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Daniel Görs Grenzüberschreitender Vertrieb von AIF: ZIA befürwortet Entschärfung des "pre-marketing"-Begriffs (DFPA AIF News)
Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, befürwortet den Gesetzesbeschluss des Europäischen Parlaments zum grenzüberschreitenden Vertrieb von Alternativen Investmentfonds (AIF) und Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW). Wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen ist die Einführung einer Gesetzesdefinition für das sogenannte „pre-marketing“, durch die ein EU-weit harmonisiertes Verständnis für jene Vertriebsaktivitäten der Kapitalverwaltungsgesellschaften geschaffen wird, die ohne die Erfordernis einer Vertriebszulassung möglich sind. http://www.dfpa.info/sachwertinvestments-news/grenzueberschreitender-vertrieb-von-aif-zia-befuerwortet-entschaerfung-des-pre-marketing-begriffs.html
„Für die Verhandlungen über Vertragskonditionen von Immobilienfonds mit institutionellen Investoren benötigen die Kapitalverwaltungsgesellschaften unbedingt Spielräume in der vorvertrieblichen Phase“, sagt Jochen Schenk, Vizepräsident des ZIA. „Es ist nur konsequent, dass der ‚pre-marketing‘-Begriff in der beschlossenen Fassung im Vergleich zur Entwurfsfassung der Europäischen Kommission aus dem letzten Jahr entschärft wurde. Hierfür hatte sich der ZIA eingesetzt.“
Die Europäische Kommission hielt ursprünglich bereits bei der bloßen Zurverfügungstellung von Vertragsentwürfen an potenzielle Anleger eine Vertriebszulassung durch die Aufsicht für erforderlich. Dieser Ansatz ist auf erhebliche Kritik gestoßen, so auch von Seiten des ZIA. Nach den jetzt entschärften Vorgaben des Kompromissvorschlages dürfen potenziellen Investoren Vertragsentwürfe ausgehändigt hergestellt werden. Einschränkend gilt im Wesentlichen, dass die Unterlagen keine Zeichnungsunterlagen beinhalten dürfen und Anlegern nicht die Möglichkeit geben werden darf, Anteile eines konkreten AIFs zu erwerben.
Noch unkonturiert ist die Vorgabe, dass die im Rahmen der „pre-marketing“-Aktivitäten bereitgestellten Informationen den Anleger nicht in die Lage versetzen dürfen, sich zum Erwerb von Anteilen eines bestimmten AIF zu verpflichten. „Wir werden uns in enger Abstimmung mit den nationalen Aufsichten an dieser Stelle für eine rechtssichere und praktikable Auslegung einsetzen“, so Schenk weiter.
Gegenüber der Kommissionsfassung neu hinzugekommen ist die Vorgabe, den Beginn von „pre-marketing“-Aktivitäten durch ein formloses Schreiben (auch elektronisch) der Aufsicht innerhalb von zwei Wochen anzuzeigen. In dem Schreiben ist unter anderem anzugeben, über welchen Zeitraum diese Aktivitäten stattfinden.
Die nun verabschiedeten Vorgaben werden nach ihrer Umsetzung in nationales Recht voraussichtlich ab Mitte 2021 zur Anwendung kommen.
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Daniel Görs Studie „Unternehmenskreditfinanzierungen durch Nicht-Banken in Deutschland“ des Bundesverbands Alternative Investments (BAI)
Nicht-Banken-Unternehmenskredite auf dem Vormarsch
In Deutschland sind rund 35 reine Unternehmenskreditfonds aktiv, die im Jahr 2017 über ein Gesamtvolumen von rund 17,5 Milliarden US-Dollar verfügten und im deutschen Mittelstand vor allem Wachstums- und Übernahmefinanzierungen bereitstellen. Diese Unternehmen liegen überwiegend im oberen Sub-Investment-Grade-Bereich und haben vorwiegend ein EBITDA zwischen fünf Millionen Euro und 25 Millionen Euro und dementsprechend einen Umsatz von 25 Millionen Euro bis 75 Millionen Euro. Die von den Kreditfonds bereitgestellten Kredite weisen mit fünf bis 100 Millionen Euro eine große Spreizung auf. So das Ergebnis der Studie „Unternehmenskreditfinanzierungen durch Nicht-Banken in Deutschland“ des Bundesverbands Alternative Investments (BAI). Die Studie zum Kreditfondsmarkt in Deutschland, stellt die Sichtweisen der drei relevanten Marktakteure Unternehmen, Kreditfonds und institutionelle Investoren gesamtheitlich dar.
Mit Blick auf diese Kennziffern erläuterte Matthias Erb, BAI-Vorstandsmitglied und zuständig für das Ressort Alternative Markets: „Der deutsche Mittelstand bietet viel Potential für das weitere Wachstum der Kreditfonds in Deutschland. Es gibt tausende Unternehmen, die für eine Finanzierung durch Kreditfonds in Frage kommen und für die Kreditfonds ideale Begleiter für Wachstum und Übernahmefinanzierungen sind. Besonders bei längeren Laufzeiten, herausfordernden Geschäftsentwicklungen und im Sub-Investment-Grade-Bereich des deutschen Mittelstandes können Kreditfonds ihre Vorteile ausspielen.“
Angestoßen und begleitet wird das Wachstum der Kreditfonds durch die Nachfrage institutioneller Investoren. Diese kommt in Deutschland nicht nur von großen, globalen Versicherungskonzernen, sondern auch von Pensionskassen, Versorgungswerken und vielen weiteren, eher kleineren Investoren. Der Hauptgrund für ein Engagement in Kreditfonds ist gem. Studie die gute Rendite-Risiko-Relation, gefolgt von Diversifikation und die Verwendung als Anleihen-/Rentenersatz aufgrund stabiler regelmäßiger Erträge.
Andreas Kalusche, BAI-Vorstandsmitglied und ebenfalls zuständig für das Ressort Alternative Markets: „Alle Investoren in Deutschland haben längst den Kreditfondsmarkt für Unternehmenskredite als festen Bestandteil ihrer Portfolioentscheidung einbezogen und sehen diesen als Alternative zu herkömmlichen Fixed-Income-Anlagen an. Da Corporate Private Debt in Deutschland auch auskömmliche Renditen und Besicherungen für Investoren bietet, wird sich dieser Markt auch von der Nachfrageseite her weiter positiv entwickeln.“
Domiziliert sind die in Deutschland tätigen Fonds vorwiegend in Luxemburg und bislang haben nur kleinere Kreditfonds, die in den Bereichen Restrukturierung (Distressed Debt) und Sondersituationen aktiv sind, ihren Sitz in Deutschland. Hierzu erläuterte Frank Dornseifer, Geschäftsführer des BAI: „Aufgrund der europäischen Ausrichtung der meisten Kreditfonds ist die Wahl des Standortes Luxemburg nicht verwunderlich. Zwar wird in der Umfrage die deutsche Regulierung nicht grundsätzlich moniert, gut abgestimmte und pragmatische Regulierung, aber auch bestehende Strukturen geben dann häufig eben doch Anlass für die Standortwahl Luxemburg. Wir hoffen aber, dass das Momentum bei kleinen Fonds, die zum Teil eben doch in Deutschland gegründet werden, anhält. Gerade hier wollen wir auch als Verband ansetzen und bestehende Hürden aus dem Weg räumen.“
Insgesamt sieht der BAI Corporate Private Debt in Deutschland auf dem Vormarsch. Dieser Markt werde zukünftig an Breite und Tiefe gewinnen. Aufgrund der deutschen Wirtschaftsstruktur und der (noch) hohen Bankendichte wird sich diese Entwicklung beispielsweise von der in den USA unterscheiden. Das Wachstum in Deutschland werde nicht kontinuierlich, sondern wie bisher mit Schwankungen erfolgen und sich über die bisherigen Schwerpunktbereiche Übernahme- und Wachstumsfinanzierungen hinaus erstrecken. Kreditfonds sind im Ergebnis eine wichtige Bereicherung für den Finanzplatz und erweitern die Finanzierungsopportunitäten des deutschen Mittelstands komplementär zu Banken und weiteren marktbasierten Finanzierungsformen, die sich aktuell entwickeln.
Tagesaktuelle Infos und Finanznachrichten zu Alternativen Investments, Wirtschaft, Märkte und Studien gibt es bei der Deutschen Finanz Presse Agentur (DFPA) auf
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Daniel Görs Mangelndes Angebot auf dem Büromarkt Deutschland bremst Investmentumsatz
Mit einem bundesweiten Transaktionsvolumen von 5,3 Milliarden Euro wurde im ersten Quartal 2019 das drittbeste Ergebnis auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt aller Zeiten erzielt. Dies ergibt die Analyse des Immobilienberaters BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Weitere Infos bei der Deutschen Finanz Presse Agentur (DFPA) auf http://www.dfpa.info/wirtschaft-maerkte-studien-news/bueromarkt-deutschland-mangelndes-angebot-bremst-investmentumsatz.html
„Die Nachfrage der Anleger hätte allerdings für einen deutlich höheren Umsatz ausgereicht, wenn mehr Produkt verfügbar gewesen wäre. Der Angebotsmangel ist demzufolge auch der Grund dafür, dass der im vergangenen Jahr aufgestellte Rekordumsatz um 15 Prozent verfehlt wurde. Trotzdem steuern Büroimmobilien fast jeden zweiten Euro zum gewerblichen Investmentumsatz bei und bleiben damit die mit Abstand wichtigste Assetklasse“, erläutert Sven Stricker, Geschäftsführer und Co-Head Investment von BNPPRE.
Dominiert wurde das Geschehen erneut von Einzeldeals, die mit knapp 5,2 Milliarden Euro ihr zweitbestes Resultat aller Zeiten erzielen. Paktverkäufe kommen dagegen nur auf rund 100 Millionen Euro, was einem der schwächsten Jahresstarts der vergangenen zehn Jahre entspricht – und das, obwohl Käufer händeringend großvolumige Portfolios suchen. Auch dort mangelt es also an Produkt.
Die deutschen A-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) konnten den im Vorjahr aufgestellten Rekord erwartungsgemäß nicht wieder erreichen. Mit rund 3,62 Milliarden liegt ihr Ergebnis um rund ein Drittel niedriger. Gegen den Trend hat sich allerdings Berlin entwickelt, wo mit 1,87 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch aufgestellt wurde. Auch Köln (169 Millionen Euro) konnte zulegen, wenn auch auf erheblich niedrigerem Niveau als die Bundeshauptstadt. Mehr als verdoppelt hat sich der Umsatz außerhalb der A Städte, und zwar auf gut 1,6 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen eine gewisse Ausweichbewegung der Anleger aufgrund des Produktmangels in den A-Standorten, zum anderen aber auch ein aktuell entsprechendes Angebot in einigen attraktiven B-Städten, das in dieser Form nicht jedes Jahr vorhanden ist.
Das limitierte Angebot an Premiumobjekten, in Verbindung mit dem hohen Käuferinteresse, hält den Wettbewerb im Core-Segment hoch. Vor diesem Hintergrund sei es auch nicht überraschend, dass vereinzelt noch einmal leicht sinkende Spitzenrenditen zu beobachten waren. Außerhalb der vier Top-Standorte haben sie im vierten Quartal weiter um fünf Basispunkte nachgegeben, sodass sie jetzt in Düsseldorf, Köln und Stuttgart jeweils bei 3,10 Prozent anzusetzen sind. Teuerster Standort bleibt Berlin mit 2,70 Prozent, gefolgt von München mit 2,80 Prozent. Auch in Frankfurt (2,95 Prozent) und Hamburg (3,05 Prozent) zeigten sich die Netto-Spitzenrenditen stabil.
„Die Ergebnisse der ersten drei Monate bestätigen die Anfang des Jahres abgegebene Prognose, dass auch 2019 ein überdurchschnittlich guter Umsatz zu erwarten ist. Weiter niedrige Zinsen, begrenzte Anlagealternativen, funktionierende Nutzermärkte und die erwiesene Stabilität Deutschlands bilden die wesentlichen Eckpfeiler eines nach wie vor attraktiven Umfelds. Vor diesem Hintergrund erscheint für das Gesamtjahr erneut ein Transaktionsvolumen zwischen 20 und 25 Milliarden Euro realistisch“, prognostiziert Nico Keller, Geschäftsführer und Co-Head Investment der BNPPRE.
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