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ASQS - Austrian Society for Quality and Safety in Healthcare

Willkommen bei der Österreichischen Fachgesellschaft für Qualität und Sicherheit im Gesundheitswesen! www.asqs.at

Wolfgang GLIEBE Das Thema Patientensicherheit hat in den letzten Jahren im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Anbei eine Studie zu Systematic implementation of clinical risk managemement
Zusammenfassung
Ziel:
Das Thema Patientensicherheit hat in den letzten Jahren im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Nationale und internationale Strategien wurden entwickelt, um die häufigsten Risiken, die während des Behandlungsprozesses auftreten können, bestmöglich zu vermeiden. In diesem Kontext nimmt das Klinische Risikomanagement (KR) eine wichtige Rolle ein, um Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bearbeiten. Die Implementierung des KR in bestehende Routineprozesse innerhalb eines komplex organisierten Krankenhauses ist jedoch eine Herausforderung, da organisatorische Veränderungen mit einem Top-down Ansatz in der Vergangenheit oft nicht funktionierten. Unser Ziel war es daher, eine gewisse Anzahl an Risikomanagern auszubilden, um das Thema KR im Bottom-up Ansatz aufzubauen.
Methodik:
Um das primäre Ziel der Implementierung des KR zu erreichen, wurden fünf Stoßrichtungen entwickelt und konsequent verfolgt: Unternehmensführung, Risikomanagement-Training, Prozess KR, Information und Beteiligung. Einen großen Anteil am Prozess KR nahm die Ausbildung von Risikomanagern in jeder Organisationseinheit ein. Die Größe des Krankenhauses berücksichtigend, war die Ausbildung von zumindest 1 % der Mitarbeiter im KR vorgesehen, um das Thema wie auch die Verbesserungsmaßnahmen in Bezug auf Qualität und Sicherheit angemessen zu verbreiten. Gemäß Roll-out-Plan wurde das KR in jeder Organisationseinheit eingeführt und Risiken wurden identifiziert.
Ergebnisse:
Neben Änderungen in der Unternehmensführung wurde ein krankenhausweiter KR-Prozess mit insgesamt 158 ausgebildeten Risikomanagern eingeführt, dies entspricht 2,0 % der Mitarbeiter. Risikomanager sind auf allen Organisationseinheiten vorhanden und identifizierten insgesamt 360 operative Risiken. Davon wurden 176 Risiken als strategische Risiken bewertet und zu Top-Risiken gruppiert. Zusätzlich wurden neue Meeting-Strukturen und Möglichkeiten zum Informationsaustausch eingeführt. Bislang wurden 31 Organisationseinheiten im KR extern auditiert.
Schlussfolgerung:
Der eingeführte KR-Prozess ist einzigartig in seiner Ausprägung, Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen wurden ausgebildet und identifizierten potentielle Risiken. Ein Netzwerk von Risikomanagern unterstützt den zentral gesteuerten KR-Prozess. Die kollegiale Führung, die Medizinische Universität, die Mitarbeiter der Kliniken und das Management unterstützen das KR. Im Krankenhaus führte der KR-Prozess zu spürbaren Veränderungen hinsichtlich der Patientensicherheitskultur. In den kommenden Jahren konzentrieren wir uns darauf, die Mitarbeiter auch weiterhin im KR einzubinden, um nationale und internationale Patientensicherheitsinitiativen umzusetzen.

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "ASQS - Austrian Society for Quality and Safety in Healthcare"

  • Gegründet: 16.11.2014
  • Mitglieder: 16
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 6
  • Kommentare: 0