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BC - Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und ControllingBC - Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling

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Die Gruppe „BC – Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling“ bietet Infos zu aktuellen Fachthemen.

Die heutigen BC-News befassen sich zum vierten Mal (hintereinander) intensiver mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Rechnungswesen.

Kontakteinschränkungen als Vorbeugung gegen eine Infizierung mit dem Corona-Virus – Sich den Wirtschaftsprüfer vom Leib halten? Sollte irgendjemand im Rechnungswesen auf die Idee gekommen sein, aufgrund der Corona-Krise sei man für eine gewisse Zeit wenigstens den Abschlussprüfer los, der hat sich zu früh gefreut. Sicherlich können Wirtschaftsprüfer die Vor-Ort-Prüfungen während der Phase der Ausgangsbeschränkungen nicht mehr durchführen. Stattdessen sind Bilanzierungspraktiker dazu verpflichtet, dem Jahresabschlussprüfer einen elektronischen Zugriff auf alle erforderlichen Unterlagen zu ermöglichen. Hierauf weist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hin. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428297 Wie beim Datenzugriff des Finanzamts heißt es erst einmal, elektronische Barrieren vor vertraulichen Unternehmensdaten zu errichten, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung sind (z.B. Bewerbungsunterlagen im Personalbereich). „Holzauge sein wachsam!“

Liquidität im Würgegriff der Ausgangsbeschränkungen von Corona: Liquiditätssicherung ist aktuell das große Zauberwort – was zum Kerngeschäft von Bilanzbuchhaltern und Controllern zählt. Dr. Hillmer listet in einer konzentrierten Tabelle relevante Einzelmaßnahmen auf. Beispielsweise sollten Liquiditätsszenarien entwickelt werden, was in den nächsten 18 Monaten konkret zu finanzieren ist und wie sich veränderte Rahmenbedingungen auswirken. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428299

Paradigmenwechsel bei der Umsatzbesteuerung von Leasingverhältnissen: Ein Leasinggeschäft wird künftig umsatzsteuerlich beispielsweise dann als Lieferung klassifiziert, wenn eine Kaufoption vereinbart wurde (1. Voraussetzung). Zugleich sollte der Leasingnehmer maximal 1% des Verkehrswerts im Zeitpunkt der Optionsausübung entrichten müssen (2. Voraussetzung). Das regelt ein neues BMF-Schreiben und bewirkt damit eine Abkehr von den vertrauten Leasingerlassen als Maßstab. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428298 Dr. Becker weist hierbei auf vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten hin. So könne die 1%-Grenze als „Stellschraube“ dienen, um ein Leasinggeschäft als Lieferung bzw. sonstige Leistung einzureihen.

Auch wenn die Neuregelung keine „Umwertung aller Werte“ (Friedrich Nietzsche) bedeutet, so werden die neuen Kriterien doch gewöhnungsbedürftig sein.

Gutes Bestehen wünscht Ihnen

Ernst Maier-Siegert, verantwortlicher BC-Redakteur

Nicht allein die Ausbreitung des Corona-Virus hat sich in den letzten Wochen potenziert. Gleichermaßen vervielfacht sich die Informationsflut hierüber in einem atemberaubenden Tempo. Wer soll da noch den Überblick behalten können?

Mit einer vierten Newsletter-Ausgabe in Folge versuchen wir erneut, etwas zum Durchblick im Informationsdschungel beizutragen – zumindest in Ihren Fachbereichen. Wir gestehen, das ist auch nur Stückwerk. „Leben ist Begrenzung“ (Manfred Tschacher). – Das wird einem besonders in diesen Zeiten bewusst.

Für Bilanzierende hat das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) eine Corona-Merkhilfe für das Geschäftsjahr 2020 zusammengestellt (veröffentlicht gestern Abend, 25.3.2020): https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428068 Bilanzposten für Bilanzposten wird aufgezeigt, inwieweit wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise zu berücksichtigen sind. So sind beispielsweise Abschreibungen auf Vorräte dann erforderlich, wenn etwa die Umschlagshäufigkeit sinkt oder erhöhte Lagerkosten anfallen. Entstandene Leerkosten dürfen jedoch nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen werden. Erwogen werden sollte u.a. eine Anhebung der Pauschalwertberichtigungen.

Beantwortet wird auch die Frage: Wann sind in Anspruch genommene staatliche Hilfsprogramme für Unternehmen bilanziell zu erfassen? Im Zeitpunkt der verbindlichen Zusage!

Mittels einer sog. Corona-Soforthilfe breitet der Staat „seine schützenden Arme“ über Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten aus. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428075 Diese können bei Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpässen mit Einmalzahlungen von 9.000 € bis 15.000 € für drei Monate rechnen.

Bei Unternehmen mit mehr als 249 Arbeitnehmern (Bilanzsumme > 43 Mio. €; Umsatzerlöse > 50 Mio. €) wird der Staatssäckel für diverse Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung noch weiter geöffnet (z.B. Erwerb von Anteilen, nachrangigen Schuldtiteln, Genussrechten, stillen Beteiligungen, zur Finanzierung einer Kapitalerhöhung etc.). Man muss jedoch wissen, wen man sich durch den sog. Wirtschaftsstabilisierungsfonds „ins Haus holt“. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=428076 Zu spüren bekommt man auch die „Greifarme des Bundesadlers“, wenn dieser über die Verwendung der aufgenommenen Mittel, z.B. bezüglich der Vergütung der Organe und der Dividendenausschüttung, mitbestimmt.

Und was ist mit den vielen Klein- und mittelständischen Unternehmen mit 11 bis 249 Beschäftigten? Nach dem derzeitigen Stand fallen sie offenbar (vorerst) durch das finanzkräftige Auffangnetz des Staates. Allerdings: Sie können – wie alle anderen Unternehmen auch – die Kredithilfen der KfW-Sonderprogramme in Anspruch nehmen.

Orientierung bietet Ihnen insbesondere das „BC-Special zur Corona-Krise“. https://rsw.beck.de/cms/?toc=BC.509 Dort finden Sie alle bislang erschienenen BC-Beiträge zu diesem Themenkreis, geordnet nach Fachgebieten.

Gutes Bestehen wünscht Ihnen

Ernst Maier-Siegert, verantwortlicher BC-Redakteur

Die ungewohnten Einschränkungen bei Sozialkontakten und Bewegungsfreiheit, die die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen sollen, ist fast die Hälfte der Deutschen kaum bereit zu akzeptieren. Das hat eine aktuelle Umfrage des Bitkom e.V. ergeben. https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Corona-Pandemie-Viele-Buerger-schraenken-Sozialkontakte-nicht-ein Damit trotzdem dem Allgemeinwohl gedient ist, kann man sich ja die edle Haltung von Mahatma Gandhi angedeihen lassen: „Zur Duldsamkeit gehört nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.“

Nachrichten, Gesetzesbeschlüsse und Empfehlungen zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus überschlagen sich und überfordern einen. Da ist Ordnung und Übersicht in der Informationsflut gefragt. In Bezug auf die Kurzarbeit erfüllt BC-Schriftleiter Michael Eckert diesen Wunsch. Mit 12 Fragen und Antworten lotst sein Leitfaden Sie durch die Anordnung von Kurzarbeit und den Bezug von Kurzarbeitergeld. So können Unternehmen rückwirkend zum 1.3.2020 noch Kurzarbeitergeld beantragen. Das muss allerdings unverzüglich bei der zuständigen Agentur für Arbeit angezeigt werden. Der Rechtsanwalt für Arbeitsrecht appelliert: „Begehen Sie bitte nicht den Fehler, auf die Anmeldung von Kurzarbeit und die Geltendmachung von Kurzarbeitergeld zu verzichten in der Hoffnung, den entstandenen Schaden über das Infektionsschutzgesetz erstattet zu erhalten.“ https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427922

Zuversicht und Aufklärung bieten auch die zahlreichen Veröffentlichungen der Kanzlei Dr. Kleeberg & Partner zur Corona-Pandemie. Laut gut unterrichteten Kreisen sollen beispielsweise die Abgabefristen für Umsatzsteuer-Voranmeldungen verlängert werden. Ausgeschlossen ist indes eine Stundung der Lohnsteuer – anders dafür bei Sozialversicherungsbeiträgen. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427923

Die zahlreichen Erleichterungsmaßnahmen der Bundesregierung sollen Schrecken und Lähmung angesichts der heraufziehenden Rezession nehmen. Es gilt, aus der Misere das Beste zu machen. „Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“ (Max Frisch).

Bleiben Sie gesund!

Ernst Maier-Siegert, verantwortlicher BC-Redakteur

Das grassierende Corona-Virus führt mitunter zu wilden Spekulationen über die Sachlage. Die Berichterstattung über die arbeitsrechtlichen Auswirkungen ist häufig sehr pauschal oder gar unzutreffend.

BC-Schriftleiter Michael Eckert bringt deshalb Ordnung und Klarheit in den Stimmenwirrwarr. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427775 Beispielsweise ist eine häusliche Quarantäne nicht gleichbedeutend mit einem Beschäftigungsverbot. Oder: Bei einer behördlich angeordneten Betriebsschließung haben Arbeitnehmer regelmäßig einen Anspruch auf Lohnzahlung. Ausnahme: In Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder individualrechtlich wurde etwas anderes wirksam vereinbart. Eine vorhandene Betriebsausfallversicherung kann da gegebenenfalls finanzielle Linderung schaffen. Das Motto lautet: sich gut und gründlich informieren! Das konnte keiner besser zum Ausdruck bringen als Johann Wolfgang von Goethe: „Bei großen Unternehmungen wie bei großen Gefahren muss der Leichtsinn verbannt sein.“

Jedes zweite Unternehmen erwartet für 2020 Umsatzeinbußen infolge der Corona-Situation, wie eine DIHK-Umfrage ergab. Die Bundesregierung will deshalb mit einigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und steuerlichen Entlastungen für Unternehmen aufwarten. Einer der Punkte ist die Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten für digitale Wirtschaftsgüter (z.B. Computer). Außerdem sind steuerliche Erleichterungen für Personengesellschaften sowie Gewerbesteuersenkungen geplant. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427781

Wer wegen der Coronoa-Pandemie gar schon zum Home-Office „verdammt“ worden ist, der hat jetzt vielleicht mehr Zeit, sich wichtige Zukunftsgedanken zu machen. Besonders viel tut sich da bei der Digitalisierung im Rechnungswesen, wie aktuelle KPMG-Studien zeigen. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=426456 Unsere BC-Mitarbeiterin Dorothea Rieke hat diese mit viel Eifer durchforstet und ist dabei der Frage nachgegangen: Bedeutet die Digitalisierung Chance oder Ruin für (Bilanz-)Buchhalter und Controller? Antwort: Die Chancen überwiegen, wie die detaillierten Auswertungen mit Praxisbeispielen zeigen. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist hierbei: Die befragten Unternehmen (der KPMG-Studie) begreifen Bilanzbuchhalter und Controller als „Digitalisierungsmacher“. Sowohl die Verantwortung für die Ideen als auch die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten wird von Ihnen erwartet. Lassen Sie sich daher durch das Zitat von David Bowie, das unsere Mitarbeiterin ihren Ausführungen vorangestellt hat, aufrütteln: „Die Zukunft gehört denen, die sie kommen hören.“

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat heute (5.3.2020) einen fachlichen Hinweis zu den „Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung zum Stichtag 31.12.2019 und deren Prüfung“ veröffentlicht. Denn die Viruserkrankung hat aufgrund von Abwehr-/Eindämmungsmaßnahmen bereits negative wirtschaftliche Auswirkungen hervorgerufen (z.B. Einschränkungen im Handel, im Hotel-/Gastgewerbe, in der Produktion).

Bezogen auf den Jahresabschluss zum 31.12.2019 handelt es sich (nach Auffassung des IDW) bei den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus um ein wertbegründendes Ereignis (nach dem Bilanzstichtag eingetreten). Das Virus hat sich augenscheinlich erst im Januar 2020 sprunghaft ausgebreitet. Insofern dürfen Bilanz und GuV zum 31.12.2019 in der Regel nicht mehr geändert werden.

Im Anhang indes sind im verpflichtenden Nachtragsbericht negative finanzielle Auswirkungen zu erläutern. Voraussetzung: Diese sind von besonderer Bedeutung! Kleine Kapitalgesellschaften hingegen dürfen selbst auf diese Angaben verzichten. Darüber hinaus haben Konzerne gegebenenfalls im Risikobericht (als Teil des Lageberichts) wirtschaftliche Risiken in Verbindung mit der Ausbreitung des Coronavirus aufzuzeigen. Wir haben das Ganze für Sie bezogen auf den Einzelabschluss zusammengefasst. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427621

Bei der Bildung von Rückstellungen für Dienstjubiläen (für Mitarbeiter) gehen Handels- und Steuerrecht eigentlich getrennte Wege. So ist z.B. handelsrechtlich für sämtliche rechtsverbindlich zugesagten Arbeitgeberleistungen eine Jubiläumsrückstellung zu bilden. Steuerrechtlich sind demgegenüber ausschließlich schriftlich zugesagte Jubiläumszuwendungen relevant. Überdies erfordert die Ermittlung des Rückstellungswerts üblicherweise ein versicherungsmathematisches Gutachten eines Aktuars (unter Berücksichtigung der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik). Der so ermittelte Teilwert der Verpflichtung wird dann durch die Abzinsung als Barwert errechnet.

Nicht beanstandet wird jedoch, wenn der Einfachheit halber das vom Bundesfinanzministerium (BMF) veröffentlichte Pauschalwertverfahren auch zu handelsrechtlichen Zwecken herangezogen wird. Zu Beginn dieser Woche hat das BMF hierzu eine neue Pauschalwerttabelle herausgegeben, die die neuen „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ berücksichtigt. https://rsw.beck.de/cms/main?docid=427619 Aber auch in diesem Fall dürfen die Beschränkungen des Steuerrechts nicht in die handelsrechtliche Wertermittlung übernommen werden. Das ist dennoch die leichtere Übung. „Verwicklungen zu vereinfachen ist in allen Wissenszweigen der erste wesentliche Erfolg“ (Henry Thomas Buckle).

Willkommen bei der BC!

Die Fachzeitschrift BC des Verlages C.H.BECK bietet Ihnen zahlreiche Informationen in den Bereichen Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling – mit anschaulichen Beispielen, Praxistipps und Checklisten.

Aktuell, zielgenau und effizient informieren wir Sie über

  • Bilanzierung/Jahresabschluss
  • Reporting
  • Controllinginstrumente/-methoden
  • Finanzmanagement
  • Steuerrecht
  • Arbeits- und Wirtschaftsrecht

Das Ziel dieser Gruppe
Gruppenmitglieder erhalten aktuelle Tipps und Hinweise zu Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen. Diskutieren Sie mit uns aktuelle Praxisfragen und tauschen Sie mit uns Ihr fachspezifisches Wissen aus! Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen.

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