In diesem 1. Beitrag geht es um Grüne Positionierung. Grün meint für mich und diese Gruppe nachhaltiges Wirtschaften oder es geht „um den grünen Umbau der Wirtschaft“. Und es geht um Positionierung. Die verstehe ich in Nachfolge von @Oliver Kissner, Coach für erfolgreiche Positionierung mit seinen Aussagen zu Positionierung und Alleinstellung. Kissner sagt: Nur 15% aller Unternehmer schaffen es ihr Profil so zu schärfen, dass die Kunden genau erkennen, warum sie mit ihnen zusammen arbeiten sollen.
Die Quote möchte ich verbessern helfen.
In meiner Gruppen nutze ich dafür die Rubrik "Beispiele - Nachhaltig Wirtschaften mit Profil." Für meine Kunden, die ich hier mit Einverständnis als Beispiel nutze, heißt mein Angebot „grüne Positionierungsberatung“. Sie ist die kleine Schwester meines Angebots „Nachhaltige Sanierung“. Ich frage dazu meinen Kunden immer vorab als Hausaufgabe nach ihrer Sicht zu den Schmerzpunkten und den Zielen durch die Veränderung. Das ist unsere Gesprächsgrundlage zum Termin.
In diesem 1. Beispielfall habe ich mich mit dem Gründer und Inhaber von @weitergeben.org passend zum meinem Geschäftskonzept von @selbst-getestet.com in einer Kantine getroffen. Hier sind die Angebote günstig und die Verweildauer nur von den Öffnungszeiten begrenzt. Auch gibt es keinen Verzehrzwang außer dem selbst gewählten. Das kann auch mal nur ein Glas Leistungswasser sein.
SCHMERZPUNKT DES FALLBEISPIELS:
Bei der öko-soziale Initiative https://weitergeben.org/wir-ueber-uns/ nannte der Gründer und Inhaber, dass er zwar ausreichend Spender für gebrauchte Büromöbel hätte, er aber aus seiner Sicht gerade größere Mengen nicht 100% verwertet, d.h. Empfängern zukommen lasse könnte. Als Ursache dafür nannte er die Transportschwierigkeiten, weil Geber und Empfänger räumlich zu weit auseinander wären. Als Lösung wollte er einen kostenpflichtigen Transport gegen Gebühr vermitteln. Er sei aktuell auf der Suche nach einer passenden Spedition für deutschlandweite Touren …
IHR MERKT SCHON, spätestens an dieser Stelle „grätschte“ ich als Beraterin dazwischen. Denn DAS, dieses 100%-Sorglos-Paket-ist auf der Website nirgends beschrieben. Da steht zusammengefasst: „Das gesamte Angebot ist für die privatwirtschaftlichen Spenderunternehmen trotz aller Ersparnisse kostenfrei! Auch die Vermittlung an die genannten ca. 500.000 Vereine und Verbände in Deutschland ist kostenfrei. Das steht aber nix von „Wir kümmern uns um alles“. Was auch nicht auf der Website steht ist eine klare Aussage zu den eigenen Einnahmequellen geschweige denn der Hinweis, sie seien ein Verein. Die Einnahmen sind, wenn überhaupt benannt in Klammern mit „geplant“.
Auch wenn ich die Lösung aus meiner Expertensicht als Nachhaltigkeitsexpertin und Spartante Christine hier jetzt nicht beschreiben will, würde es auch den Rahmen sprengen. Doch es ist Gesundungsbedarf bei dem tollen grünen Projekt. Es braucht eine klare Positionierung in Bezug auf Angebot und Einnahmen. Die Ursache dafür liegt meist im übertriebenen „Ich kann und darf doch dafür kein Geld nehmen“-Denken. Diesen Glaubenssatz gilt es zu wandeln. Denn ganz objektiv und immer noch öko-sozial gedacht ist es nicht verwerflich in der Marktwirtschaft, wenn beide, Spender und Empfänger 1. den Mehrwert der Kreislaufwirtschaft verstanden haben und 2. einen kleinen (oder auch größeren) Beitrag für die Dienstleistung zahlen. Es kommt darauf an, DAS gut und verständlich für beide zu kommunizieren.
MIR BLEIBT an dieser Stelle zu wünschen, dass meine Empfehlungen und Tipps als Nachhaltigskeitsexpertin aus den beiden Beratungsstunden auf fruchtbaren Boden fallen und uns die Initiative @weitergeben.org in neuem, klar positionierten Gewand noch lange erhalten bleibt!
@DU BIST AUCH EIN GRÜNER EINZELUNTERNEHMER und kennst diesen Schmerzpunkt? Hast aber nur einen kleinen Geldbeutel für die Lösungsfindung? Dann sollten wir miteinander sprechen! Deutschlandweit – auch wenn außerhalb Berlin extra kostet für die Fahrtkosten! - Schreib mir gleich eine Mail mit kleiner Skizze deines Schmerzpunktes. Und wir finden eine Lösung. – Denn es gilt für mich: Bitte bleibe gesund und lebe mit Lust mit kleinem (oder größerem) Geldbeutel, deine Christine.