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Mira Christine Mühlenhof Keiner liebt mich, ach wie furchtbar!
Seit ein paar Monaten arbeitet Frau L. in Ihrer Firma. Sie ist eine sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterin. Das kam bei den Kollegen zunächst gut an, alle mochten sie auf Anhieb. Sie brachte allein in der ersten Woche zweimal selbstgebackenen Kuchen mit, sorgte innerhalb kürzester Zeit dafür, dass alle mal wieder gemeinsam zu Mittag aßen und war überhaupt sehr umsorgend. Folglich war sie schnell beliebt.
Nach einer Weile aber machte sich im Team das Gefühl breit, dass Frau L. doch eher seltsame, aufopfernde Tendenzen an den Tag legt – langsam wurde es des Guten zu viel. Einige Kollegen verdrehten daraufhin nur die Augen, wenn Frau L. in ihre Nähe kam – andere fingen an, ihr Helfersyndrom auszunutzen. Und irgendwann hatten alle genug davon. Als Frau L. dies bemerkte, zeigte sie plötzlich eine andere Seite ihrer Persönlichkeit: Sie fuhr sprichwörtlich die Krallen aus, war reizbar oder „still beleidigt“. Dadurch merkten ihre Kollegen, dass das Verhalten von Frau L. keinesfalls so selbstlos war wie zunächst angenommen.
Ihre Freundlichkeit konnte von jetzt auf gleich in eine enorme Kratzbürstigkeit umschlagen. Oder sie wandelte mit einer ungeheuren Leidensmiene durch die Firma, wenn etwas nicht so lief, wie sie es gerne gehabt hätte oder wenn der Dank für ihre Hilfe ausblieb und die Kollegen sich abwendeten.
Kurz: Die Mitarbeiter fühlten sich durch das Verhalten von Frau L. manipuliert. Das ist keine gute Basis für ein angenehmes Arbeitsklima und eine gute Stimmung im Büro. Auf Dauer arbeitet niemand gerne mit einem Menschen zusammen, der – und sei es auch auf eine nette Art und Weise – andere manipuliert.
Soweit ein mögliches Szenario für das Arbeitsleben eines Charakters mit dem Verhaltens-Muster "Liebe".
Wir haben es hier mit einem Archetypus zu tun, den wir aus vielen Geschichten kennen: Etwa den Charakter Heidi oder Mutter Theresa. Allerdings kennen wir sie nicht von der ganz großen Bühne – sie agieren mit ihrer vermeintlich selbstlosen Hilfeleistung lieber im Verborgenen.
Um einen Liebesmenschen zu verstehen, müssen wir die Wirkung seines unbewussten Antriebs betrachten. Dieses Muster ist angetrieben von der intrinsischen Motivation (=innerer Antrieb) Liebe. Der Mensch ist auf dieses Produkt seiner Maschine fixiert.
Wie wirkt diese Maschine auf Sie? Was können Sie heraus lesen? Wie könnte ein Mensch sein, der eine solche Maschine in sich trägt?
Einige Assoziationen zur Maschine Liebe, wie diese auf Menschen wirkt.
Diese Maschine:
- hat einen fragenden Ausdruck im Gesicht, nach dem Motto „Hast du mich wirklich lieb?“ oder „bin ich so ok?“
- wirkt sehr verführerisch, manipulativ
- scheint ausdrücken zu wollen: „Ich tue alles für dich, wenn du mich dafür liebst“
- produziert Herzen, also Liebe
Weitere Assoziationen:
- erschlägt alle mit ihrer Liebe
- vereinnahmend
- wenn sie nicht erwidert wird, wird´s schlimm
- nicht konstruktiv
- nachdenklich, mit einer Person oder einer Aufgabe beschäftigt
- nervliche Zusammenbrüche
- ich bin immer da und kümmere mich um alles
- verbreitet Wohlfühlatmosphäre
- andere fühlen sich erdrückt
Menschen mit diesem Muster sind äußerst fürsorgliche, warmherzige, hilfsbereite, aber auch sehr besitzergreifende und manipulative Menschen. Dies merken Außenstehende aber meist erst später. Bevor man sie um etwas bitten kann, haben sie es schon längst selbst in die Hand genommen. Diese Menschen sind immer für die anderen da, egal ob morgens, mittags oder um drei Uhr nachts. Die Sorgen der Kollegin finden zu jeder Zeit Gehör und werden am besten auch gleich noch beseitigt. Den Abwasch in der Teeküche übernehmen sie, der Kaffee ist stets frisch und die Gespräche der anderen werden ernst und wichtig genommen.
Diese Menschen scheinen einen inneren Seismographen für die Bedürfnisse anderer in sich zu haben und bemühen sich, diese Bedürfnisse ungefragt zu erfüllen. Anfangs ist das toll, später nervt es – spätestens dann, wenn die anfängliche Sympathie, die andere diesen Menschen entgegenbringen, einem unguten Gefühl weicht. Das geschieht dann, wenn hinter der fürsorglichen Fassade manipulative und besitzergreifende Tendenzen zum Vorschein kommen.
Dann wird klar, dass Liebesmenschen so hilfsbereit sind, weil sie dafür etwas zurückhaben wollen: Dank, Wertschätzung und die Bestätigung, dass sie gebraucht werden. Das Fatale an diesem Muster: Ihre eigenen Bedürfnisse kennen diese Menschen gar nicht. Sie haben gelernt, diese zu verleugnen.
Ich habe die psychologische Struktur des auf Liebe fixierten Menschen mit einer Maschine verglichen. Den Treibstoff für die Maschine liefert der Stolz. Zunächst mag dies verwirrend erscheinen, denn Stolz passt ja eigentlich gar nicht zu einem derart liebevollen und unterstützenden Wesen. Auf den ersten Blick wirken diese Charaktere auch weder stolz noch überheblich, sondern sanft und hilfreich. Dieses Bild geben sie nach außen ab und sie selbst sind auch selbst vollkommen überzeugt, dass ihre Absichten von Grund auf gut sind.
Doch tief in ihrem Innersten halten sie sich für unentbehrlich: „Ohne mich geht es nicht“, „Ohne mich wären die anderen längst verloren.“ Und das ist tatsächlich noch steigerungsfähig: „Ohne mich und meine Hilfe wären viele Menschen ganz arm dran.“ Wenn diese innere Einstellung und dieses Selbstbild nicht von Stolz und Hochmut zeugen, welche sonst? Leider vergessen diese Menschen dabei ihre eigenen Bedürfnisse. Sie werden von dem inneren Glaubenssatz blockiert, keine Liebe zu verdienen. Oder vielmehr, dass man sich Liebe und Zuneigung erst erarbeiten muss. Daher versucht sie, viel für andere Menschen zu tun - damit diese sie dafür lieben.
Wie geht man nun mit diesen Menschen - den "Heidis" und "Mutter Theresa´s" am besten um? Nicht nur als Kollege/Kollegin, sondern ganz besonders auch als Führungskraft Entsprechende Tipps dazu gebe ich in der Fortsetzung dieses Beitrags.
Bis dahin wünsche ich Ihnen vielleicht noch einen erholsamen Urlaub, oder einen guten Start in die neue Arbeitswoche. Und verabschiede mich mit einem legendären Satz eines ganz besonderen "Musters" (Ex-Stasi-Minister Erich Mielke):
"Aber ich liebe Euch doch Alle!" :-))
Viele Grüße
Mira Christine Mühlenhof
Ernst Holzmann Verheiratet, Beide selbstständig und jetzt noch ein Kind: Kann das gutgehen?
In dieser Gruppe wurde ja schon häufig und kontrovers über die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und über traditionierte und neue Rollenmodelle diskutiert.
Auch darüber, wie sich Mann und Frau - Vater und Mutter - die Arbeit teilen könnten/sollten und welche unterschiedlichen Einstellungen und Lebenswege es dazu gibt.
Jetzt habe ich vor kurzem eine Familie kennengelernt - Anabell und Oliver Dreber - bei denen dieses Arrangement und die gegenseitige Unterstützung noch etwas komplizierter zu sein scheint. Da beide eben nicht in einem Angestellten-Verhältnis ihre Brötchen verdienen, sondern über ihre Selbstständigkeit als Business Coach bzw. Trainer-Tätigkeiten. Und vor kurzem Eltern wurden, was nicht nur das private Leben durcheinanderwirbelt, sondern ganz speziell auch neue Anforderungen bzgl. den beruflichen Aufgaben stellt.
Einen Auszug aus meinem Gespräch mit der Kleinfamilie Dreber über die Schwierigkeiten und Herausforderungen in diesem Lebensmodell stelle ich nachfolgend gerne zur Verfügung:
"12 Wochen ist Nathan nun alt. Vielleicht Zeit für ein erstes Resümee?! Was hat sich für Euch nicht nur im beruflichen Leben am meisten verändert?
Oliver Dreber:
Die größte Veränderung ist, dass ich nicht mehr so produktiv bin, wie vorher. Das liegt nicht nur daran, dass weniger Zeit zur Verfügung steht, weil wir uns um Nathan kümmern. Sondern auch daran, dass ich durch den Schlafmangel körperlich und geistig nicht so fit bin wie sonst. Diese Tatsache zu akzeptieren und annehmen zu können, fällt mir offen gestanden noch sehr schwer. Ich habe ständig das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Ich muss mich dann immer wieder selbst ermahnen, dass es einen guten Grund für meine nachlassende Produktivität gibt. Trotzdem: Es ist erschreckend, wie sehr wir darauf getrimmt sind, effektiv zu sein und Leistung zu erbringen. Selbst wenn wir unser eigener Chef sind.
Anabell Dreber:
Vielleicht bist du als dein eigener Chef sogar strenger, als es ein anderer wäre?! Das Gefühl der mangelnden Produktivität kenne ich. Vor allem, weil ich Dinge oft unterbrechen muss, um Nathan zu stillen. Das ist nun mal etwas, das du mir nicht abnehmen kannst. Ich nehme mir immer vor, dann nicht nur physisch meine Tätigkeit zu wechseln, sondern auch gedanklich ganz bei meinem Kind zu sein. Meistens gelingt mir das ganz gut, aber manchmal konzipiere ich während des Stillens auch einen Workshop, oder formuliere im Kopf Blogbeiträge.
Oliver:
Ich denke, deswegen solltest du kein schlechtes Gewissen haben. Machen wir ja beim Spazierengehen auch oft: Der Kleine schlummert im Kinderwagen und wir besprechen unsere nächsten Schritte, aktuelle Herausforderungen oder überlegen uns neue Themen, die wir angehen möchten. Entscheidend ist doch, dass wir in dem Moment, wo Nathan aktiv unsere Aufmerksamkeit benötigt, ganz bei ihm sind.
Anabell:
Ja, da stimme ich dir zu. Aktuell schläft er noch viel, am liebsten im Tragetuch. Ich habe das vorher so nicht vermutet, aber es ist eine gute Gelegenheit zum Arbeiten: Ich schnalle den Kleinen auf und er hat das wunderbare Gefühl der Nähe, das ihm so wichtig ist. Dann setze ich mich auf meinem Gymnastikball wippend an den Schreibtisch. Im Übrigen habe ich das Gefühl, dass ich wesentlich effizienter arbeite, als zuvor. Während ich sonst sehr oft meine Tätigkeit unterbrochen habe, um aufs Smartphone zu schauen, mich von neuen Posts in sozialen Netzwerken ablenken zu lassen, oder einen Kaffee zu kochen, nutze ich die Zeit nun möglichst konzentriert für eine Sache.
Oliver:
Eine neue Herausforderung wird das sicher noch, wenn er irgendwann nicht mehr schläft. Dann sollten wir sehr klar festlegen, wer sich wann um Nathan kümmert, während der andere arbeiten kann.
Anabell:
Genau! Und dann musst du noch mehr hinnehmen, dass du in dieser Zeit wahrscheinlich wirklich überhaupt nicht produktiv bist. Manchmal frage ich mich schon, ob wir wirklich gute Eltern sind, weil wir parallel versuchen, Zeit für unsere Arbeit zu finden. Gleichzeitig denke ich, dass wir ja genau deswegen selbstständig sind: Weil es genau diese Tätigkeiten uns so am Herzen liegen, dass wir sie nicht missen möchten.
Oliver:
Ich bin mir sicher, dass wir gute Eltern sind. Wir haben uns nur für ein Rollenmodell entschieden, das noch nicht allzu verbreitet ist. Ich könnte mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, an fünf Tagen die Woche so gut wie gar nicht Zuhause zu sein. In den vergangenen Wochen haben wir jeden Morgen miteinander gefrühstückt, meist zusammen zu Mittag gegessen und stets gemeinsam den Tag ausklingen lassen. Für mich ist das pure Lebensqualität.
Anabell:
Absolut! Für mich gewinnt der Aspekt von Familie damit eine neue Bedeutung und auch der Begriff „Familienunternehmen“. Nathan war ja sogar schon bei einem Kundentermin dabei und mit uns in Hamburg, wo ich einen Auftrag hatte. Während ich meinem Job nachging, habt ihr die Stadt unsicher gemacht. Privatleben und Arbeit lassen sich bei uns nun noch weniger trennen. Und bisher habe ich das Gefühl, dass unsere Kunden sich eher für uns freuen und es gut finden, wie wir mit der neuen Art unseres Unternehmens umgehen. Niemand hat uns den Eindruck vermittelt, dass ein Kind stört oder man uns als unprofessionell betrachtet, weil während eines Telefonats plötzlich Babygeschrei zu hören ist oder wir sogar darum bitten müssen, zurückrufen zu können.
Oliver:
Ich denke, solange Nathan zufrieden und glücklich ist, ist alles gut. Wir würden alles wieder so machen, oder?
Anabell:
Ja sicher! Wenn ich mir allerdings was wünschen dürfte, dann wäre es ein anderes Elterngeld-System. Natürlich ist es super, dass wir in Deutschland Elterngeld erhalten. Und es ist toll, dass es mittlerweile das Modell des ElterngeldPlus gibt, bei dem man die Hälfte des Geldes über einen längeren Zeitraum bekommt, weil man parallel schon wieder in Teilzeit arbeitet. Die Beantragung des Elterngeldes ist für uns Selbstständige jedoch furchtbar. Wir haben eine private Beratung in Anspruch genommen und dennoch gab es Rückfragen vom Amt. Da wurden Dinge abgefragt, die wir heute schlichtweg nicht prognostizieren können. Mich hat dieses Thema wirklich Zeit und Nerven gekostet.
Oliver:
Viel sinnvoller und vor allem fairer wäre es doch, wenn einfach jeder, der ein Baby bekommt, den gleichen Betrag erhält – unabhängig von seinem Einkommen. Der Staat hätte das Geld dafür, denn ein großer Teil der Verwaltung ließe sich damit einsparen.
Anabell:
Eine gute Idee! Nicht gelöst ist damit allerdings der Aspekt des Mutterschutzes für Selbstständige. Vor der Geburt gibt es den nicht. Mir ging es aber leider tatsächlich nicht mehr so prima in den letzten Schwangerschaftswochen. Nur mit Mühe habe ich noch offene Aufträge abschließen können. Der Mutterschutz nach der Geburt wiederum ist natürlich gut gemeint, doch als Selbstständige kann ich nicht einfach alle meine Tätigkeiten für acht Wochen liegen lassen, dann wieder einsteigen und meinen, dass direkt Aufträge bereitstehen. Wir hatten großes Glück, dass es mir direkt so gut ging und unser Baby so pflegeleicht und gesund ist.
Oliver:
Ja, wir haben sehr viel Glück (lacht). Ich bin aber auch überzeugt, dass wir als Unternehmer unser Glück noch besser selbst schmieden können als Angestellte. Wir planen unsere Tage, wie sie für uns als Familie gut sind. Wir haben die Freiheit, an einem schönen Sommertag spontan einen Ausflug zu machen, wenn kein Kundentermin ansteht. Dafür sitze ich gern mal an einem Abend am Rechner, wenn Nathan schon schläft.
Anabell:
Geht mir genauso. Wobei das eine sehr individuelle Sache ist, denke ich. Für mich ist entscheidend, dass wir in unserer Gesellschaft die Wahl haben sollten: Es gibt Frauen, die während der Elternzeit gern ganz Zuhause bleiben und es gibt andere, die gern nach acht Wochen (oder wann auch immer) zu ihrem Arbeitgeber zurückkehren. Für mich persönlich ist unser Weg ideal, weil ich meiner Arbeit weiter nachgehen kann, ohne das Gefühl zu haben, mich damit gegen mein Kind entscheiden zu müssen. Selbstständigkeit und Baby, das ist in jedem Fall eine Herausforderung und besetzt das Wort „ständig“ noch einmal neu. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Familien den Mut zum „Familienunternehmen“ der anderen Art aufbringen. Es ist schade, wenn finanzielle Unsicherheit oder der Druck bzw. die Erwartungen unserer Gesellschaft ein solches Vorhaben hemmen. Es gibt sicher immer Gründe, die dagegen sprechen, aber eben auch viele dafür. Im Moment kann ich mir zumindest kein anderes Lebenskonzept vorstellen."
Eine rundum glückliche Familie, so wie es scheint. Bei all den bestehenden neuen und ungewohnten Herausforderungen. Und tatsächlich ein Beispiel, dass eine Balance zwischen Familien- und beruflichem Leben möglich ist, wenn man dies möchte und entsprechende Vereinbarungen mit seinem Partner trifft. Zumindest nach meiner Bewertung...
Roland Dengler
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Nur für XING Mitglieder sichtbar Lebenslanges Lernen - wie werden wir darauf vorbereitet?
Seit Jahren halte ich Vorträge an Schulen zum Thema "Lernen lernen" - bislang mehr als 300. Zielgruppe sind Eltern schulpflichtiger Kinder. Und bei jedem Vortrag frage ich die Schulleitung oder die anwesenden Lehrer, ob es an der Schule ein Methodentraining gibt, ob den Schülern wirklich beigebracht wird, wie das Lernen funktioniert.
Die traurige Realität: nur an ca. 5% aller befragten (300) Schulen wird den Schülern dieses - in meinen Augen zentrale - Thema nahegebracht. Nach dem Schulabschluss verlassen die Jugendlichen die Schule und gehen in die betriebliche Ausbildung, beginnen ein duales Studium oder gehen an die Hochschulen, ohne zu wissen, wie Lernen überhaupt funktioniert.
Und auch in den Betrieben / an den Hochschulen wird dieses Methodentraining nicht durchgeführt. Die Folge: Selbst wenn die Betroffenen noch so motiviert sind, ihr kognitives Potential noch so hoch ist: Ohne das Wissen um die für ihren Lerntyp optimalen Lernstrategien fällt das Lernen eindeutig schwerer und sie sind nicht in der Lage, ihr Potential wirklich in vollem Umfang auszuschöpfen. Egal, in welchen Abschnitt ihres lebenslangen Lernprozessen sie sich befinden.
Andreas Hensing
Jens Petersen Frank-Holger Dobbert
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Hansjörg Moser Aufbruchstimmung auf der Teppichetage
...eine (weitere) fiktive Kurzgeschichte über betriebliche Unwirklichkeiten.
Kai-Uwe L., der neue COO der Biegen & Brech GmbH bereitet die Antrittsrede an seine neue Mannschaft vor.
Die Vergangenheit hat er hinter sich gelassen. An seine Zeit als CEO der ABEZZ Project Ltd und deren Zusammenbruch erinnert er sich nur ungern. Das unverhoffte Angebot der Biegen & Brech kam ihm gerade recht: Mitglied der Geschäftsleitung, pharaonisches Salär, Bonuspaket.
Kai-Uwe L. startet wieder durch!
Auch die Biegen & Brech macht schwierige Zeiten durch. L.‘s Vorgänger, von der Mannschaft ob seines robusten Egos auch Napoleon genannt, musste den Hut nehmen. Hohe Projektrisiken, Umsatzrenditen auf Einzelhandelsniveau und Referenzprojekte, in denen sich die Projektleiter die Klinke in die Hand gaben, waren zu viel. Das Tafelsilber ist weitgehend weg; zwecks Bonussicherung der Geschäftsleitung, wie böse Zungen behaupteten.
Die Mannschaft versucht derweil, die laufenden Projekte trotz der zahlreichen Baustellen der Biegen & Brech voranzutreiben. Die wenigen noch verbliebenen alten Hasen und die vielen motivierten Frischlinge tun, was sie können. 25% Fluktuation haben ihren Preis....
L. hat die Mannschaft heute um 14 Uhr in den Konferenzraum geladen. Auch Kemal A., heller Kopf, Frischling, Hochschulabsolvent, ist gespannt, welche Botschaft der Neue verkündet.
L. weiss, was er seinem Publikum bieten will: Glorreiche Vergangenheit, begeisternde Zukunft, tolle Projekte. Aufbruchstimmung erzeugen: WIR, GEMEINSAM, DAS TEAM!
In den Gesichtern der Mannschaft spiegeln sich Euphorie und Skepsis - kein Wort über die vielen Baustellen, die die Zukunft des Unternehmens zunehmend verdunkeln.
L., frischgebackenes GL-Mitglied, plant indes nicht, sich mit operativen Angelegenheiten zu befassen. Zwei zusätzliche Hierarchiestufen müssen reichen, um genügend Abstand zu den Problemen des Alltags zu schaffen. Ein neuer Wertekatalog soll zudem die Mannschaft motivieren, Verantwortung zu übernehmen.
Frau Maier darf wieder rekrutieren.........
Kemal A. und seine Mannschaftskollegen lernen die Botschaft schnell.....
Sabine Kanzler-Magrit Hansjörg Moser
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Gudrun Zell HR Trends
„haufe“ berichtet in seinem Artikel „HR Trends 2016“ über „mehr Geld, mehr Professionalität, mehr Technik“ im betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Mehr Geld:
Krankenkassen erhöhen die finanzielle Unterstützung, durch das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz, enorm. Für Maßnahmen in der Prävention, wie auch der Gesundheitsförderung wird der Beitrag von bisher 3 € je Versicherten auf 7 € erhöht.
Mehr Professionalität:
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement soll professioneller werden und sich nicht auf Einzelmaßnahmen wie einen Gesundheitstag oder Rückenfit beschränken. Es müssen größere Strukturen geschaffen und die generelle Einführung des BGM gesteigert werden.
Mehr Technik:
Auch die Digitalisierung solle im Rahmen des Gesundheitsmanagements sinnvoll eingesetzt werden. So können z.B. Smartphones als „Gesundheitscoach“ genutzt werden. Sie dienen mit ihren Funktionen der Kontrolle und der Motivation in Sachen Bewegung, Ernährung und Stress.
WICHTIG:
Es wird geraten, mit dem Einsatz digitaler Produkte vorsichtig umzugehen. Die Ängste zur Preisgebung persönlicher Infos im beruflichen Umfeld sind noch sehr hoch und ältere Generationen scheuen den Umgang mit digitalen Möglichkeiten.
Meine Empfehlung ist daher ein persönliches Resilienz-Coaching oder ein Resilienztraining.

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