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NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens

NLP ist Potenzialentfaltung & Veränderung. Hier wird darüber diskutiert und informiert. Seminare dazu? Klicken Sie auf unseren "Marktplatz".

Martina Schmidt-Tanger NLP und Typologien
Vielfalt und Beliebigkeit?
NLP und Typologien - passt das?
Generell sind Typologien, gemäß den philosophischen und psychologischen Grundlagen (Konstruktivismus, verantwortlicher Hedonismus, humanistische Psychologie ) im NLP unpassend. Das NLP ist ein 100 % iger " State" Ansatz. Es geht immer um die "Qualität des Moments" und das, in diesem Moment, in Interaktion mit der Situation und anderen Personen, abrufbar Repertoire. Typologien sind "Traite" Ansätze (Eigenschaftstheorie) mit einem komplett anderen Menschenbild. Sie suggerieren pseudomessbare, pseudo-stabile, und auch oft bewertete Eigenschaften (toll/nicht so toll, erwünscht/unerwünscht) über alle Situationen hinweg und führen leider zu Schubladendenken, unzulässiger Verarmung der Wahrnehmung und starker Filterung von Erfahrungen bei der Person selbst und denjenigen, die die Person auf Grundlage der Typologie wahrnehmen und ihre Interaktionen drauf abstimmen. Der Versuch Typologien über den Umweg von behaupteten, kontextbezogenen Verhaltensweisen ins NLP zu bringen, geht meistens schief, da dann doch wieder alle bei den bewerteten Identitätsbeschreibungen landen (du Mismatcher, du Kinästhet, ich bin ja 'ne Visuelle, 'ne Großchunkerin....).
Typologien machen Spaß (ich mache auch gern Brigittetests) aber NLP sind sie nicht, im Gegenteil.
Das NLP hat bestimmte Wurzel und Grundkriterien d.h. philosophische, psychologisch, erkenntnistheoretische Grundlagen.
Zum Beispiel wird das Unbewusste im Eriksonschen Sinne und nicht im psychoanalytischen Rahmen oder im Rahmen des hawaiianischen Schamanismus (Huna) betrachtet, um nur ein Beispiel zu nennen. Genauso verhält es sich mit dem State und Trait Ansatz (welcher auch, ganz wichtig, logisch impliziert, dass es im NLP keine psychopathologische Diagnostik gibt) oder der Einordnung in die konstruktivistischen Ansätze. Das kommt nicht als "Wahrheit daher", sondern ist die geistige Grundlage der Methode. Das kann man gut finden oder nicht, aber auf Grundlage dieser Gedanken und vor allem des dahinterliegenden Menschenbildes!, ist das NLP "leider" nicht mit allen beliebigen psychologischen oder sonstigen Aussagen und Konstrukten kompatibel, sondern steht in der Tradition eines bestimmten Menschenbildes und differenzierter Grundannahmen. Das NLP, was man im "freien Markt" findet, ist oft vergleichbar mit einem guten Rotwein in den noch Cola, Milch und Pril geschüttet werden, um ihn noch "besser" zu machen. Jede Flüssigkeit für sich, ist sicher eine gute Sache und erfüllt ihren Zweck, ob dieses Getränk jedoch förderlich ist und seinen Sinn erfüllt, bleibt dahingestellt.
Freiheit im NLP bedeutet nicht psychologische Beliebigkeit, sondern durchaus das NLP von anderen Methoden trennscharf differenzieren zu können und pseudo-logische Zusammenhänge zu anderen Ansätzen zu hinterfragen. Dieses "Grundstudium in Psychologie" vermittle ich immer wieder, aus gutem Grund, bei der Einführung der neuen Lehrtrainer, beim Einführungs-Workshop der Aus-und Fortbildungskommission (AFK) des DVNLP.
Jetzt wieder Ende Oktober in Nürnberg.
Ralf Dannemeyer Heute ist Internationaler Welttag der Lehrerin und des Lehrers
Heute ist der „Internationale Welttag der Lehrerin und des Lehrers“. Erinnert werden soll an die UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrer (1966) und ihre bedeutende Rolle für qualitativ hochwertige Bildung.
In vielen Ländern leidet die Qualität der Bildung darunter, dass es zu wenige Lehrer gibt. Bis zum Jahr 2030 werden nach aktuellen Prognosen fast 69 Millionen neue Lehrer benötigt, um Kindern weltweit eine qualitativ hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen.
Dazu kommt, dass Lehrerinnen und Lehrer sich mitunter ihrer Rolle und ihrer Möglichkeiten für die Entwicklung junger Menschen nicht bewusst sind. Hier setzt unser „NLP-Praxisbuch für Lehrer“ an, das wir anlässlich dieses UNESCO-Tages allen pädagogisch Interessierten empfehlen.
Dieses praxisorientierte Grundlagenwerk zum Neurolinguistischen Programmieren (NLP) im Schulalltag richtet sich an eine der schönsten und wichtigsten Berufsgruppen: Lehrerinnen und Lehrer finden darin eine Fülle lösungsorientierter systemischer Methoden, um gute Beziehungen im Klassenzimmer aufzubauen, das Potenzial der Kinder und Jugendlichen zu entfalten und auch bei Schulangst helfen zu können. Dabei steht die Lehrerpersönlichkeit mit ihren eigenen Veränderungsmöglichkeiten im Vordergrund.
Gestützt auf die Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung zeigt das Buch, wie sich Glaubenssätze, Sprache, Mimik und Gestik auf den pädagogischen Erfolg und auf die Schüler auswirken. Das Ziel: im Lehrerberuf langfristig glücklich werden und bleiben.
Ralf Dannemeyer
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Ralf Dannemeyer
Hallo, Frau Hofmann, danke für Ihren kritischen Beitrag. Erzählen Sie doch ein wenig über Ihre Erfahrungen, die Sie zu dieser - wie ich finde: pessimistisch klingenden - Meinung kommen lassen.
Herzliche Grüße
Ralf Dannemeyer
Ralf Dannemeyer S. C. O. R. E. - Wieso zielt die erste Kategorie auf ein Problem?
Hallo zusammen,
Forschungsfrage: Heute bitte ich um einen Tipp oder Hinweis, insbesondere der belesenen "Alt-NLP'ler", die vielleich noch Literatur im Regal stehen haben, die nicht mehr verfügbar ist.
Eine gute NLP-Intervention beginnt normalerweise mit dem Ziel. Der NLP-Coach tranced seinen Coachee auf das Ziel so ein, als ob es bereits wahr wäre (VAKOG-Assoziation). Erst später setzen wir uns mit dem gegenwärtigen Zustand und den Gründen dafür (Symptome und Ursachen) auseinander ("wie ist es jetzt?", "was hat dich bisher davon abgehalten ..."). Soweit der State of the Art.
Der S. C. O. R. E. nach Dilts hingegen setzt in den mir vorliegenden Fassungen am S (= Symptoms = Problemzustand) an, geht dann zu den Ursachen (C = Causes) und fragt erst dann nach dem Ziel (Outcome). Das ist, streng genommen, das Gegenteil von lösungsorientiertem Vorgehen; der Klient wird so zunächst in einen Problemzustand versetzt, wo bekannterweise die Lösung nicht lauert. Und dann geschieht dies, wie in "Know How für Träumer", Seite 281 f., auch noch auf der Timeline, auf der Bodenanker genutzt werden, die den Problemzustand gleichsam ankern. Würde ein Practitioner dies in einer Zielearbeit so machen, müsste der Lehrtrainer korrigierend eingreifen, doch bei Dilts S. C. O. R. E. ist es so.
Kann mir das einer erklären? Gibt es ältere Primärliteratur, die diesen Widerspruch aufklärt? Oder ist, was ich fast vermute, die Diltsche Erklärung widersprüchlich (was ja, siehe logische Ebenen, bei ihm durchaus vorkommt)?
Für einen Hinweis wäre ich dankbar.
Herzliche Grüße
Ralf Dannemeyer
Jörn Carstens Anton Alfred Ralf Dannemeyer
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Ralf Dannemeyer
Danke für Eure Beiträge, lieber Jörn, lieber Michael. Pacing eines weg-von geneigten Klienten, ja, das ist die positive Absicht bei dem von Robert Dilts gewählten Problem-Einstieg. Das sehe ich schon.
Meine Frau und ich publizieren demnächst ein Kapitel über Methoden der Informationssammlung, Auftragsklärung und Interventionsauswahl in NLP-Coaching- und Therapieprozessen. Dazu gehört natürlich der SCORE.
Dies vorbereitend, stellte ich meine Frage oben im Eröffnungsbeitrag dieses Treads. Ihr habt mir mit Euren Anregungen sehr geholfen. Dankeschön!
Und gern noch mehr, falls noch jemand Ideen dazu hat. ... :-))
Herzliche Grüße,
Ralf

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