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Daniel Stateczny Herzlich willkommen: Ihre persönliche Vorstellung & der Wegweiser für Ihre Möglichkeiten in der Gruppe und den Partnergruppen
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Ich wünsche Ihnen interessante Beiträge und Dialoge sowie gegenseitige Unterstützung. Auf ein erfolgreiches Netzwerken und eine gute Kooperation.
Bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Viele Grüße
Daniel Stateczny
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### Wegweiser: Ihre Möglichkeiten in der Gruppe & den Partnergruppen
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Kerstin Marx-Kiesinger Jan Bonitz
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Was bewegt mich das zu tun, was ich mache?
Future Work, Digitalisierung und demographischer Wandel sind drei Dinge, die Deutschland (und auch Österreich) treffen werden. Schnell alternde Belegschaften, unzureichender Nachwuchs und eine sich schnell verändernde Produktionslandschaft (z.B. 3D-Druck) und Umgebung (Digitalisierung) lassen schnell vergessen, dass das nur ganzheitlich - als Joint-Ansatz - lösbar ist.
Wie mache ich es prozessual/organisatorisch/technisch möglich, dass ältere Mitarbeiter tatsächlich bis 63,67,70(?) arbeiten können und es auch tatsächlch schaffen so lange gesundheitlich durchzuhalten?
Wie muss ich Social Media nutzen um das Recruiting zeitgemäß zu gestalten und wie schaffe ich eine (neue) Corporate Identity, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen?
Welche Workforce muss ich planen und wie weiterbilden, wenn ich demographische Faktoren/Prämissen im Unternehmen und im Standort mit einbeziehe?
Was macht mich zu einem Gewinner oder auch Verlierer der kommenden demographischen Veränderung und der Digitalisierung?
Kann mir die Digitalisierung dabei helfen? Mich unterstützen, entlasten und was muss ich tun?
Alles Fragen, die letztlich etwas in Deutschland erhalten helfen, was uns allen wichtig ist: den sozialen Frieden!
Er schafft Toleranz, Respekt und Achtung der Werte anderer. Macht Demokratie möglich, ohne Extremisten in die Hände zu spielen. Den Menschen Arbeitsbedingungen, Chancen und zuletzt auch eine Rente ermöglichen, mit der sie beruhigt in die Zukunft blicken können.
Und das ist mir wichtig. - Daran arbeite ich. - Denn daran glaube ich!
VG aus Köln
Sascha Rauschenberger
Friederike Matheis Warum werden eigentlich keine Witze mehr erzählt?
Es ist Ostern. Mein Mann legt mehrere Schichten grüner Salatblätter auf sein gebuttertes Brot und sagt grinsend: „Ich bin heute ein Hase, ich esse Hasenfutter.“ Ich verstreiche den Farmersalat auf meinem Knäckebrot und sage:“Ich bin immer ein Hase, ich liebe diesen Sellerie-Mörchensalat.- Sag einmal, erinnerst du dich eigentlich noch an die Hattu-Mörchen-Hasenwitze?“ - Er, Salatbrot kauend: „Nein, habe ich vergessen.“
Da fällt mir plötzlich auf, wie lange ich schon keine Witze mehr gehört habe. Keiner erzählt mehr Witze. Da gab es früher diese Hattu-Möhrchen-Hasen-Witze, die Blondinen-Witze, die Ostfriesen-Witze. Noch früher die Klein-Erna-Witze und die Fritzchen-Witze. Wir witzelten und lachten. Auf keiner Party, auf keinem Gruppentreffen hört man heute noch Witze.
Ich habe daraufhin einmal „Witze“ gegoogelt und da findet man solche Kategorien wie „Flache Witze“, „gute Witze“, „Lustige Witze“, „extrem kurze Witze“.
Ich habe sogar einen Hattu-Möhrchen-Hasenwitz wieder gefunden, hier diesen: „Kleines Häschen fragt die Lebensmittelverkäuferin: Hattu Milch? - Verkäuferin: Ja.- Häschen: Hattu Fettarme – Verkäuferin: Ja. - Häschen: Muttu lange Ärmel tragen.“
Die meisten neuen Witze, auch die unter den sogenannten „Guten Witzen“ gesammelten, befassen sich mit Unterleibsthemen.
Als wir so ungefähr 15, 16 Jahre alt waren, damals in der Zeit, als in den Kinos die Helga-Aufklärungsfilme erschienen und der jung-politische Spruch kursierte: „Wer zweimal mit demselben pennt, gehört schon zum Establishment!“, erzählten sich die Mädchen in unserer Klasse natürlich auch Witze, die irgendwie mit Sexualität zu tun hatten und wir kicherten hinter vorgehaltenen Händen. Einen braven Witz aus dieser Zeit erinnere ich noch: „Im Deutschunterricht erfahren die Schülerinnen, dass zu einer guten Story immer vier Komponenten gehören: Religion, Adel, Sex und ein Geheimnis. Nach diesem Schema soll der nächste Aufsatz geschrieben werden. Anna schreibt los und ruft nach zehn Minuten: Fertig! - Wieso, das kann doch nicht sein, sagt die Lehrerin.- Doch, fertig! - Anna gibt ihr Blatt ab. Die Lehrerin liest: Oh Gott, stöhnte die Prinzessin. Ich glaub, ich bin schon wieder schwanger. Wenn ich bloß wüsste, von wem.“
Als ich meinen ersten Ehemann kennenlernte, gingen wir viel auf Parties. Das was man heute „feiern“ nennt. Er war immer einer der beliebtesten Gäste, weil er urkomisch und wirklich witzig Witze erzählen konnte. Immer lachten sich alle halbtot. „Peter erzähl einen Witz!“ Er schmückte seine Witze derart phantasievoll und witzig aus, dass auch ich, die diese Witze zum 'zigsten Mal hörte, immer wieder lachen musste. Diese ersten Jahre unserer Ehe haben wir viel gelacht. (Das Ende unserer Ehe war dann ein schlechter Witz, über den ich erst Jahre später lachen konnte, aber das ist eine andere Geschichte.)
Lachen ist ja so gesund! Wirklich, das ist keine Witz: Menschen, die viel lachen, leben länger. Außer, wenn sie Witze beim Fischessen erzählen und ihr Lachen ihnen zusammen mit einer Fischgräte im Halse stecken bleibt. Lachen bewirkt unter andrem einen wunderbar heilsamen Hormoncocktail im Gehirn.
Das hier schreibt die AOK im Netz: „Lachen macht gesund: Frust adé: ab morgen regelmäßig lachen. Unsere Linktipps für gemeinschaftliches oder therapeutisches Lachen helfen Ihnen weiter. Lachclubs und Lachseminare : Lassen Sie das Zwerchfell beben, Tränen rollen und Gesichtsmuskeln zucken: Lachen Sie einfach nach Herzenslust und lernen Sie andere "komische" Gemüter kennen. Hier finden Sie Lachschulen und -clubs oder Seminare für Lachyoga in Ihrer Region sowie in ganz Deutschland...“
Ja, wir Deutschen? Haben wir das Lachen und Witze erzählen schon so verlernt, dass wir das im Rahmen der Erwachsenenbildung und Gesundheitserziehung neu lernen müssen?
Man kann aber auch einfach die gesammelten alten Loriot-Sketche auf CDs erwerben und wiederholt und kostengünstiger ordentlich durchlachen. Zum Beispiel wie ein Ehepaar einen Witz erzählt, oder wie die Ehefrau das viel zu hart gekochte Viereinhalb-Minuten-Frühstücks-Ei verteidigt. Erinnern Sie sich?
Als ich meinen zweiten, heutigen Ehemann kennenlernte, erzählte er mir bei unserem ersten Waldspaziergang Witze. Irgendwie haben Liebe und Lachen doch etwas miteinander zu tun, scheint mir. Bei mir jedenfalls.
Einer dieser Witze, den er mir mit einem mich erheiternden Akzent erzählte, ging so: “ In einen Gebrauchtwarenhandel für Gehirne kommt ein verkaterter Mann und sagt: Guten Tag, ich habe solche elende Kopfschmerzen, ich brauche ein neues Gehirn. Was haben Sie denn im Angebot? Der Verkäufer zeigt auf verschiedene Gläser mit in grünem Alkohol konservierten Gehirnen verschiedener Größe: Hier ist ein französischen Gehirn, das kostet 200€, das hier ist ein amerikanisches Gehirn, das kostet 300€ und das hier ist ein deutsches Gehirn, das kostet 500€. - Der verkaterte Kunde fragt: Ja, warum ist denn das deutsche Gehirn so viel teurer als das französische und das amerikanische? Na ja, sagt der Verkäufer, der Franzose hatte zu viel Rotwein getrunken, der Amerikaner konnte keine Fremdsprachen und das deutsche Gehirn ist kaum benutzt, praktisch wie neu!“
Nun kann man nicht wirklich sagen, dass die Gehirne von uns Deutschen nicht genug denken würden, vielleicht denken wir sogar zu viel, aber nicht unbedingt immer das Richtige? Vielleicht kann man den Witz umarbeiten dahingehend, dass das Deutsche Gehirn viel denkt und wenig lacht, also in dem Sinne, dass der deutsche Ernst eben teuer ist.
Gegen zu viel deutschen Ernst habe ich übrigens eine nette kleine, aber wirkungsvolle Übung für Sie. Diese Übung geht so: Machen Sie einmal ein ernstes Gesicht. Jetzt. Ganz ernst, noch ernster. Ja und jetzt noch, noch, noch ernster! So ernst wie Sie nur können und dann noch ein bisschen mehr!
Wenn Sie jetzt nicht in prustendes Lachen ausgebrochen sind, haben Sie diese Übung nicht richtig gemacht! Dann machen Sie sie jetzt einmal „echt im Ernst“.
Hat es jetzt funktioniert? Nichts ist so komisch, wie wenn man herzlich über die eigenen, übertriebenen „Rollen“ lacht. Über sich selbst zu lachen ist unglaublich befreiend.
Spielen Sie einmal „die Beleidigte“. Oder „den Besserwisser“. Und dann übertreiben Sie dieses Rollenspiel ganz, ganz stark, so stark, dass Sie lachen müssen.
Das ist gesunder Humor: über sich selbst zu lachen.
Über Andere zu lachen ist da schon etwas gefährlicher. Der Humor zu Lasten Anderer geht oft über Ironie, Sarkasmus, Schadenfreude. Und kann im Zynismus enden. Humor, der andere verletzt, der andere demütigt, ist nicht so gesund. Ich hatte einmal einen Klienten, einen erfolgreichen und natürlich sehr eloquenten Juristen, der ein Persönlichkeitstraining bei mir machte. Anlass war, dass er so unglücklich und unzufrieden über seine Umgebung war. Seine Nachbarn, seine Mitarbeiterinnen, seine Bekannten, alle waren so ernst und übellaunig. Gleich beim ersten gemeinsamen Mittagessen fiel mir auf, dass er sich laufend mit echt komischem, aber beißendem Humor über Leute lustig machte. Seine Ironie war durchaus geistreich und witzig. Ich fragte ihn, ob er über sich selbst auch derart komisch herziehen könne, ob er auch sich selbst so komisch und lächerlich finden könnte. Konnte er erst einmal nicht. Am Ende des Trainings konnte er es. Kurze Zeit nach dem Training schrieb er mir aus seinem Heimatort, dass die Leute dort wie verwandelt seien. Nie vorher hätte er so viele Leute lächeln und lachen sehen.
Wenn wir uns nicht so total ernst nehmen würden - wir wären manches Mal lustiger, fröhlicher und nicht so lächerlich. Lächerliche Leute, oft Politiker, werden zu köstlichen Opfern von Satirikern, Kabarettisten und Berufskomikern. Deren Stilmittel, politisch und gesellschaftlich bekannte Personen durch den Kakao zu ziehen, ist Ironie, manchmal bitterböse Ironie. Da gibt es aber auch wirklich Politiker, die gerade dazu einladen, sie als den unbewussten Polit-Clown zu entlarven, den sie in ihrem clownesken, karierten Jackett und ihrem selbstgefälligen Lachen oder ihren gefärbten (nein gar nicht gefärbten!) Haaren der Presse bieten.
Gerade gegenwärtig haben wir ja genug politische Clowns zu bedauern, leider auch zu befürchten, im Westen wie im Osten, da kann einem wirklich das Lachen vergehen, wenn man sich überlegt wie viel Schrecken und Leid diese Witzfiguren mit ihrer Machtfülle ausrichten können. Schlechte Witze sind das. Da mutet so ein deutscher Großkarierter wirklich harmlos an, auch wenn er in seinem Ministerium Entscheidungen treffen und umsetzen durfte, die den deutschen Steuerzahlern und deutschen Verbraucher viele unnütze Millionen kosten. Auf der Weltbühne gibt es wohl gerade nicht so viel zu lachen. Gut, dass wir Comedy, Kabarett und Satire haben, die uns wenigstens ab und zu lachend zum Nachdenken anregen. Wenn einer über andere lacht, der auch über sich selbst lachen kann, wie zum Beispiel Oliver Welke in seiner „Heute show“, oder Urban Priol, der bissig-intelligent, ironisch und leidenschaftlich in seiner „Anstalt“ gesellschftliche und politische Missstände aufgezeigt hat.
Aber nein, jetzt werde ich ja selbst ironisch und viel zu ernst. Soooo ernst. Noch ernster – und noch ein bisschen ernster! Bis ich lachen muss.
Und hier noch ein ganz alter Witz: „Sitzen sich zwei Bekannte im Zugabteil gegenüber. Der eine packt für die lange Reise gut gerüstet einen geräucherten Fisch aus und beginnt daran zu nagen. Der Mann gegenüber hat an Reiseproviant nicht gedacht und fragt schüchtern den Essenden: Sag einmal, ich habe auch Hunger, würdest Du mir etwas abgeben? - Ja, gerne, sagt der gut Versorgte. Ich gebe Dir den Kopf. Das ist das Beste am ganzen Fisch. Du musst die feinen Bäckchen unter den Augen und die Augen essen. Die Augen ganz besonders. Wenn du die Fischaugen isst, das macht schlau und klug. Der Hungrige nagt den Fischkopf ab und ist ganz schnell fertig, während der Andere immer noch am Fischfilet nagt. Da bemerkt der Hungrige: weiß....
Grit Schmidt Ursula Niehues
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Ich musste neulich im vollbesetzen Regionalzug die ganze Zeit stehen. Als der Schaffner kam sagt ich Ihm: " Sie habe es gut, Sie können Ihr Leben in vollen Zügen genießen."
Christine Walker Der kleine Unterschied zwischen Karrieristen und Führungskräften
Erfolgreiche Frauen versuchen, ihren Job unternehmerisch zu lösen. Will heißen: Sie betrachten die Aufgabe aus Sicht des Unternehmens und stellen sich nicht die Frage: Was bedeutet das für mein Fortkommen, sondern was bedeutet das für meine Firma.
Aufgaben aus der Perspektive des Arbeitgebers zu sehen, liegt nicht in der Natur der meisten männlichen Angestellten. Sie überlegen nur, was sie bis zum Feierabend leisten müssen und wann sie wieder eine Gehaltserhöhung fordern können. Vor allem das „starke“ Geschlecht ist eher auf das eigene Wohlergehen fokussiert und überlegt ständig, wie sie eigenes Kapital aus ihrem Job schlagen können. Frauen sehen das meist anders. Sie wissen, es ist nicht nur wichtig was das Unternehmen für sie tun kann, sondern fragen: Was kann ich für das Unternehmen tun?
Was kann ich für mein Unternehmen tun?
Der richtige Weg dahin ist, die Chefin oder den Chef beziehungsweise das Unternehmen nicht als höhere Hierarchie, sondern als Kunden wahrzunehmen. So ist es ja auch: Die Firma zahlt mich für geleistete Arbeit und Ergebnis. Und je besser das Ergebnis ist, umso besser müsste auch logischerweise die Bezahlung sein. Also geben weibliche Mitarbeiter meist das Beste was sie zu bieten haben. Denn sie wissen, dass auch sie davon profitieren, wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich gut geht. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass auch Unternehmen und ihre Personalverantwortlichen sich wie Kunden verhalten sollten. Also: Je mehr Nutzen der Arbeitnehmer liefert, umso besser seine Entlohnung – unabhängig vom Geschlecht.
Rahmenbedingungen müssen geprüft werden
Gesetzlich wird nun der Versuch gemacht, das gleichzustellen. Aber ist es nicht ein schlechtes Zeugnis für Unternehmer und Unternehmen, dass erst solche Maßnahmen eingezogen werden müssen? Und das, was die neue Überprüfungsrichtlinie bezüglich der Gleichstellung bei den Löhnen und Gehältern regelt, ist ja nur die Spitze des Eisbergs.
Frauen arbeiten meist unter Mehrfachbelastung (Haushalt, Erziehung, Pflege, um nur einige Stichworte zu nennen). Auch das muss gleichgestellt werden. Dafür hat nicht nur der Gesetzgeber zu sorgen, auch das private Umfeld ist hier gefordert, sich umzustellen. Eine Auffrischung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen muss her, um hier die Aufgaben gerecht zu verteilen. Doch auch in Partnerschaften müssen vielleicht die alltäglichen Aufgaben neu verteilt werden. Männer und Frauen sollten hier an einem Strang ziehen. Das kann klappen. Die Topmanagerinnen sagen unisono, dass ihre Ehemänner Partner auf Augenhöhe sind. Das ist doch ein gutes Beispiel für die Partner. Doch auch im betrieblichen Umfeld sollten die männlichen Mitarbeiter ihre Einstellung überprüfen und sich auf den Erfolg des Unternehmens und nicht auf sich konzentrieren. Dafür hat man sie ja schließlich eingestellt.
Es muss nämlich aufhören, dass Frauen, weil sie es besonders gut machen, sich ausnutzen lassen oder gar sich selbst ausnutzen. Ist das so, kann ich versprechen:
Ist das Umfeld gerecht, kann das ein großer Motivationsfaktor für ihre Arbeit
und damit für das Unternehmen sein.
Mira Christine Mühlenhof Was wir von einem Zinnschmied lernen können
Ein Zinnschmied war zu Unrecht ins Gefängnis gesperrt worden und auf scheinbar wunderbare Weise daraus entkommen. Jahre später wurde er gefragt, wie ihm die Flucht gelungen sei. Er erzählte: Seine Frau, eine Weberin, hatte den Bauplan seines Zellenschlosses in den Teppich eingewebt, auf dem er fünf Mal täglich seine Gebete verrichtete.
Als er erkannt hatte, dass das Muster im Teppich seine Zelle darstellte, traf er mit seinen Gefängniswärtern eine Absprache: Sie sollten ihm Werkzeug besorgen, und er würde kleine Kunstgegenstände herstellen, die sie mit Gewinn verkaufen konnten.
Aber er benutzt das Werkzeug auch, um einen Schlüssel herzustellen, der ihm eines Tages die Flucht ermöglichte. Die Moral dieser Geschichte: Wenn wir nur den Bauplan des Schlosses kennen, das uns eingesperrt hält, können wir auch den Schlüssel anfertigen, der es öffnen wird.“ (Maitri 2001, S. 13).
Wenn wir bei dieser Metapher bleiben: Wir selbst wissen nicht genau, was uns davon abhält, dauerhaft das Gefühl des Flow zu empfinden - ebenso wie der Zinnschmied nicht wusste, wie er seiner Gefängniszelle entkommen könnte. Er benötigte die Unterstützung seiner Frau.
Und Mitarbeiter benötigen ihre Führungskräfte (oder externen Rat), um aus ihrem Gefängnis entfliehen zu können! Mitarbeiter (und ihre Vorgesetzten wahrscheinlich auch) versuchen, eine innere Zufriedenheit dadurch zu erlangen, dass sie sich ihre (bewussten) Wünsche erfüllen. Das klappt ja meistens auch. Doch mit einem dauerhaften Gefühl von Zufriedenheit sieht es wahrscheinlich eher mau aus. Eben weil nach der Befriedigung eines Wunsches sofort ein neuer auftaucht.
In meinem Buch über die Geheimnisse der Intrinsischen Motivation habe ich aufgezeigt, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter dauerhaft in den Flow bringen können. Selbst wenn dieser Zustand nicht lange anhält (was ja das Prinzip dahinter zu sein scheint), haben sie damit doch den Schlüssel zu einer nachhaltigen Motivation ihrer Mitarbeiter in der Hand, denn diese können den Zustand des Flow durch eine entsprechende Führung immer wieder erreichen.
Das ist doch mal eine positive Definition von Hamsterrad, nicht wahr? :-))
Stephan Pust WERTSCHÄTZUNG als Wertschöpfung Teil I
Führungskräfte insbesondere der sog. "mittleren Führungsebene" die sie fragen, fragen, welchen Begriff sie mit "betrieblicher Wertschöpfung" assoziieren, antworten nach meiner Erfahrung in der Regel mit Aussagenwie "Steigerung der Effizienz von Prozessen", "Business Process Reengeneering" oder "Lean Management".
Überlegungen, welchen Beitrag eine wertschätzende Führungskultur zu einer Steigerung der Wertschöpfung beiträgt, werden hingegen häufig noch immer nicht hinreichend beachtet.
Im Mittelpunkt einer wertschätzenden Führung steht aus meiner Sicht der Gedanke, dass Arbeitsbedingungen so zu gestalten sind, dass Mitarbeiter*innen aus eigener Überzeugung ihre volle Motivation in die Arbeit einbringen.
Was hindert nun aber Führungskräfte daran, sich gegenüber ihren Mitarbeitern unabhängig von deren Leistung wertschätzend zu verhalten? Hier sind zwei wesentliche Aspekte zu betrachten:
1. Die meisten Führungs- und Belohnungssysteme in Unterenhmen sind auf die
Bewertung und Honorierung von Leistung ausgelegt.
2. Die fehlende Reflektion der innere Haltung und das Bild, das Führungskräfte von sich selbst und ihren Mitarbeitern haben, führen häufig zu nicht funktionierenden Beziehungen zwischen Führungskraft und Mitarbeitern
Viele Grüße
aus der Übermorgenstadt Oldenburg
Stephan Pust
Hans-Jürgen Schäfer Thomas Mayer Odilia Plietker
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Joan Hinterauer Überlastet die Agilitäts-Lok die Organisation?
Gibt es noch jemanden, der heutzutage nicht über Agilität spricht? Bringen Scrum, Holacracy, Management 3.0 – um einige zu nennen – die heile Welt in unsere Firmen? Was versprechen sich die Unternehmer und was wünschen sich die Mitarbeiter?
Auf einer Abendveranstaltung in München stellt Gebhard die Geschichte und Erkenntnisse von seinem Kunden Heiler vor. Die Firma arbeitet seit über einem Jahr ohne formale Führungskräfte. Solche Fallbeispiele ziehen Menschen an, die mehr Agilität in die Unternehmen bringen wollen. Vor der Präsentation steht Gebhard bei einer Gruppe von Teilnehmern, die sich über die Anwendung agiler Methoden austauschen. Als Gebhard sich dazu stellt, spricht gerade der Geschäftsführer eines Mittelständlers:
Mich fasziniert die Erhöhung der Produktivität, die man mit Scrum erreicht. Die Teams setzen zügiger um als bisher. Wir bekommen viel mehr in kürzerer Zeit gewuppt. Bestens. Dennoch hab ich den Eindruck, unseren Mitarbeitern schmeckt das nicht.
Ein Trainer für agile Methoden fixiert den Geschäftsführer. Er fragt ihn.
Was haben Sie denn außer Scrum noch verändert?
Der Unternehmer lächelt schief.
Reicht das nicht? Es war schon eine riesen Anstrengung die Teams in Scrum zu schulen. Die ganzen Rollen zu besetzen usw. Fehlt da noch was?
So wie dem Chef geht es vielen. Sie sehen in der Agilität vornehmlich die Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit. Und damit einhergehend mehr Produktivität. Das ist ihre Antwort auf das zunehmend dynamische Umfeld von Mark, Innovation, Automatisierung, Globalisierung etc.
Doch stimmt das? Reicht uns die höhere Taktzahl? Wir zweifeln daran.
Der ICE ist das Prunkstück des deutschen Personenverkehrs auf der Schiene. Sein Bordpersonal sind in unserem Bild wie die operativen Mitarbeiter eines Unternehmens. Ihr Expresszug bringt die Kunden – ihre Passagiere – vergleichsweise schnell von A nach B. So wie sich die Arbeit in bekannten, mehr oder weniger funktionierenden, hierarchisch geprägten Strukturen erledigt. Die Deutsche Bahn freilich, steht in unserem Bild für das Management an sich. Wie für die Führung von Unternehmen ist es auch der Bahn ein wichtiges Anliegen, die Passagiere schneller als bisher von A nach B zu bringen.
Sie ist überzeugt, in Zeiten, in denen Amazon mancherorts bereits am selben Tag liefert, erwarten die Kunden genau das auch von ihnen.
Was also rettet die Deutsche Bahn im digitalen Zeitalter? Wenn alles andere zu aufwändig erscheint, auf jeden Fall eine stärkere Zugmaschine! Wir packen nochmal 1.000 PS drauf. Die Höchstgeschwindigkeit steigt um 80 km/h. So ähnlich wirken agile Methoden in vielen Firmen. Sie verstärken die Leistung der operativen Einheit. Agile Teams verhelfen, teils crossfunktional aufgestellt, der Firma zu neuer Höchstleistungsfähigkeit.
In einem staatstragenden Event stellt die Bahn ihr neues Zugpferd vor. Spricht von den unglaublichen Leistungsparametern, die jetzt möglich sind. Kaum eine Stunde später kommt die erste widersprechende Medienmeldung:
Es kann ja gut sein, dass die Lok dazu fähig ist. Leider gibt es in ganz Deutschland keine längere Schienenstrecke, die solche Geschwindigkeiten aushält. Und auch die vielen Bahnhöfe verringern die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich. Unterm Strich, kommt die Bahn zwar 30 Minuten schneller in Hamburg an. Die Ursache dafür findet sich allerdings eher im Weglassen von den Zwischenstopps in Kassel und Göttingen, denn in den Leistungsdaten des neuen Zugs.
Ganz ähnlich passiert es in Firmen, die Agile Konzepte und Methoden in die bekannte Infrastruktur setzen. Klar, wenn sie auch noch zwei Managementebenen abschaffen, sieht es erst einmal nach höherer Geschwindigkeit aus. Tatsächlich ist alles beim Alten. So wie die Bahn schon zwei Wochen nach der Tauffeier wieder im Alltag der Störungen, des überholten Schienennetzes, der Verspätungen, der Forderungen von Göttingen, dort wieder zu halten etc. ankommt. So verschwindet die Effizienz von agilen Methoden mit dem Abklingen der Einführungseuphorie.
Das ganze kann noch schlimmer werden, wenn man die Passagiere auf den Bahnstiegen befragt und wiederholt den Kommentar hört: Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist mir weniger wichtig, als dass die Bahn endlich mal ihre Fahrpläne einhält. Diese Zuverlässigkeit würde mir viel mehr helfen.
Insgeheim passiert noch etwas. Mit der leistungsfähigeren Lok kommt die Bahn der Grenzbelastung ihrer Infrastruktur näher. Spart man es sich, die Strukturen mitzuentwickeln oder zumindest zeitnah nachzuziehen, steigt mit jeder Steigerung der operativen Maschine die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall. Irgendwann stellt sich nur noch die Frage: Wann passiert es. Die Frage, ob es passiert ist längst beantwortet.
Wir sehen die Implementierungswelle von agilen Methoden ähnlich kritisch. Durch die Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit wird es für Firmen immer schwieriger, die Organisation in den strukturellen und strategischen Ebenen auf sicheren Gleisen zu behalten. Die Gefahr, das Unternehmen in der Spannung zwischen agilem Operieren und mechanistischem Steuern an die Wand zu fahren, steigt rasant an.
Die Deutsche Bahn und das agile Unternehmen machen denselben Fehler. Sie beschleunigen den ICE / die Firma auf der Ebene von Konzepten und Methoden. Sie vergessen, dass die Erhöhung der Geschwindigkeit auf operativer Ebene, ohne Veränderungen auf der strukturellen und strategischen Ebene, sich zu einer existenziellen Bedrohung auswachsen kann. Um mit der rasanten Geschwindigkeit sinnvoll umgehen zu können muss sich jeder Teil der Bahn mit der Zugmaschine und ihrem Personal weiterentwickeln. Was das heißt, zeigen Antworten auf folgende Fragen:
Kennt jeder im Unternehmen die der Kultur zugrunde liegenden Denk-Modelle?
Stützen die Strukturen und Strategien diese grundlegenden Denk-Modelle?
Passen die im Alltag angewandten Konzepte, Methoden und Werkzeuge zu den Denk-Modellen?
Es ist entscheidend, dass Mitarbeiter bei agiler Produktivität auch die Verantwortung für strukturelle und strategische Entscheidungen übernehmen wollen und können. Das verlangt den Aufbau ganz anderer Kompetenzen. Sie sind nur sehr selten Bestandteil eines Scrum-Trainings. Auch nur wenige Agile Coaches berücksichtigen diesen Blickwinkel.
Denn er braucht Klarheit über die grundlegende Andersartigkeit dieser Organisationen. Und zwar bevor Sie sich als Geschäftsführer mit Ihrem Unternehmen mit der agilen Transformation einlassen. So wie die Deutsche Bahn zuerst wissen sollte, wie sie die Gleisstrukturen, Bahnhöfe und Fahrplanstrategien für eine höhere Geschwindigkeit anpasst, lohnt der Invest in eine neue Lok und die Ausbildung der Zugführer. Dann kommen auch die Passagiere wieder zufrieden von A nach B.
Was wäre Ihnen augenblicklich wichtiger:
Die Deutsche Bahn bringt zuallererst leistungsstärkere Zugmaschinen auf die Schiene und bildet ausreichend Personal aus, um damit umzugehen. Anschließend schaut sie, wie viel Geld noch übrig bleibt, um das Netz an die neuen Möglichkeiten anzupassen.
Die Deutsche Bahn ist zuallererst pünktlich und zuverlässig. Anschließend sucht sie nach Möglichkeiten, innerhalb dieser Rahmenbedingungen die Verbindungsgeschwindigkeiten zu erhöhen.
Wir verhelfen Unternehmern zur Klarheit in der Frage: Verfolgen wir mit unserem Unternehmen Strategien und stellen wir Strukturen bereit, in denen agile Konzepte und Methoden Leistung steigern, ohne die Firma zu zerreißen?
Setzen auch Sie Ihre Vergangenheit zurück, gehen Sie raus ... und nehmen Sie an der Perspektivreise Mittelstand teil.
Gebhard Borck & Joan Hinterauer

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Über die Gruppe "Arbeitswelt"

  • Gegründet: 01.05.2016
  • Mitglieder: 57.619
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