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NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens

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Ralf Dannemeyer Wenn Coaches in emotionale Fallen tappen ... Beispiel: Der Schlaumeier
Der Schlaumeier als Coach (Karikatur unten): Dieser „Profi“ lechzt nach Bewunderung und hat seine eigenen inneren „Baustellen“ nicht bearbeitet. So wird er für seinen Coachee eher zum Teil des Problems – und nicht der Lösung. Die Zeitschrift „Praxis Kommunikation“ hat einen Artikel von uns (= Dr. Petra & Ralf Dannemeyer) veröffentlicht, in denen wir sechs emotionale Fallen beschreiben, in die Coaches tappen können.
Eine davon ist die Schlaumeier-Falle. Leitsatz: „Schau, wie schlau ich bin!“ – Coaches in dieser Falle möchten permanent ihre Kompetenz beweisen. Ihre Coachingpraxis dekorieren sie gern mit ihren Zertifikaten oder mit Fotos, auf denen sie zusammen mit den Stars aus Training, Coaching und Wissenschaft zu sehen sind. Manchmal folgt dies dem Marketing-Verständnis des Betreffenden – dann ist es Geschmackssache. Manchmal jedoch wird damit mangelndes Urvertrauen in die eigenen Fähigkeiten überspielt. Dann verbrauchen Coaches die Zeit ihrer Klienten mit Selbstdarstellungs- Monologen und der psychologisierenden Sprache des therapeutischen Schlaumeiers.
In einer Coaching-Beziehung beeinflusst der Profi den Klienten; dazu wurde er von diesem vertraglich bevollmächtigt. Der Coachee legitimiert also diesen Einfluss und begibt sich damit in eine so genannte „asymmetrische Beziehung“. Typisch dafür ist, dass es zeitlich befristet einen „Stärkeren“ und einen „Schwächeren“ gibt. Es kann sein, dass der Coachee in seiner Bedürftigkeit seinen Coach mitunter auf den Sockel hebt und ihm überhöhte Bewunderung zollt. Damit drückt er seine Hoffnung und sein Vertrauen aus. Durch diese Interaktionsdynamik erfährt der Profi von seinem Coachee unter Umständen ständig eine Stärkung seiner Position.
Die Frage ist, wie der Coach damit umgeht. Damit dieses Ungleichgewicht nicht zu Lasten des Klienten ausgenutzt wird, soll ein Coach, Trainer oder Therapeut ein auf gleichwertige Beziehungen und Entwicklung zielendes Menschenbild und Professionalität in den Arbeitsprozess einbringen, und seine eigenen Themen bearbeitet haben.
Doch das ist nicht immer der Fall. Einige Coaches sind emotional eher bedürftig – und das geht zu Lasten der Qualität und damit zu Lasten des Coachees.
Die Grenze zwischen legitimer Beeinflussung im Coachingprozess und Machtmissbrauch ist fließend. Davon handelt unser Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Praxis Kommunikation“. Darin stellen wir einige emotionale Fallen dar, wie sie uns in der Coaching- und Training-Szene immer wieder begegnen. Gewissermaßen „The Dark Side of the Force“. Neben dem schon beschriebenen "Schlaumeier" gehören dazu: Der Eitle, der Bedürftige, der Rechthaber, der Entertainer und der hilflose Helfer. Im Ergebnis lautet unsere Botschaft, dass Fallen für alle aufgestellt sind, die beruflich in Coaching, Training oder Therapie unterwegs sind - und dass wir deshalb unsere eigenen Themen bearbeiten haben sollten: Coaching für den Coach ist das Stichwort.
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Ralf Dannemeyer
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Ralf Dannemeyer Erfolgsfaktor Resilienz – so lernen auch benachteiligte Schüler leichter
Man entdeckt oder schreibt etwas – und kurze Zeit später bestätigt die Wissenschaft, dass es stimmt: So etwas passiert uns NLP’lern öfters. Unser gesamtes Wissensgebiet wird gerade nach und nach durch Forschungen auf dem Gebiet der Neurobiologie mit dem Stempel „stimmt“ geadelt.
Neueste Bestätigung: Schüler, die „gut drauf“ sind, lernen in der Schule erfolgreicher – selbst dann, wenn im Grunde genommen alles dagegen spricht. Ein guter innerer Zustand macht nicht nur glücklich, sondern auch leistungsfähig, sagt NLP - und nun auch die OECD.
Eine PISA-Sonderstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt auf, was Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Familien gut tut. Und was darin steht, klingt, als ob ihre Lehrer dringend NLP lernen sollten.
Es gilt als Stand der Wissenschaft, dass vor allem die soziale Herkunft darüber entscheidet, wie gut Kinder in der Schule klarkommen. Wenn Papa oder Mama nicht bei Mathe oder Physik helfen können, daheim kein Klavier steht oder sich im Bücherregal – wenn überhaupt eines vorhanden ist - nur Krimi, Horror und Arztroman finden, dann wachsen die Kinder „bildungsfern“ auf. Ein ungünstiges soziales Umfeld, Armut und eventuell der Lebensstil der Familie manifestieren dies noch weiter. Daraus schlossen frühere PISA-Studien: Wer aus einem ärmeren Elternhaus stammte, vielleicht noch mit Migrationshintergrund und Eltern ohne eigenem Studium, hat nur geringe Chancen, das Abitur zu erreichen. Und dies galt für Deutschland noch stärker als in anderen an den PISA-Studien beteiligten Ländern.
Die gestern veröffentlichte PISA-Sonderstudie zeigt nun eine Besonderheit auf, die aus dem Repertoire eines guten NLP-Trainers kommen könnte.
Kurz zusammen gefasst: Immer mehr Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Familien erwerben heute trotz ihrer sozialen Benachteiligung solide Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Das Geheimnis: Resilienz! Zitat : „Waren es im Jahr 2006 nur 25 Prozent, galten im Jahr 2015 schon 32,3 Prozent der sozioökonomisch benachteiligten Schülerinnen und Schüler als „resilient“, was heißt, dass sie trotz ihres ungünstigen sozioökonomischen Hintergrunds im PISA-Test solide Leistungen zeigen.“
Resilienz ist zunächst einmal eine persönliche Ressource. Doch wir können sie fördern oder brach liegen lassen. Wer sich mit NLP beschäftigt, erlernt sehr vielfältige Methoden, seine eigene Resilienz zu fördern oder Menschen dabei zu unterstützten, ihre inneren Ressourcen zu erkennen, zu aktivieren und zu stabilisieren. NLP-Grundannahme: "Jeder hat alle Ressourcen bereits in sich." Es gilt, die inneren Juwelen zum Glänzen zu bringen.
Die PISA-Studie zeigt auch auf, welche Faktoren Resilienz bei Schülern fördern: Da ist zum einen die Zusammensetzung der Klassen. "Benachteiligte Schüler profitieren vom gemeinsamen Unterricht mit bessergestellten Schülern", heißt es in der Untersuchung - ein klarer Hinweis darauf, dass die Förderung von Teamqualitäten und Resonanzrapport in der Klasse die Chancen aller Schülerinnen und Schüler erhöht. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist die Bedeutung eines positiven Schul- und Unterrichtsklimas. Zitat :
„Das Lernklima profitiert dabei besonders, wenn es der Schulleitung gelingt, Lehrer von einer gemeinsamen Mission zu überzeugen und sie auf strategische Ziele und Ergebnisse auszurichten. Unterstützende Lehrer-Schüler-Verhältnisse, gute Beziehungen zwischen den Schülern und eine motivierende Schulleitung kennzeichnen also Schulen mit einem positiven disziplinären Klima.“
Diese Studie, wurde Montag in Berlin vorgestellt, ist also ganz aktuell. Wir können mit einigem Stolz sagen, dass sie die Inhalte und Erkenntnisse aus unserem „NLP Praxisbuch für Lehrer“ (Buchtitel: siehe Abbildung unten) bestätigt. Das Buch ist 2015 bei Junfermann erschienen und trägt den Untertitel: „Was Schüler für effektives Lernen brauche: Beziehung, Achtung und Aufmerksamkeit“.
Im Grunde ist es eine Praxisanleitung für Lehrerinnen und Lehrer, wie genau sie dieses Schul- und Klassenklima herstellen können, das bei den Schülern die Resilienz-Ressourcen zutage fördert. Und gleichzeitig erfahren Lehrerinnen und Lehrer, wie sie in ihrem so wunderschönen Beruf langfristig gesund und glücklich bleiben.
Nähere Informationen:
Die PISA-Sonderstudie „Erfolgsfaktor Resilienz“ ist im Internet hier verfügbar: http://www.oecd.org/berlin/publikationen/VSD_OECD_Erfolgsfaktor%20Resilienz.pdf
Dannemeyer, Petra & Ralf, Das NLP-Praxisbuch für Lehrer, Handlungsstrategien für den schulischen Alltag, Junfermann, 2016. Erhältlich im guten Buchhandel oder direkt bei uns hier: http://www.nlp-perspektiven.de/literatur-aus-unserem-institut/

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