Problems logging in
Daniela Lozano Costa Ready or not - Industrie 4.0 kommt (trotzdem)
Es gibt diese wunderbare und auf den ersten Blick recht infantil wirkende Umparken-im-Kopf-Plakatwerbung, die besagt, dass eine Hummel aus Sicht der Physiker unmöglich fliegen kann, währenddessen dies der Hummel ziemlich egal ist. Sie fliegt nämlich trotzdem. So ähnlich verhält es sich mit der Industrie 4.0 und der Bereitschaft europäischer Industrieunternehmen, sie endlich und nachhaltig willkommen zu heißen. "The fourth industrial revolution is already on its way. Revolutions are fast, disruptive and destructive. And there is no going back. Industry 4.0 will be an answer to the challenges lying ahead." So provokativ und vielleicht auch ein wenig plakativ (und da wären wir wieder bei Opels genialen Teasern zur Imagekampagne) liest man es in INDUSTRY 4.0 - The new industrial revolution How Europe will succeed, eine von der Consulting-Gesellschaft Roland Beger herausgegebenen Studie zum Thema Industrie 4.0.
Untersucht wurden dabei zahlreiche Aspekte, was die Bereitschaft und Vorbereitungen der Industrieländer hinsichtlich der neuen industriellen Revolution angeht. Das Fazit ist fast schon vernichtend: Innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte verloren die westeuropäischen Industriestaaten über 10 Prozent ihrer industriellen Wertschöpfung, während in den Emerging Markets eine Verdopplung dessen auf nun rund 6,5 Billionen Euro stattfand, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht, während der westeuropäische von 36 auf 25 Prozent sank.
Um diesen Rückstand überhaupt wieder wettmachen zu können, so der Report, müssten die europäischen Unternehmen in den nächsten Jahren insgesamt 1,35 Billionen Euro - und damit 90 Milliarden Euro jährlich - investieren, um letztlich eine führende Rolle in Sachen Industrie 4.0 übernehmen zu können.
Stolpersteine, Visionen und ambitionierte Ziele
Welche Hindernisse müsste die europäische Industrie dafür überwinden? Roland Berger Strategy Consultants zufolge in erster Linie starre und traditionelle Politik. Um das ambitionierte Ziel von 20 Prozent industrieller Wertschöpfung zu erreichen, bedarf es einer Roadmap. Als erster Schritt müssen dabei die Bedingungen für ein Industrie 4.0-Ökosystem geschaffen werden - und zwar von den europäischen Staatslenkern, die dieses Thema zur Chefsache machen müssen. Dann folgt die konkrete Umsetzung - durch Forschung, Implementierung und durch ein Miteinander von Wirtschaftd Politik, die sich zu Netzwerken und Clustern formen. Am Ende schließlich steht der Durchbruch in Form des schrittweisen Übergangs zur Industrie 4.0 mit festem Blick auf höhere Flexibilität, Wettbewerbsfähigkeit und Kosteneffizienz.
Aktuell sieht es jedoch noch nicht danach aus. So kommen beispielsweise in Deutschland 273 Industrieroboter auf 1.000 Angestellte, wobei dies die Spitzenposition ist. In Portugal zählt man nämlich nur 35. Oder auch ein Vergleich der Beschäftigungsrate im Technologiebereich und in wissensintensiven Wirtschaftszweigen. In Finnland beträgt die Quote 44 Prozent, in Frankreich und Italien gerade einmal 20.
Insgesamt geht es also um eine gemeinsame Agenda bzw. deren Setting und darum, die Lücke von gut 6 Millionen qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Industrie bis 2030 zu schließen - und damit den Vorsprung der Emerging Markets zu verkürzen.
Dass es dennoch auch europäische Unternehmen sind, die mitunter den Ton angeben, zeigt der RB INDUSTRY 4.0 READINESS INDEX, eine Art Matrix, die die Europäischen Wirtschaftsnationen in vier Sektoren unterteilt: Frontrunners, Traditionalists, Hesitators und Potentialists. Während der ersten Gruppe neben Deutschland auch Irland, Schweden und Österreich angehören, finden sich in der zweiten Gruppe Länder aus Osteuropa.
Die dritte Gruppe beinhaltet Staaten aus Süd- und Südosteuropa, während die letzten Gruppe von Ländern wie Frankreich und Großbritannien "bewohnt" wird. So wundert es nicht, dass die Pioneers of Industry 4.0 Unternehmen wie Siemens und Trumpf auf deutscher und Rolls Royce und Dassault Systèmes auf britischer bzw. französischer Seite sind.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: d.lozanocosta@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Daniela Lozano Costa
Janic Keim DC-Quellen, AC-Quellen, Elektronische Lasten, DC- Quellen mit intergrierter Last, Quellen/Senke mit Netzrückspeisung ...
Unsere Anwender schätzen den direkten Kontakt zu unseren Entwicklern und sind überzeugt von der schnellen Unterstützung bei der Integration unserer Laborstromversorgungen in ihre Applikation. Dies ermöglicht unseren Kunden ein kurzes time to market Fenster Ihrer Produkte. https://www.et-system.de/de/index.html
Evelyne Hett Lean Management – Für Unternehmen ist es an der Zeit abzuspecken!
Der Körper im Bikini-Modus: der Traum der Menschheit – doch statistisch erreicht gerademal die Hälfte der mitteleuropäischen Bevölkerung das Normalgewicht – ganz zu schweigen vom Idealgewicht. Warum?
Der Weg zu den Traummaßen scheint steinig und erfordert Willen und Durchhaltevermögen: Angefangen von dem selbstkritischen Blick auf die Waage (Istzustand), über eine realistische Zielsetzung im Wochenrhythmus (operative Planung) sowie der langfristigen Zielsetzung (strategische Planung), die Auswahl der Regeln und Vorgaben für die Diät, die Umsetzung durch Einhaltung des Ernährungsplans und schließlich die Überprüfung, Kontrolle und Anpassung der Zielvorgaben.
Das gängige Schönheitsideal steht für eine vitale, gesunde und disziplinierte Lebensweise und der Erfolg wird die Mühen wert sein und Disziplin wird sich früher oder später auf der Waage bemerkbar machen und jedes Erfolgserlebnis wird die Einhaltung möglicherweise unbequemer Regel rechtfertigen. Positiver Nebeneffekt: Die neuen Gewohnheiten motivieren und – hat man sich erstmal daran gewöhnt - werden sie schnell zum Alltag und man findet Freude am bewussten Umgang mit Ernährung und den Auswirkungen auf das soziale Leben sowie den Zugewinn an Lebenskomfort.
Schlank sein und schlank bleiben – nach der Lean Methode auch für Unternehmen ein Ansatz für mehr Qualität und weniger Komplexität!
Der Ansatz des Lean Managements ist kein anderer: Fett und damit Überschuss an Ballast wird – so oft aggressive Werbesolgans das auch versprechen - weder innerhalb weniger Wochen noch in zwei bis drei Monaten und erst recht nicht über Nacht verschwunden sein. Auch hier bedarf es einer langfristigen Umstellung – eines Wandels durch gezieltes Change Management, um die „Lean Philosophie“ in allen Bereiche zu implementieren und auf Dauer als fortlaufenden Prozess zu leben. Es werden Änderungen in möglicherweise eingefahrenen Verhaltens- und Ablaufmustern erfolgen, die anfangs ungewohnt, unbequem und anstrengend erscheinen, doch um den Erfolg zu sichern, muss eine fortwährende Umstellung gewährleistet werden.
Warum ist Lean Management – also eine schlanke Unternehmensführung – sinnvoll?
Genau wie ein schlanker Körper wird auch ein Unternehmen gesunder, flexibler und attraktiver: Durch Einsparungspotentiale, die - und das macht den Unterschied einer professionellen Umsetzung zu einer oft falsch verstandenen Rationalisierung – in allen Bereichen identifiziert und schließlich ausgeschöpft werden müssen, werden Prozesse in ihrer Umsetzung effektiver und damit zusammenhängende Kosten optimiert.
Im Fokus steht dabei die Kundenorientierung, denn das „Geiz ist geil-Zeitalter“ scheint überholt und nicht mehr der kleinste Preis, sondern der Service am Kunden werden zunehmend zum Entscheidungskriterium des Marktes. Eine genaue Identifizierung und Optimierung des Wertstroms von der Lieferung bis zum Abnehmer helfen Verschwendung, sowie Warte-, Liege – und Rüstzeiten zu minimieren. Um langfristig unsere „schlanke Silhouette“ halten zu können, werden die Prozesse laufend überprüft. In der Lean Production beschäftigt man sich vorwiegend mit dem Fluss-Prinzip, das verbesserte Abläufe mit möglichst wenig Zwischenlager und eine ideale Bereitstellung an Pufferbeständen sucht. Das in der Produktion zu integrierende Pull-Prinzip, vermindert Überproduktionen und übermäßige Lagerbestände, sowie die damit verbundenen Lagerkosten.
Ziel – und hier steht das dauerhafte Streben danach und nicht das Erreichen im Vordergrund – dieses Change Management nach Lean ist die Perfektion in Form des Null-Fehler-Prinzips, die bei jedem Mitarbeiter und der Unternehmensführung zum persönlichen Anliegen werden sollte.
Change Management nach Lean: Der Ernährungsplan zur Traumfigur
Wie bei der Diät, sind Einsicht und Wille etwas zu ändern schon die halbe Miete – aber eben nur die halbe:
Zunächst wird es von Nöten sein, die Notwendigkeit von Veränderungen auch unter allen Beteiligten bewusst zu machen, bevor die einzelnen Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert werden und eine Umsetzung der Optimierung - am besten unter Einbezug der betroffenen Mitarbeiter gefunden wird. Dabei gilt es zu beachten - wie bei einer Diät: Es gibt nicht die Patentlösung! Jedes Unternehmen ist anders und hat andere Quellen, in denen Optimierungspotenziale bestehen. Wichtig sind Disziplin und Durchhalten von neuen Regel und Abläufen, denn auch mit einer Diät, an die man sich strikt fünf Tage hält, während man sich ab dem sechsten Tag wieder mit Schweinebraten und Sahnetorte „verwöhnt“ wird kein langfristiger Effekt zu erzielen sein.
Die gute Nachricht: Sobald die ersten Erfolge sichtbar werden und damit der Sinn des Wandels spürbar wird, werden der innere wie äußere Widerstand verfliegen und die Motivation, den Weg zur Perfektion weiter zu verfolgen, von allein gehoben.
Personaltrainer und Ernährungsberater – Unterstützung im Change Management
Veränderungen sind in aller Regel mit Widerständen verbunden: Widerstände aus Angst vor dem Unbekannten, Widerstände aus fehlender Einsicht, warum Veränderungen notwendig sind, vielleicht sogar Widerstände aus Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. Genau wie bei der Ernährungsumstellung wirkt man Widerständen am besten durch Motivation entgegen. Solange die Bereitschaft zur Umstellung nicht bewusst besteht – im Falle des Change Managements in den Köpfen aller Beteiligter – wird kein langfristiger Wandel stattfinden.
Die Umstellung ist genau zu planen und laufend zu kontrollieren und anzupassen. Fehler durch „Radikalkuren“ können nicht nur bei Diäten existenzbedrohende Folgen haben.
Daher ist es oft ratsam, sich zur Unterstützung einer Umstrukturierung Hilfe zu holen: Professionelle Change Manager unterstützen die Unternehmensführung und die Mitarbeiter, wie der Ernährungscoach oder Personaltrainer den Einstieg in eine langfristige Ernährungsumstellung und können in der Startphase zum neuen Lebensgefühl durch Motivation, Mitarbeiterbetreuung und Methodenschulung den Weg zur Idealfigur begleiten und unterstützen. Im Bereich Change Management geschultes Personal sorgt für eine Umsetzung in allen Bereichen, damit die Kalorieneinsparung beim Frühstück mit Knäckebrot nicht durch zwei Stück Sahnetorte am Nachmittag aufgehoben wird. Letztendlich sind dauerhafte Erfolge nur dann zu erzielen, wenn Change Management in Form von Lean Management verstanden und gelebt wird – bei der Unternehmensführung wie bei den Mitarbeitern.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett

Moderators

Moderator details

About the group: Automation - mit Standards zum Erfolg

  • Founded: 06/09/2010
  • Members: 787
  • Visibility: open
  • Posts: 370
  • Comments: 13
  • Marketplace posts 0