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Lukas Kraus Smartphone der Zukunft ein Teil unseres Lebens?
Im nachfolgenden Link befindet sich eine Umfrage:
Gerne können Sie die Umfrage in Ihrem Freundes- und Kollegenkreis teilen.
Vielen Dank, dass Sie uns mit der Teilnahme an der Umfrage und Weiterleitung unterstützen.
Max Rabe Psychische Erkrankungen haben sich in den letzten 15 Jahren verdreifacht!
Psychische Belastung und daraus folgende Erkrankungen sind ein wichtiges Thema unserer heutigen Zeit. Das gilt für alle Beteiligten. Besonders Fachkräfte und Entscheider aus den Bereichen Personal-, BGM, o.ä. sind diese Themen höchst relevant! Doch nur die wenigsten kennen nachhaltige Möglichkeiten, um diesen Trend zu stoppen, oder gar umzukehren.
Laut DAK haben 2016 "psychische Erkrankungen" die "Muskel-Skelett-Erkrankungen" vom ersten Platz der AU-Tage bei Frauen verdrängt und sind weiterhin mit steigender Tendenz zu beobachten. Dabei waren es vorrangig die Erkrankungen: Depressionen, Anpassungstörungen (Stress, Grübeln oder Angstattacken) und Burn-Out... Die (leider) üblichen Verdächtigen. Das diese Erkrankungen meist nicht alleine auftreten, sondern von multifaktorieller Natur sind, ist unumstritten. Und so ziehen diese Erkrankungen in vielen Lebensbereiche der Betroffenen ihre Kreise.
Nun meine Frage an Euch in die Gruppe:
Wie seht Ihr diese Entwicklung?
Mit welchen Maßnahmen versucht Ihr, vielleicht bei Euch persönlich, oder in Euren Unternehmen, gegenzusteuern?
Euch allen ein schönes und stressfreies Wochenende!
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Ingo Kallenbach Teil 1 - Arbeiten in der Zukunft
Ein Blick in die Zukunft, wie wir arbeiten und leben werden. Perspektiven und Eindrücke von der „Learning Journey“ mit vitra aus New York, Seattle, San Francisco und der Bay Area. Wo und wie arbeiten die Amazons, Apples, Googles, AirBnBs, Slacks und Starbucks dieser Welt? Wie organisieren sie Arbeit so, dass Innovationen möglich sind und sie die besten Mitarbeiter der Welt gewinnen können? Wie werden Büros zukünftig designt sein, dass Zusammenarbeit und Führung optimal in der VUCA-Welt funktionieren? Welche Trends für die Arbeitsplatzgestaltung der Zukunft lassen sich ableiten? Und welche Folgen resultieren daraus für Change Management und Führungskräfteentwicklung?


Hintergrund - 27 “Insights” in 5 Tagen


Als Kooperationspartner von vitra, die nicht nur für ihre wunderbaren Möbel bekannt sind, sondern immer stärker auch moderne Bürowelten gestalten, bot sich die Gelegenheit, an ihrer diesjährigen „Learning Journey“ an der Ost- und Westküste der USA teilzunehmen. Ein einmaliges Event, um in kurzer Zeit fantastische Einblicke in die Arbeitsplatzgestaltung der Zukunft zu bekommen. In einer Gruppe von 20 Personen unter der Leitung von Raphael Gielgen, Head of Research & Trendscouting bei vitra, standen neben den “digital leading companies” auch Vorträge und Diskussionsforen mit führenden Architektenbüros wie Gensler, BIG oder O & A auf dem Programm. Dadurch ergab sich eine gelungene Mischung zwischen innovativen Konzepten einerseits und gelebtem Arbeiten andererseits.


Trends - was zeichnet sich ab?


Aufgrund der Vielzahl der Eindrücke und den damit verbundenen, unterschiedlichen Konzepten, lassen sich 8 übergreifende Trends ableiten:

1. Gesundheit als Treiber Nummer 1

2. „Biophilic Design“

3. Flexible Raumgestaltung

4. „Design follows function“

5. „Resort-Oase“ oder doch „Kulturzentrum“?

6. „Desk Sharing“ - ja oder nein?

7. Nachhaltigkeit bleibt im Trend

8. „Culture eats strategy for breakfast, design for lunch and architecture for dinner“


Auf jeweils 4 Trends gehen wir in diesem und dem im Dezember erscheinenden Beitrag ein.


Gesundheit als Treiber Nummer 1

Die Gesundheit der Mitarbeiter spielt schon heute in vielen Unternehmen eine große Rolle, sie wird in Zukunft noch deutlich zunehmen. Energie und Forschung fließen in Konzepte, wie Gesundheit, Wohlbefinden, und Fitness der Mitarbeiter noch weiter gesteigert werden können. Zukünftig wird es Apps geben, die aufgrund individueller Wünsche (Konzentriertes Arbeiten, Projektarbeit, Ausblick nach draußen, Raumtemperatur etc.) und dem Abgleich mit dem aktuellen Raumangebot den idealen Arbeitsplatz herausfinden werden. Dabei geht es nicht um technischen Firlefanz, sondern um die Idee, dass jeder Mensch einzigartig ist und deshalb individuelle Arbeitsräume, bis hin zur Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit benötigt, um eine optimale kognitive Leistung erbringen zu können. 

Klingt erst mal ziemlich abgehoben, folgt aber letztlich dem Trend der Individualisierung, den wir in vielen Bereichen unseres Lebens schon länger verfolgen können: von der Konfiguration des eigenen Autos mit hunderten von individuellen Möglichkeiten, über die individualisierte Medizin bis hin zu individualisiertem Lernen beginnend in der Grundschule. Mit unserem Konzept der Gesunden Organisation sind wir hier optimal aufgestellt, vielleicht einer der wichtigsten Erkenntnisse für uns persönlich.


“Biophilic Design” 

Der Begriff der Biophilie, ursprünglich auf Erich Fromm zurückgehend, heißt soviel wie “Liebe zum Leben” oder “Liebe zum Lebendigen”.

Auf Architektur übertragen begründet sich das Konzept, Räume so naturnah wie möglich zu gestalten. Studien zeigen, dass die Menschen sich in einer solchen Umgebung nicht nur besser fühlen, sondern auch kreativer sind und letztlich mehr Leistung zeigen. 


Zwei Dimensionen lassen sich unterscheiden: einmal der direkte Bezug zu Natur, wie Ausblicke, die naturnahe Dachterrasse oder das firmeneigene Gemüsebeet. Indirekt durch die Verwendung entsprechender Materialien aus der Natur. So lösen verschiedene Materialen unterschiedliche Gefühle und Körpersymptome aus, die auch messbar sind. Bspw. wirken sich Armbänder auf die Körpertemperatur aus. In diesem Zusammenhang ist auch Psychoakustik ein Trendthema, da Töne oder Geräusche die Befindlichkeit und Konzentrationsfähigkeit von Menschen beeinflussen. 


Wir gehen davon aus, dass es zukünftig Lösungen geben wird, wie die Akustik in Räumen den Menschen und der Lautstärke im Raum angepasst werden kann, so dass ein optimales Wohlbefinden ermöglicht wird, bspw. durch Wellen, Vogelstimmen oder das Knistern eines Lagerfeuers. 
Google bspw. investiert hier gerade richtig Geld, natürlich auch aus ökonomischen Gründen, da Studien davon ausgehen, dass entsprechende Maßnahmen zu einer kognitiven Leistungssteigerung bis zu 40% beitragen können. Das Stichwort lautet Multisensorik.


Flexible Raumgestaltung

Einzel- oder Zweierzimmer gehören definitiv der Vergangenheit an. Moderne Arbeitsplatzgestaltung bedeutet höchstmögliche Flexibilität. Schreibtische werden genauso mobil wie Wände oder Regale, so dass jederzeit auf unterschiedliche Bedarfe reagiert werden kann. Werden Teams für Projekte neu zusammengestellt, folgen die Möbel entsprechend. Wächst das Team, wachsen damit auch die Möbel. Mobile Stellwände ermöglichen zusätzliche Freiheiten. Um dann auch zu wissen, wo jemand gerade arbeitet, wird es Apps geben, die genau dieses aufzeigen.
Schon heute ist jedoch zu vermuten, dass die Möglichkeit der Flexibilität höher eingestuft wird, als sie später tatsächlich genutzt werden wird. Dazu ist der Mensch vermutlich einfach ein zu starkes Gewohnheitstier. 


„Design follows function“

Es wird zukünftig zahlreiche Möglichkeiten geben, wie und wo Menschen arbeiten werden. Die Form der Arbeitsmöglichkeiten folgt dabei der Funktion. Für konzentriertes Arbeiten gibt es Rückzugsmöglichkeiten, für Meetings mit Videokonferenzen entsprechende Räume für 4-6 Personen, da die meisten Besprechungen in dieser Anzahl stattfinden. Auch die jahrelang angesagten „Cubicals“, in denen durch kleinere Wände in Großraumbüros versucht wurde, Privatheit zu schaffen, waren kaum noch zu sehen.


Im Vordergrund stehen fließende Übergänge in Einheiten von 4-8 Personen, in welchen sich Menschen leicht austauschen und kooperieren können. Oft bilden solche Einheiten „Studios“, die dann wiederum zu „neighborhoods“ von 40-50 Personen führen, bis hin zu „Communities“, in einer Größe von bis zu 300 Mitarbeitern.


Innerhalb solcher Kommunen und Nachbarschaften gibt es dann eine passende Anzahl an Fokusräumen, Kollaborationsräumen, Kreativräumen etc. Da Arbeiten zukünftig kabellos stattfinden wird, wird Arbeiten auch überall möglich sein. Das führt dazu, dass Arbeitsplätze an allen möglichen Bereichen innerhalb eines Raumes sein werden: auf einer Treppe, am Fenstersims oder durch Bänke in Durchgangsbereichen. Der klassische Schreibtisch wird irgendwann obsolet sein. Das wird zwar noch eine Weile dauern, aber konsequent zu Ende gedacht, wird er irgendwann nicht mehr nötig sein.
Zwischenfazit

Ein amerikanischer Kollege hat unlängst gesagt „All organisations are in transformation because the world is in transformation“ (Steve Miller). VUCA ist längst nicht mehr nur ein inhaltsleeres Akronym, sondern Realität. Mit der Welt ändert sich die Arbeit. Mit der Arbeit ändern sich die Bedürfnisse an Zusammenarbeit, Führung und Raum. Jobs, die wir heute noch ausführen, wird es morgen nicht mehr geben. Digitalisierung - und die damit verbunden technischen Möglichkeiten - werden Dinge auf den Kopf stellen, wie wir sie heute noch kennen. Eines hat wird sich jedoch nicht ändern: Überleben werden diejenigen, die sich am besten an veränderte Bedingungen anpassen können: Responsive Organisationen mit adaptiven Strukturen, flexiblen Raumkonzepten und einer gemeinschaftlichen Kultur.
Ingo Kallenbach, REFLECT | Strategische Personalentwicklung
http://blog.reflect-beratung.de
Frank Uffmann Vom BabyBoomer zum SilverLiner oder 60 ist das neue 40
Lesezeit: 3 Minuten
Viele Frauen haben damit ein Problem, viele Männer auch! Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bei denjenigen umhöre, die die Schwelle schon überschritten haben, dann scheint der Tag der Götterdämmerung und des sechzigsten Geburtstages ein und derselbe zu sein. Zitate: „Ich habe mich den ganzen Tag eingeschlossen und nur geweint“ oder „Mit sechzig ist man als Frau für Männer doch unsichtbar“ und „Ab jetzt reden alle nur noch über Krankheiten“ und das Schlimmste überhaupt „Im Bus ist ein junges Mädchen aufgestanden und hat mir ihren Platz angeboten“☹. Wir BabyBoomer sind nicht glücklich damit, jetzt schon zum alten Eisen sortiert zu werden und sich auch noch so zu fühlen.
Auf Seminaren war ich häufig der jüngste Teilnehmer, selbst mit Anfang vierzig war das noch so, zumindest in meiner heutigen Erinnerung. Dann kippte das langsam zu meinen Ungunsten, ohne, dass ich das bewusst wahrnahm und am Ende war ich keine fünfzig Jahre alt und der „alte Sack“ im Seminar. Es kam beruflich aber noch dicker! Ich kann mich genau an den Tag und die Situation erinnern, als mein damaliger Chef Chef mir sagte „Sie sind mir zu alt für einen weiteren Karriereschritt“. Rumms!! Ich war damals 46 Jahre alt, ebenso alt wie mein Gegenüber. In diesem Moment wusste ich zum ersten Mal, wie sich Älterwerden anfühlt. Einfach Scheiße!
Zum Thema älter werden hatte ich immer Bilder vom Film Dinner for One oder Der 90. Geburtstag von Miss Sophie vor meinem inneren Auge, wenn Sie ihren Geburtstag mit den bereits verstorbenen Freunden feiert.
Heute, viele Jahre später, klopfe ich an die Tür zu meinem sechzigsten Geburtstag. Meine Gästeliste liegt schon ausgefüllt in der Schublade, ich trage beigefarbene Gesundheitsschuhe und freue mich auf meine Lebensphase zwischen gepflegt aussehen und gepflegt werden, obwohl mich der Gedanke, die erste Generation mit einer Handyhalterung am Rollator zu sein, nicht gerade tröstet.
HALLO, die 60iger sind die neuen 40iger – schon gehört? Zugegeben, vielleicht fühle ich mich nicht mehr ganz so an, aber meine Frau hat bisher nichts gesagt. Gut, ich habe auch nicht gefragt!
Im Ernst: W I R sind heute die SilverLiner, aufgewachsen ohne Krieg und im Wohlstand und in vielen Fällen mit mehr als nur einem Notgroschen auf der Seite. W I R damaligen BabyBoomer halten uns im McFit, FitX oder im Lady Fitness beim Spinning, Beine-Bauch-Po und Krafttraining fit, was uns körperlich zu Gute kommt. Laut Statista (2018) haben 51 % der Senioren in den letzten drei Monaten einen Computer benutzt, also W I R wissen alle, das ein Browser nicht zum Duschen ist, folglich erwartet uns eine tolle Zukunft! Also liebe SilverLiner, W I R sind die neuen 40iger. Macht was ´draus…
Nun beschäftige ich mich beruflich mit den Inhalten Kommunikation, Führung und Management, was die Frage nach dem Bezug zum SiverLiner aufwirft. Ständig lese ich in den Medien, dass wir nicht mehr so leistungsfähig sein sollen. Wer schreibt das? W I R SilverLiner jedenfalls nicht, denn wir wissen, was in uns steckt. Wir 60iger sind die neuen 40iger mit dem Vorteil der Erfahrung eines sechzigjährigen. Audi hat das schon 2007 erkannt und die Produktion des R8 im Werk Neckarsulm in die Hände der SilverLiner gelegt. Also mein Aufruf an alle HR-Verantwortlichen: Statt mal wieder einige Waggons auf das Abstellgleis zu stellen, lieber dem Wissen und der Erfahrung den Vorzug gegenüber dem Tempo geben!
Ihr
Frank Uffmann
PS: Schön, das Sie bis hier durchgehalten haben. Danke dafür!
Gern lese ich Ihr Feedback, wenn sie mir schreiben.
Frank Uffmann
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Frank Uffmann
Glauben Sie mir, ich möchte auch keinen Tag jünger sein, als ich bin:))
Ernst Holzmann Der Fachkräftemangel! - Welcher Mangel eigentlich?
Der mysteriöse Fachkräftemangel – Ist er tatsächlich nur hausgemacht? Immer wenn ich bei meinen Veranstaltungen mit Unternehmern oder Personalverantwortlichen spreche, komme ich am Schluss der Diskussion auf diesen Gedanken. Wenn die jeweiligen Personen über ihre Erfahrungen bei ihrer verzweifelten (ergebnislosen) Suche nach Fachkräften sprechen. Quer über alle Branchen, vom Handwerk bis zur IT-Industrie, Ingenieure sowieso, Pflegekräfte, Buchhalter, Bäcker, Programmierer, so gut wie alle Berufe sind dabei. Dramatische Hilferufe kommen zwischenzeitlich nicht nur aus den westlichen Bundesländern, sondern auch aus den Ballungszentren im Osten unserer Republik.
Als Begründung wird dann auf die immer noch brummende Wirtschaft, die vollen Auftragsbücher und den so gut wie leergefegten Arbeitsmarkt verwiesen. Deswegen haben wir in manchen Regionen eine quasi Vollbeschäftigung und mit „nur“ noch ca. 2, 2 Millionen Arbeitslosen die geringste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung vor knapp 30 Jahren. Da klingen die verzweifelten Rufe nach fehlenden Fachkräften verständlich, wenn man die offiziellen Statistiken liest und die entsprechenden Verlautbarungen hört. Aber dies ist nur eine Seite der Medaille, wie so oft, wird man schlauer, wenn man etwas hinter die Kulissen blickt.
Zahlen, Daten, Fakten
Auch bei diesem Thema hilft nämlich das Motto „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ und das Anwenden der „ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) – Formel“. Dann ergibt sich plötzlich ein ganz anderes, differenziertes Bild:
Wir haben tatsächlich 4,6 Millionen Arbeitslose!
Aber „nur“ ca. 1,2 Millionen „Offene Stellen“!
Die offizielle Arbeitslosenstatistik weist nämlich nicht die Menschen aus, die während ihrer Arbeitslosigkeit zum Beispiel in Maßnahmen zur Weiterbildung, oder schlichtweg krank sind. Und damit dem Arbeitsmarkt „offiziell“ nicht zur Verfügung stehen. Dann reden wir noch über die über 60 Jahre alten Menschen, die nach langer, ergebnisloser Suche nach einem neuen Job nach den Regularien der Arbeitslosenstatistik als „nicht mehr vermittelbar“ eingestuft werden und diese Statistik verlassen „dürfen“. Und schliesslich müssen wir noch diejenigen Menschen berücksichtigen, die zwar dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, aber Grundsicherung (Hartz IV) beziehen.
Und wenn wir dann ganz simpel die Anzahl von Menschen addieren, die das sog. Arbeitslosengeld I und das Arbeitslosengeld II beziehen, dann landen wir eben bei einer Zahl von 4,6 und nicht 2,3 Millionen.
Damit dürfte es schon heute keinen Mangel an Arbeitskräften geben und zukünftig erst recht nicht! Oder vielleicht doch?
Warum dann dieses Jammern nach fehlenden Fachkräften, Arbeitssuchende wären rein rechnerisch doch bereits heute im „Überfluss“ vorhanden? Und wenn man den verschiedenen Studien glauben darf, dann wird die Digitalisierung in den nächsten Jahren dieses Überangebot an Arbeitssuchenden noch dramatisch verstärken. Wenn nämlich die „einfachen“ Routine-Aufgaben immer mehr von Maschinen und Software-Applikationen übernommen werden. Und der Wegfall dieser Arbeitsplätze nicht durch die neu entstehenden, im hoch qualifizierten Bereich angesiedelten, kompensiert werden kann.
Wenn diese Prognosen zutreffen, dann müssten wir uns eigentlich auch keine Sorgen um den demografischen Wandel machen. Dass eben immer mehr Menschen in den nächsten Jahren aus dem Arbeitsprozess ausscheiden und wegen der niedrigen Geburtenrate in den letzten Jahrzehnten immer weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt kommen.
Natürlich würde diese pauschale, rein mathematische Bewertung auch wieder komplett in die falsche Richtung führen, weil jede Situation in den einzelnen Unternehmen unterschiedlich ist.
Aber schon an dieser Stelle wage ich zu behaupten: Der angebliche Fachkräftemangel ist zum großen Teil selbstgemacht. Weil gerade die Unternehmen schon seit Jahren nicht mehr ihre Hausaufgaben machen und nur darauf warten, dass sie die höchste Qualität zum niedrigsten Preis einkaufen können, gerade auch bei Menschen.
Täusche ich mich jetzt bei meiner Analyse, was meinen Sie?
Thomas Schulze
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Nur für XING Mitglieder sichtbar
Ja, auf so einen Ausspruch hätte ich auch nicht geantwortet. Ein von mir geschätzter Kabarettist sagte einmal so: „Mit einem Schwachkopf zu diskutieren ist ungefähr so, wie mit einer Taube Schach zu spielen. Irgendwann kackt sie aufs Brett, wirft alles um und stolziert davon als wenn sie gewonnen hätte.

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