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ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Stephan G. Geffers Nur was sich ändert, hat Bestand - 30. Jahrgang Zeitschrift "proZUKUNFT" 2016/Nr. 2,3
"Nur was sich ändert, hat Bestand" ist das Editoral der aktuellen Zeitschriftenausgabe "proZUKUNFT" überschrieben - gespickt mit mehr als 30 Buchrezensionen zum Themenspektrum Bürgerbeteiligung - Bürokratietheorie - Europa - Geldreform - Gemeinwohlökonomie - Ideologiekritik - neuer Klassenkampf - Philosophie - andere Wirtschaftswissenschaften - Zukunftsforschung. http://www.jungk-bibliothek.at/prozukunft.htm
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der herausgebenden Robert-Jungk-Bibliothek (JBZ) in Salzburg ist diesmal eine 20-seitige Sonderbeilage enthalten. Hieraus greife ich Zitate auf von drei Männern und drei Frauen, die über die Aktualität des Autoren und Zukunftswerkstatt-Erfinders Robert Jungk nachdenken:

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>>"Robert Jungk - ein Prophet unserer Zeit! Alle seine Voraussagen und Warnungen - Atomkraft, Umwelt und Klima, Wirtschaft, Entwicklungshilfe - sind eingetroffen. Seine Mitgift: Die Zukunft kommt nicht von selbst auf uns zu - sie wird von uns gemacht. Deshalb: Auf jeden Einzelnen kommt es an!"

(Hofrat Dr. Peter Krön, ehemals Generalsekretär der Katholischen Aktion, später Leiter der Kulturabteilung des Landes Salzburg)
Mehr zu ihm siehe Land Salzburg: http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=41864 und siehe auch Youtube/Zeitzeugengespräch: http://www.youtube.com/watch?v=sSxG7KtqXms

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>>"Die JBZ ist ein Ort der persönlichen Begegnung. Solche Orte sind im digitalen Nirgendwo bereits eine Rarität. Und sie ist ein Ort der Erinnerung an Bob Jungk, der in 'finsteren Zeiten' die Kraft hatte, der Hoffnung die Treue zu halten."

(Dr. Marianne Gronemeyer, Autorin und Vortragsreisende, ehemals Lehrerin, später Professorin für Erziehungswissenschaft)
Mehr zu ihr siehe ihre eigene Homepage mit aktuellen Terminen: http://www.marianne-gronemeyer.de/

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>>"Als unermüdlicher Warner vor unhinterfragter Fortschrittsgläubigkeit, exzellenter Analytiker, Philosoph und Vordenker beschäftigte sich Robert Jungk mit der sozialen und demokratischen Gestaltung der Zukunft. Mit der Gründung der JBZ hat Robert Jungk nicht nur seine Arbeit und sein Werk dauerhaft in Salzburg verankert. Es ist gleichzeitig Auszeichnung und Auftrag für unsere Stadt, sein Werk zu pflegen und zu würdigen."

(Dr. Heinz Schaden, amtierender Bürgermeister der Stadt Salzburg, SPÖ)
Mehr zu ihm siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Schaden

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>>"Partizipation ist Kernelement einer transdisziplinären Wissenschaft. Jungks Partizipationsanspruch soll uns als Meßlatte dienen. Gleichzeitig müssen wir Methoden wie die Zukunftswerkstatt fit machen für unsere Zeit."

(Friederike Korte, Juniorwissenschaftlerin am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung)
Mehr zu ihr siehe Nachrichtenportal der Bezirks-Blätter Salzburg 18.11.15: http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/wirtschaft/friederike-korte-erhaelt-robert-jungk-stipendium-d1552180.html

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>>"Das visionäre Werk von Robert Jungk ist heute aktueller denn je. Das Leben auf dem Planeten ist bedoht. Robert Jungk hat Wege aufgezeigt, wie gerechtes, menschenwürdiges Leben kollektiv organissiert werden muss. Er ist ein Leuchtturm in der dunklen Nacht."

(Jean Ziegler, Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates)
Mehr zu ihm siehe Tagesschau 13.6.2016: http://www.tagesschau.de/ausland/interviewmenschenrechtsrat-101.html

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>>"Ich stelle mir vor, Robert Jungk lebt. Weltweit regt er Zukunftswerkstäten an. Menschen teilen Erfahrungen mit Krieg und Frieden, Flucht und Heimat, handeln tatkräftig und visionär. Tun wir es jetzt?"

(Petra Eickhoff, Organistionsentwicklerin und Vorstand des Vereins 'Zukunftswerkstätten zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung')
Mehr zu ihr siehe Zukunftswerkstätten Verein: http://www.zukunftswerkstaetten-verein.de/petra-eickhoff/
Welches Zitat spricht Sie/Dich am meisten an? Was bewegt Sie/Dich zur Zukunft oder zu Robert Jungk?
Die Zeitschrift "proZUKUNFT" erscheint übrigens viermal im Jahr, ein Jahresabo kostet 30 € und ist einfach empfehlenswert. http://www.jungk-bibliothek.at/
Nur was sich ändert, hat Bestand, hieß es eingangs: Das nachfolgende Bild zeigt meinen aktuellen Eindruck vom neuen Robert-Jungk-Platzes, der mit dem Umzug ("mit der Übersiedlung", wie man in Österreich sagt) der Bibliothek von der Imbergstraße 2 in die Strubergasse 18 innerhalb der Stadt Salzburg quasi mitgenommen werden konnte. http://www.stadt-salzburg.at/internet/service/aktuell/aussendungen/2014/kulturausschuss_robert_jungk_platz_zieht_398150.htm
Stephan G. Geffers Salzburg: Robert-Jungk-Bibliothek feiert 30 Jahre
Heute Abend werde ich mit dem Nachtbus Richtung Salzburg unterwegs sein. Die Robert-Jungk-Bibliothek feiert dort am Montag 13. Juni 2016 ab 17:00 Uhr ihr dreißigjähriges Bestehen - wenn auch nicht mehr am selben Ort, an dem sie 1986 gegründet wurde.
Das Haus, wo wir anlässlich des Jahrestreffens ZW2013 http://www.zwnetz.de/pages/ablauf13.html ins sogenannte "Bergwerk" stiegen - in die ehemaligen Arbeitsräume von Robert Jungk (1913-1994) unterm Dach - gibt es so nicht mehr, denn ein Aufzug für gehbehinderte Menschen ließ sich dort nicht einbauen. Die neuen Räume der Bibliothek liegen näher am Zentrum - auf der anderen Seite der Salzach - im 2. Stock der Strubergasse 18, unweit der S-Bahnstation Salzburg Mülln-Altstadt. http://www.jungk-bibliothek.at
Ein Teil des Buchbestandes aus Robert Jungks "Bergwerk" ist inzwischen Richtung Ostsee nach Greifswald "gewandert". Die "Straze" ist ein Kultur- und Initiativenhaus in der Tradition der Gesellschafts- und Kulturhäuser des 19. Jahrhunderts - mit aktuellem gesellschaftspolitischen Ansprüchen, dort generationenübergreifend Gemeinschaft und Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen zu ermöglichen. Noch befindet sich das Haus im Umbau, aber wie ich mich im November 2015 bei persönlicher Besichtigung in Greifswald überzeugen konnte, ist dort ein Raum von 33 Quadratmeter Größe als zweite Robert-Jungk-Bibliothek vorgesehen. http://www.straze.de
Zum Hintergrund der Bibliotheksgründung in Salzburg zitiere ich aus der Robert-Jungk-Ausstellung, die 2013 in Salzburg, 2014 in Wien und Bonn, 2015 in Greifswald zu sehen war: http://www.xing.com/communities/posts/2-punkt-20-punkt-11-punkt-15-greifswald-zukunft-ist-kein-schicksal-robert-jungk-ausstellung-1010325648

>>Im Haus Corso in der Imbergstraße erhielt Robert Jungk Arbeitsräume, in die er sich zum Schreiben und Recherchieren zurückziehen konnte. 1986 wurde in diesem Gebäude an der Salzach eine Bibliothek für Zukunftsfragen eingerichtet.
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>>Ein zu seinem 70. Geburtstag geäußerter Wunsch ging in Erfüllung: Mit Unterstützung von Stadt und Land Salzburg sowie dem Österreichischen Bundeskanzleramt konnte Jungks umfangreiche Büchersammlung öffentlich zugänglichgemacht werden. Die Bibliothek sollte ein Ort des Dialogs und des Austauschs über die Zukunft werden, an dem Publikationen über zukunftsrelevante Themen gesammelt werden.
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>>Jungks Zukunftsbibliothek gilt bis heute als unkonventionelle Einrichtung, in der über Zukunft geforscht und diskutiert wird. Es geht um Themen wie nachhaltige Entwicklung, neue Wohlstandsmodelle, emanzipatorische Schulen oder Zukunft der Arbeit. Ein Lesecafé lädt zum Verweilen und Stöbern in den mittlerweile an die 15.000 gesammelten Publikationen über die Zukunft ein.
Nachfolgendes Bild zeigt den Plan der "Straze" in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) mit der zweiten, in Bau befindlichen Robert-Jungk-Bibliothek.
Fritz Letsch Geschichte der Zukunft für Greifswald!
Schön, dass die Gegend erinnert wird, was früher dort schon mal unterwegs war: Mit dem Wandervogel muss in den Jahren 1906-1933 (und im Untergrund noch lange weiter) das Leben immer wieder bunt gesprenkelt worden sein:
Die am Wochenende aus der Stadt fliehenden Jugendlichen auf Ochsenkarren, Pferdefuhrwerken oder wie immer sie trampend und wandernd "ins Blaue" fuhren, Robert Jungk als 8-jähriger schon dabei, als er entdeckt hatte, dass es auch eine jüdische bündische Gruppe gab.
Mit BUND-Hosen, Wimpel, Zelt und Essgeschirr, Wanderproviant und Regenzeug, manche auch mit Kanu und Fotoapparat ...
zum Wandervogel wächst auf
http://befreiungsbewegung.fairmuenchen.de/robert-jungk-von-der-juedischen-jugendbewegung-zum-atomstaat-kritiker/
Stephan G. Geffers 2.-20.11.15 (Greifswald) "Zukunft ist kein Schicksal" (Robert-Jungk-Ausstellung)
Eingebettet in einen Rahmen hunderter Veranstaltungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern und geeint durch das Motto "Ihr Einsatz bitte! Engagement und Bürger*innenrechte - Entwicklungspolitische Tage", wird im November 2015 erneut die Robert-Jungk-Ausstellung eröffnet.
Jungk lebte 1913-1994, er war Wissenschaftsjournalist, Friedensaktivist, Querdenker, Weltbürger, Zukunftswerkstatterfinder; ein kritischer und visionärer Geist, dessen Lebenswerk uns heute noch viel zu sagen hat zu aktuellen Themen (Partizipation, Energiewende, Kultur- und Entwicklungspolitik). Sein Motto war, dass Zukunft kein Schicksal ist, sondern verändert werden kann.
Dies ist in Deutschland der bislag erst zweite Auftritt der aus Salzburg stammenden Ausstellung; zuvor, im August 2014, war es der Wissenschaftsladen Bonn gewesen, der mit der Ausstellung und begleitenden Seminaren Raum zur Auseinandersetzung mit Jungks Lebenswerk bot.
Nun, am 2. November 2015, bringt der Verein Kultur- und Initiativhaus Greifswald e. V. die Schau wieder in die Öffentlichkeit. Bekannt ist dieser Verein für den Ausbau des einstigen Gesellschafts- und Konzerthauses "Zum Greif", genannt STRAZE, zu einem spannenden Freiraum und einer Keimzelle für vielfältige Aktivitäten, zu einem Ort des Experimentierens und Werbens für soziale und ökologische Zukunftsmodelle.
Die Idee zum Haus STRAZE: http://www.straze.de/idee
Das Zukunftswerkstätten-Netz und der Verein Zukunftswerkstätten e. V. sind an der Eröffnung am 2. November um 20:00 Uhr beteiligt und laden herzlich ein, mitzuwirken und dabei zu sein.
Zukunftswerkstätten-Netz: http://www.zwnetz.de
Verein Zukunftswerkstätten: http://www.zwverein.de

>>Die Welt kann verändert werden. Zukunft ist kein Schicksal. (Robert Jungk)

Ausstellung über Leben und Wirken Robert Jungks
Eröffnung: Montag 2. November 2015 um 20:00 Uhr
Geöffnet: 3. - 20. November 2015 täglich 10:00 - 20:00 Uhr
Ausstellungsort: Mensa Am Schießwall 1-4, 17489 Greifswald

>>Wer seiner Zeit voraus ist, bleibt oft jahrelang außer Hörweite. (Robert Jungk)

Anreise von Berlin Hbf. mit Regionalexpress um 16:33 (Gleis 6) bis Greifswald, weiter mit Buslinie 2 um 19:30 bis zur Haltestelle Platz der Freiheit. Es fahren auch alle zwei Stunden Intercity-Züge von Berlin nach Greifswald.
Anreise von Hamburg Hbf. mit Intercity um 15:17 (Gleis 12), weiter mit Buslinie 2 um 18:45 bis zur Haltestelle Platz der Freiheit.
Liniennetzplan Greifswald (Ziel-Haltestelle ist rechts von der Innenstadt zu finden): http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/11/0001.jpg

>>Gesellschaftliche Veränderung fängt immer mit Außenseitern an, die spüren, was notwendig ist. (Robert Jungk)

Ich freue mich sehr auf die Begegnungen und Gespräche dort.
Paul Adrian
Ich finde es toll, dass die Ausstellung in den Nordosten Deutschlands gewandert ist.
Stephan G. Geffers "Robert Jungk" wieder unterwegs: Ermutigung und Partizipation in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Die vier Pakete mit der Robert-Jungk-Ausstellung sind auf dem Weg von Köln (am Rhein) nach Greifswald (am Ryck). Insgesamt 56 Kilogramm schwer, geht die "Tournee" nach Stationen 2013-2014 in Salzburg, Wien und Bonn nun 2015 auf die Reise zur Ostseeküste - und sie ist auf ihrer ersten Etappe, wie auf dem Foto unten zu sehen ist, auf höchst ökologische Weise unterwegs: Mit dem Fahrradanhänger. Lag doch die ökologische Zukunft gerade auch Robert Jungk am Herzen, wie viele seiner Veröffentlichungen und Äußerungen zeigen. Ein passendes Zitat aus einer Rede von Jungk (1990):

>>"Eine echte Sicherheit kann nur eine ökologische und humane Sicherheit sein. Die Menschen müssen sicher sein, dass die Entwicklung sie nicht krank macht, dass ihre Arbeit sie nicht krank macht, dass sie Hoffnung auf die Zukunft haben können. Einer der wichtigsten Bausteine dieser Zukunft ist das, was ich 'antizipatorische Demokratie' nenne. Demokratisch, das heißt unter Mitwirkung all derer, die das wollen. Das bedeutet, sich rechtzeitig Gedanken zu machen über alle möglichen Folgen des politischen, des wirtschaftlichen, des technischen Handelns. Vor jeder Handlung steht die Frage: Ist es richtig, was ich produziere und wie ich es produziere? Hätte man so schon früher gedacht, wären wir heute nicht in der Lage, in der wir sind. Wir müssen im Zweifelsfall denen, die menschlich und ökologisch schädliche Entscheidungen treffen, in den Arm fallen. Wir müssen endlich mitentscheiden." http://www.zwnetz.de/Jungk/90.html?#Anchor-Foto
Die Robert-Jungk-Ausstellung wird am Montag, 2. November um 20:00 Uhr in der Mensa Am Schießwall (Greifswald) eröffnet. Sie gliedert sich in zehn Themenbereiche: (Die nachfolgend genannten Links führen zu einer Auswahl vertiefender Information im jeweiligen Thema)
2. Anschreiben gegen den blinden Fortschrittsglauben
http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2013/05/17/a0124
4. Neue Friedensbewegung als Aufstand gegen das Unerträgliche
http://www.udo-leuschner.de/nachruestung/text2.htm
6. Atomwiderstand in Salzburg und Österreich
http://www.robertjungk.at/jungk_antiatom.htm
7. Salzburg als Freizone der Phantasie
http://www.salzburgmuseum.at/938.html
8. Gründung "seiner" Bibliothek für Zukunftsfragen
http://www.robertjungk.at/jungk_seinebibliothek.htm
9. Werkverzeichnis seiner Bücher
http://www.robertjungk.at/jungk_buecher.htm
10. Weltbürger Robert Jungk und seine Aktualität heute
http://www.robertjungk.at/jungk_thesen.htm
In vielen Veröffentlichungen wurde bereits über die Jungk-Ausstellung berichtet:
Ich freue mich darauf, in gut einer Woche der Ausstellung hinterher zu reisen und in Greifswald viele weitere Menschen zu treffen, die mit dem Namen Robert Jungk (1913-1994) etwas anzufangen wissen, oder die Neugier antreibt, ihn zu entdecken.

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