Probleme beim Einloggen

NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens

NLP ist Potenzialentfaltung & Veränderung. Hier wird darüber diskutiert und informiert. Seminare dazu? Klicken Sie auf unseren "Marktplatz".

Ralf Stumpf Alleinstellungsmerkmal des NLP
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mir fiel kürzlich ein Alleinstellungsmerkmal des NLP auf, da würde ich mich über Euer Feedback freuen, ob Ihr das für fundiert haltet.
Soweit ich weiß (ich war ja nicht persönlich dabei), war die erste Gruppe von Bandler, Grinder, Pucelik und den anderen eine Gruppe, in der es darum ging, Gestalttherapie zu lernen. Ziel dieser Gruppe war also nicht, das NLP zu entwickeln (eine neue Therapieform), sondern eine bestehende Therapieform zu verstehen und zu lernen.
Was daraus entstanden ist, ist hinlänglich bekannt und ganz wundervoll.
Ich schließe daraus, dass sich NLP durch diesen Beginn von allen anderen Therapie- und Coachingmethode dadurch unterscheidet, welch großen Stellenwert die Lehre einnimmt. Ist es nicht so, dass alle anderen Therapie- und Coachingmethoden durchaus fundierte Erklärungs- und Veränderungsmodelle haben, aber keines hat eine eigene Methodik entwickelt, um die Methode zu lernen?
Demnach gibt es (mindestens) drei Abteilungen im NLP: Das Menschenbild des NLP; die Veränderungstechniken des NLP; die Lern- und Lehrmethoden des NLP (hauptsächlich um das NLP zu lernen).
Wie seht Ihr das?
Ich finde, das ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal und kann betont werden!
Liebe Grüße
Ralf
Mark Pilz
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Claudia Saar
Unbedingt. Und genau das ist es, was mir 'NLP' so sympathisch machte von Anfang an. Ich fürchte ich habe schon als Kind meine Eltern mit endlosen WARUM Fragen strapaziert. *lacht ... Es gibt sich zumindest Mühe das 'warum funktioniert das' als integrierten Teil gleich mitzuliefern. Genauergesagt es ist zugleich Werkzeug und Meta-Betrachtungsweise, die Werkzeuge hervorbringen kann. Und die, die sind ja auch in einem ständigen Wandel begriffen bzw. die Basis erlaubt das ja ausdrücklich. So wie ich es bis jetzt (lediglich als Practitioner) kennengelernt habe ist 'das NLP' - sofern es das gibt - herrlich uneitel und offen. Aber womöglich kommt es auch da sehr stark darauf an, die passenden, 'richtigen' Lehrer zu haben, oder?
Ralf Stumpf Machen wir wirklich NLP, oder nur Anwendungen von NLP?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vor einiger Zeit entdeckte ich dieses Zitat von John Grinder:
”One of the expectations which I personally carried at the time of discovery and development of NLP was that people interested in our work would cleanly make the distinction between NLP and applications of NLP. My hope at the time was that given this distinction, there would arise a group of committed men and women who would recognize the meta levels tools which we had either discovered (the Milton Model…..), or created (the verbal patterns of the Meta Model or Precision Model, Representational Systems….), and go out and identify and create new models of excellence to offer the world. This has not happened and is very disappointing to me. NLP is popularly represented and commonly practiced at least one logical level below what it was clearly understood to be at the time by Bandler and me.” (Grinder 1996)
Auf Deutsch: „Eine der Erwartungen, die ich persönlich während der Zeit der Entdeckung und Entwicklung des NLP hatte, war, dass Menschen, die an unserer Arbeit interessiert sind, eine klare Unterscheidung machen würden zwischen NLP und den Anwendungen von NLP. Meine Hoffnung zu dieser Zeit war, dass unter dieser vorgegebenen Unterscheidung eine Gruppe engagierter Männer und Frauen auftreten würde, die die Instrumente auf den Meta-Ebenen erkennen würde, die wir entweder entdeckt (das Milton Modell...), oder geschaffen hatten (die verbalen Muster des Meta-Modells oder Präzisions-Modells, Repräsentationssysteme...), und dass sie hinausgehen würden und neue Musterbeispiele erkennen oder schaffen würden, um sie der Welt anzubieten. Dies ist nicht geschehen und enttäuscht mich sehr. NLP wird im Allgemeinen mindestens eine logische Ebene unterhalb dessen dargestellt und häufig so praktiziert, als was es damals offensichtlich von Bandler und mir verstanden wurde.“
Seit dem frage ich mich, ob wir im NLP eigentlich wirklich NLP machen, oder „nur“ Anwendungen von NLP. Ich vergleiche NLP gerne mit einer Sprache und die NLP-Ausbildung mit einem Sprachkurs. In dieser Metapher wäre dann die Frage, ob die Leute bei uns zwar einzelne Sätze auswendig lernen, wir ihnen aber nicht die Sprache lehren. Oder verglichen mit der Musik: sie lernen zwar ein Instrument zu spielen, lernen aber nicht die Musik.
Ich lehre jetzt seit 25 Jahren NLP und von Jahr zu Jahr wächst mein Unbehagen, den Teilnehmern die liebgewonnenen NLP-Formate aus den späten Siebzigern zu vermitteln. Zur Zeit bin ich viel unterwegs und vermittle den Menschen diese Sicht aufs NLP in den Master-Class-Tagesseminaren ( http://www.landsiedel-seminare.de/php/master-class.html ) und auch da fällt mir immer wieder auf, dass ein regelrechter Hunger nach dem NLP „eine logische Ebene über den Anwendungen von NLP“ besteht.
Auf dem Kongress in Berlin habe ich mehrere Leute getroffen, die sinngemäß sagten, dass sie schon ganz ganz lange NLP machen, viele Jahrzehnte … aber jetzt ja eigentlich gar nicht mehr … jetzt würden sie statt dessen [hier eine angesagte Methode einfügen] machen, weil das viel besser wirkt. Und ich dachte mir dabei immer, die machen doch viel mehr vom eigentlichen NLP, als diejenigen, die hauptsächlich diese Siebziger-Jahre-Techniken anwenden.
Wenn das, was wir machen, im Großen und Ganzen „nur“ Anwendungen von NLP sind – was ist dann NLP? Für mich klingt es sehr nach Modelling, damit fing ja auch alles an. Aber vielleicht ist da noch mehr. Manchmal glaube ich, NLP hat das Zeug zur Weltformel menschlicher Exzellenz, mit der wir wirklich voneinander lernen können.
Andererseits sehe ich, dass denjenigen, die NLP um neue Ansätze bereichern und andere Methoden ins NLP einfügen wollen, nicht nur Begeisterung entgegenschlägt, zum Beispiel Bernd Isert mit seinem systemischen Ansatz. Wenn ich mir aber ansehe, wie viele neue NLPs es inzwischen gibt ... angefangen von Bandlers DHE, über Grinders New Code, Dilts NLP 2.0 ... das sieht für mich so aus, als gäbe es da ein unerfülltes Bedürfnis. Die Frage ist nur, ob es wirklich das Bedürfnis nach einem „neuen“ NLP ist, oder ob es da nicht viel mehr um das „eigentliche NLP“ im Sinne des Grinder-Zitats geht.
Was ist für uns NLP? Eine allgemeine Sammlung von Techniken? Eine individuelle Sammlung von maßgeschneiderten Techniken, wie sie zum Beispiel Stephan Landsiedel auf seinem Kongressbeitrag über das „gelbe“ NLP vorgeschlagen hat? Ein Meta-Modell, wie es Bandler und Grinder schon ganz am Anfang genannt haben? Und was sind jeweils die Konsequenzen davon – auch zum Beispiel in Hinblick darauf, NLP in ein Curriculum zu gießen und staatlich anerkannt lehrbar zu machen. Mit einer Methode, die sich Jahr für Jahr selbst neu erfindet, ist das vermutlich sehr anspruchsvoll – wenn auch faszinierend.
Meine Sicht aufs NLP habe ich zum Beispiel im NLP Zukunfts-Manifest dargelegt ( http://www.landsiedel-seminare.de/nlp/nlp-master-class.html#manifest ). Ich glaube, die Perspektive von NLP als Sammlung von Techniken und Formaten (= NLP-Anwendungen) ist begrenzt – aber die Perspektive von NLP als der Methode, mit der man neue Techniken und Formate erzeugen kann, ist praktisch unendlich.
Ich bin neugierig auf Eure Meinung zum Thema „NLP und Anwendungen von NLP“.
Herzliche Grüße
Ralf Stumpf
Stephan Landsiedel Ralf Stumpf Ralf Dannemeyer
+10 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Nur für XING Mitglieder sichtbar Stellungnahme zur kritischen Berichterstattung zum österreichischen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und NLP in sueddeuteche.de vom 29.11.2016
Dieser Inhalt ist nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar.
Ralf Dannemeyer
+2 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Ralf Dannemeyer Heute ist der Welttag der Dankbarkeit
Heute ist der Welttag der Dankbarkeit, habe ich soeben im Morgenmagazin erfahren. Das gibt mir Anlass zu einem Beitrag hier im Forum.
Wem möchtest Du schon lange mal Danke sagen, und doch kam es irgendwie nie dazu? Dann tue es heute!
Ist es die Kollegin, der Kollege, der wie ein guter Geist dafür sorgt, dass es im Team läuft?
Ist es der Busfahrer, der Dich am Morgen mit einem Lächeln begrüßt?
Die Verkäuferin im Bäckerladen? Oder der Mann am Zeitungskiosk?
Ist es die Krankenschwester, der Pfleger, die Kindergärtnerin, die Integrationsbegleiterin, der Fahrer vom Pflegedienst, der Koch in der Kantine, der Sozialpädagoge, der Schuldnerberater, die Familienberaterin, der Polizist – sind es all die helfenden, pflegenden, heilenden, beschützenden Mitmenschen, die für so wenig Lohn (in Geld) eine so anspruchsvolle Arbeit tun? Dann geben wir ihnen heute einen anderen Lohn, ein Danke!
Ist es Deine Tochter oder Dein Sohn, die Dir täglich zeigen, wie wichtig du ihnen bist? Dein Partner / deine Partnerin?
Ist es die Lehrerin, die Dein Kind fördert und mithilft, eine starke Persönlichkeit aus dem Jungen oder Mädchen zu machen?
Dein Professor in der Uni?
Der ausländische Mensch, der Türke, Grieche, Italiener, Albaner, Afrikaner, Asiate – der bunte Vielfalt und neue Impulse in unser Leben bringt?
Ist es ... – wer fällt Dir noch ein?
Und bei Dir selbst?
Hast Du eigentlich schon mal Deinem Körper gedankt?
Zum Beispiel Deinen Füßen, die Dich so viele Jahre einfach tragen, als ob das selbstverständlich wäre?
Deinen wachen Geist, der Dir das Denken und Handeln ermöglicht?
Deinen Händen, die Dich tasten, streicheln und etwas bearbeiten lassen?
Deine Schulter, die so viel für Dich trägt. Tag für Tag, Jahr für Jahr?
Du kannst Deine Körperpflege am Morgen für eine meditative Übung nutzen: Dabei imaginierst Du, mit dem Wasser fließe goldene Energie auf deinen Körper, die alles wegwasche, was nicht zu Dir gehört und dem Körper Liebe, neue Kraft, Energie und Dank gebe. Aus einer spirituellen Sicht (z. B. im Schamanismus) wirkt dies direkt auf Deine Zellen (aus schulmedizinischer Sicht ist das natürlich blanker Unsinn). Mach Deine eigenen Erfahrungen damit. Sag Deinem Körper auf diese Art Danke.
Der Welttag der Dankbarkeit wurde 1977 von der Meditationsgruppe der Vereinten Nationen (The United Nations Meditation Group) auf die Agenda der UN gesetzt. Leiter dieser Gruppe war damals der berühmte spirituelle Lehrer Sri Chinmoy (1931 – 2007). Er betrachtete das innere Streben – die unaufhörliche Sehnsucht des Herzens nach höheren und tieferen Wirklichkeiten – als die treibende geistige Kraft hinter allen großen Fortschritten in Religion, Kultur, Sport und Wissenschaft.
Der von ihm und seiner UN-Meditationsgruppe ins Leben gerufene World Gratitude Day sollte offiziell dafür genutzt werden, jemanden zu danken, der sich im Sinne der UN-Charta für den Geist der globalen Gemeinschaft einsetzt. Aber dies ist die für die UN typische Meta-Ebene. Die Initiatoren um Sri Chinmoy wiesen deshalb darauf hin, dass "Danke" auch auf individueller bzw. privater Ebene großzügig genutzt werden soll.
Also tun wir’s doch heute:
Ein herzliches Dankeschön, dafür, dass es Dich hier in diesem Forum gibt,
Ralf Dannemeyer
Margaretha Bessel
+4 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens"

  • Gegründet: 29.06.2004
  • Mitglieder: 12.330
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 5.031
  • Kommentare: 17.796
  • Marktplatz-Beiträge: 7