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Information. Netzwerk. Chemie.

Chemie in Wirtschaft und Wissenschaft aus erster Hand – die Xing-Gruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) – xing.to/chemie

Ulf Stalmach #ConnysGedanken über das "Entweder-Oder-Denken" - Lean Knowledge Base
Sehr schöne Zusammenfassung, warum wir so oft auch nach herzhafter Diskussion mit vielen hellen Köpfen unter besten Bedingungen trotzdem nicht richtig weiterkommen - ganz losgelöst vom Kontext, sei es im Projekt auf der Arbeit, in der Politik oder zu Hause: wenn die Methodik nicht zum Problem passt, kann halt nix Vernünftiges dabei rauskommen...
Marina Gläser 82. Lacktagung: 4.0 - Alles im Lack? - Feedback
Am 12. - 14. September fand die diesjährige Lacktagung unserer Fachgruppe Lackchemie im schönen Bayreuth statt.
Der bunte Mix der Beiträge, die sowohl von Universitäten/ Hochschulen als auch von verschiedenen Vertretern der Industrie kamen, hat mir besonders gefallen. Vor allem da diese Beiträge immer ein kleinen, thematisch zusammenhängenden Blöcken zu Themen wie Pigmenten, Rohstoffe/Additive, Beschichtungen und Korrosionsschutz präsentiert wurden.
Ganz besonders habe ich mich über die erstmalige Postersession bei dieser Tagung gefreut. Es gab viele spannende Themen und angeregte Gespräche. Ich hoffe, dass dies bald fester Bestandteil der Tagung wird.
Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!
Ulf Stalmach
Hallo Frau Gläser,
das unterschreibe ich vollumfänglich. Die Postersession war wirklich super - super-intressant und super-vollgepfopft mit Menschen!
Grüße aus Leonberg
Ulf Stalmach
Ulf Stalmach Sieht so der Einkauf der Zukunft in der Lackbranche aus?
Teknos beschreibt in dieser Broschüre sehr schön die Einbindung von Risiko-Management in den Einkaufs-Prozess, und wie Instrumente der Digitalisierung dabei helfen sollen, diesen Prozess weiterhin effiient und wertschöpfend zu gestalten.
Ist dies die Beschreibung für einen modernen, zukunfts-orientierten Lackhersteller? Oder ist das bereits Standard in der Branche, und könnte als Leuchtturm zum Thema Digitalisierung für den Rest der chemischen Prozess-Industrie dienen?
Wie ist Ihre Meinung hierzu, liebe Mitglieder der Fachgruppe Lackchemie?
Beste Grüße aus Leonberg, und ein schönes Wochenende
Ulf Stalmach
Ulf Stalmach #ConnysGedanken zum Thema "Notwenigkeit von Projekten" - Lean Knowledge Base
EIn sehr guter Gedanke von Conny Dethloff, der sicher sehr kontrovers aufgenommen wird, rüttelt er doch an den bisherigen Machtgefügen in den Unternehmen: "meine Abteilung", "mein Bereich"!!
Zukünftig werden Veränderungen immer schneller auf die Unternehmen einprasseln, und Antworten auf Problemfragen werden immer öfter beginne mit "Das kommt darauf an...".
Das schöne an Gesetzmäßigkeiten ist ja: man muss sich keine Gedanken drum machen! Darum suchen wir uns ja auch so gerne Regeln und Gesetze zur Erklärung aus: damit wir uns damit nicht mehr über Gebühr beschäftigen müssen!
Ich habe aber nicht das Gefühl, dass uns in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 das Festklammern an Gesetzen à la "das haben wir ja schon immer so gemacht" arg helfen wird: die damit einhergehende Starrheit verhält sich diametral zur notwendigen Flexibilität, die für den Umgang mit komplexen Problemen notwendig ist.
Wir werden uns zukünftig also mit immer mehr Fragestellungen immer schneller auseinandersetzen müssen, und ein Regelwerk wird da kaum/keine Hilfe leisten. Speziell in der Lackbranche dürfte dies zu viel Aufruhr führen, da hier der Anteil konservativer Strukturen noch sehr hoch sein dürfte. Ein Grund mehr, sich mit dem schliessenden Statement des Podcasts von Herrn Dethloff einmal intensiv auseinander: "die Arbeitsweise, wie wir sie bisher in der Lackindustrie erfolgreich betrieben haben, ist kein Naturgesetz - wir können sie ändern, wenn wir das möchten!"
Ich bin sehr gespannt auf Ihre/Eure Meinung hierzu!!
Neugiereige Grüße aus Leonberg
Ulf Stalmach
Holger Bengs
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Ulf Stalmach
Moderne Medien machen auch vor altehrwürdigen Gruppen nicht halt🤗
Projekte sind nicht am Ende - die gibt es weiterhin, wenn sie das anstehende Problem gut lösen können. Es ist das Ende der starren Abteilungsstrukturen aus reinen Spezialisten, was Conny anspricht: cross-funktionale Teams als Standard, und eventuell reine Spezialisten-Projekte, wenn es notwendig oder lohnenswert erscheint. Agilität/Flexibilität anstelle tayloristischem Spezialistentum.
Wird noch sehr spannend werden, die Zukunft!!
Ulf Stalmach Digitalisierung in der Lackbranche? - „Das ist Nix für uns, da sind wir viel zu klein für!“
„Lack entsteht durch intelligentes Zusammenrühren von verschiedenen Zutaten, das geht nur manuell und nicht digital!“ – So oder so ähnlich kann man sicher argumentieren, und das stimmt ja auch auf eine gewisse Weise. Hat die Lack-Industrie also mit Digitalisierung nichts am Hut? Braucht die Branche keine Angst zu haben, beim Verzicht auf den „Hype Digitale Transformation“ etwas zu verpassen?
Mitnichten – selbstverständlich lassen sich auch in dieser Branche Prozesse optimieren, Reaktionszeiten verkürzen, Risiken vermeiden und Geld einsparen! Wahrscheinlich sind wir nur bei den medienwirksamen „neuen Geschäftsmodellen durch digitale Vernetzung“ ein bisschen außen vor – eine „sich beim Lackhersteller selbständig meldende lackierte Oberfläche, die wegen ernsthafter Belastungen in den nächsten 3 Wochen entfernt und durch ein hochwertigeres, den Anforderungen angepasstes Lacksystem ersetzt werden möchte“, ist dann vielleicht doch ein bisschen viel Science Fiction – zumindest was die nahe Zukunft betrifft!
Little Data statt Big Data!!
Aber Hand aufs Herz: wenn die Spezialität Lack sich nicht direkt digitalisieren lässt, muss das ja nicht zwingend heißen, dass die ganze Branche die Möglichkeiten ignorieren kann. Dafür ist die Thematik viel zu vielschichtig! Und es muss auch nicht gleich ein neues Business-Modell, eine Big Data-Kampagne zur Kundenanalyse oder eine voll-automatisierte Produktion sein – in jeder Lackfabrik liegen ausreichende Vorräte an „Little Data“-Schätzen bereit und warten nur darauf, gehoben zu werden! Digitalisierung ist nicht nur „überall einen Sensor dran und dann Datenbanken füllen“ – die Grundlage ist vielmehr „nutze die verfügbaren Möglichkeiten, um von den bisherigen, meist linearen Prozessmodellen zu einem vernetzten Arbeiten und Denken zu gelangen. Cross-funktional statt Abteilungs-Silo, Flexibilität statt starre Vorgabe“!
Manchmal (oft??) ist es nicht notwendig, das Rad neu zu erfinden – man kann Vorhandenes einfach mal anders als bisher, auf eine smarte Art und Weise nutzen und kombinieren, um andere Ergebnisse als bisher zu erreichen. Ein spezifisches Ziel und eine Portion (Daten-)Kompetenz können da schon Wunder bewirken, auf die man dann weiter aufbauen kann. "Die richtigen, smarten Fragen stellen" ist hier ein entscheidendes Stichwort!!
Beispiel gefällig?
Wer würde in einer hierarchisch abteilungs-orientiert aufgestellten Lackfabrik bei einer Fragestellung wie z.B.
„Wenn Rohstoff A einen Inhaltsstoff B enthält, der zukünftig aufgrund von REACH nicht mehr zu Verfügung steht – wer liefert uns dann Ersatz, welche Kunden sind davon betroffen und müssen kontaktiert werden, welche Rezepturen müssen wie überprüft werden, und welche Freigaben und Zertifikate müssen neu ausgearbeitet werden, um hier nicht in Zeitnot zu gelangen? Wieviel Rohstoff muss ich vor Inkrafttreten noch kaufen und auf Lager legen, und welche Produkte bzw. Kunden sind eher kritisch und müssen mit der alten Qualität möglichst lang beliefert werden, welche Kunden sind eher unkritisch und können schnell umgestellt werden? ...“
federführend für die Antwort(en) sorgen? Produktion, IT, Einkauf, Vertrieb oder doch die Technik?
Die Standard-Antwort wird sicher in vielen Fällen sein: „na ist doch klar, das müssen die Anderen machen, ich habe dazu nicht die passenden Ressourcen“. Pragmatisch wird es dann darauf hinauslaufen, dass jeder ein bisschen zuarbeitet – nacheinander, Abteilung für Abteilung. Schnell ist das dann sicher nicht, besonders wenn Rückfragen ein erneutes Durchlaufen der Kaskade nach sich zieht!
Verbesserungs-Vorschlag:
aus (dezentral) vorhandenen Unternehmensdaten Wissen faktenbasiert ableiten und nutzen, um schneller bessere Entscheidungen treffen zu können.
Methode:
1. die logisch zusammengehörenden Informationen sinnvoll vernetzen, zentral verfügbar machen und gegebenenfalls durch Zusatz-Informationen anreichern.
2. Mittels der so erzeugten Datentransparenz und der notwendigen Daten-Kompetenz aus den Daten nutzbares Wissen erzeugen.
Alle zur Beantwortung der Fragestellung benötigten Daten sind mit Sicherheit innerhalb der Firma vorhanden – nur nicht an einem Ort, sondern verteilt, evtl. auch nur in den Köpfen einzelner Mitarbeiter. Durch die Datenvernetzung sind erste Lösungsvorschläge idealerweise auf Knopfdruck verfügbar und können abgearbeitet werden, bzw. eine Shortlist mit potentiellen Ansprechpartnern für Rückfragen steht schnell zu Verfügung.
Und wenn man diese Art des "anderen Denkens und Arbeitens" einmal positiv verinnerlicht hat - DANN ist auch eine gute Grundlage geschaffen, sich mit den größeren Digitalisierungsthemen auseinanderzusetzen!
Wäre das ein gangbarer erster Schritt in Richtung "Lack-Industrie 4.0"? Ich bin sehr gespannt auf Ihr Feedback!!
Sonnige Grüße aus Leonberg
Lieber Herr Stalmach, danke für Ihren interessanten Beitrag. Was Sie hier so schön als Little Data bezeichnen, treibt natürlich viele Unternehmen in fast allen Branchen um – und auch wir in der GDCh-Geschäftsstelle erweitern beständig unsere IT-Infrastruktur, harmonisieren und vereinfachen, führen zusammen und modernisieren. Aktuell ist auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung ein großes Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen – und auch hier spielt die IT eine wichtige Rolle.
Viele Grüße aus Frankfurt
Maximilian Bräutigam