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Angela Jovanotti Haben Sie Interesse bereits gezahlte Steuern zurückzuholen, um diese in Vermögen umzuwandeln?
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Ernst Holzmann Wollen Sie weniger Rente?
Nach aktuellen Statistiken und Prognosen wird im Jahr 2050 jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein. Umgekehrt wird der Anteil der jungen Menschen weiter abnehmen. Heute sind gut ein Fünftel der Deutschen jünger als 20 Jahre, 1950 waren es etwa 30 Prozent. Für 2050 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anteil von nur noch 16,3 Prozent.
Der Altersaufbau wird sich dann innerhalb von hundert Jahren umgekehrt haben: 2050 wird es mehr als doppelt so viele ältere wie junge Menschen geben, während 1950 noch doppelt so viele Menschen unter 20 Jahre wie über 60 Jahre waren.
Zusätzlich sorgen immer bessere Lebensumstände und eine immer besser werdende Gesundheitsvorsorge und medizinische Möglichkeiten dafür, dass Menschen immer älter werden.
So wird die Lebenserwartung für im Jahr 2015 geborenen Mädchen auf ca. 83 Jahre (Jungen ca. 78 Jahre) prognostiziert. Und nach den Prognosen für die dann im Jahr 2050 geborenen Menschen, leben diese um fast 5 Jahre länger als ihre Eltern, oder schon ca. 10 Jahre länger als ihre Großeltern, die in 1990 geboren wurden.
Beide Entwicklungen werden dramatische Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, speziell auf den noch gültigen „Generationen-Vertrag“, haben. In dem bis heute festgeschrieben ist, dass die junge, arbeitende Generation die Renten ihrer Eltern und Großeltern finanziert.
Wenn wir uns darauf nicht vorbereiten, wird das bisherige System kollabieren
Jetzt könnten ja alle Beteiligten – Unternehmen, Beschäftigte, Junge, Alte, die Politik, Sie und ich – die Augen vor dieser Entwicklung verschliessen und die „Vogel Strauss-Politik“ verfolgen. Eben den Kopf in den Sand stecken und darauf hoffen, dass es schon irgendwie gut gehen und dass ja noch jede Menge Zeit bis zum Eintreffen dieser Prognose vergehen wird.
Dies ist vielleicht auch der Grund, warum die aktuelle Regierung erst einmal die Sicherung des bisherigen Rentenniveaus und das „Einfrieren“ der Rentenbeiträge und des Renteneintrittsalters nur bis zum Jahr 2025 im Fokus hat. Aber mit Nichtstun haben sich Probleme noch nie von selbst erledigt, auch wenn die zu ergreifenden Massnahmen natürlich allen wehtun würden.
Welche Möglichkeiten gibt es, welche Einbußen würden Sie akzeptieren?
Jetzt frage ich einmal Sie: Wer von Ihnen wäre zum Beispiel bereit, drei Jahre länger (bis 70) bis zum offiziellen Eintritt in die Rente zu arbeiten? Wer wäre einverstanden, dass in 15 Jahren das Rentenniveau nicht mehr bei knapp 48% sondern bei vielleicht nur noch 43% des durchschnittlichen Jahresentgelts liegt? Was würden Ihre Kinder (und Sie) davon halten, wenn die Beiträge in die Rentenversicherung in 15 Jahren nicht bei 18%, sondern bei 25% liegen würden, eigentlich müssten? Und war es eine gute Idee, vor kurzer Zeit die Rente mit 63 (bei 45 Versicherungsjahren) einzuführen?
Zahlen zukünftig auch Maschinen und Applikationen in die Rentenkasse ein?
Stand heute haben wir bereits ca. 4,7 Millionen Arbeitssuchende (Bezieher von ALG I und ALG II), denen nur ca. 1,2 Mio. an Offenen Stellen zur Verfügung stehen. Wie wären eigentlich unsere Gesellschaft und unsere Sozialsysteme darauf vorbereitet, wenn die Konjunktur nicht mehr brummen, sondern einbrechen würde? Und damit noch mehr Menschen auf solidarische und/oder staatliche Unterstützung angewiesen wären.
Oder welche Antworten könnten wir anbieten, wenn im Rahmen der Digitalisierung die Zahl der unbeschäftigten Menschen dramatisch zunehmen würde? Wenn nämlich die „einfachen“ Routine-Aufgaben immer mehr von Maschinen und Software-Applikationen übernommen und zusätzlich beim Umstieg vom Verbrennungs- auf den Elektromotor immer weniger Menschen zum Herstellen neuer Autos gebraucht werden. Und der Wegfall dieser Arbeitsplätze mit geringer Qualifikation nicht durch die neu entstehenden, im hoch qualifizierten Bereich angesiedelten Aufgaben kompensiert werden kann.
Zeit zum Handeln – Wir brauchen neue Konzepte
Wenn die geschilderten Prognosen und Annahmen auch nur zu einem kleinen Teil zutreffen, dann müssen alle Beteiligten schnellstens handeln. Nicht nur, um den „sozialen Frieden“ langfristig zu sichern und den bereits angehäuften „sozialen Sprengstoff“ nicht noch größer werden zu lassen. Neue, radikale Konzepte werden gebraucht, ein „Weiter so“ können wir uns nicht weiter erlauben. Egal, ob wir ohne Ideologien und Vorurteile das Thema „Grundsicherung für alle“, oder eine „Maschinen-/ Wertschöpfungssteuer“ diskutieren und bewerten.
Weil ja irgendjemand in die Kasse einzahlen muss, bevor ein anderer etwas herausnehmen kann. Und wenn die Einzahler immer weniger werden, dann ist die Kasse irgendwann leer. Auch deswegen traue ich dem legendären Spruch „Die Rente ist sicher“ von Norbert Blüm immer weniger. Obwohl es schon beruhigend wäre, wenn zumindest diese Prognose wenigstens im Ansatz noch stimmen würde.
Oder was meinen Sie?
Nur für XING Mitglieder sichtbar Sind Sie ein Weihnachtsfeier-Muffel?
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Hallo Frau Fö*cker,
ich möchte gern auf Ihre Fragen eingehen:
Auch bei uns gab es schon eine Weihnachtsfeier. Ich war gern dabei - nicht weil ich musste, sondern weil ich wollte.
Und es ergaben sich sehr nette und interessante Gespräche, gerade mit KollegInnen, mit denen man sonst nicht über ein "hallo" auf dem Flur hinauskommt.
Der Umgang mit dem Chef war sehr entspannt, besonders auch weil dienstliche Themen unabgesprochen tabu waren. Es gibt schließlich genügend andere Dinge, über die sich zu "schnacken" lohnt.
"Besäufnis"? Was ist das? Habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Die Weihnachtsfeier als Ritual - da mag bei manchen etwas Stress in der Adventszeit aufkommen. Die Teilnahme ist jedoch freiwillig, und wer nicht mitkommen möchte, bleibt eben zuhause.
Ich wünsche Ihnen eine stimmungsvolle Adventszeit - ob mit oder ohne Weihnachtsfeier(n).
Herzlichst
Reinhard Wiese
Ralph Kaste Halbe Urlaubstage oder halbtags frei?
Manche Mythen in der Arbeitswelt halten sich hartnäckig. Selbst in Zeiten des Internets und weitreichenden Informationsmöglichkeiten zum Trotz, gibt es teilweise sehr diffuse Vorstellungen. So auch zu möglichen Arbeitsbefreiungen am 24. und 31. Dezember. Obwohl das Problem fast alle Jahre wieder in der Diskussion steht, wird es bis heute unterschiedlich behandelt. Vielleicht ist aber dieser Fakt gerade das Problem. Eigentlich geht es schlicht und einfach darum, wie man an diesen so wichtigen Tagen frei bekommt. Muss man hierzu Urlaubstage beantragen und wenn ja, wie viele?
Oder gibt es ein Recht auf verkürzte Arbeitszeit?
Arbeitsrechtlich wäre die Sache kurz und knapp zu beantworten: Beide Tage, Heiligabend und Silvester, sind ganz normale Arbeitstage. Zumindest immer dann, wenn sie nicht auf einen Sonntag fallen. Wer dort frei haben will, der muss Urlaub nehmen. Aber da tun sich schon die ersten Fragen auf. Wieviel Urlaub muss man dafür opfern, wenn der Betrieb an diesen beiden Tagen ohnehin nur halbtags arbeitet? Gibt es überhaupt halbe Urlaubstage?
Da beide Tage nicht unter die Feiertagsregelung fallen, würde jeweils ein ganzer Urlaubstag fällig werden. Etwas anderes kann sich aber aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder aus betrieblicher Übung ergeben. Arbeiten die im Betrieb verbliebenen Kollegen also nur jeweils einen halben Tag, so ist den im Urlaub befindlichen Kolleginnen und Kollegen auch jeweils nur ein halber Urlaubstag anzurechnen. Das ergibt sich aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz.
Dem steht auch nicht entgegen, dass die gesetzliche Regelung des § 5 Absatz 2 Bundes-Urlaubsgesetz (BUrlG) vorschreibt, dass Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufgerundet werden. Von gesetzlichen Regelungen kann zum Vorteil der Beschäftigten abgewichen werden. Diese Vorschrift bedeutet aber im Umkehrschluss, dass jeweils ein voller Urlaubstag angerechnet werden kann, sofern keine betriebliche Übung zur Halbtagsregelung existiert.
Der Arbeitgeber kann auf Basis seines Direktionsrechtes auch Betriebsurlaub für den gesamten Betrieb oder Betriebsteile anordnen.
Existiert im Unternehmen ein Betriebsrat, so ist dieser zwingend zu beteiligen. In der Regel wird dann eine sogenannte Betriebsvereinbarung über den Betriebsurlaub abgeschlossen, die für alle verbindlich ist.
Auch Beschäftigten, deren Wartezeit von sechs Monaten noch nicht erfüllt ist, die also gesetzlich noch keinen Urlaubsanspruch hätten, kann dann Betriebsurlaub gewährt werden. Ansonsten müssten diese Arbeitnehmer während der Betriebsferien weiter beschäftigt werden. Die Zeit des Betriebsurlaubs wird natürlich auf den individuellen Urlaubsanspruch der Beschäftigten angerechnet.
Die Unsicherheiten beim Umgang mit Heiligabend und Silvester bleiben also nur bei den Beschäftigten weiter bestehen, deren Chef sich einer eindeutigen Regelung dieser Problematik entzieht.

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Über die Gruppe "Arbeitswelt"

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