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NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland

Das NIWO – Netzwerk befasst sich mit infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen in Ostfriesland.

Michael Ilgner Wegweisende Ankündigung: Die weltweit größte Containerschiff-Reederei will CO2-Emissionen eliminieren!
" ... Auch rund zehn Jahre nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise steckt die Schifffahrtsbranche noch in der Krise. Es gibt schlicht zu viele Containerschiffe für zu wenig Ware. Dies wiederum sorgt dafür, dass die Frachtpreise extrem niedrig sind – was für viele kleinere Firmen ein großes Problem ist. Die weltweit größte Containerschiff-Reederei Maersk Line hat diese Situation immer wieder genutzt, um angeschlagene Unternehmen aufzukaufen und die eigene Marktposition weiter auszubauen. Nun macht das Unternehmen allerdings mit einer anderen Ankündigung Schlagzeilen: Ab dem Jahr 2050 sollen die riesigen Containerschiffe des Konzerns keine CO2-Emissionen mehr verursachen. Auf den ersten Blick scheint der Zeitplan nicht besonders ambitioniert zu sein. Allerdings war die Schifffahrtbranche bis vor kurzem noch komplett von allen Klimschutzbemühungen ausgenommen.
An den technischen Lösungen wird noch geforscht
Insofern ist die Ankündigung durchaus auch ein Zeichen für einen Sinneswandel. Noch ist zudem unklar, wie die technische Umsetzung des ambitionierten Ziels gelingen soll. Zwar gibt es bereits einige Elektroschiffe auf dem Markt. Diese eignen sich bisher aber vor allem für feste und nicht zu lange Routen – etwa bei Fähren. Eine rein elektrische Ozeanüberfahrt ist bisher hingegen mit Containerschiffen noch nicht möglich. Der Maersk-Konzern forscht daher aktuell in verschiedene Richtungen. So wird etwa versucht Bio-Kraftstoff aus Algen herzustellen. Aber auch im Bereich der klassischen Elektroantriebe, des Wasserstoffantriebs und sogar der Nutzung von Windkraft wird geforscht. Letztlich dürfte dann die Marktsituation darüber entscheiden, welche Lösung sich als am praxistauglichsten erweist.
Niedrige Frachtpreise führen zu unnötigen Warentransporten
Bisher ist die Klimabilanz von Containerschiffen eher mittelmäßig. Zwar ist die Belastung geringer als bei dem Transport per Flugzeug. Dennoch sind die niedrigen Frachtpreise aus Sicht des Klimaschutzes nicht unproblematisch. Denn dadurch wird es immer lukrativer, riesige Warenmengen rund um den Globus zu schicken. So wurde lange Zeit etwa Plastikmüll aus Deutschland bis nach China gebracht und erst dort verarbeitet. Erst seitdem das Reich der Mitte einen Importstopp verhängt hat, erlebt die Recyclingbranche hierzulande einen Boom und es wird deutlich weniger Müll verschifft. Auch in anderen Bereichen wäre es aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll, wenn vergleichsweise unnötige Warentransporte verhindert werden könnten. Maersk als Unternehmen hat daran aber logischerweise kein Interesse.
Quelle: https://www.trendsderzukunft.de/wegweisende-ankuendigung-die-weltweit-groesste-containerschiff-reederei-will-co2-emissionen-eliminieren/
Michael Ilgner Studieninfotag Seefahrt & Maritime Wissenschaften
Der Fachbereich Seefahrt & Maritime Wissenschaften der Hochschule Emden/Leer lädt alle Studieninteressierten am Freitag, den 7. Dezember 2018 ab 09.30 Uhr zu einem Informationstag in Leer ein. Wer mehr über die Studiengänge „Nautik & Seeverkehr“ sowie „Maritime Technology & Shipping Management“ erfahren möchte ist herzlich willkommen.
Das Programm ist vielseitig. Alle Teilnehmer erhalten sowohl einen Einblick in den zukünftigen Beruf auf See, als auch ins maritime Logistik, die Schiffs- und Umwelttechnik sowie Sicherheits- & Qualitätsmanagement. Ein Besuch der nautischen und technischen Labore vermittelt, wie heutzutage studiert wird. Professoren und Dozenten des Fachbereichs geben ausführlich Auskunft über das Studium und stellen die Zukunftsperspektiven „on- und offshore“ vor.
Ziel ist es, angehenden Nautikern, Reedereimanagern, maritimen Umwelt- und Sicherheitsingenieuren einen vielseitigen Einblick in den interessanten Berufs- und Studienalltag an Bord, an Land und auf dem Campus zu geben. Die Veranstaltung wird im informativen Austausch mit Studierenden und Professoren, bei Snacks und Getränken abgerundet. Hier können alle Fragen in lockerer Runde geklärt werden.
Der Studienstandort Leer bietet außergewöhnlich gute Voraussetzungen für Studentinnen und Studenten. „Leer ist nach Hamburg der zweitgrößte Reedereistandort in Deutschland. Wir bilden sehr praxisbezogen und mit moderner Technik aus. Wir arbeiten eng mit den hiesigen Reedereien, Werften, Zulieferern und Logistikunternehmen – den potentiellen späteren Arbeitgebern - zusammen“, erläutert Prof. Dr. Marcus Bentin, Dekan des Fachbereiches Seefahrt & Maritime Wissenschaften.
Eine Anmeldung ist ab sofort über die Homepage http://www.maritimesciences.de möglich. Dort finden sich auch weitere Informationen zur Veranstaltung.
Michael Ilgner Studie sieht gute Perspektiven für Kraftstoffe mit Wasserstoff
Eine Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt ist zu dem Schluss gekommen, dass es dafür künftig gute Einsatzmöglichkeiten gibt. Noch gibt es aber gewisse Einstiegshürden, die es zu überwinden gilt.
Die Studie »Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt« wurde im Rahmen des deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes MariGreen unter der Federführung der RWTH Aachen erarbeitet und durch Sören Tinz vom Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen dieses Instituts an die Auftraggeber MARIKO und FME überreicht. Die Übergabe erfolgte beim Verband für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen in Duisburg. Neben der RWTH Aachen waren insgesamt sieben Projektpartner beteiligt. Dazu zählen das DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme, abh Ingenieur-Technik, Electric Ship Facilities (ESF), Delft University of Technology, Eindhoven University of Technology, Hochschule Emden/Leer Fachbereich Seefahrt und der Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen. Herausgearbeitet wurden die Entwicklungstrends und -perspektiven der Wasserstoffverwendung in der Binnenschifffahrt.
Noch sei der Einsatz von Wasserstoff aufgrund mehrerer Faktoren für die Schiffsbetreiber jedoch nicht wirtschaftlich, heißt es in der Ausarbeitung, da sowohl die Kosten für die regenerative Wasserstoffproduktion als auch für die Schiffsumrüstung erheblich seien. Grundsätzlich unterstreicht die Studie aber die technische Umsetzbarkeit in vielen Bereichen der Binnenschifffahrt. Diese Einschätzung fuße auf den Analysen der vorhandenen und zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur, diverser Speichertechnologien sowie der Energiewandlung in Brennstoffzellen und Verbrennungsmotoren.
Exemplarisch wird dies für vier Binnenschifftypen (Frachtschiff, Schubverband, Rheinfähre und ein Kabinen-/Passagierschiff) vorgestellt. Ein weiterer Bestandteil der Studie sind die besonderen Anforderungen an die Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen im Umgang mit verschiedenen Wasserstofftechnologien. Darüber hinaus werden die Rechtslage für den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff analysiert und Handlungsempfehlungen formuliert.
Um die Einstiegshürden auf dem Weg zum Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt zu überwinden, empfiehlt die Studie nachdrücklich die Initiierung, Entwicklung und Förderung von Demonstrationsprojekten, die die technische Machbarkeit praktisch nachweisen.
Das Projekt MariGreen wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch nationale Kofinanzierung aus Deutschland und den Niederlanden gefördert.
Foto: goetze@bargelink.com
Volker Sonnak Interessante Einsichten und Augenöffner zum emissionsfreien Warentransport auf See: Kapitän des Frachtseglers „Tres Hombres“ hielt Vortrag in Leer
Andreas Lackner, Kapitän der "Tres Hombres" und Manager des Unternehmens Fairtransport Trading & Shipping , gab am 17.10.2018 im Campus Leer der Hochschule Emden-Leer interessante Einsichten in die Zusammenhänge des Warentransports auf See und damit verbundene Emissionen.
Nach einem Überblick über die neuesten Entwicklungen der segelnden Frachtfahrt und Projekte zum emissionsfreiem/emissionsarmen Seefrachttransport erzählte er die Geschichte der „Tres Hombres“: Was den Anstoß gab, was für ein Schiff die „Tres Hombres“ ursprünglich war, wie das Schiff finanziert wurde, welcher Aufwand in die Aufarbeitung gesteckt wurde und wie es mit diesem Schiff gelingt, komplett emissionsfreien Warentransports zu bewerkstelligen. Dabei erfuhren die interessierten Zuhörer auch, dass man auf der „Tres Hombres“ als Trainee mitfahren kann.
Einer der Höhepunkte waren die Warenproben, die Andreas Lackner mitgebracht hatte: Kaffee, Kakao, Kokosöl, 12- und 18-jähriger feiner Rum – alles emissionsfrei über den Atlantik transportiert. Der Kakao wurde in Amsterdam zu Schokolade verarbeitet und per Fahrrad ebenfalls emissionsfrei weiter transportiert. Schokolade um Rum wurden verkostet und fanden schnell Abnehmer.
Ebenfalls interessant war es zu erfahren, dass die Leeraner Kaffeerösterei Baum und die Fairtransport Trading & Shipping bereits Geschäftsbeziehungen unterhalten: dort gibt es den Kaffee, der mit der „Tres Hombres“ über den Atlantik kam.
Der Fachbereich Seefahrt vereinbarte spontan ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: am Fachbereich wird zukünftig „Tres Hombres“-Kaffee genossen, dafür stellt die „Tres Hombres“ einen Trainee-Platz für die Hochschule bereit. Mit Handschlag besiegelte Andreas Lackner den Deal.
Informationen zum Unternehmen Fairtransport Trading & Shipping: http://www.fairtransport.eu.
Informationen zur „Tres Hombres“: http://www.treshombres.at.
Das Bild zeigt den Kapitän der Tres Hombres, Andreas Lackner, und Angelika Boden, Mitinitiatorin des emmisionsfreien Warentransports per Fahrrad von Amsterdam nach Ostfriesland.
Michael Ilgner Forschungen zum Feststofftransport in der Emsmündung starten
Um besser zu verstehen, wie sich der Schlamm im dynamischen Übergangsbereich zwischen Fluss und Meer (Süß- und Salzwasser) verhält, wird Ende dieses Monats eine Feldstudie in der Emsmündung im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland beginnen.
Dieses Wissen sei notwendig, um die Auswirkungen von Maßnahmen zur Trübungsminderung richtig vorhersagen zu können, heißt es. Die Forschung wird von den Niederlanden in Zusammenarbeit mit deutschen Behörden und internationalen Forschungsinstituten durchgeführt.
Im Ems-Dollard gibt es große Mengen an Schlamm. Zu große Schlammmengen würden allerdings zu Schlammwasser führen, was das Wachstum von Algen behindert, die die Grundlage der Nahrungskette bilden. Auch wird dadurch die Entwicklung von Bodenleben und Fischen eingeschränkt.
Messungen werden von acht Schiffen aus
Wie die niederländische Behörde Rijkswaterstaat mitteilt, werden im Bereich der Mündung der Ems in den Dollart werden zehn Messrahmen auf dem Boden platziert, um Trübung, Salzgehalt und Fließgeschwindigkeit über einen Zeitraum von drei Wochen in unterschiedlichen Tiefen zu messen. Während eines gesamten Gezeitenzyklus von 13 Stunden soll von acht Schiffen kontinuierlich gemessen werden.
Da die Turbulenz des Wassers für den Austausch und die Ausbreitung des Schlamms von großer Bedeutung sei, würden hochspezialisierte Messungen an zwei Behältern durchgeführt. Zusätzlich werde vor Ort mit einer speziellen Kamera die Größe und Fallgeschwindigkeit von Schlammflocken gemessen, so die Niederländer. Weiterhin würden Proben aus Wasser und Boden zur Messung der Schlammkonzentration entnommen.
Basierend auf den gesammelten Messergebnissen sollen die Berechnungsmodelle verbessert werden, so dass die Auswirkungen von Maßnahmen zur Trübungsminderung besser vorhergesagt werden könnten, heißt es.
Zwei Messrunden bis Februar 2019
Die erste Messrunde wird mit dem erwarteten geringen Abfluss der Ems im Zeitraum vom 9. August bis 7. September 2018 durchgeführt. Die erste 13-Stunden-Messung mit den Schiffen findet am 28. August statt. Die zweite Messrunde gibt es dann während des erwarteten hohen Abflusses der Ems um Januar / Februar 2019. Die ersten Ergebnisse sollen voraussichtlich im Sommer 2019 vorliegen.
Zusammenarbeit und Forschungspartner
Wegen des gemeinsamen Bedarfs an diesen neuen Erkenntnissen für die deutsche und niederländische Wasserwirtschaft wurde die Zusammenarbeit mit deutschen Parteien für das Messprogramm gesucht. Darüber hinaus sind mehrere in- und ausländische Universitäten an diesem Programm beteiligt, da dadurch viele verschiedene Aspekte gleichzeitig gemessen werden können.
Die Forschung wird von Rijkswaterstaat geleitet und von Royal Haskoning DHV koordiniert, in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden BAW-DH, NLWKN Norderney und NLWKN Aurich, der Bundesanstalt für Gewässerkunde und dem WSA (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt) Emden. Ferner gibt es mehrere niederländische, deutsche, englische und amerikanische (Forschungs-)Institute wie Deltares, NIOZ, Universität Oldenburg, CAU Kiel, Universität Warnemünde, HR Wallingford und Universität Maine. Darüber hinaus werden Spezialisten der Technischen Universitäten Delft, Twente und Wageningen für Beratung und wissenschaftliche Interpretation hinzugezogen.
Ems-Dollart 2050 Programm
Die Studie ist Teil des Eems-Dollart 2050 Programms der Ministerien für Infrastruktur und Wasserwirtschaft und für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität und der Provinz Groningen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Wasserverbänden, Kommunen, Naturschutzorganisationen und der Wirtschaft zur Verbesserung von Ökologie und Natur in Verbindung mit einer nachhaltigen Wirtschaft im Emsdelta.
Quelle: https://binnenschifffahrt-online.de/2018/08/haefen-wasserstrassen/4503/forschungen-zum-feststofftransport-in-der-emsmuendung-starten/

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