unter dem die Niederlande durch die EU, vor allem durch Deutschland, stehen. Die Möglichkeit, in den Niederlanden eine „Management-, Beteiligungs- und Finanzierungsholding“ (noch) völlig problemlos, unbürokratisch und zügig zu gründen, ist im Rest Europas nicht gerne gesehen. Vor allem durch die Tatsche, dass man dies tatsächlich de jure und de facto mit € 1,00 Stammeinlage machen kann.
Das hat aber dazu geführt, das man den Niederlanden vorwirft,hier Konstruktionen zu schaffen, die ökonomisch eigentlich auf Dauer nicht lebensfähig sind. Und wenn diese Konstruktionen operativ arbeitende Tochtergesellschaften mit branchenüblichen Datenkränzen haben, dann ist klar, das es alsbald zu Konflikten mit den nationalen Steuerbehörden kommen wird.
Inoffiziell steht daher immer noch im Raum, das die Niederlande zukünftig jeder „Management-, Beteiligungs- und Finanzierungsholding“ einen Mindestgewinn von € 100.000 p.a. unterstellen wird, der zu einer Steuerbelastung von ca. € 20.000 p.a. führen wird.
„Zukünftig“ kann dabei 12 Monate und mehr bedeuten - aber bestimmt nicht mehr wie 24 Monate.
Niederländische Finanzämter prüfen z.Zt. alle Gesellschaften, die in den letzten 24 Monaten gegründet wurden, um Datenmaterial zu sammeln um entweder dem Druck der EU nachzugeben oder um zu belegen, das sich die Realität anders verhält. Prüfen heißt hier nur, dass die Daten der Holdinggesellschaften nur für Statistiken anonym erhoben werden.
zu b) Eines der Hauptprobleme sind die zunehmenden Gründungen mit einem Stammkapital von € 1,00 oder € 100,00. Der Referent des Finanzamtes fragte mit Recht, was eine Holdinggesellschaft mit einer Stammkapitalanlage von € 1,00 denn in der Realität machen kann? Diese Firmen werden aktuell die „1/1 – Bilanzfirmen“ genannt.
Dies sind auch die Holdinggesellschaften, die auch im 2. Jahr nach ihrer Gründung scheinbar überhaupt keine Aktivitäten entfalten, obwohl gerade diese Gesellschaftsform richtig gute Vorteile bieten. Ich bin auf viele dieser Vorteile bereits mehrfach eingegangen.
Ein in der Gründungsurkunde eingetragenes Stammkapital muss tatsächlich nachweislich und deutlich kenntlich gemacht als solches eingezahlt worden sein. Ob nun € 1,00 oder € 100.000. Wie dieser Buchungsvorgang rechtskonform und kostenneutral vorzunehmen ist, kann ich Ihnen unsere Steuerberaterin gerne persönlich erklären.
Unsere Steuerberaterin und wir haben daraufhin beschlossen, dass wir mit sofortiger Wirkung keine Holdinggesellschaft mehr betreuen, die nicht ein Stammkapital von mindestens € 10.000 zeichnet. Auch unseren bestehenden Mandatsverhältnissen werden wir dringend anraten, das Stammkapital auf mindestens € 10.000 zu erhöhen.
zu c) Auch in unserem aktuellen Mandantenbestand haben wir Unternehmen, die tatsächlich immer noch ein Stammkapital von maximal € 100,00 haben und die tatsächlich die 3. Bilanz in Folge ohne jegliche Aktivität einreichen wollen. Bei einem weiteren guten Drittel erkennen wir, dass diese Firmen die Vorteile der NL-Holdingkonstruktion gar nicht oder nur rudimentär nutzen.
Unsere Bestandsmandanten erhalten in den nächsten Tagen individuelle Post mit dem Angebot, die einzelnen Situationen zu klären, zu optimieren und vor allem, um die individuell möglichen Potentiale auch wirklich auszuschöpfen.
Neuen Mandanten oder interessierten Personen bieten wir nach wie vor an, ihre persönliche Situation VOR einer vertraglichen Bindung ausführlich zu besprechen.
Bei Rückfragen etc. können Sie mich gerne direkt unter m.ilgner@dutch-intracc.eu unter Hinterlassung einer nachvollziehbaren Identität kontaktieren.
Und noch einmal ganz deutlich: Wir führen KEINE juristischen oder steuerrechtlichen Beratungen durch. Das machen unsere kooperienden Anwälte/Notare/Steuerberater. Wir sind lediglich Berater und Begleiter in aufbau- und ablauforganisatorischen Fragestellungen und managen Ihre Holding in den Niederlanden.
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