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MENSCH im Wandel

Gruppe für alle Gleichgesinnten, die mehr Achtsamkeit, Wertschätzung und Menschlichkeit leben wollen – in Familie • Beruf • Gesellschaft

Bianka Maria Seidl Thema des Monats Februar: AUTHENTIZITÄT
Liebe Gruppen-Mitglieder,
Das Monatsthema im Februar heißt AUTHENTIZITÄT.
Wir, die Moderatorinnen der Gruppe, laden Sie herzlich dazu ein, sich einzubringen mit Beiträgen, mit Ihren Meinungen und Ansichten und damit sowohl den Wandel, als auch das neue Format hier in der Gruppe aktiv zu unterstützen.
Authentizität - Einfach echt sein, sagen, was wir denken und auch fühlen - Einfach ganz wir selbst sein.
Auf Google finden wir zu diesem Begriff inzwischen 10,4 Millionen Einträge. Noch vor 3 Jahren waren es 1,1 Millionen Treffer. Die Sehnsucht nach dem Echten wächst und ist mittlerweile sehr groß.
Viele Menschen sehnen sich danach authentisch sein zu können. Doch was heißt das eigentlich?
Im „Dorsch“ – Lexikon der Psychologie – finden wir mehrere Aspekte, wenn es darum geht, authentisch zu sein:
• Authentisch sein bedeutet, seinen Gedanken, Emotionen, Bedürfnissen, Werten, Vorlieben und Überzeugungen entsprechend zu handeln.
• Eine Voraussetzung für Authentizität ist Selbsterkenntnis.
• Menschen, die authentisch sind, lassen ihr Verhalten nicht von äußeren Einflüssen bestimmen, sondern es entspringt aus ihnen selbst.
• Authentische Menschen zeigen ihre Gedanken, Emotionen usw. in sozialen Beziehungen.
• Authentisch sein bedeutet auch, sich durchaus in unterschiedlichen Rollen unterschiedlich zu verhalten.
Ja, das liest sich sehr schlüssig und zugleich wird auch klar, warum es vielen von uns so schwer fällt authentisch zu sein.
Viele haben das Gefühl, sie müssen sich im Job und manchmal sogar auch im Privaten verbiegen und können nicht wirklich sie selbst sein. Gerne würden sie öfters das sagen, was sie auf dem Herzen haben, oder auch, was sie wirklich denken, doch sie erlauben es sich nicht, verhalten sich, nehmen sich zurück. Sie würden auch gerne anders handeln und tun es nicht, stattdessen bleiben sie unbemerkt in der Reihe - bloß nicht auffallen, bloß nicht anecken. Denn: ist das nicht einfach nur unüberlegt und riskant?
Wann sind wir authentisch und wann nicht?
Um authentisch zu sein, brauchen wir Kenntnisse über uns selbst und auch Fähigkeiten
• Ich muss mich selbst sehr gut kennen – meine Bedürfnisse, meine Stärken und Schwächen und auch meine individuellen Werte.
• Ich brauche ein bestimmtes Maß an Selbstgewahrsein, um meine Gedanken und Emotionen wahrzunehmen.
• Ich bestimme mein Verhalten selbst und lasse mich nicht von den Erwartungen anderer leiten
• Ich zeige mich, indem ich meine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse usw. mitteile.
• Ich bin einverstanden mit mir selbst und stehe zu mir, zu meinem Sosein.
Authentisch zu sein erfordert eben auch Arbeit, sich selbst kennenzulernen, sich anzunehmen mit allen Facetten und dann für sich selbst einzustehen.
Gelingt uns das, dann wirken wir natürlich, offen, entspannt und sogar wahrhaftig. Wir strahlen aus, dass wir zu uns stehen, zu unseren Stärken und Schwächen. Diesen Einklang mit uns selbst spürt auch die Umwelt. Authentisch zu sein fördert unsere Glaubwürdigkeit, schafft größeres Vertrauen und eine klare Kommunikation.
Am Schluss noch einen grundlegenden Tipp: Seien Sie liebevoll mit sich selbst. Authentisch zu sein gelingt umso leichter, wenn wir liebevoll und freundlich mit uns selbst umgehen.
Im nächsten Freitag-Post finden Sie hier Tipps, um mit dem Authentisch sein zu experimentieren.
P.S. Unser 1. Online-Treffen - der INSPI-Talk zum Thema ist am 21.02.2019 - um 12.30 h - Sie sind herzlich dazu eingeladen - alle Infos finden Sie auf der Event-Seite hier in der Gruppe.
Bianka Maria Seidl Martina Baehr
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>Vielen Dank für euer Engagement und den großartigen Beitrag Bianka. Ich bin dabei und freu mich auf unser gemeinsames Erleben und Entdecken 💖
Danke, liebe Susanne und klasse, dass du gleich den Ball auffängst und als Pionierin dabei bist. Wir freuen uns sehr auf dich. Schönes Wochenende.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Was ist Dein Kern?
Sehr interessant!
Spannend finde ich die Mangelbereiche, die sich als Schnittmenge um den Kern ranken. Das erinnert mich analog zu der Bauweise von Kirchen. Dort ist es oftmals so, dass sich, vor dem nach Osten ausgerichteten Altar, eine geopathogene Zone (negative Erdstrahlung) befindet. Was bedeutet, dass kurz vor dem Allerheiligsten die Energie stark abfällt und sensitive Menschen es so wahrnehmen, als wäre der Boden unter den Füssen plötzlich wankend. Hier in der Grafik beschrieben als Zustände von Unsicherheit, Leere, Armut, Wertlosigkeit.
Danke für´s Teilen, Kerstin. Schönes Wochenende.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Wie authentisch darf es denn sein?
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Martina Baehr Cornelia Zuk
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Ich stimme Ihnen da voll zu, Frau Wiegand, es lohnt sich für die Authentizität einen eigenen Wertewandel vorzunehmen. Sich bewusst zu werden, was mir wirklich wichtig ist im Leben, mir die großen Fragen zu stellen, wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Was steckt noch in mir? Wo ist mein Platz? Welche Sehnsüchte habe ich? Was lässt mich Berge versetzen...
Schon während dieses Bewusstseins- und Wandlungsprozesses, der keinesweges immer nur schwer ist, sondern auch voller Entdeckungsfreude, Überraschungen und Schätze ist UND in tiefer Liebe und Vertrauen zu uns selbst finden, können wir auch den Wandel in unserer Umgebung feststellen. Denn wir sind ja nicht getrennt von unserem Umfeld. Menschen und auch Situationen verändern sich mit uns. Das nenne ich eine echte win-win-Situation :-).
Bianka Maria Seidl 4 Merkmale für Authentizität
Bei meiner Recherche zu Authentizität finde ich heraus, dass sich in der Vergangenheit bereits zahlreiche Wissenschaftler mit dem Thema beschäftigt haben.
Die Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman von der Universität von Georgia unterscheiden zum Beispiel vier Merkmale, die erfüllt sein müssen, damit wir uns selbst als authentisch erleben:
1. Bewusstsein
Wir müssen uns selbst kennen und das erfordert, dass wir unsere Stärken und Schwächen kennen und uns bewusst sind, aus welchem Antrieb heraus wir handeln. Das setzt auch eine regelmäßige Selbstreflexion und ein Selbstgewahrsein voraus. Es gilt wahrzunehmen, was in uns schaltet und waltet, so dass wir unsere Handlungen bewusst steuern, statt ledigliclh auf das Geschehen im Außen zu reagieren.
2. Ehrlichkeit
Wir Menschen neigen gerne dazu nicht ehrlich zu sein. Lügen haben kurze Beine heißt es im Volksmund. Und wenn ein Lügner sich durch seine lange Nase verraten würde, dann hätten wir alle ziemlich lange Nasen: Jeder Mensch lügt mehrmals am Tag. Natürlich nicht immer vorsätzlich. Oft lügen wir aus Höflichkeit, Bescheidenheit oder um besser dazustehen - also aus sozialen oder egoistischen Gründen. Der Hauptgrund für eine Lüge aber ist die Angst. Wir lügen, wenn wir uns nicht sicher fühlen oder uns selbst beruhigen müssen. Dabei schwindeln wir nicht nur andere Menschen an, sondern auch uns selbst.“ So steht es in einem Beitrag vom Bayerischen Rundfunk unter Wissen Special – Lügen- und Schwindelforschung.
https://www.br.de/themen/wissen/luegen-schwindeln-forschung-104.html
Sich selbst gegenüber ehrlich zu sein ist die Voraussetzung um authentisch zu sein. Nur wenn wir der nackten Wahrheit ins Auge blicken und dem damit oftmals verbundenen Schmerz nicht ausweichen, sondern in diesem Feuer stehen bleiben, befreit uns dieser Akt von den Schleiern der Selbsttäuschung. Dabei verschwindet eine Grenze, die uns vorher von unserem wahren Selbst getrennt hielt.
Je ehrlicher wir zu uns selbst sind, desto ehrlicher sind wir auch mit unserem Gegenüber. Das ist ein lebenslanger Entwicklungsweg, der letztendlich zu wahrer Selbstsicherheit führt. Es ist die Sicherheit, die in sich selbst gefunden wird, ungeachtet der äußeren Umstände.
3. Konsequenz
Wissen muss gelebt werden, damit es in die Erfahrung gelangt und damit auch irgendwann in Weisheit gipfelt. Das gleiche gilt für Werte. Wer sich seiner wahren, individuellen Werte bewusst ist, muss danach handeln, um glaubwürdig zu sein. Dafür müssen auch Prioritäten gesetzt werden, denen entsprechend wir handeln, auch dann, wenn uns daraus augenscheinliche Nachteile entstehen. Es braucht Mut zu sich zu stehen und gemäß seinen Werten zu leben.
Sokarates (griechischer Philosoph 469 v. Chr.) blieb seinen Prinzipien treu. Er akzeptierte das über ihn verhängte Todesurteil wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend, sowie Missachtung der Götter und trank den Schierlingsbecher, statt eine Fluchtmöglichkeit vor der Hinrichtung zu nutzen.
Folgerichtiges Handeln, entsprechend der inneren Wahrheit und der eigenen Werte, ist somit ein wichtiges Merkmal für Authentizität.
4. Aufrichtigkeit
ist ein Merkmal persönlicher Integrität und bedeutet, zu sich selbst, zu seinen Werten und Idealen zu stehen und den eigenen Gefühlen und der eigenen, inneren Überzeugung ohne Verstellung in Rede und Handlungen Ausdruck zu geben. Aufrichtigkeit bedeutet auch, anderen Menschen, wie auch sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, zu seinen Fehlern zu stehen und sich nicht zu verstellen. (Quelle Wikipedia)
Somit geht das Aufrichtigsein über das Ehrlichsein hinaus. Es bedingt, dass wir uns aufrichten auf das, was wir sein können, statt in gebückter Opferhaltung andere zu richten und weiterhin das Opfer-Täter-Spiel zu spielen. Die Aufrichtung geht der Auferstehung im Geist voraus und zählt zu einem wichtigen Merkmal für Authentizität.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir tief in uns eine Sehnsucht nach dem Echten, nach dem Original - vielleicht sogar nach dem Ursprünglichen haben und dass es dafür vier wichtige Seins- und Handlungsqualitäten braucht – Bewusstsein – Ehrlichkeit – Konsequenz und Aufrichtigkeit.
Fragen wir uns daher täglich:
Was braucht es von mir heute, vielleicht in einer bestimmten Situation, dass ich authentisch(er) bin?
Vielleicht braucht es Mut, um die alte Maske abzunehmen. Vielleicht gilt es klar Stellung zu beziehen und das zu offenbaren, worum es wirklich geht – ungeachtet dessen, wie das Umfeld drauf reagiert. Und vielleicht braucht es einen konsequenten Schritt aus der Komfortzone.
Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche ihnen ein erholsames Wochenende.
Martina Baehr Jörg Lenau
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Cornelia Zuk
Schön, dass du das Thema Ehrlichkeit ins Spiel gebracht hast, es auch so benannt hast, liebe Bianka!
Denn achtsam, klar und aufrichtig - das tue ich.
Aber wie ehrlich bin ich: mit mir, dem Anderen, dem Leben?
Das bringt uns auf einen wirklich zentralen Punkt in der Authentizität!
Bianka Maria Seidl Erinnerung an unseren 1. INSPI-Talk mit dem Thema des Monats: AUTHENTIZITÄT
Liebe Mitglieder der XING-Gruppe MENSCH im Wandel,
mit dieser Mitteilung möchte ich Sie kurz und freundlich an unseren 1. INSPI-Talk mit dem Thema AUTHENTIZITÄT am kommenden Donnerstag, 21.02.2019 - 12.30 h erinnern.
Falls Sie sich dafür interessieren und sich bislang noch nicht angemeldet haben, können Sie das gleich hier unter diesem Link nachholen.
https://www.xing.com/events/thema-authentizitat-2040697?cce=em0e86eb9e.:m0Lcdk1vxSzdjJHbKA80AF
Wir sind bereits eine kleine überschaubare Runde und vielleicht verspüren Sie ja Lust und Laune unsere Runde und damit auch den Talk mit Ihrem einzigartigen, wertvollen Beitrag zu ergänzen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende mit der Vorfreude auf den Frühling.
Herzlichst,
Ihre
Bianka Maria Seidl

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "MENSCH im Wandel"

  • Gegründet: 29.11.2014
  • Mitglieder: 761
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 1.943
  • Kommentare: 3.474
  • Marktplatz-Beiträge: 9