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NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland

Das NIWO – Netzwerk befasst sich mit infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen in Ostfriesland.

Michael Ilgner Handwerker und "Brexit": Verträge prüfen und Brexit-Klausel aufnehmen
Nach dem Votum gegen das Austrittsabkommen, wird ein harter Brexit wahrscheinlicher. Handwerker, die in Großbritannien Geschäftsbeziehungen pflegen, sollten jetzt ihre Lieferketten prüfen.
Nach dem Votum des britischen Parlaments gegen das Brexit-Abkommen von Theresa May mit der EU ist weiterhin unklar, wie es weitergeht. Die Optionen reichen von der Verschiebung des Austritts über einen harten Brexit bis hin zu einem erneuten Referendum.
Klar ist: Ohne ein Abkommen würde die Übergangsphase wegfallen, in der sich für die EU und das Vereinigte Königreich bis Ende 2020 nichts ändern würde. Bei diesem so genannten harten Brexit endete die Mitgliedschaft Großbritanniens mit dem 29. März 2019. Das Land erhielte den Status eines Drittstaates und unterläge den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).
"Wir rechnen in diesem Fall mit Zöllen in Milliardenhöhe für deutsche Unternehmen und mit jeder Menge neuer Bürokratie", sagt Aline Theurer, Außenwirtschaftsberaterin bei Handwerk International Baden-Württemberg. Ob es so weit kommt, ist nicht klar, dennoch empfiehlt sie Handwerksunternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit Großbritannien pflegen, schon jetzt die Überprüfung ihrer Lieferketten. Darunter fällt zum Beispiel die Frage, wo die Verantwortung des Lieferanten endet und die des Kunden anfängt.
Incoterms in den Verträgen prüfen
Teil dessen sind die so genannten Incoterms in bestehenden Verträgen, die dazu führen könnten, dass deutsche Handwerksunternehmen unerwartet die Logistik- und Zollkosten tragen müssen. Heißt es dort EXW (Ex Works) bietet der Verkäufer die Ware versandfertig an seinem Standort an. Mit dieser Regelung muss der Käufer für Logistik- und Zollkosten aufkommen. Heißt es dagegen DAP (Delivered at Place) trägt der Verkäufer die Zollkosten. Damit wären der Lieferant für Kosten und Logistik verantwortlich. "Falls es keine Liefer- und Transportbedingungen gibt, vereinbaren Sie noch welche", rät Theurer.
Theurer empfiehlt, für alle Eventualitäten vorzusorgen. Dazu gehört auch eine Brexit-Klausel, die in Verträge mit aufgenommen werden sollte. Mit der Klausel stehe es den Parteien frei, bei spürbaren finanziellen Auswirkungen des Brexit, den Vertrag zu kündigen oder Preisanpassungen vorzunehmen.
Sollte der Vertragspartner nicht zustimmen, könnten die Firmen kürzere Laufzeiten in der Übergangsphase vereinbaren, um zu einem früheren Zeitpunkt neuere Verträge an die wirtschaftlichen Auswirkungen anpassen zu können. Weitere Tipps und Beratung rund um den Brexit und was Unternehmen bei Warenlieferungen und Dienstleistungen beachten müssen, finden Sie auf den Seiten von Handwerk International Baden-Württemberg.
Mögliche Schäden mindern
Für Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), wird nach dem Votum vom 15. Januar ein harter Brexit immer wahrscheinlicher. Unternehmen sollten sich jetzt verstärkt anhand der DIHK-Brexit-Checkliste vorbereiten. Für deutsche Unternehmen stehe einiges auf dem Spiel. Schließlich sei Großbritannien mit einem Handelsvolumen von 122 Milliarden Euro Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner. Brexit-Checkliste
John Hammond, Partner der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland, rät Unternehmen dringend dazu, Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Schäden zu mindern. DIe Firmen müssten darüber nachdenken, ob sie überhaupt über die Ressourcen verfügen, um zusätzliche Zollformalitäten abzuwickeln. Auch Hammond hät es für dringend geboten, die Lieferketten zu prüfen.
Harten Brexit unbedingt vermeiden
Dass sich Unternehmen jetzt auf den harten Brexit vorbereiten sollten ist weitgehend unstrittig. Wie die Entscheidung zum Brexit-Abkommen insgesamt zu bewerten ist, darüber sind sich führende Wirtschaftsforscher uneins. Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts, forderte EU und britische Regierung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Ein harter Brexit mit seinen riesigen Kosten muss vermieden werden", sagte Fuest. Beide Seiten sollten das Abkommen so modifizieren, dass es für beide Seiten akzeptabel ist. Alles andere wäre ein nicht akzeptables Politikversagen.
Gabriel Felbermayr, Außenwirtschaftsexperte beim Ifo-Institut, hält die Ablehnung des Brexit-Deals durch das Unterhauses für verständlich. "Das Nein der britischen Abgeordneten zum Trennungsabkommen ist absolut nachvollziehbar, weil es das Vereinigte Königreich auf den Status einer Handelskolonie herabstufen würde. Es gewinnt keine handelspolitische Autonomie." Eine aufgewertete Zollunion, in der London mitsprechen könne, in Kombination mit zusätzlichen bilateralen Verträgen nach Schweizer Vorbild, könne die Lösung für die verfahrene Situation sein.
Britische Wirtschaft nicht vorbereitet
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), warnt, deutsche Unternehmen müssten sich auf starke Einschränkungen einstellen und ihre Notfallpläne umsetzen. Hüther glaubt nicht, dass die EU nochmals auf Großbritannien zugeht und ihr Prinzip der vier Freiheiten beim Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen aufbricht, wie es von einigen Ökonomen gefordert werde. Dieses Prinzip aufzugeben, ginge an die Grundfeste der europäischen Integration.
Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, fürchtet, dass ein "No Deal" den Handel zwischen Großbritannien und der EU vorübergehend komplett zum Erliegen bringen könne. "Vor allem die britische Wirtschaft muss sich dann auf gewaltige Einschnitte vorbereiten. Denn es fehlt jegliche personelle und physische Infrastruktur, um einen Handel ohne Abkommen zu kontrollieren", so Snower. Angefangen bei der Überprüfung unterschiedlicher Standards bis hin zur administrativen Erhebung von Steuern und Zöllen.
Michael Ilgner Messeprogramm 2019 für Export von Energietechnologie festgelegt
In diesem Jahr können deutsche Unternehmen aus dem Energiesektor wieder Unterstützung durch den Bund bei ihrer Messebeteiligung im Ausland erhalten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt im Jahr 2019 im Rahmen der Exportinitiative „Energie“ deutsche Aussteller finanziell und organisatorisch auf 10 Auslandsmessen mit Schwerpunkt „klimafreundliche Energielösungen“. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung am 21. März 2018, an der Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, der Geschäftsstelle der Exportinitiative, des Auswärtigen Amtes, von Germany Trade and Invest (GTAI), der RENAC und des AUMA – Verband der Deutschen Messewirtschaft teilgenommen haben.
Das Messeprogramm 2019 umfasst Veranstaltungen in Märkten, die für die deutsche Wirtschaft besonders interessant sind, darunter Brasilien, Mexiko, USA, VAE, Indien und erstmals auch Vietnam. Alle Bundesbeteiligungen werden als Firmengemeinschaftsstände organisiert, an denen deutsche Unternehmen zu günstigen Konditionen teilnehmen können.
Die Bundesregierung unterstützt seit 2003 deutsche Unternehmen bei ihren Beteiligungen an Auslandsmessen im Energiesektor, um deren Export zu fördern. Der AUMA macht Vorschläge für die Auswahl der Messen und arbeitet dabei mit Fachverbänden und Experten zusammen. Messen der Exportinitiative „Energie“ können in der AUMA-Messedatenbank recherchiert werden:
Michael Ilgner Deutschlandstipendium - jetzt bewerben !
Bildung stellt heute eine der wichtigsten strategischen Ressourcen dar. Mit dem Deutschlandstipendium möchten wir besonders begabte und leistungsstarke Studierende fördern und herausragende Leistungen im Studium honorieren. Ziel ist es, die Spitzenkräfte von morgen zu fördern und nicht zuletzt an unsere Region zu binden.
Für Rückfragen zum Stipendium wenden Sie sich bitte an
Dipl.-Ing. WIlfried Grunau
Leiter Präsidialbüro
Tel.: 04921 - 807 - 1005
E-Mail: wilfried.grunau(at)hs-emden-leer.de
Michael Ilgner Geld fürs Handwerk in Ostfriesland
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat Mittwochnachmittag in Aurich der Handwerkskammer für Ostfriesland einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 350.000 Euro überreicht. Zudem übergab der Minister einen weiteren Bescheid in Höhe von rund 101.000 Euro für die Ausstattung der Schweißwerkstätten im Berufsbildungszentrum Aurich.
Das Land fördert mit den Mitteln die Durchführung der Lehrgänge der überbetrieblichen Berufsausbildung (ÜLU). Die überbetriebliche Berufsausbildung (ÜLU) dient als Ergänzung und Unterstützung der betrieblichen Ausbildung in Handwerksbetrieben.
Michael Ilgner Steuerunterlagen: Was Sie 2019 entsorgen können
Die Deutsche Handwerkszeitung hat einen ganz guten Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht. Ich mag diese sofort umsetzbaren Vorschläge von prakttisch denkenden Menschen für praktisch arbeitende Menschen ... :-)
" ... Vorsicht beim Ausmisten: Wenn Sie Ordnung in die Steuerunterlagen bringen wollen, sollten Sie die aktuellen Aufbewahrungsfristen beachten. Viele Quittungen und Rechnungen sollten Sie nicht vorschnell wegwerfen. Eine Checkliste gibt Überblick. ... "

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