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B2B-Akquise und Marketing

Marketing & Vertrieb mittels Social Media - Infos zum LinkedIn- & XING-Marketing - dazu Tipps zu Google+, Facebook, Twitter, YouTube & Co..

Markus Gehlken Warum investieren Sie so viel Geld in Ihre Homepage – und so wenig bis gar nichts in Ihr XING-Profil? Das können Sie jetzt ändern!
Täglich schaue ich mir zahlreiche XING-Profile an. Und stelle nach wie vor fest, wie wenig Wert Freiberufler, Selbständige, Entscheider oder Unternehmer auf ihren XING-Auftritt legen. In die eigene Firmen-Homepage und ggf. das Suchmaschinen-Marketing werden jährlich teilweise hohe Summen investiert – auf XING ist schon die Premium-Mitgliedschaft zu teuer und ein aussagekräftiger XING-Auftritt wird als unnötig eingeschätzt.
SOLLTEN SIE HIER NICHT UMDENKEN?
Es gibt einige Dinge, die dafür sprechen!
01. XING ist hierzulande das Business-Portal Nummer 1 mehr als 14.000.000 Mitgliedern in der DACH-Region. Bedeutet: Wenn jemand generell nach einem wichtigen Entscheider in einem Unternehmen sucht, gehört XING mit als erste Suchoption dazu. Denn fast 40 % aller Angestellten, Freiberufler, Selbständigen und Unternehmer in Deutschland besitzen mittlerweile ein Profil auf XING.
02. Nach Messen und anderen Veranstaltungen suchen Kontakte oftmals die direkte Vernetzung über XING oder LinkedIn. Ein unprofessionelles oder nicht gepflegtes XING- oder LinkedIn-Profil motiviert aber nicht dazu, die Geschäftsbeziehung zu intensivieren.
03. Sucht man nach Ihrer Person in Kombination mit Ihrem Unternehmen, findet man unter den TOP-Suchergebnissen auf Google nicht nur Ihre Homepage, sondern normalerweise auch Ihr XING- und Ihr LinkedIn-Profil (sofern jeweils für Google freigeschaltet). Auch wenn das Portfolio auf Google nicht zu sehen ist – nichtsagende und allgemeine Aussagen und Angaben im CV sind sichtbar und schmälern den ersten Eindruck!
DOCH ES GIBT NOCH MEHR GUTE GRÜNDE,
DEN XING-AUFTRITT PROFESSIONELL ZU GESTALTEN
a.) Immer weniger XING-User klicken vom XING-Profil auf die Homepage, da die Domain nur dann angezeigt wird, wenn der Profibesucher die dazugehörigen Firmen-Details im CV (den Profildetails) öffnet (sofern der Link zur Homepage überhaupt angegeben wurde). Daher ist ein XING-Portfolio als eine Art Zusatz-Homepage auf XING nahezu ein MUSS!
b.) In Zeiten von Fachkräfte- und Führungskräfte-Mangel ist der Kontakt zu qualifizierten Bewerbern und Kandidaten über XING einer der einfachsten und direktesten Optionen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Doch das Interesse wird erst dann geweckt, wenn der Bewerber bzw. Kandidat auch interessante und verwertbare Informationen in Ihrem XING-Profil bzw. in den Profilen anderer Mitarbeiter Ihres Unternehmens vorfindet. Das ist aber bei 97 & aller Entscheider-Profile NICHT der Fall!
c.) Viele Vertriebler tun sich schwer mit Kaltakquise – doch über XING gestaltet sich die Kontaktaufnahme deutlich einfacher. Allerdings: Die Quoten für Rückmeldungen und Kontaktbestätigungen sind 3 bis 5 Mal höher, wenn Sie über ein gutes XING-Profil verfügen.
ZUSAMMENGEFASST:
- Neben der Homepage ist das XING-Profil eine der Haupt-Informationsquellen für den erfolgreichen Aufbau eines Geschäftskontaktes / einer Geschäftsbeziehung
- XING- und LinkedIn-Profile sind heutzutage auch Bestandteile des Employer Brandings und sollten daher bei Marketing- und Vertriebsprozessen nicht vernachlässigt werden
- XING-Profile können wichtige Faktoren sowohl bei der Personalgewinnung als auch im Vertrieb sein – sofern Sie richtig und professionell eingesetzt werden
WAS BEDEUTET DAS NUN FÜR IHR UNTERNEHMEN?
WELCHE OPTIONEN UND MÖGLICHKEITEN HABEN SIE AUF XING?
Das finden wir gerne für Sie heraus – und zwar für eine gute Sache. In der Zeit vom 1. Oktober bis zum 30. Oktober 2018 stehe ich Ihnen (nach vorheriger Terminabsprache) kostenfrei für ein Analyse-Gespräch bzgl. des professionellen Einsatzes von XING für Ihr Unternehmen zur Verfügung.
DAUER: 45 Minuten
INHALTE: Analyse bestehender XING-Profile und XING-Aktivitäten – Empfehlungen für Maßnahmen
TIPPS: Whitepaper und weitere Hinweise im Nachgang kostenfrei dazu
UND DER PREIS DAFÜR?
Den bestimmen Sie selbst! Denn ich möchte für das 45-minütige Telefonat kein Honorar, sondern freue mich über eine freiwillige Spende für unseren SCHAKI e.V. – Deutschlands größte Selbsthilfegruppe für Familien mit Schlaganfall-Kindern (http://www.schlaganfall-kinder.de).
Entsprach das Telefonat nicht Ihren Erwartungen, zahlen Sie also nichts. Waren Sie positiv überrascht, freue ich mich über eine Unterstützung für unseren gemeinnützigen Verein (Spendenquittungen werden auf Wunsch gerne ausgestellt).
Mit herzlichen Grüßen
Markus Gehlken
Tel. 05746/93854-20
http://www.1a-social-media.de
Markus Gehlken Antje Olowaili
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Markus Gehlken
Alles gut - Isabel wird dieses Jahr 18, macht ihr Abitur im Mai nächsten Jahres und kann jetzt sogar normal den Führerschein machen - trotz immer noch vorhandener leichter Hemiparese (Halbseitenlähmung). Und wir handeln eh nach dem Motto "Ja, wir haben ein Handicap - aber wir machen das Beste daraus".
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Liebe Gruppenmitglieder,
Sie möchten mit Ihrem Content bei der Zielgruppe sicher ins Schwarze treffen? Sie wissen jedoch nicht, wie dies gelingt? Dann melden Sie sich zum kostenfreien Webinar am 25. September um 14 Uhr an und erfahren Sie in 60 Minuten, wie Sie den aktuellen Herausforderungen im digitalen Marketing mit B2B Content Marketing begegnen können.
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Viele Grüße,
Moritz Mühlan
Nur für XING Mitglieder sichtbar ❌❌❌ Wollen Sie eine XING Erfolgsgeschichte wie diese schreiben?
Es ist immer noch so, dass viele Xing Nutzer denken, dass es gar nicht möglich ist, hier regelmäßig neue Kunden oder Aufträge zu gewinnen. Denken Sie ähnlich? Dann lesen Sie die Erfolgsgeschichte von Ulrike Parthen:
Ich dachte ja immer, ich bin bereits mit allen Wassern gewaschen, was cleveres Marketing in Xing angeht. Andre Schneider hat mich jedoch eines Besseren belehrt. Sein kostenfreies Onlineseminar zur Neukundengewinnung hat mein „Xing-Leben“ total revolutioniert. Seitdem hat sich alles verändert. Es ist einfach grandios.
Das von Andre Schneider vermittelte Wissen brachte mir, mit vielen Neukunden und Kooperationen, nicht nur den gewünschten Erfolg, es inspirierte mich darüber hinaus auch zu eigenen „Experimenten“ in Xing - mit großartigen Ergebnissen. So macht Netzwerken richtig Spaß. Andre Schneider zählt für mich daher zu den Besten der Branche!
Vier neue Aufträge in einer Woche
Nach der Methode von Andre Schneider https://goo.gl/DbA3s7 hat Ulrike Parthen eine Woche lang eine Stunde am Tag für ihre Kundengewinnung in Xing investiert. Dabei hat sie mit einer speziellen Methode passende Kontakte gesucht und mit einem WOW-Marketingtext eine Kontaktanfrage gestellt.
Sehr viele Kontakte haben ihr Profil besucht. Warum? Nun, Ulrike hat zwei Dinge richtig gemacht. Sie hat im Text der Kontaktanfrage nicht geworben. Sie hat lediglich einen witzigen + einen sehr persönlichen Satz verwendet.
Es gibt aber noch eine zweite Sache, die sie richtig gemacht hat. Sie hat ein spezielles Feld ihres Xing-Profils zweckentfremdet. Wenn Sie dort etwas Langweiliges drin stehen haben, fällt Ihre Kontaktanfrage gleich durch’s Rost.
Ulrike Parthen hat nicht geworben und trotzdem neue Kunden gewonnen, das ist tatsächlich das Beste. Sie hat in dieser einen Woche, obwohl sie mit keiner einzigen Silbe auf ihre Angebote hingewiesen hat, 5 Anfragen bekommen und daraus 4 Aufträge gemacht.
Das Geheimnis dieses Erfolges
Ulrike hat ein so außergewöhnlich gut gestaltetes Xing-Profil, dass die angefragten Kontakte von alleine auf sie zugekommen sind und ihr Kunde werden wollten. Das ist magnetisches Marketing.
Egal in welcher Branche Sie arbeiten, Sie können das auch mit Ihrem Xing-Profil erreichen. Es muss lediglich nach der 14-Schritte-Methode optimiert werden.
Genau diese Methode zeigt Ihnen Andre Schneider in seinem kostenfreien Onlineseminar hier: https://goo.gl/DbA3s7
Wenn Sie auch wollen, dass es Ihnen so wie Ulrike Parthen geht, dann lernen Sie am besten jetzt gleich, wie Sie Ihr Xing-Profil so optimieren, dass Sie damit neue Kunden gewinnen.
Melden Sie sich dazu jetzt zum nächsten Onlineseminar an.
Hier geht’s zur Anmeldung: https://goo.gl/DbA3s7
Außerdem nimmt Andre Sie in seinem Onlineseminar mit auf eine spannende Reise hinter die Kulissen von Xing. Er zeigt Ihnen, was in den ersten 3 Sekunden in den Köpfen Ihrer Kunden vorgeht, wenn diese Ihr Xing-Profil besuchen. Diese Erkenntnisse stammen aus seiner Neurowissenschaftlichen Forschung in einer internationalen Akademie.
Wenn Sie dann noch die 5 fatalsten Fehler vermeiden, die über 94% aller Xing-Nutzer machen, dann funktioniert die Kundengewinnung in Xing besser, als je zuvor.
Weitere Informationen zum Onlineseminar finden Sie hier: https://goo.gl/DbA3s7
Mit besten Empfehlungen
Martina Bauer
Gruenderplan24.de
Bernd Späth Druck, Job und Tennis.
Als es Kahlenborn nach allen Regeln der Kunst zusammenhaute, hatte niemand im Betrieb damit gerechnet. Sie kriegten ihn reanimiert, und nach zwei Wochen Intensivstation und drei Wochen auf Station schickten sie ihn erst nach Hause und dann in die Reha. Insgesamt war er ein halbes Jahr außer Gefecht, und er rechnete es seiner Firma hoch an, dass sie ihm nicht gekündigt hatte. Sie hielten ihm den Job frei, und als er den ersten Tag wieder antrat, gab es sogar ein kleines Fest für ihn, bei dem er vor Rührung Rotz und Wasser heulte. - Niemand kannte die Hintergründe, und so konnten sie nicht ahnen, wie sehr sie mit dieser Geste ins Schwarze getroffen hatten.
Der Chefarzt der pfälzischen Reha-Klinik, für den ich schon einige Vorträge gehalten hatte, hatte ihm meine Kontaktdaten gegeben und ihn mir per Mail avisiert. Es erschien ein Berg von Mittfünfziger, der physisch stabil wirkte, bei dem ich aber den Eindruck hatte, dass er sich psychisch irgendwie nur mit Mühe aufrecht hielt und dies durch ein betont „professionelles“ Auftreten zu überspielen suchte. Er komme, sagte er mir, um die „strategischen Defizite“ seines Zusammenbruchs aufzuarbeiten und „Lösungsstrategien zu erarbeiten“, damit ihm so etwas nicht nochmals passierte. Denn ein zweites Mal, so meinte er, würde die Firma ihm nicht den Job freihalten. – Eine Formulierung, die mich aufmerken ließ, es schien mir eine unbewusste Äußerung über sich selbst zu sein: Es ging demnach nicht um Veränderung, sondern um die Wiederherstellung reibungsloser Funktionsfähigkeit.
„Was treibt Sie an, so rücksichtslos mit sich umzugehen?“
„In der Wirtschaft muss man eben Leistung bringen.“
„Bis zum Defibrillator.“ Immer wieder erstaunlich, wie Menschen sich selbst betrügen können. Leistung als Daseinslegitimation. Ohne Leistung bin ich nichts. Nur durch Leistung kann ich meine Existenz rechtfertigen und mir Wert verschaffen. Denn ich bin weniger wert als meine Arbeit. – So viel zum Thema Selbstwert. Man glaubt es gar nicht, wie viel innerlich zutiefst verunsicherte Menschen auf Führungssesseln sitzen, angstgetrieben, mit perfekter Fassade.
Die nächsten fünfundvierzig Minuten wurden zu einem Referat über die Prinzipien der Marktwirtschaft. – Beginnt jemand allerdings sich in der Darstellung eines ich-fremden Themas festzubeißen, so ist höchste Wachsamkeit geboten: In der Regel deutet dies auf einen unbewussten Widerstand sich zu öffnen. – Ein Ablenkungsmanöver also, das auf Unsicherheit schließen lässt und auf die Angst, ein – noch – unbewusstes Thema anzugehen. Ich hörte erst mal zu.
„Ich muss gut sein. Ich darf nicht enttäuschen. Denn sonst verliere ich meinen Wert.“, sagte ich schließlich.
„Wie bitte?“ Mit einem Schlag war Kahlenberg rot angelaufen. „Was… was... meinen Sie?“
„Es sieht so aus, als hänge Ihr gesamtes Selbstwertgefühl daran, die Erwartungen Anderer zu erfüllen: Siehst du, ich bin doch etwas wert!“
Seltsamerweise kam er ins Stottern.
Oft muss man Verhaltensweisen vorsichtig anstupsen, die der Klient / die Klientin als selbstverständlichen Persönlichkeitsbestandteil betrachtet: „So bin ich, das hab ich noch nie anders gemacht.“ Nun sind wir ja alle – frei nach Wilhelm Reich – die „Summe unserer Reaktionsbildungen“. Fragwürdig wird es halt, wenn es zu massiver Selbstschädigung führt. In den weiteren Sitzungen kostete es einiges an behutsamer Frage- und Deutungskunst, bis Kahlenborn so weit war, seine Glaubenssätze in Frage zu stellen. Immer bedrückender jedenfalls wurde erkennbar: Da hatte jemand einen eisernen Zuchtmeister im Nacken, den nichts interessierte außer Disziplin/Leistung/Funktionieren/Ergebnisse.
Zusammenbruch? Nebensache! „Am Ende zählt die Punktzahl.“
Irgendwie ja verwirrend, dass ein intelligenter und gebildeter Mann an dieser Stelle einen weißen Fleck hatte. Noch verwirrender, dass er eine Überzeugung, die ihn fast das Leben gekostet hätte, mit äußerster Verbissenheit verteidigte: Er selbst war sozusagen der statistische Ausreißer, der durch sein „Versagen“ den allgültigen Glaubenssatz diskreditiert hatte. Das machte es nur noch schlimmer für ihn.
So etwas ist ein gutes Beispiel für die Richtigkeit der Aussage meines Hypnose-Ausbilders Richard Clarke: „Everybody is right. In everything he does. IN HIS OWN WORLD.“ – Bedeutet: Jeder ist subjektiv von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt, weil seine innere Welt sich nun mal so gebildet hat, einschließlich seiner Zwänge. Zu fragen ist nun allerdings: Wer oder was hat dazu geführt? – Kahlenborn meinte erst mal, darüber brauche man nicht zu reden, denn es sei alles in Ordnung. Allerdings wurde er zusehends fahriger.
„Wen dürfen Sie nicht enttäuschen?“ Es arbeitete in ihm. „Wer hat Sie so entwertet?“
Plötzlich legte er das Gesicht in die Hände.
Er blieb minutenlang still. Bis sein ganzer massiger Oberkörper sich zu schütteln begann und er bitterlich schluchzte.
„Entschuldigung!“, flüsterte er schließlich, als er sein Gesicht aus den Händen hob. Es war das Gesicht eines kleinen Jungen: unsicher, bittend, verstört.
„Also, was ist wirklich los?“, fragte ich leise.
„Kann ich nen Espresso haben?“
„Klaro.“
„Papa war Vereinsmeister.“, sagte er schließlich. „Tennisverein.“
„Mhm.“
„Er hatte da einen unmenschlichen Ehrgeiz.“
„Im Hinblick auf Sie?“
„Yip. Er bildete sich ein, ich müsste genauso gut werden wie er und später ein echter Tenniscrack. Profi. Das war sein Ziel. Dem hat er alles untergeordnet.“
„Es war SEIN Ziel. Dem hat er SIE untergeordnet.“
„Meine gesamte Kindheit. Nur Drill. Nur Schleiferei.“ Er rang nach Atem. „Nur Runter-gemacht-werden: ‚Ich bin sehr enttäuscht von dir! Du strengst dich nicht genug an!‘ Jeden Tag. - - Jeden Tag!“
„Und Ihnen war nie nach Tennis?“
Stumm schüttelte er den Kopf. Unsere Gespräche hatten einen Mann mit sensiblen und musischen Seiten gezeigt. Mit einer gewissen Zartheit sogar, die man bei diesem Riesenmannsbild erst einmal nicht vermutet hätte.
„Je-den Tag Training. Je-den Tag Anschiss. Je-den Tag Vorwürfe, dass mir die richtige Einstellung fehlt. - - Meine ganze Kindheit lang. Ich kam kaum dazu Kind zu sein.“
„Sie hatten seine Ansprüche zu erfüllen, sonst wandte er sich ‚enttäuscht‘ von Ihnen ab. Es ging nur um ihn. Ein reines Erpressungssystem.“
„Wir hatten eine Theatertruppe an unserer Schule. Als ich elf war, hätte ich da sooo gerne mitgemacht. Für ihn war das ‚Killefitz‘. Mein Vater machte seine Zustimmung davon abhängig, dass ich irgendein Vereinsturnier gewann. Ich hab´ nur den vierten Platz belegt, da war das Thema wieder mal gegessen. ‚Zur Strafe für dein Versagen!‘ Verstehen Sie? Ich hab ihn GEHASST dafür!“ Der ganze Mann bebte.
„Er hat Sie als Geisel genommen für sein eigenes Geltungsbedürfnis.“
Es gibt Väter, die aus lauter Egozentrik und Verbohrtheit die wertvollsten Seiten ihrer Kinder auszulöschen versuchen. Die Kinder werden zu Gefangenen der väterlichen Entwertungsängste.
„Als ich vierzehn war, hab ich wieder so´n wichtiges Match verloren. Da hat er erst eine volle Stunde mit mir herumgebrüllt, dann hat er mich hochoffiziell ‚aufgegeben‘ und mich aus seinem Training verstoßen und mir gesagt, dass ich seine ganze Mühe nicht wert war. Danach hat er zwei Wochen lang nicht mit mir geredet.“
Er weinte wie ein Kind. Ich weiß nicht, wie viele Klienten ich schon hatte, die vom Ehrgeiz oder den Ängsten ihrer Eltern buchstäblich zertrampelt worden waren. Kahlenbergs Schluchzen rüttelte den ganzen Mann durch. – Erinnerungen, so dachte man früher, seien im Gehirn gespeichert. Seit Bruce Lipton wissen wir, dass sie in jeder einzelnen Körperzelle abgespeichert sind: als Bilder mit den zugehörigen Gefühlen. Mir schien, als wollten Milliarden an Körperzellen sich nun gleichzeitig entladen.
„Noch´ n Espresso?“ Bittend hielt er mir die Tasse hin.
„Klaro.“
Es war ein Vulkanausbruch. Nun endlich begann er zu reden und zu reden und zu reden. Sportgeile Väter, die ihre Kinder missbrauchen, um sich selbst damit zu dekorieren. Stur, uneinsichtig, wichtigtuerisch, kalt. Und auch noch stolz darauf. Schon einmal hatte ich solch einen Fall gehabt, wo ein Manager die väterliche Kälte auf seine Mitarbeiter übertrug und das gesamte Betriebsklima ruinierte. Alles, was sich in über fünfzig Jahren in Kahlenberg aufgestaut hatte, brach sich nun Bahn. Das Wechselspiel zwischen fortwährender Demütigung, Angst zu enttäuschen und panischem Erfolgszwang, es zeigte sich wie unter Laborbedingungen. Und eine misshandelte Kinderseele forderte endlich ihr Recht.
Als die zwei Stunden zu Ende gingen, bat Kahlenberg darum, die Sitzung zu verlängern. Da es mir zeitlich möglich war, willigte ich ein. Für Kahlenberg war es das erste Mal, dass er über seine innersten Nöte reden konnte, und dass jemand sie annahm, ohne ihn dafür herunterzumachen. Es stellte sich heraus, dass auch seine eheliche Beziehung auf der Kippe stand, weil seine Frau sich darüber beklagte, sie komme nicht an ihn heran. Seine dritte Ehe.
„Sie wissen ja, wie das ist. Mit dem Schwäche-zeigen.“
„Ich vermute, Ihre Frau wäre glücklich, Sie zu sehen, wie Sie wirklich sind.“
Nach vier Stunden Sitzung, vier Espresso für ihn und zwei Cappuccino für mich waren wir beide wie ausgewrungen. Kahlenberg hatte viel geweint. Er wirkte befreit.
„Jetzt fahr ich nach Haus und red´ mit ihr. Das hat sie verdient.“
Es war Kahlenbergs Turning-Point. Zwischendrin schickt er immer wieder mal eine Mail.