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Thomas Kestler Langzeitarbeitslosigkeit läßt sich nicht mit 0-8-15-Methoden beseitigen!
Wer immer noch glaubt, dass sich Langzeitarbeitslosigkeit mit standardisierten Methoden im 0-8-15-Stil beseitigen lässt, der kennt das wahre Problem nicht. Die Hemmnisse sind komplex und nicht einfach so nur mit Geld zu lösen. Die Fehler der vergangenen 15 Jahre Hartz IV sind nicht in einer Legislaturperiode zu reparieren.
Wenn man heute ganz offen davon spricht, dass sich Hartz IV-Empfänger in diesem System eingerichtet haben, dann ist das nur ein ganz kleiner Teil der Wahrheit. Die Betroffenen haben dieses Leben ja ursprünglich keinesfalls gewählt, weil sie es so toll und so angenehm finden. Sie haben sich ja nur der höheren Gewalt, dem Druck und dem teilweise besseren Wissen anderer gebeugt.
Die heute tatsächlich oft zu findende Kombination aus Hartz IV und Schwarzgeld ist nur die Konsequenz aus einer falschen Politik in der Vergangenheit. Heute haben diese Menschen selbstverständlich Angst, diese falsche vermeintliche Sicherheit auch noch zu verlieren. Und diejenigen, die sich diesen Schritt bis her nicht getraut haben, auch künftig nicht trauen oder dafür ganz einfach zu aufrichtig und ehrlich sind, werden mit Armut bestraft.
Und das alles unter der Fahne "Sozialstaat". In der Tat, dass die Dauer der Langzeitarbeitslosigkeit im Hartz-IV-System seit 2011 um rund 120.000 Betroffene angestiegen ist, ist mehr als nur blamabel. Es ist der Beweis dafür, dass die bisher eingesetzten Methoden falsch waren. Es gibt aber längst internationale sozialwirtschaftliche Unternehmen, die mit den geeigneten Methoden und Unterstützungsszenarien diesen Menschen sehr wirkungsvoll helfen können und beachtliche Erfolge verbuchen können. Ich frage mich nur allen Ernstes, warum diese guten und wirkungsvollen Angebote so am Rande des politischen Systems stehen?! Kennt sie keiner?
Oder ist Armut am Ende doch gewollt?
Thomas Kestler
Frank-Holger Dobbert Thomas Kestler Uli Sager
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Frank-Holger Dobbert
Wir leben nun mal im Kapitalismus und da ist die Arbeitskraft eine Ware und ein entscheidender Kostenfaktor. Tendenz eher negativ, die Mitarbeiter sollen noch agiler und flexibler werden und wer sich nicht anpasst, der dürfte einige Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt bekommen.
Im realen Sozialismus gab es diese Probleme nicht, Existenzsorgen, Obdachlose, Straßenkinder und Langzeitarbeitslose waren Fremdwörter aus dem Westen, die aber oft nur als Propaganda wahrgenommen wurden.
Aber die Vollbeschäftigung lag nicht an Diktatur oder an der maroden Wirtschaft, sondern weil es ein gesellschaftspolitisches Tabuthema war.
Nach der Wende kam dann der große Exodus, wer über 55 war wurde gnadenlos in den Vorruhestand geschickt, die neue Zeit hatte für diese Arbeitnehmer keine Verwendung mehr.
Und diese Kröten hat der Osten Deutschland bis heute nicht verdaut, bis hin zur Fremdenfeindlichkeit reichen die Folgen, denn Fremde aus dem Westteil standen damals für die Rosskur der ostdeutschen Wirtschaft.
Natürlich war die Wirtschaft im Osten marode, aber die Chance für eine Veränderung aus eigener Kraft bekam man nicht.
D.h. wenn wir wirklich eine Veränderung wollen, dann ist es eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft, dass es erst gar keine Verlierer unter uns geben darf.
Michael Fomenko rEvolution
Ist es Zeit für eine Revolution?
Ist die Geduld für die Ungerechtigkeit erreicht?
Wie lange wollen wollen Sie diese Ungerechtigkeit ertragen?
Möchten Sie diese Umstände auch führ Ihre Kinder beibehalten?
Laut den Bundeshaushalt wird für die Sozialen Leistungen in Deutschland 137.582.419 € ausgegeben und 303.559.564 € durch Steuern Eingenommen. [1] Von Ihrem Gehalt wirt ca. 40% entnommen. Eine der höchsten Steuerbelastungen in der Welt. [2]
Alles nicht so schlimm sagen Einige, dass ist ein Zitat aus dem Armutsbericht der Bundesrepublik: "Betrachtet man die Haushalte nach der Höhe des Vermögens, so zeigt sich, dass die Haushalte in der unteren Hälfte der Verteilung nur über rund 1 Prozent des gesamten Nettovermögens verfügen, während die vermögensstärksten 10 Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen. Der Anteil des obersten Dezils ist dabei im Zeitverlauf immer weiter angestiegen, am aktuellen Rand aber konstant. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Gini-Koeffizienten wider." [3]
Was passiert hier? Wie kann es sein das 10% der Bevölkerung das 50 Fache der Hälfte der Bevölkerung besitzt? Genug ist genug, die Würde der Menschen ist Unantastbar, es kann nicht sein das ein Mensch der alle Regeln dieser Gesellschaft befolgt und das Maximum des Möglichen erreicht und niemals zu den 10% gehören wird. Wir leben in einem Kasten System, in denen Auserwählte ohne große Anstrengungen alles haben und die Fleißigen als Moderne Sklaven ausgenutzt werden.
Wir müssen die Erbschaft verbieten und nach dem Tode das gesamte Eigentum dem Staat übergeben. Jeder Bürger muss die gleichen Startvoraussetzungen haben.
Wenn in der nächsten Zeit keine Revolution in den Köpfen anbricht, wird es Zeit für ein neues elektronisches Geldsystem, dass solche Zustände nicht ermöglicht. Dieses Geldsystem wird von bestimmten Gruppen eingeführt und Menschen die sich aus der Modernen Sklaverei befreien möchten, in dieses Geldsystem eintreten können. Es ist Zeit die Macht in unsere Hände zu nehmen und unseren Kindern eine Gerechte Welt überlassen.
Es lebe die rEvolution.
Matthias Steger Michael Fomenko Uli Sager
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Michael Fomenko

>Ich denke ein kleiner Nebensatz im Ausgangspost bringt Licht ins Ganze.
>Hier geht es um KryptoReichtum statt normalo Reichtum.
>Der Rest klingt nach Beiwerk für den man zum Glück nicht verhaftet wird, wie das on anderen Ländern (z.B. Spanien, Türkei) denkbar wäre.
>Ich halte wenig davon Kryptogeld besser zu finden als Schuldgeld wie dem Euro. Für mich ist das Monopoly.Geld welches die EZB erst mitverantwortlich durch die Zinspolitik erschaffen hat.
>Auch beim Reichtum nicht täuschen lassen. Auch dieser Wert ist durch die Zinspolitik verfälscht da Zinsen und deren Satz unmittelbar auf Unternehmenswerte und Immobilien Werte durchschlagen. Daher ist im Moment viel Luft im Reichtum und wenig Substanz.
>Dies nur als Randbemerkung, da mir ein Aufruf zu Revolution des Reichtums durch Kryptogeld suspekt erscheint.
Die rEvolution des Geldsystems wird ohne Frage auch ihre Opfer bringen. Aber wie gesagt, die Abschaffung der Erbschaft währe eine Alternative dazu. Und ihre Kritik erscheint mir etwas zweideutig zu sein, einerseits Kritisieren Sie das derzeitige Geldsystem, andererseits sind Sie ein Sklave dieser. Befreien Sie sich von den anerzogenen Zwängen, das Geld das Sie zurzeit besitzen ist nicht mehr Wert als die Arbeit von Menschen dafür erledigt wird. Sobald die Menschen nicht mehr bereit sind dafür zu Arbeiten, wird es keinen Wert mehr haben. Und glauben Sie mir, wenn Menschen einem Geldsystem gegenübertreten dass ihre Arbeit und die Gegenleistung Äquivalent sind, werden die das heutige Geldsystem verlassen.
Stan van Andres Beruf oder Berufung?
Lebt Ihr Euren Beruf oder fühlt Ihr Euch zum Leben berufen?
Oder beides oder nichts, oder ...?
Friederike Seiffert Zeyad El Khadem
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Elke Kuckoreit
Lieber Herr van Andres, danke für die alte und dennoch immer wieder interessante Frage. Vor einem Jahr habe ich mit dem Antritt einer Stelle auch einen 16 Jahre lang gehegten Traum erfüllt und es war fast so, als habe ich meine Berufung gefunden. Nach einem Jahr bin ich ernüchtert und weiß, dass ich mindestens "eine Ebene zu tief" geträumt habe.
Um eine Berufung leben zu können, bedarf es Freiräume und die scheint es gerade im Gesundheits- oder Sozialbereich kaum noch zu geben. Dafür höre ich überall, dass ein Diktat knapper Finanzen herrscht, weil die Ausgaben zwar steigen, aber die Einnahmen in diesem Bereich nicht mithalten.
Wir arrangieren uns zurzeit anscheinend noch viel zu sehr einem Diktat der Wachstumsideologie des Kapitals, statt das Wachstum des psychosozialen Wohlstands zu unserem Ziel zu machen. Und dabei gibt es doch Vordenker, die Wege aus dieser Misere aufzeigen ...
Aaron Brückner Wie wir unsere Leidenschaft finden können
Jeder von uns hat schon einmal gehört, dass er seine Leidenschaft finden soll. Aber wie geht das eigentlich? Das Vermächtnis zweier Persönlichkeiten hilft uns weiter – der eine brach sein Studium ab und der andere lehrte als Professor in Harvard.
Der Studienabbrecher
Als frisch gebackener Studienabbrecher besuchte Steve Jobs aus reiner Neugier ei-nen Kalligraphie-Kurs. Fasziniert von den unterschiedlichen Typographien war ihm bewusst, dass diese Erfahrung keinerlei Relevanz für seine beruflichen Überlegungen hatte. 10 Jahre später sollte sich das ändern: Beim Design des Macintosh konnte er seine Faszination für Typographie einbringen und entwickelte den ersten Personal Computer mit schönen Schriftarten. Wenn Jobs den Kalligraphie-Kurs nicht zufällig besucht hätte, wäre die Bedienung von Computern heute wohl eine völlig andere. Während einer Rede fasste er das Fundament seiner Lebenseinstellung einmal zu-sammen: Vieles ergibt in der Gegenwart keinen Sinn, doch rückblickend gesehen, las-sen sich die „dots“ immer „connecten“ – darauf zu vertrauen, habe den Unterschied in seinem Leben ausgemacht.
Der Harvard-Professor
Prof. Raymond Vernon war nicht nur an der Entwicklung des Marshall-Plans beteiligt, sondern hat sich in der Betriebswirtschaftslehre mit der Theorie zum Produktlebens-zyklus verewigt. Demnach durchläuft ein Produkt die vier Phasen Einführung, Wachs-tum, Reife und Rückgang bevor es „stirbt“. Da eine gute Theorie bekanntlich das Prak-tischste ist, was es gibt, lässt sich das Modell auf den Menschen übertragen: Obwohl sich unser Leben alles andere als linear entwickelt und eher einem schwankenden Aktienkurs gleicht, lässt sich jede unserer Lebenserfahrungen einer der vier Phasen zuordnen. Beispielsweise hat jeder von uns schon einmal eine berufliche Herausfor-derung angenommen (Einführung), aus einer schmerzhaften Erfahrung gelernt (Wachstum), in einer Beziehung Routine erlebt (Reife) oder Rückschläge erlitten (Rückgang).
Wenn wir Steve Jobs vertrauen, dass die Entscheidungen und Erfahrungen unseres Lebens im Nachhinein ihren Sinn ergeben, warum sollten wir warten bis wir alt sind, um den roten Faden unseres Lebens zu erkennen? Warum werfen wir mit Hilfe der vier Produktphasen nicht heute schon einen Blick auf unseren „schwankenden Aktien-kurs“, um die „dots“ so früh wie möglich zu „connecten“?
„Architektur ist doch eine brotlose Kunst“
Mit jedem Tag füllen wir das Drehbuch unseres Lebens. Die offensichtlichen „dots“, wie der erste Kuss, die erste Kündigung oder das erste Kind, stehen dort schwarz auf weiß. Aber unsichtbar und unvergesslich steht manches zwischen den Zeilen: Eine vergrabene Erinnerung an den Traumberuf aus Teenagerzeiten, eine als irrelevant abgestempelte Erfahrung im zufällig besuchten Kalligraphie-Kurs oder die besonders prägenden Meinungen der Eltern, Chefs oder Lehrer. Einer meiner Workshop-Teilnehmer zeichnete früher nicht nur gerne Häuser, sondern äußerte gegenüber sei-nem Klassenlehrer einmal den Wunsch, Architektur zu studieren. Dieser entgegnete: „Architektur ist doch eine brotlose Kunst.“
Es sind „dots“ wie diese, die uns Stück für Stück zu dem Menschen gemacht haben, der wir heute sind. Wenn wir beginnen, diese „dots“ als Bodenschätze zu betrachten, brauchen wir nur noch das richtige Werkzeug, um sie zutage zu fördern – zu glauben, dass derart tiefliegende Erinnerungen auf Kommando ans Tageslicht kommen, wäre naiv. An dieser Stelle kommt der Produktlebenszyklus ins Spiel: Aus den vier Phasen lassen sich Leit- und Reflexionsfragen ableiten, die unsere gesamte Lebenserfahrung abklopfen.
Muster erkennen und Leidenschaft finden
Ziel ist es, wiederkehrende und verwandte „dots“ als Muster zu erkennen. Diese Mus-ter führen uns zu dem, wofür wir als Menschen brennen: unsere Leidenschaft. Im Le-ben des bereits erwähnten Workshop-Teilnehmers zeichnete sich im Unterschied zu seiner Tätigkeit als Vorstandsassistenz im Versicherungskonzern beispielsweise das Muster „Wohlfühlen“ ab: sein Interesse an den neuesten Einrichtungstrends, sein handwerkliches Repertoire in den eigenen vier Wänden, sein Gespür für außerge-wöhnlichen Service, sein Gastgeber-Gen und die Freude daran, 15 Freunde mit meh-reren Gängen zu bekochen sind ein Auszug seiner „dots“.
Wer seine Leidenschaft noch nicht gefunden hat, spielt Memory mit nur einer Hand – selbst wer die Karte besonders schnell und fleißig auf- und wieder zudeckt, wird nie ein Kartenpaar finden. Wer sich dagegen die „dots“ und Muster seines Lebens be-wusstmacht, spielt Memory mit zwei Händen – erst dann verrät der Blick auf die erste aufgedeckte Karte, ob die zweite Memorykarte passt. Das hilft uns, zu erkennen, was wir sind, um es mit dem in Einklang zu bringen, was wir machen. Übrigens: Aus dem Workshop-Teilnehmer wurde zwar kein Architekt, aber ein Immobilienunternehmer – heute hilft er Menschen dabei, sich Zuhause genauso wohlzufühlen wie er.
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Aaron Brückner
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>Toller Beitrag. Leidenschaft finden ist das Eine. Leidenschaft besonders im beruflichen verfolgen erfordert viel Mut. Stichwort: Erwartungshaltung von Eltern, Freundin, Partner usw. Das erfordert Mut, aber das lohnt sich.
AMEN Jacob ;) Liebe Grüße und danke für das Feedback! Aaron