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Alexander Klautke jetzt 16.30uhr im mdr tv armutsforscher prof butterwegge, bge-gegner
Prof. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler & Gerechtigkeitsforscher
Seit Jahrzehnten forscht und publiziert Christoph Butterwegge zum Thema soziale Gerechtigkeit. Der Sozialstaat, die Globalisierung, der demografische Wandel und immer wieder das Thema Armut gehören zu seinen Forschungsfeldern.
Bekannt wurde Butterwegge als Präsidentschaftskandidat der Linken 2017, als er nach Frank-Walter Steinmeier das zweitbeste Ergebnis erzielte. Das bedingungslose Grundeinkommen, seit Jahren ein Thema, das er diskutiert, ist nun wieder Gegenstand seines neuesten Buches. Er ist gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Warum er das so sieht, erklärt er am Dienstag im Studio.
Alexander Klautke alpha-demokratie: Grundeinkommen - mehr als eine Utopie?
alpha-demokratie
Grundeinkommen - mehr als eine Utopie?
Montag, 12.11.2018 19:30 bis 20:00 Uhr
Video bereits in der Mediathek verfügbar
ARD-alpha 2018
Moderation: Imke Köhler
Das heutige Thema befasst sich mit der Frage "Grundeinkommen - mehr als nur eine Utopie?".
Im Studio ist Herr Doktor Michael Spieker von der Akademie für politische Bildung, Tutzing.
Redaktion: Martin Posselt
Alexander Klautke tagesschau24 heute 23.30uhr: 1000euro für alle grundeinkommen - machbar oder utopie
Wiederholungen
12.11.2018 23:30 Uhr tagesschau24
15.11.2018 10:30 Uhr tagesschau24
Nacht von Samstag auf Sonntag, 18.11.18 03:15 tagesschau24
Ein Jahr lang jeden Monat 1.000 Euro direkt aufs Konto - einfach so, als bedingungsloses Grundeinkommen. Was würde man damit tun? Weiterbildung, Reisen, anderen etwas schenken, gesünder leben, ein neues Auto, Zeit für die Familie, beruflich kürzer treten, vielleicht etwas ganz Neues anfangen?
Für 168 Menschen in Deutschland ist das heute schon Realität. So kann sich eine Lehrerin endlich ihren Herzenswunsch erfüllen und macht eine Ausbildung zur Trauerrednerin. Eine Grafikerin schafft sich ein zweites Standbein als Gesundheitsberaterin und schreibt ein Buch. Ein Gärtner traut sich jetzt an alternative Anbaumethoden, die nicht sofort gewinnbringend sein müssen. Und ein Neunjähriger teilt die 1.000 € mit seiner Familie und schenkt sich selbst regelmäßigen Gitarrenunterricht.
Judith Menzl aus Rostock schafft es, die Winterflaute in ihrem neueröffneten Eiscafé ganz locker zu überstehen. "Dass ich mich jetzt nicht mehr um mein eigenes Einkommen sorgen muss, verschafft mir irgendwie Leichtigkeit. Und meinem jungen Unternehmen ordentlich Luft", freut sie sich, als sie so ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gewinnt.
1.000 € zusätzlich jeden Monat - möglich macht das die Initiative "Mein Grundeinkommen" aus Berlin. Das Geld wird verlost und kommt aus einem Spendenfonds. Michael Bohmeyer, der Initiator, meint: "Mit einem BGE hätten wir alle ein ganz neues Lebensgefühl. Jeder könnte dann sein Potential entfalten, frei von Angst und Geldsorgen." Ist das wirklich so?
Dass ein BGE kommen muss, davon ist auch Deutschlands bekanntester Philosoph, Richard David Precht, überzeugt. Er prophezeit wegen der Digitalisierung einen extremen Wegfall von Arbeitsplätzen: "Wir müssen unsere Gesellschaft unbedingt mit dem BGE absichern, sonst explodiert sie." Doch der Kölner Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge hält dagegen. Das BGE verschärfe die Ausbeutung und Armut. Außerdem gehe vielleicht der Anreiz zum Arbeiten verloren. Er beharrt auf dem Ausbau des bisherigen Sozialsystems. Dieses sei vollkommen veraltet und mache uns nur zu Bittstellern, findet Enno Schmidt. Mit seinen spektakulären Kunstaktionen rund um das bedingungslose Grundeinkommen ist er in der ganzen Welt unterwegs und überzeugt: In 10 Jahren haben wir das BGE! Doch ist es überhaupt finanzierbar?
"Exakt - Die Story" begleitet BGE-Gewinner, interviewt Befürworter und Gegner und zeigt die Diskussion über die Notwendigkeit und Machbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Soziales Miteinander in Würde
So viele machen sich bei dem Thema bGE zuallererst Sorgen, wie es finanziert werden kann. Das wichtigste Thema zum bGE ist aber, wie gestalten wir endlich unser soziales Miteinander in Würde und welche aktuellen Probleme lassen sich damit lösen. Ein ganz neues soziales und politisches Denken ist angesagt. Schaut gerne mal in das Buch "Briefe an ein Paralleluniversum". Hier wird die soziale Situation in unserem Land noch mit einem realsatirischen Blick formuliert. Bei Wahlen in Deutschland sieht es leider schon ganz anders aus.
Uli Sager Uwe Mergel
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Uli Sager
Einkommen kann die Zahl der Freiheitsgrade erhöhen.
Aber Freiheit führt nicht zwangsläufig zu Einkommen.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Es wird Zeit für den kostenfreien ÖPNV - für Umwelt und Mobilität
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Uli Sager Uwe Mergel
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Uli Sager
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>Mir persönlich würde es im Zusammenhang mit dem BGE gefallen, wenn jeder Bürger zu seinem Grundeinkommen noch einen Etat zur Verfügung hätte. Dieses Geld kann er nicht für sich direkt verwenden, sondern in vordefinierte Bereiche „investieren“ Also zum Beispiel den kostenfreien Nahverkehr…
Dieser Ansatz gefällt mir. Ich würde es aber offen lassen, in was genau investiert wird. "Vordefinierte Bereiche" klingt für mich so, als wenn keine Innovationen möglich wären.
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>So erhält jeder auch ein kleines Mitbestimmungsrecht wie die Finanzmittel des Staates verteilt werden. Mögliche Folgen: Mehr Interesse am Gemeinwohl, Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, gezielte Engagements.
Auch diese Richtung gefällt mir. Es wäre dann aber kein "Bedingungsloses" Grundeinkommen mehr (nur wegen des Sprachgebrauchs).
Der letzte Satz mit dem Hinweis auf Gemeinwohl und Engagement gefällt mir außerordentlich gut.

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Über die Gruppe "Bedingungsloses Grundeinkommen und Konsumsteuer"

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