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NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens

NLP ist Potenzialentfaltung & Veränderung. Hier wird darüber diskutiert und informiert. Seminare dazu? Klicken Sie auf unseren "Marktplatz".

Kira Schultheis Gefühle, geschweige denn Schwäche zu zeigen ist nur was für Mutige
Letzte Woche durfte ich einen Unternehmer bei seiner Führungskräftesitzung begleiten.
Kern dieser Sitzung, die mit einem vom Chef organisierten Frühstück umrahmt war, waren die Themen Ziele und Zielvereinbarungen.
Die 12 Führungskräfte im Raum bewegten sich alle in der Altersgruppe von 30 bis 40 Jahren. Alle sind innovativ, engagiert und mit unglaublichem Herzblut dabei. Jeder ist gewillt, dem Unternehmer zu gefallen.
10 Frauen, 2 Männer plus Chef und meiner Person befanden sich im Raum.
Die Zahlenziele 2016 wurden erreicht, ja sogar übertroffen.
Dieser Punkt wurde sehr schnell abgehakt.
Ich fing an zu jubeln und zu applaudieren.
Gelächter brach aus und mit Freude beglückwünschten sich die Führungskräfte untereinander.
Nun ging es um die Zahlenziele für 2017.
Jede Führungskraft führt jeweils Standorte und dort entsprechend Mitarbeiter.
In Einzelgesprächen mit den jeweiligen Führungskräften besprach der Chef nun Zahlenziele.
In einem vor 2 Wochen durchgeführten Vertriebsseminar haben sich die Führungskräfte bereits Gedanken darüber gemacht, inwiefern realistische und dennoch engagierte Zahlenziele von ihnen definiert und dem Chef vorgestellt werden können.
Im ersten Gespräch startete der Chef wie folgt: “Also ich habe hier 11% monatliche Umsatzsteigerung stehen. Darunter brauchen wir erst gar nicht anzufangen.“
Nachdem wir das Gespräch unter vier Augen im Anschluss reflektierten, ging der Unternehmer wie von mir gewünscht vor und ließ sich in den folgenden Gesprächen davon überraschen, das die Führungskräfte bis auf eine Führungskraft höhere Zahlenzielen benannten, als die, die er sich vorher zurecht gelegt hatte.
Die Führungskraft, die unter seinen Zahlenzielen lag, brach noch vor Abgleich der Zahlen in Tränen aus. Der Chef wollte darüber hinweg gehen und griff zu seinem Zahlenzettel. Ich fragte nach, was sie so traurig stimmen würde und mit bebenden Lippen sagte sie:“ Ich bin seit 15 Jahren in Ihrem Hause Führungskraft. Letztes Jahr im Dezember wurde ich krank und fiel länger aus. Niemand aus dem Management hat mal gefragt wie es mir geht oder Kontakt zu mir gesucht.“
Es folgte keine Reaktion daraufhin von Seiten des Chefs.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass man Sie, ja genau Sie Leser/in dieses Textes auch dann als Gesprächspartner noch sehen kann, wenn Sie weg sehen, zu Boden blicken oder auf ein Zahlenpapier schauen!
Dieses für mich nahezu unerträgliche Schweigen war von negativem Gefühl aber noch zu toppen! Die Führungskraft ergänzte. „Ich hatte am 15.01.2017 mein 15 jähriges Bestehen. Nicht einmal einen Anruf habe ich erhalten. Das ist der Dank für all meine Arbeit?“
„Das ist nicht ganz so gut gelaufen.“ War alles, was der Chef im Stande war darauf zu antworten.
Als das Gespräch zu Ende war, sprach er seine Assistentin an:“ Besorgen Sie mal bitte einen Blumenstrauß zum 15. Jährigen Bestehen von ihr. Danke.
Ich kann Ihnen versichern, dieser Mann hat Herz!
In seinem Leben hat er aufgrund unterschiedlicher Situationen, Erfahrungen, Ereignisse exakt diese Art des Verhaltens selbst schmerzlich erlernt und zu Trösten, gefühlvoll, empathisch zu sein mehr und mehr verlernt.
Die heutige Gesellschaft hat an vielen Stellen aufgehört über Gefühle zu sprechen.
Wir schreiben Whatsapps und senden nen Smiley mit. (Der Smiley wird aber auch genauestens gewählt! Zwinkern oder Zwinkern mit Kussmund macht schließlich einen riesigen Unterschied.)
Unternehmer müssen oftmals hart, taff, zielstrebig und nahezu unverwundbar sein.
Aber macht es einen Unternehmer nicht viel wertvoller, wenn er seinem Umfeld mit „SanftMut“ begegnet?
Ich liebe dieses Wort „sanftmut“, denn es beinhaltet einen Teil, der bereits gewiss vorhanden ist, auch bei „Haudegen“ wie dem von mir skizzierten Chef: MUT.
Mutig zu sein auch Sanftheit zu zeigen und wieder zu erlernen durch die Brille seines Gegenübers zu schauen ist, was das Ziel unzähliger Führungspersonen sein sollte.
Es wird ein langer und auch herausfordernder Weg sein, aber dieser Chef hier will ihn gehen und ich freue mich auf die Arbeit mit ihm!
Ralf Dannemeyer It's easy to put people in Boxes - Oder: Die Landkarte ist nicht die Landschaft
Hallo, zusammen,
die wichtigste Grundannahme des NLP: Die Landkarte ist nicht die Landschaft.
Ein dänischer TV-Sender hat für einen Spot ein soziales Experiment gewagt. Er stellte gegensätzliche Gruppen gegenüber und würfelte sie dann neu zusammen - je nachdem, wie sie auf sehr persönliche Fragen reagierten (Foto unten: ein Screenshot aus dem Video, zum Vergrößern bitte anklicken).
Was dabei herausgekommen ist, könnte ein Lehrfilm über das NLP-Axiom Nr. 1 sein: Die Landkarte ist nicht die Landschaft.
Ein Video über Toleranz und Akzeptanz. Der Zuschauer darf ein bißchen weinen, und ein bißchen Optimismus gewinnen. Sieh selbst:
Kennst Du weitere Beispiele dafür, wie die "Landkarte ist nicht die Landschaft" gelebt werden kann? Dann stell sie hier ein! Was bedeutet dieses Axiom für Dich?
Herzlich,
Ralf Dannemeyer
Ralf Stumpf Alleinstellungsmerkmal des NLP
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mir fiel kürzlich ein Alleinstellungsmerkmal des NLP auf, da würde ich mich über Euer Feedback freuen, ob Ihr das für fundiert haltet.
Soweit ich weiß (ich war ja nicht persönlich dabei), war die erste Gruppe von Bandler, Grinder, Pucelik und den anderen eine Gruppe, in der es darum ging, Gestalttherapie zu lernen. Ziel dieser Gruppe war also nicht, das NLP zu entwickeln (eine neue Therapieform), sondern eine bestehende Therapieform zu verstehen und zu lernen.
Was daraus entstanden ist, ist hinlänglich bekannt und ganz wundervoll.
Ich schließe daraus, dass sich NLP durch diesen Beginn von allen anderen Therapie- und Coachingmethode dadurch unterscheidet, welch großen Stellenwert die Lehre einnimmt. Ist es nicht so, dass alle anderen Therapie- und Coachingmethoden durchaus fundierte Erklärungs- und Veränderungsmodelle haben, aber keines hat eine eigene Methodik entwickelt, um die Methode zu lernen?
Demnach gibt es (mindestens) drei Abteilungen im NLP: Das Menschenbild des NLP; die Veränderungstechniken des NLP; die Lern- und Lehrmethoden des NLP (hauptsächlich um das NLP zu lernen).
Wie seht Ihr das?
Ich finde, das ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal und kann betont werden!
Liebe Grüße
Ralf
Mark Pilz
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Claudia Saar
Unbedingt. Und genau das ist es, was mir 'NLP' so sympathisch machte von Anfang an. Ich fürchte ich habe schon als Kind meine Eltern mit endlosen WARUM Fragen strapaziert. *lacht ... Es gibt sich zumindest Mühe das 'warum funktioniert das' als integrierten Teil gleich mitzuliefern. Genauergesagt es ist zugleich Werkzeug und Meta-Betrachtungsweise, die Werkzeuge hervorbringen kann. Und die, die sind ja auch in einem ständigen Wandel begriffen bzw. die Basis erlaubt das ja ausdrücklich. So wie ich es bis jetzt (lediglich als Practitioner) kennengelernt habe ist 'das NLP' - sofern es das gibt - herrlich uneitel und offen. Aber womöglich kommt es auch da sehr stark darauf an, die passenden, 'richtigen' Lehrer zu haben, oder?
Ralf Stumpf Machen wir wirklich NLP, oder nur Anwendungen von NLP?
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vor einiger Zeit entdeckte ich dieses Zitat von John Grinder:
”One of the expectations which I personally carried at the time of discovery and development of NLP was that people interested in our work would cleanly make the distinction between NLP and applications of NLP. My hope at the time was that given this distinction, there would arise a group of committed men and women who would recognize the meta levels tools which we had either discovered (the Milton Model…..), or created (the verbal patterns of the Meta Model or Precision Model, Representational Systems….), and go out and identify and create new models of excellence to offer the world. This has not happened and is very disappointing to me. NLP is popularly represented and commonly practiced at least one logical level below what it was clearly understood to be at the time by Bandler and me.” (Grinder 1996)
Auf Deutsch: „Eine der Erwartungen, die ich persönlich während der Zeit der Entdeckung und Entwicklung des NLP hatte, war, dass Menschen, die an unserer Arbeit interessiert sind, eine klare Unterscheidung machen würden zwischen NLP und den Anwendungen von NLP. Meine Hoffnung zu dieser Zeit war, dass unter dieser vorgegebenen Unterscheidung eine Gruppe engagierter Männer und Frauen auftreten würde, die die Instrumente auf den Meta-Ebenen erkennen würde, die wir entweder entdeckt (das Milton Modell...), oder geschaffen hatten (die verbalen Muster des Meta-Modells oder Präzisions-Modells, Repräsentationssysteme...), und dass sie hinausgehen würden und neue Musterbeispiele erkennen oder schaffen würden, um sie der Welt anzubieten. Dies ist nicht geschehen und enttäuscht mich sehr. NLP wird im Allgemeinen mindestens eine logische Ebene unterhalb dessen dargestellt und häufig so praktiziert, als was es damals offensichtlich von Bandler und mir verstanden wurde.“
Seit dem frage ich mich, ob wir im NLP eigentlich wirklich NLP machen, oder „nur“ Anwendungen von NLP. Ich vergleiche NLP gerne mit einer Sprache und die NLP-Ausbildung mit einem Sprachkurs. In dieser Metapher wäre dann die Frage, ob die Leute bei uns zwar einzelne Sätze auswendig lernen, wir ihnen aber nicht die Sprache lehren. Oder verglichen mit der Musik: sie lernen zwar ein Instrument zu spielen, lernen aber nicht die Musik.
Ich lehre jetzt seit 25 Jahren NLP und von Jahr zu Jahr wächst mein Unbehagen, den Teilnehmern die liebgewonnenen NLP-Formate aus den späten Siebzigern zu vermitteln. Zur Zeit bin ich viel unterwegs und vermittle den Menschen diese Sicht aufs NLP in den Master-Class-Tagesseminaren ( http://www.landsiedel-seminare.de/php/master-class.html ) und auch da fällt mir immer wieder auf, dass ein regelrechter Hunger nach dem NLP „eine logische Ebene über den Anwendungen von NLP“ besteht.
Auf dem Kongress in Berlin habe ich mehrere Leute getroffen, die sinngemäß sagten, dass sie schon ganz ganz lange NLP machen, viele Jahrzehnte … aber jetzt ja eigentlich gar nicht mehr … jetzt würden sie statt dessen [hier eine angesagte Methode einfügen] machen, weil das viel besser wirkt. Und ich dachte mir dabei immer, die machen doch viel mehr vom eigentlichen NLP, als diejenigen, die hauptsächlich diese Siebziger-Jahre-Techniken anwenden.
Wenn das, was wir machen, im Großen und Ganzen „nur“ Anwendungen von NLP sind – was ist dann NLP? Für mich klingt es sehr nach Modelling, damit fing ja auch alles an. Aber vielleicht ist da noch mehr. Manchmal glaube ich, NLP hat das Zeug zur Weltformel menschlicher Exzellenz, mit der wir wirklich voneinander lernen können.
Andererseits sehe ich, dass denjenigen, die NLP um neue Ansätze bereichern und andere Methoden ins NLP einfügen wollen, nicht nur Begeisterung entgegenschlägt, zum Beispiel Bernd Isert mit seinem systemischen Ansatz. Wenn ich mir aber ansehe, wie viele neue NLPs es inzwischen gibt ... angefangen von Bandlers DHE, über Grinders New Code, Dilts NLP 2.0 ... das sieht für mich so aus, als gäbe es da ein unerfülltes Bedürfnis. Die Frage ist nur, ob es wirklich das Bedürfnis nach einem „neuen“ NLP ist, oder ob es da nicht viel mehr um das „eigentliche NLP“ im Sinne des Grinder-Zitats geht.
Was ist für uns NLP? Eine allgemeine Sammlung von Techniken? Eine individuelle Sammlung von maßgeschneiderten Techniken, wie sie zum Beispiel Stephan Landsiedel auf seinem Kongressbeitrag über das „gelbe“ NLP vorgeschlagen hat? Ein Meta-Modell, wie es Bandler und Grinder schon ganz am Anfang genannt haben? Und was sind jeweils die Konsequenzen davon – auch zum Beispiel in Hinblick darauf, NLP in ein Curriculum zu gießen und staatlich anerkannt lehrbar zu machen. Mit einer Methode, die sich Jahr für Jahr selbst neu erfindet, ist das vermutlich sehr anspruchsvoll – wenn auch faszinierend.
Meine Sicht aufs NLP habe ich zum Beispiel im NLP Zukunfts-Manifest dargelegt ( http://www.landsiedel-seminare.de/nlp/nlp-master-class.html#manifest ). Ich glaube, die Perspektive von NLP als Sammlung von Techniken und Formaten (= NLP-Anwendungen) ist begrenzt – aber die Perspektive von NLP als der Methode, mit der man neue Techniken und Formate erzeugen kann, ist praktisch unendlich.
Ich bin neugierig auf Eure Meinung zum Thema „NLP und Anwendungen von NLP“.
Herzliche Grüße
Ralf Stumpf
Stephan Landsiedel Ralf Stumpf Ralf Dannemeyer
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