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Alumni der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Für alle, die an der Uni Würzburg studieren oder studierten, arbeiten oder gearbeitet haben oder forschen oder geforscht haben!

Christine Sauerwald Volljurist (m/w) Energie- und Arbeitsrecht
gern weitersagen. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Energie macht Spaß!
Nur für XING Mitglieder sichtbar Gelehrter des Monats: Harald zur Hausen
Auch im November 2018 möchte das Universitätsarchiv in seiner Reihe „Gelehrter des Monats“ einen weiteren Nobelpreisträger ehren. Diesmal wird der Mediziner Harald zur Hausen vorgestellt, der für seine Entdeckung, dass Humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen können, im Jahr 2008 den Nobelpreis erhielt.
* 11. März 1936 in Gelsenkirchen-Buer
1955 Studium der Medizin in Bonn, Hamburg und Düsseldorf
1960 Promotion zum Dr. med. in Düsseldorf
1962 Approbation als Arzt
1968 Assistant Professor of Virology an der University of Pennsylvania, USA
1969 Habilitation an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Assistent und später Oberassistent am Institut für Virologie in Würzburg
1972 Professur am Institut für Klinische Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg
Ab 1974 diverse Gastprofessuren in Australien, Brasilien, UK und USA
1977 Professur am Zentrum für Hygiene der Universität Freiburg
1983 Vorsitzender und wissenschaftlicher Vorstand des
Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg
1988 Ehrenprofessur an der Universität Heidelberg
2003 Professor Emeritus
Weitere wissenschaftliche Arbeiten
2008 Nobelpreis für Physiologie oder Medizin
Start einer herausragenden Karriere
Nach dem Studium der Medizin an den Universitäten Bonn, Hamburg und Düsseldorf, promovierte Harald zur Hausen an letzterer zum Dr. med. und war dort zunächst für einige Jahre als Assistent tätig. Anschließend wechselte er 1968 ans Children’s Hospital in Philadelphia, USA, wo er als Assistant Professor of Virology arbeitete. 1969 kam der junge Mediziner wieder zurück nach Deutschland, um sich an der Julius-Maximilians-Universität zu habilitieren und übernahm die Stelle des Assistenten und später Oberassistenten am Institut für Virologie in Würzburg. Drei Jahre danach folgte der Ruf an den neu entstandenen Lehrstuhl für Klinische Virologie in Erlangen-Nürnberg, den er als Professor und Gründungsdirektor übernahm. Nach weiteren sechs Jahren an der Universität Freiburg wurde Harald zur Hausen 1983 zum Vorsitzenden und wissenschaftlichen Mitglied des Stiftungsvorstandes am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und übernahm so in dieser Position für 20 Jahre die Leitung.
„Man darf sich nicht beirren lassen“
Seit den 1960er Jahren beschäftigt sich Harald zur Hausen in seiner Forschung über den Zusammenhang von Viren und Krebserkrankungen beim Menschen. Diese vermutete Verbindung wurde lange Zeit von anderen Medizinern bezweifelt oder sogar belächelt. Zur Hausen ließ sich dadurch jedoch nicht beirren und verfolgte seine Arbeit zielstrebig weiter. Zu Beginn der 1980er Jahre schaffte er es, seine These zu bekräftigen: Er konnte mit seinem Forscherteam verschiedene Typen der Humanen Papillomviren identifizieren, die für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Seine Forschung, die als Pionierarbeit der Tumorvirologie gilt, ermöglichte neue Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs, eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen, und führte im Jahr 2006 zur Einführung von HPV-Impfstoffen. Für seine Erkenntnisse wurde Harald zur Hausen zusammen mit der Französin Françoise Barré-Sinoussi und dem Franzosen Luc Montagnier 2008 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.
Ein Leben lang gegen Krebsursachen
Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2003 waren Harald zur Hausens Forschungen über die Ursachen von Krebs nicht beendet. Er war bis 2009 Editor-in-Chief des International Journal of Cancer sowie Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften LEOPOLDINA. Außerdem forscht zur Hausen weiterhin mit seiner Arbeitsgruppe über die Verbindung von Rindfleischkonsum und der Entstehung von Dickdarmkrebs.
Für sein Engagement hat der Mediziner zahlreiche nationale und internationale Preise erhalten, 36 Ehrendoktorwürden (unter anderem in Würzburg, Erlangen-Nürnberg, Chicago), 7 Ehrenprofessuren, ist gewähltes Mitglied in mehreren Akademien und wurde 2009 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Portrait Harald zur Hausen Foto: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Wikimedia Commons
Nur für XING Mitglieder sichtbar Von Würzburg in die Welt - Esther Gillert
Esther Gillert hat an der Universität Würzburg Biologie studiert. Heute arbeitet sie als Redakteurin für medizinische Patientenmedien. Sie ist die Schnittstelle zwischen medizinischen Fachexperten und juristischen Beratern.
Frau Dr. Gillert, können Sie uns Ihr Aufgabenfeld kurz beschreiben?
Als Redakteurin für medizinische Patientenmedien betreue ich die Fachinhalte auf Papier und digital zur Patientenaufklärung über diagnostische und therapeutische Eingriffe. Dabei begleite ich ein entsprechendes Produkt von der Idee über die Ausarbeitung bis zur Fertigstellung.
Was lieben Sie besonders an Ihrem Beruf?
Für mich liegt der Reiz darin, dass es sich um eine herausfordernde Tätigkeit handelt: Meine Aufgaben entwickeln sich ständig weiter und ich stehe in einem ständigen Austausch mit Experten unterschiedlichster Ausrichtung. Darüber hinaus ist es mir gut möglich, Beruf und Familie mit drei Kindern „unter einen Hut zu bringen“.
Welche Fähigkeit benötigt man unbedingt dafür?
An der Entstehung des Produkts ist eine Vielzahl von Personen beteiligt, daher sind vor allem Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit, aber auch ein gutes Projektmanagement wichtig. Außerdem braucht man didaktisches Geschick, um die fachlichen Inhalte entsprechend aufzubereiten. Um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten, sind verantwortungsbewusstes Denken und Handeln sowie ein gutes Zeitmanagement Voraussetzung.
Was würden Sie Studierenden raten, die einen ähnlichen Berufsweg einschlagen möchten wie Sie?
Aus meiner Sicht ist es am wichtigsten, offen zu bleiben für Neues und sich breit aufzustellen. Es hilft, sich schon im Studium über das eigene Fachgebiet hinaus auch interdisziplinär zu orientieren. Zum Beispiel bin ich über meine Diplom- und Doktorarbeit an einem medizinischen Institut in Würzburg und eine anschließende Tätigkeit als Postdoktorandin in einem Gemeinschaftsprojekt von Genetik und Kinderklinik in Erlangen zu meiner jetzigen Tätigkeit in einem medizinischen Fachverlag gekommen. Hilfreich waren dabei auch meine Fremdsprachenkenntnisse in Englisch, Französisch, Türkisch und Russisch.
An welche Begebenheit aus Ihrem Studium erinnern Sie sich besonders gerne?
Gerne denke ich an die vielen gemeinsamen Unternehmungen mit meinen Studienkollegen. Beispielsweise unsere „Jonglierworkshops“ am Main oder später dann die Skiwochenenden unserer Arbeitsgruppe. Beide Hobbys, sowohl Jonglieren als auch Skifahren, sind mir seitdem geblieben und haben sich inzwischen auf meine ganze Familie „übertragen“.
Vielen Dank für das Gespräch
Foto: privat

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Über die Gruppe "Alumni der Julius-Maximilians-Universität Würzburg"

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