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NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland

Das NIWO – Netzwerk befasst sich mit infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen in Ostfriesland.

Michael Ilgner Harte Kritik am Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes
Im November 2018 ist der Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) bekannt geworden. Das GEG soll vereinfacht ausgedrückt die EnEV und das EEWärmeG zusammenführen und novellieren.
Derzeit befindet sich der GEG-Entwurf in der Ressortabstimmung und sollte eigentlich Ende Januar vom Kabinett verabschiedet werden.
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) rät, den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz von Grund auf zu überarbeiten oder zurückzuziehen. Der GEG-Entwurf nütze in dieser Form der Energiewende im Gebäudesektor nichts, sondern schade ihr, so die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff).
Den ausführlichen Bericht, der von Angelika Nikionok-Ehrlich stammt und uns von der Fachzeitschrift Energie&Management (https://www.emvg.de) zur Verfügung gestellt wurde, kann im News-Bereich des BHKW-Infozentrums unter https://www.bhkw-infozentrum.de/bhkw-news/37994_harte-kritik-am-gebaeudeenergiegesetzes-geg.html eingesehen werden. Dort wird auch auf die ausführliche Stellungnahme der Deneff verlinkt.
Quelle: http://www.bhkw-infozentrum.de
Monika Noormann Was ist eigentlich ein Energiemanagementsystem?
Energiemanagementsystem – klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wer schon einmal eine Fußballmannschaft trainiert hat, weiß, was ein solches System leistet.
Darum geht’s: Große Stromverbraucher können mit einem Energiemanagementsystem ihren Energieverbrauch genau ermitteln, Einsparpotenziale herausfinden, ihre Energieeffizienz steigern und die Kosten senken.
Wer es konkreter wissen will: https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2019/01/Meldung/direkt-erklaert.html
Michael Ilgner Ein Antrag für alles: Die neue Energieeffizienz-Förderung für Unternehmen
Zum Jahreswechsel hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Energieeffizienz-Förderung für Unternehmen gebündelt, vereinfacht und flexibler gestaltet. Damit ist es für Unternehmen jetzt noch einfacher, die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu senken. Unternehmen, die gleich mehrere Optimierungsmaßnahmen anpacken wollen, können die Förderung in einem einzigen Programm namens "Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft" beantragen.
Unternehmen haben die Wahl: Sie können die Förderung entweder als direkten Zuschuss oder im Rahmen eines zinsverbilligten Kredits mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) erhalten. Daneben ermöglicht der "BMWi-Förderwettbewerb Energieeffizienz" (Nachfolgeprogramm von "STEP Up!") eine wettbewerbliche Förderung mit einer flexiblen, höheren Förderquote. Der Starttermin sowie die Konditionen für den BMWi-Förderwettbewerb Energieeffizienz werden im Frühjahr 2019 bekanntgegeben.
Und noch zwei Neuerungen: Zum einen wird im Beratungsprogramm für Unternehmen, Kommunen und gemeinnützige Organisationen ab diesem Jahr ein "Contracting Check" mitgefördert. Hierbei wird im Rahmen einer Energieberatung geprüft, ob die Planung und Realisierung von Effizienzsteigerungen durch einen spezialisierten Dienstleister, einen sogenannten "Contractor", eine attraktive Option darstellt. Die Maßnahmen und Dienstleistungen des Contractors werden durch einen Anteil an den erzielten Energieeinsparungen refinanziert. Dadurch sind in der Regel erheblich weniger Personal- und Investitionsmittel erforderlich, als wenn das Unternehmen diese Aufgaben selbst übernimmt. Zum anderen wird im Beratungsprogramm für Unternehmen ab diesem Jahr auch die Beratung gefördert, um ein Energiemanagement-System einzurichten und aufrechtzuerhalten. Mehr zu den Neuerungen bei der Energieeffizienzförderung finden Sie auf der Informationsplattform "Deutschland macht’s effizient".
https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Meldungen/2019/2019-01-02-foerderung-mehr-energieeffizienz-das-aendert-sich-2019.html
Monika Noormann Änderungen bei DIN EN ISO 50001 / Ankündigung Infoveranstaltung NettCon
Die internationale Norm für Energiemanagementsysteme (EnMS) ISO 50001 ist am 20. August 2018 in der erfolgreich revidierten Version 2018 erschienen. Seit Dezember 2018 liegt auch die deutsche Sprachversion vor.
Zertifizierungsgesellschaften dürfen nach dem 20. Februar 2020 keine Audits nach der „alten“ ISO 50001:2011 durchführen. An einigen Stellen hat die "neue" Norm es in sich! Zertifizierte Unternehmen müssen also entsprechend planen und sollten so bald wie möglich mit den Vorbereitungen für den Umstieg beginnen, um einen reibungslosen Übergangsprozess zu gewährleisten.
Die wichtigsten Änderungen in der neuen ISO 50001
- Die revidierte Energiemanagementnorm folgt der ISO Grundstruktur für Managementsystemnormen (High Level Structure).
- Dadurch entsteht Kompatibilität mit anderen Managementsystemnormen wie ISO 9001 oder ISO 14001.
- Mit der High Level Structure entsteht ein spürbarer Vorteil bei der Einführung, Auditierung und Zertifizierung integrierter Managementsysteme.
- Stärker als bislang betont die Norm die Verantwortung der obersten Leitung.
- Der Abschnitt über die Datenerfassung und -normalisierung wurde verbessert.
- Die neue Version verschafft mehr Klarheit für Konzepte zur Energieeffizienz.
Die Anforderungen der neuen ISO 50001:2018 decken sich nun auch mehr mit ISO 50003 bezüglich der Nachweisführung der fortlaufenden Verbesserung. Sie heben die Schlüsselelemente bei energetischen Ausgangsbasen. (EnB) und Energieleistungskennzahlen (EnPI) deutlich hervor und fassen den Umgang mit den Anforderungen der sog. Wesentlichen Energieeinsätze (SEUs) klarer. Insbesondere zu diesen Anforderungen zeigt die Auditerfahrung, dass sich Organisationen schwertun.
NettCon plant zu den Neuerungen der ISO 50001 eine Info-Veranstaltung im Rahmen der Reihe "energiewirtschaftliche Teezeit" für Ende März 2019. Interessierte Unternehmen können sich gerne bei uns melden.
Monika Noormann Michael Ilgner
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Michael Ilgner Borkum will klimaneutral werden: Insel als Testlabor für die Energiewende
" ... Die Nordseeinsel Borkum soll ab Ende 2018 zu 100 Prozent mit regenerativer Energie versorgt werden. Bis 2030 will die Insel komplett klimaneutral sein.
Die 300.000 Urlaubsgäste im Jahr bekommen es vielleicht nicht so mit, die 5300 Inselbewohner Borkums hingegen sehr: "Der Klimawandel trifft uns unmittelbar", sagt der Leiter der Stadtwerke Borkum, Axel Held.
Er bezeichnet das Jahr 2013 als Wendepunkt, was die Sensibilität für den Klimaschutz angeht, denn im Oktober wütete Sturmtief Christian über der Insel mit Windgeschwindigkeiten um die 200 Stundenkilometer.
"Das war auch ein Zeichen: Das ist jetzt Klimawandel, das ist jetzt was besonderes."
Axel Held, Stadtwerke Borkum
In der Folge ließen sich die meisten Borkumer davon überzeugen, dass alle aktiv etwas gegen den Klimawandel tun müssen. "Schließlich gefährden Stürme und steigender Meeresspiegel die Lebensgrundlagen der Insulaner", so Axel Held.
Borkums Ziel: 2030 klimaneutral sein
Um den Klimaschutz voranzubringen setzt Borkum auf drei Bereiche: Hausstrom, Mobilität und Wärmeversorgung. Ziel ist es, bis 2030 komplett klimaneutral zu sein. Dazu laufen fünf Klimaschutz-Projekte auf der Insel.
Unter anderem werden auf Borkum unterschiedliche Speichermethoden für regenerative Energien getestet. Dafür gibt es Fördergelder der EU. Gelöst werden soll die Frage, wie sich Ökostrom am besten speichern lässt. Olaf Look betreut die Testphase. Er hat auf der Insel 40 kleine Energiespeicher-Häuschen verteilt und sie jeweils mit einer Vier-Kilowatt-Peak-Solaranlage und einem Fünf-Kilowatt-Batteriespeicher ausgerüstet.
Alle Energiespeicher sind miteinander verbunden, sodass sie ein großes virtuelles Kraftwerk darstellen."
Olaf Look, Bereichsleiter Netzbetrieb Strom & Wasser der Stadtwerke Borkum
So ein virtuelles Kraftwerk ist eine digitale Plattform, die weiß, wie viel Energie in welchem Speicher steckt. Es steuert die Straßenbeleuchtung auf Borkum oder versorgt Betriebe, die gerade keine Energie mehr haben, weil zum Beispiel die Sonne nicht scheint.
Auf Borkum werden aber auch andere Speichermethoden getestet. Zum Beispiel sind auch Batterien im Einsatz, die aus alten Autos entnommen wurden - Second-Life-Batteries. Außerdem gibt es noch Wasserstoffspeicher, wo über solare Energie Wasserstoff hergestellt wird - woraus letztlich Strom gewonnen wird.
Testphase mit positiver Bilanz
Die Bilanz zum Ende des Jahre 2018 fällt positiv aus. Die Borkumer haben der EU einen Bericht geschickt, in dem sie darlegen, dass die Methode der unterschiedlichen dezentralen Speicher gut funktioniert hat.
Allen Beteiligten ist klar: Die Insel Borkum ist natürlich ein Spezialfall, weil sie so klein ist. Viele Insulaner brauchen beispielsweise gar kein Auto - der öffentliche Fuhrpark soll in ein paar Jahren komplett elektrisch betrieben sein und auch ein E-Carsharingsystem steht in den Startlöchern.
Ob die auf Borkum getesteten Systeme auch in großen Städten oder ganzen Regionen funktionieren, bleibt fraglich. Aber das Klimaschutz-Testlabor auf Borkum liefert wertvolle Erkenntnisse. ... "

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