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Ernst Holzmann Flüchtlinge und Arbeit: Legende und Wirklichkeit
Gut ein Jahr ist es nun her, seit dem unsere Gesellschaft eine neue Herausforderung zu bewältigen hat. Mit allen Problemen, aber auch mit allen Chancen.
Mit viel Skepsis begleitet ("da kommen doch nur Analphabeten"), aber auch mit viel Euphorie ("Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und überall im Land", Dieter Zetsche, Sept. 2015) und mit Hunderttausenden von engagierten Menschen, die einfach helfen, und nicht politisieren oder polemisieren.
Wie sieht die Zwischenbilanz aus, was kann man auf Soll und Haben verbuchen?
1) ZDF (Zahlen, Daten, Fakten)
Auf Basis des "Ausländerzentralregisters") sind zur Zeit knapp 1, 1 Mio. Flüchtlinge in Deutschland registriert. Gut 850.000 sind davon im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 15 und 65 Jahre alt. Und von diesen 850.000 sind wiederum erst 350.000 "anerkannte" Flüchtlinge, die einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben.
Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit weist aus, dass per Mai 2016 ca. 99.000 Menschen aus den acht wichtigsten Herkunftsländern einen Sozialversicherungspflichtigen Job gefunden haben. Gleichzeitig sind aus diesen Ländern etwa 157.000 Menschen als arbeitslos gemeldet.
2) Wo sind die Schwachstellen und die Herausforderungen
Asylverfahren werden immer noch zu langsam bearbeitet. Durschnittliche Dauer für ein Einzelverfahren immer noch knapp ein halbes Jahr. Weil die meisten Flüchtlinge schlecht oder gar nicht Deutsch sprechen, ist ein Sprachkurs die wichtigste Voraussetzung für den Start in ein neues Leben. Da die dafür benötigten Lehrer/innen aber "nicht auf den Bäumen wachsen", ist auch hier ein "Flaschenhals" der sich nicht so schnell öffnen dürfte.
Viele Flüchtlinge haben keine formale Berufsausbildung. Geschätzte 40% haben ein Gymnasium oder eine Hochschule besucht, ca. 10% sind Akademiker und damit schnell und einfach zu vermitteln. Die "restlichen" 50% sind sowohl Chance, als auch Herausforderung. Mit dem tatsächlichen Feststellen, was diese Menschen für Fähigkeiten haben und wie diese Fähigkeiten in Einklang mit den Offenen Stellen gebracht werden können.
3) Welche Chancen gibt es
Aktuell "brummt" unsere Wirtschaft, es gibt gut 1.000.000 Offenen Stellen, davon gut 150.000 im sogenannten "Geringfügig Qualifizierten" Bereich. Und nicht nur das Handwerk sucht händeringend Auszubildende, mehr als 30.000 Ausbildungsplätze sind immer noch nicht besetzt.
4) Was zu tun ist
Beschleunigung der Asylverfahren, Registrierung der Bleibeberechtigten in den Job-Centern, aktive Vermittlung mit Matching von Stellenangeboten und Profilen.
Parallel intensive Verzahnung von Spracherwerb und Berufspraxis, so schnell und intensiv wie nur möglich.
Und (endlich) aktives Engagement der Großunternehmen. Bisher haben sich hautpsächlich (wie so oft) Klein- und Mittelständische Unternehmen mit großem Engagement um die "Neuankömmlinge" in unserem Land gekümmert. Mit unkonventionellen Methoden (eigene Sprachkurse, Hilfe bei Behördengängen, Freistellung von Mitarbeitern zur Unterstützung ihrer neuen Kollegen,...). Jetzt ist nicht nur Herr Zetsche gefordert, auch damit die beschämende Bilanz von 54 beschäftigten Flüchtlingen bei allen DAX-Unternehmen (davon alleine 50 bei der Deutschen Post) endlich und deutlich verbessert wird.
Wie so oft im Leben gilt auch hier die Empfehlung von Erich Kästner "Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es..."
Ernst Holzmann
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Ernst Holzmann
Aus täglichem Erleben hätte ich die Zahl (ca 50.000) von unseren "neuen Nachbarn", die zwischenzeitlich eine Arbeitsstelle gefunden haben, sogar niedriger eingeschätzt.
Mehr als ein Jahr auf die Bearbeitung eines Asyl-Antrages zu warten, ist kein Ausnahmefall. Dann den (Pflicht) Integrationskurs (600 UE Deutsch) zu absolvieren, dauert mindestens ein weiteres halbes Jahr. Und bei über 150 "normalen Kunden" pro Bearbeiter/in im Job-Center steht man auch nicht an erster Stelle.
Es gibt also noch viel zu tun, aber Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar...
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Michael Schreiber Das Wahrzeichen von Berlin - Grüße für die Köpfe an der Spree!
...jeder kennt das Wahrzeichen von bÄrlin. Es ist nicht der Teufelsberg, sondern natürlich der Fernsehturm. Bei schönem Wetter ist er von weitem zu sehen. Einheimische + Touristen lieben ihn gleichermaßen. Darum wurde er millionenfach geknipst.
Dieser Schnappschuss ist von mir. Ich besuche gerne die Weltstadt an der Spree und grüße alle bÄrlin Fans, sämtliche Berliner Köpfe und all jene, die noch einer werden wollen! *grins*
Euer Lebenskünstler
Michael Schreiber Jens Tippenhauer
+6 weitere Kommentare
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Jens Tippenhauer
Nur für XING Mitglieder sichtbar

>und ich dachte, das Wahrzeichen von Berlin sei das Brandenburger Tor ...
Das Brandeburger Tor ist eher ein Wahrzeichen für den Fall der Mauer. Der Fernsehturm ist jedoch aus allen Richtungen der markanteste Orientierungspunkt, da er alles überragt. Egal wo sich ein Tourist verirrt hat, man kann immer sagen: "Siehst du die Kugel da - in die Richtung musst du gehen" oder "halte die nördlich des Turmes" oder oder oder ...
Berlin ist eben nicht wie Köln. Da gibt es einen Dom und gut :-))