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Bauwesen

Die Gruppe ist Treffpunkt und Fachforum für alle Mitglieder aus D-A-CH die sich beruflich der Bauwelt verschrieben haben. Jobs = Marktplatz

Bau-Normen - internationale Baunormen - Regelwerke - Arbeitshilfen
Iris Lindner Sicherheitstechnische Einrichtungen: Vollprobetest und Wirkprinzipprüfung
Blatt 3 der Richtlinienreihe VDI 6010 gibt Hinweise zur Organisation, Durchführung und Dokumentation von Vollprobetests sicherheitstechnischer Einrichtungen in Gebäuden. Die Richtlinie dient insbesondere dem Nachweis der öffentlich-rechtlich geforderten Funktionalitäten bei Erstprüfungen, Wiederholungsprüfungen und Prüfungen nach wesentlichen Änderungen (Wirkprinzipprüfung). Zur Prüfung der Erfüllung von privatrechtlichen Vereinbarung lässt sie sich ebenfalls anwenden.
Ihre VDI-Onlineredaktion Technik
Iris Lindner
Um aktuell zu bleiben, ist für diese Richtlinie ein neuer Entwurf erschienen.
Titel: "Sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen für Gebäude – Vollprobetest"
Ihre VDI-Onlineredaktion Technik
Markus Mühl EMV im Neubau
Mich würden Ihre Meinungen zum Thema EMV im Neubau interessieren. Hier ein paar Vermutungen als Diskussionsgrundlage:
Im speziellen wollte ich hier die Normen DIN VDE 0100 - 443/534 und 444 heranziehen. Die VDE 0100-444 existiert in der gültigen Ausgabe ja bereits seit längerem. Neu sind seit Ende 2016 die Ausgaben der DIN VDE 0100 - 443/534, die nun den internen Schutz vor transienten Überspannungen auch für z.B. Einfamilienhäuser verpflichtend einführen. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob nicht schon längst derartige Schutzmaßnahmen verpflichtend waren. Als Basis für die Verpflichtung sehe ich die EMVG §§ 4 und 5. Beispiel aus §4: "Betriebsmittel müssen nach dem Stand der Technik so entworfen und hergestellt sein, dass...
2. sie gegen die bei bestimmungsgemäßem Betrieb zu erwartenden elektromagnetischen Störungen hinreichend unempfindlich sind, um ohne unzumutbare Beeinträchtigung bestimmungsgemäß arbeiten zu können."
Betriebsmittel sind im Sinne des EMVG § 3 1.: "Geräte und ortsfeste Anlagen"
Transiente Überspannungen bspw. sind "zu erwartenden elektromagnetische Störungen". Stand der Technik und anerkannte Regeln der Technik sind Maßnahmen nach VDE 0100-443/534 und DIN EN 62305. Diese Normen werden ständig angewendet. Man kann Sie natürlich auch zum Schutz für Einfamilienhäuser anwenden.
Begründet eine Nichtbefolgung gleichzeitig eine "Baugefährdung"? Schließlich sind Transiente Überspannungen wie in der VDE 0100-443 thematisiert ja ein Risiko für Leib und Leben.
Das alles sind nur Ideen und Vermutungen.
Ich würde mich freuen wenn jemand mitdiskutiert oder seine Meinung kundtut. Ich finde das ist ein interessantes Thema. Hersteller reagieren ja bereits auf den inneren Schutz durch SPDs. Aber was ist mit äußeren Blitzschutzsystemen für kleine Privathäuser?
Markus Mühl
Interessiert das Thema niemanden? Oder sind meine Ideen zu realitätsfern?
Ferdinand Kögel Bodenbeläge im Innenbereich (nicht Systemböden)
Naturstein, Kunststein, Betonwerkstein, Fliesen
Materialwahl:
Für den Innenbereich als Bodenbelag eignen sich sehr viele Materialien.
Fragen Sie nach der Materialwahl Ihren Händler oder Planer, ob das Material mit seiner Oberfläche und seinen spezifischen Eigenschaften für die vorgesehene Nutzung, dem vorgesehenem Untergrund und der vorgesehenen Verlegung geeignet ist.
Formate:
Die Formate für Bodenbeläge reichen von Mosaikfliesen auf Gewebe bis zur großformatigen Bodenplatte. Immer häufiger werden großformatige Bodenplatten gewünscht. Diese sind als Natursteine, oder auch als keramische Fliesen erhältlich.
Fugen:
Die Anordnung, Farbe und Größe der Fugen sind gestalterisch von Bedeutung. Oftmals sind technische Forderungen für die Lage und Größe von Fugen zwingend.
Einfluss auf das Fugenbild haben auch die Plattenformate.
Wir unterscheiden
a. Mineralisch geschlossene Fugen,
b. Mittels Kunststoff geschlossene Fugen,
c. offene Fugen
d. elastisch geschlossene Fugen und
e. Fugen mit Fugenprofil
Bewegungsfugen sind z.B.
- Anschlussfugen,
- Feldfugen,
- Gebäudetrennfugen,
- Fugen an Revisionsöffnungen
Toleranzen:
Toleranzen sind die Abweichungen zum Absoluten.
Baukörper und Bauteile haben Toleranzen. Die zugelassenen Toleranzen sind in der Din 18202 aufgeführt, oder in den zu dem Gewerk oder Material gehörigen DIN-Normen.
Toleranzen entstehen bei der Fertigung und der Montage. Zudem haben Materialien Ausdehnungen die berücksichtigt werden müssen.
Verlegung
- im Verbund (zum Untergrund)
- auf schwimmendem Estrich
- im Dickbett
- im Mittelbett
- im Dünnbett (Untergrund mit erhöhten Anforderungen, Belagsstärke kalibriert)
- mit Fußbodenheizung
- im Nassbereich
Lotrechte Nutzlasten auf Decken
Die Bodenkonstruktionen müssen den geforderten Nutzlasten standhalten.
1,0 N Flächenlast, 1,0 N Einzellast für Wohn- und Aufenthaltsträum
2,0 N Flächenlast, 2,0 N Einzellast für Büroflächen
3,0 N Flächenlast, 3,0 N Einzellast für Arbeitsflächen
Untergrund - Estricharten:
a. Calciumsulfat Estrich, frühere Bezeichnung war Anhydrit Estrich
-Schnelle Verlegereife
-Biegsamkeit
b. Zementestrich
Beim anmachen wird Estrichsand 0-4, bei dickerem Estrich auch 0-8 oder 0-16 mm Körnung mit Zement im Verhältnis ca. 1:4 und mit Wasser vermengt.
Beim Trocknen verliert die Estrich Masse Anmachwasser und zieht sich zusammen. Die Estrich Feldgröße sollte 40 m² nicht überschreiten. Die Seitenverhältnisse sind dabei zu beachten.
Zementestrich ist auch für Nassbereiche geeignet.
Vor dem Belegen des Estrichs muss die zulässige Restfeuchte erreicht sein.
c. Gussasphaltestrich
-Verlegereife nach Abkühlung
-Bestandteile sind Bitumen, Splitt, Sand, Gesteinsmehl
d. Magnesiaestrich
Magnesiaestrich besteht im Wesentlichen aus Magnesiumchlorit und organischen Stoffen wie Sägemehl, Papiermehl, Korkmehl, u.a. und mineralischen Anteilen wie Quarzsand und Bims Mehl.
Magnesiaestrich ist
- elektrisch leitfähig, daher geeignet bei antistatischen Anforderungen
- sehr feuchteempfindlich, daher nicht empfehlenswert in Nassräumen
- er hat gute Werte zur Wärmedämmung und Schallisolierung
e. Kunstharzestrich
Kunstharzestrich wird in hoch beanspruchten und belasteten Bereichen eingesetzt.
Häufig wird dem Estrich Epoxidharz beigemischt.
Kunstharzestrich Bestandteile sind im Wesentlichen Harze wie Epoxidharz oder Polyurethane, Füllstoffe und Pigmente.
f. Estriche mit Fußbodenheizung
Fußbodenheizungen können auf, in, im unteren Estrichbereich, oder unter dem Estrich sein.
Umso näher die Fußbodenheizung am Oberbelag liegt, und umso effektiver die Wärmedämmung unterhalb der Fußbodenheizung ist, umso weniger Wärmeverlust ist zu verzeichnen.
Die Mindestestrichdicke nach DIN wird ab Oberkante der Heizrohre gemessen.
Reinigung und Pflege:
Die Nutzung der Bodenbeläge bedingt einen natürlichen Verschleiß.
Durch fachgerechte Reinigung und Pflege kann der Verschleiß gemindert, und somit die Schönheit und der Werterhalt gefördert werden.
Nur für das Material geeignete Pflege und Reinigungsprodukte benutzen.
Die Herstellerangaben wie Pflege und Reinigungsanweisungen müssen beachtet werden.
Hinweis auf Normen und Merkblätter:
DIN 18 332 Naturwerksteinarbeiten
DIN 18 333 Betonwerksteinarbeiten
DIN 18 195 Abdichtungen
DIN 18 202 Toleranzen im Hochbau
DIN 18560 Estriche im Bauwesen
DIN EN 18313 Estrichmörtel, Estrichmassen
DIN 4109 Schallschutz im Hochbau
DIN EWN 1991 Eigengewicht und Nutzlasten im Hochbau
BGR 181 Fußböden in Arbeitsräumen...
BIV Merkblatt 1.01
ZDNW Merkblatt 1.01
ZDNW Merkblatt 1.02
ZDNW Merkblatt 1.03
ZDNW Merkblatt 1.11
Die gegebenen Angaben sind nicht vollständig und dienen nur zur Orientierung.
Andreas Deppe DIN EN 16883 - Effizienzverbesserung für historische Gebäude
Der Beuth Verlag nimmt in seinem EnEV-Normen Online Service eine neue Norm aus dem Bereich des Denkmalschutzes auf: die DIN EN 16883:2017–08 –Erhaltung kulturellen Erbes – Leitlinien für die Verbesserung der energiebezogenen Leistung historischer Gebäude.
http://www.planungsbuero-entech.de/neue-norm-din-en-16883/
Im Link finden Sie die Meinung eines Energieberaters sowie weitere Informationen.
Andreas Deppe
Planungsbüro ENTECH

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Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Bauwesen"

  • Gegründet: 29.12.2003
  • Mitglieder: 22.038
  • Sichtbarkeit: offen
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