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Betriebliche Qualifizierungsbausteine in Lernprozessen

Die betrieblichen Qualifizierungsbausteine sind ein ideales Instrument zur Strukturierung von Lernprozessen zur beruflichen Qualifizierung.

Nur für XING Mitglieder sichtbar Für eine neue Weiterbildungskultur
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben, gemeinsam in Berlin mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit, den Startschuss für die Erarbeitung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie gegeben.
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen eine neue Weiterbildungskultur etabliert, arbeitsmarkt- und bildungspolitische Instrumente besser verzahnt und Weiterbildungsprogramme von Bund und Ländern gebündelt werden.
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hob hervor: "Wir machen uns jetzt auf den Weg zu einer Nationalen Weiterbildungsstrategie. Jeder Mensch hat Talente, Fähigkeiten und Potentiale. Wir brauchen in unserer Gesellschaft eine positive Weiterbildungskultur. Fort- und Weiterbildungen müssen für jeden Einzelnen eine Selbstverständlichkeit werden! Hierfür benötigen wir passende Angebote und Transparenz. Die Nationale Weiterbildungsstrategie soll innovative Wege zur Verknüpfung von Theorie und Praxis ermöglichen. Denn eine exzellente Aus- und Weiterbildung ist der Schlüssel zu unserem Wohlstand von morgen."
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, sagte dazu: "Die Arbeit wird uns auch in Zukunft nicht ausgehen. Gleichzeitig werden sich durch den digitalen Wandel Berufsbilder und Qualifikationsprofile verändern und neue Berufe entstehen. Dabei ist Weiterbildung der Schlüssel, um Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in Deutschland zu erhalten und zu erweitern. Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung sind mehr denn je Voraussetzung, das eigene Berufsleben selbstbestimmt zu gestalten. Deutschland muss noch stärker als bisher zu einem Qualifizierungsland werden, zu einem Land des Lernens. Diesen Anspruch verfolgen wir mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie."
Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein Kernelement der Fachkräftestrategie, die am 6. November 2018 von fünf beteiligten Bundesministern in Berlin vorgestellt wurde. Denn in einer digitalen Arbeitsgesellschaft ist Weiterbildung der Schlüssel zur Fachkräftesicherung und zur beruflichen Weiterentwicklung. Ziel der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist es daher, alle Erwerbstätigen dabei zu unterstützen, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt zu erhalten, anzupassen, fortzuentwickeln und ihnen Auf- und Umstiege im Berufsleben zu ermöglichen.
Die Nationale Weiterbildungsstrategie baut auf bereits erfolgreich etablierten, aber auch geplanten Initiativen und Gesetzen der Bundesregierung auf. Zu nennen sind hier beispielsweise das Berufsbildungsgesetz, das Qualifizierungschancengesetz und das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie gilt es nun, gemeinsam mit den Ländern und den Sozialpartnern diese zu bündeln und weiterzuentwickeln.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Nur für XING Mitglieder sichtbar Mehr Geflüchtete in dualer Berufsausbildung
Die Zahl ausländischer Auszubildender, die Staatsangehörige eines der zugangsstärksten nicht europäischen Asylherkunftsländer sind, ist stark gestiegen. Zu dieser Ländergruppe gehören Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. 2017 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Menschen aus diesen Ländern bereits bei mehr als 15.000 (2016: rund 6.000; 2008: rund 1.000).
Dies zeigen Ergebnisse einer Sonderauswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf der Basis der Berufsbildungsstatistik des Bundes und der Länder. Die Berufsbildungsstatistik erfasst die duale Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz beziehungsweise Handwerksordnung. Hierbei wird zwar kein Migrations- oder Fluchthintergrund erhoben, allerdings kann man davon ausgehen, dass unter den ausländischen Auszubildenden mit einer Staatsangehörigkeit der genannten Länder zu einem großen Teil auch in den letzten Jahren zugewanderte Geflüchtete sind.
Ausländische Auszubildende mit einer Staatsangehörigkeit eines Asylherkunftslandes mündeten im Jahr 2017 überproportional (50 %) in den Zuständigkeitsbereich des Handwerks ein. Dabei konnte das Handwerk deutliche Zuwächse verzeichnen, denn im Jahr 2008 waren es lediglich etwa 27 %.
Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser belegen die Ergebnisse, dass das Handwerk in besonderer Weise von dieser Personengruppe profitiert. "Es wird mehr als deutlich, welche enorme Leistung das Handwerk in Bezug auf seine gesellschaftliche Verantwortung und Integrationsfunktion übernimmt."
Die Daten - veröffentlicht im "Datensystem Auszubildende" (DAZUBI) des BIBB - zeigen ferner, dass die weit überwiegende Mehrheit (90 % der Neuabschlüsse) der Auszubildenden mit einer Staatsangehörigkeit eines Asylherkunftslandes männlich ist. Bei ausländischen Auszubildenden insgesamt liegt dieser Wert bei etwa 68 %, bei deutschen Auszubildenden sind es rund 62 %. Überdies ist diese Personengruppe mit einem Altersdurchschnitt von fast 23 Jahren bei Neuabschluss deutlich älter als ausländische Auszubildende (etwa 22 Jahre) oder deutsche Auszubildende (19,6 Jahre).
Legt man die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe zugrunde, so unterscheiden sich Auszubildende mit einer Staatsangehörigkeit eines Asylherkunftslandes in weiten Teilen nicht wesentlich von den ausländischen Auszubildenden oder denen mit deutschem Pass. Insbesondere Männer aus dieser Personengruppe münden allerdings auch in Berufe mit starken Besetzungsproblemen, wie zum Beispiel Koch oder Bäcker, ein und helfen somit, die hohe Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen in diesen Berufen zu reduzieren.
Die Sonderauswertung des BIBB zeigt auch, dass der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer insgesamt, die eine duale Ausbildung beginnen, immer noch weit unterhalb des Anteils der Jugendlichen mit deutschem Pass liegt. "Trotz aller Anstrengungen und erzielten Erfolge", so BIBB-Präsident Esser, "bleibt es daher nach wie vor eine große Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft, ausländische Jugendliche erfolgreich in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren und ihre Potenziale zu nutzen."
Detaillierte Informationen zur BIBB-Sonderauswertung in: "Ausländische Auszubildende in der dualen Berufsausbildung: Einmündung und Ausbildungserfolg. Eine Analyse auf Basis der Berufsbildungsstatistik mit besonderer Betrachtung der Staatsangehörigkeiten der zugangsstärksten Asylherkunftsländer". Download unter http://www.bibb.de/dazubi2017-01
In einer weiteren Untersuchung zum Thema "Geflüchtete in Ausbildung" ist das BIBB der Frage nachgegangen, welche Zahlen woher kommen, und erläutert in einem Überblick, warum für das Gesamtbild verschiedene Statistiken herangezogen werden müssen. Auch hier zeigt sich, dass die Zahl der Geflüchteten in Ausbildung gestiegen ist. Allerdings wird auch festgestellt, dass sich viele junge Menschen mit Fluchthintergrund noch in Maßnahmen des Übergangsbereiches befinden. Wie viele es insgesamt sind, lässt sich auf Bundesebene nicht exakt beziffern, da die Statistik nicht sämtliche Maßnahmen erfasst, die auch auf Landes- oder kommunaler Ebene durchgeführt werden. Weitere Informationen in: "Weniger Geflüchtete im Übergangsbereich, mehr in Berufsausbildung? Welche Hinweise liefern amtliche Statistiken?".
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung
Nur für XING Mitglieder sichtbar Bevölkerungswachstum bei geringer Erwerbslosigkeit
Trotz einer durch die demografische Entwicklung bedingten Zunahme der Bevölkerung sowie einer damit verbundenen Ausweitung des Arbeitskräfteangebots wird sich die Arbeitslosigkeit in Deutschland bis zum Jahr 2035 langfristig auf einem historisch niedrigen Niveau von rund 1,1 Millionen Personen bewegen. Dies ist ein Ergebnis der fünften Welle der Qualifikations- und Berufsprojektionen, die unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) durchgeführt wurden. Die Ergebnisse sind in der neuesten Ausgabe der Reihe BIBB REPORT veröffentlicht.
Aufgrund der starken Zuwanderungsgewinne der letzten Jahre wird die Bevölkerungszahl in Deutschland entgegen früheren Projektionen von heute rund 82,2 Millionen Menschen anwachsen und im Jahr 2035 bei etwa 84 Millionen liegen. Dabei wird der Anteil der nicht deutschen Bevölkerung von heute rund 12 Prozent auf etwa 16,5 Prozent zunehmen.
Auch die Zahl der Erwerbstätigen wird den Projektionen zufolge bis etwa zur Mitte des nächsten Jahrzehnts um über 800.000 Personen auf rund 45,8 Millionen ansteigen. Hauptsächlich wegen des dann sinkenden Arbeitsangebots - die sogenannte "Baby-Boomer-Generation" scheidet aus dem Erwerbsleben aus - wird die Zahl danach bis zum Jahr 2035 wieder auf etwa 44,4 Millionen sinken.
Insgesamt betrachtet wird die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe bis 2035 weiter zurückgehen. Gleichzeitig wird sich die Verschiebung von den beruflichen Spezialisierungen hin zu den Dienstleistungsberufen fortsetzen. Auch die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten ändert sich. So wird es einen deutlichen Anstieg bei Fachkräften mit Aufstiegsfortbildungen und Bachelor- beziehungsweise Fachhochschulabschlüssen geben.
Die zunehmende Zahl älterer Menschen wird dafür sorgen, dass das Gesundheits- und Sozialwesen im Jahr 2035 mit einem Anteil von 15,4 Prozent die meisten Erwerbstätigen beschäftigen wird, dicht gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit 15,2 Prozent. Absolut gesehen wird es in den medizinischen und pflegerischen Berufen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage die stärksten Fachkräfteengpässe geben. Gleichzeitig wird wegen der auch wieder zunehmenden Zahl jüngerer Menschen die Nachfrage nach Erziehungs- und Unterrichtsleistungen steigen.
Auch wenn unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen ein flächendeckender Mangel an Arbeitskräften nicht ersichtlich ist, wird es sehr wohl zu berufsspezifischen Fachkräfteengpässen kommen. Dies wird neben den Gesundheitsberufen vor allem in einigen Berufen des handwerklichen Bereichs oder bei den landwirtschaftlichen Berufen der Fall sein.
Bei Berufsgruppen mit breiten Zugangsmöglichkeiten für Personen mit berufsfremder oder ohne berufsfachliche Qualifikationen wird sich hingegen eine hohe Konkurrenz bei der Stellensuche ergeben. Dies betrifft zum Beispiel Berufe im Einzelhandel, in der Gastronomie und Reinigung oder in der Lagerwirtschaft. Der fortschreitende Strukturwandel wird aber beispielsweise auch die Arbeitsnachfrage im Rechnungswesen und Controlling verringern.
Mit den Qualifikations- und Berufsprojektionen von BIBB und IAB werden in regelmäßigen Abständen Aussagen zur künftigen Entwicklung unter Berücksichtigung aktueller Ereignisse und Kenntnisse getroffen. Die mit den Projektionen verbundenen Unwägbarkeiten erfordern eine kontinuierliche Neubewertung der Rahmenbedingungen und ihrer Wirkungen auf die Projektionsergebnisse.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung
Nur für XING Mitglieder sichtbar Besserer Übergang in Ausbildung mit ansteigender Zuwanderungsgeneration
Jugendliche mit Migrationshintergrund, die der dritten Generation angehören, sind bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ebenso erfolgreich wie Jugendliche ohne Migrationshintergrund, wenn sie nach der 9. oder 10. Klasse die allgemeinbildende Schule beenden und unmittelbar eine berufliche Ausbildung anstreben. Sie münden dann im Laufe von rund drei Jahren nach Schulbeendigung genauso oft und genauso schnell entweder in eine duale oder eine schulische Berufsausbildung ein. Bei der dritten Generation handelt es sich um in Deutschland geborene Migrantinnen und Migranten, deren Eltern ebenfalls schon in Deutschland geboren sind, die Zuwanderung erfolgte bereits durch die Großeltern.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels eine nach den Migrationsgenerationen differenzierte Analyse der Übergänge in Berufsausbildung durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der neuesten Ausgabe der Reihe BIBB REPORT dargestellt. Zugrunde liegen die Angaben von fast 6.000 Jugendlichen, die in den Jahren 2011 und 2012 nach der 9. oder 10. Klasse von einer Regelschule abgegangen sind.
Insgesamt haben Jugendliche mit Migrationshintergrund bei Verlassen der Schule seltener ein Interesse an der direkten Aufnahme einer Berufsausbildung. Auch in der dritten Migrationsgeneration trifft dies, wenn auch sehr abgeschwächt, noch zu. Das hat zur Folge, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund selbst in der dritten Generation seltener eine berufliche Ausbildung aufnehmen als Jugendliche ohne Migrationshintergrund.
Im Vergleich zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die der dritten Generation angehören, haben diejenigen der zweiten Generation erheblich geringere Chancen, erfolgreich in eine berufliche Ausbildung einzumünden. Obwohl auch sie bereits in Deutschland geboren sind, fallen ihre Schulabschlüsse im Schnitt deutlich niedriger aus, was ihre Aussichten auf einen Ausbildungsplatz mindert. Aber selbst bei gleichem Schulabschluss münden junge Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation langsamer und seltener in eine Berufsausbildung ein als diejenigen der dritten Generation beziehungsweise als Jugendliche ohne Migrationshintergrund.
Die geringsten Chancen auf einen erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung haben Jugendliche der ersten Migrationsgeneration - sie sind im Ausland geboren und selbst nach Deutschland zugewandert, meistens mit ihrer Familie. Sie verfügen nochmals über deutlich niedrigere Schulabschlüsse als Jugendliche der zweiten Generation. Die größten Schwierigkeiten sind dabei für diejenigen zu verzeichnen, die erst nach dem 6. Lebensjahr nach Deutschland gekommen sind. Sie haben in der Schule am schlechtesten abgeschnitten, bewerben sich verhältnismäßig häufig nicht um eine Ausbildungsstelle und nehmen insgesamt am seltensten eine
Berufsausbildung auf. Allerdings sind diejenigen von ihnen, die bei Schulabgang eine betriebliche Ausbildung anstreben, zumindest nach zwei bis drei Jahren relativ erfolgreich und münden häufiger in eine berufliche Ausbildung ein als Jugendliche der zweiten Migrationsgeneration.
Die Ergebnisse zeigen nach Auffassung des Autorenteams, dass die Herstellung gleicher Bildungschancen für Migrantinnen und Migranten eine Aufgabe ist, die sich über einen langen Zeitraum erstreckt und eine intensive Förderung der Jugendlichen nötig macht. Dabei müssten noch viel stärker als bisher die besonderen Problemlagen der Jugendlichen wahrgenommen und hierauf eingegangen werden. Auch müsse den Jugendlichen verstärkt der Wert einer Berufsausbildung für den späteren Lebensweg verdeutlicht werden. Dieses Bewusstsein sei vor allem bei Jugendlichen der ersten Generation zu wenig ausgebildet und kann selbst in der dritten Generation nicht als gegeben vorausgesetzt werden. Die schlechteren Chancen der jungen Migrantinnen und Migranten der ersten und zweiten Generation könnten zudem mit bei Betrieben eventuell bestehenden Vorurteilen ihnen gegenüber zusammenhängen. Daher sei es auch nach wie vor notwendig, mögliche Vorbehalte bei Betrieben gegenüber Jugendlichen mit Migrationshintergrund abzubauen. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels gelte es, das Potenzial aller Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft, besser auszuschöpfen.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

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Über die Gruppe "Betriebliche Qualifizierungsbausteine in Lernprozessen"

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